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Aufs Meer hinaus Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.09.2023

Verlag

Penguin

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

22/14,9/3,2 cm

Gewicht

459 g

Originaltitel

Det hvite kartet

Übersetzt von

Gabriele Haefs

Sprache

Deutsch

EAN

2710001748143

Beschreibung

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.09.2023

Verlag

Penguin

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

22/14,9/3,2 cm

Gewicht

459 g

Originaltitel

Det hvite kartet

Übersetzt von

Gabriele Haefs

Sprache

Deutsch

EAN

2710001748143

Herstelleradresse

Penguin Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Evaki

    5/5

    16.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Norwegens Frauenemanzipation Anfang des 19. Jahrhunderts

    Cecile Enger führt uns mit ihrem Roman "Aufs Meer hinaus" sehr gefühlvoll in die Welt der Mädchen und Frauen des Norwegens Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts. Eine besondere Atmosphäre spürt man in diesem Land am Meer mit ihren Fjorden und Buchten und einer streng christlichen und von Männern dominierten Welt. Da fühlt man sich der Protagonistin Bertha Torgersen doch sehr nah und freut sich über jeden mutigen Schritt, den diese junge Frau selbstständig in ihre Freiheit wagt. Viele Stolpersteine liegen den Frauen dieser Zeit im Weg. Der Vergleich zum Leben der heutigen Frauen, in afrikanischen und arabischen Ländern, scheint nicht viel Unterschied auszumachen. Eigentlich ein Unding in unserer Zeit. Selbst die Freiheit zum gleichen Geschlecht ist vielen Frauen und Männern ja heute noch unmöglich. Das Buch bringt uns in vielerlei Hinsicht stark zum Nachdenken! 1913 wurde übrigens das Frauenwahlrecht in Norwegen zugelassen in Deutschland erst 1918 und in Saudi-Arabien erst 2015. Das Buch ist eine echte Leseempfehlung, nicht nur ein Frauenbuch, denn es kommt ohne einen erhobenen Finger aus, Themen anzusprechen, die heute eigentlich für alle selbstverständlich sein sollten. Klar und gut übersetzt von Gabriele Haefs liest sich das Buch flüssig und schnell.

  • Bewertung

    aus Enger

    5/5

    16.01.2024

    eBook (ePUB)

    Starkes Frauenportrait aus Norwegen

    Das Cover mit den beiden Frauen, die am Strand entlanggehen, lässt nicht unbedingt auf den Inhalt des Buches schließen. Der Titel schon eher, denn bei dem Roman „Aufs Meer hinaus“ von der norwegischen Autorin Cecille Enger handelt es sich um die Lebensgeschichte von Bertha Torgersen und Hanna Brummenæs, die sich als erste Reederinnen Europas einen Namen machen sollten. Allen Widrigkeiten zum Trotz. Als Leser/innen begleiten wir Bertha durch ihre Kindheit unter nicht immer einfachen Lebensverhältnissen in Norwegen des späten 19. Jahrhunderts. Eine prägende Zeit, die den späteren Lebensweg von ihr entscheidend beeinflussen sollte. Zur Zeit ihrer Konfirmation kreuzen sich erstmals die Wege mit Hanna, die sich für ihr späteres Leben als Fix-und Angelpunkt herausstellen sollte. In Visnes fängt Bertha an in einem Lebensmittelladen zu arbeiten und trifft nach Jahren Hanna wieder. Nach anfänglicher Distanz kommen sich die beiden Frauen näher und lernen sich besser kennen und lieben. Einer Liebe, die sie Zeit ihres Lebens geheimhalten mussten. Autorin Cecille Enger ist mit „Aufs Meer hinaus“ ein tolles Buch gelungen. Gerade diese ruhige, unaufgeregte Art des Erzählens ist ein großer Pluspunkt bei dieser Geschichte. Man könnte fast meinen, dass die Geschichte ohne große Emotionen dargestellt wird, aber dies würde der Sache nicht gerecht werden. Vielmehr ist es wohl eher der norwegischen Mentalität geschuldet, die von Natur aus eher etwas kühl daherkommt. So bleiben die Figuren immer etwas auf Abstand, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Für Frauen im Allgemeinen war die Zeit Ende des 19. Jahrhunderts / Anfang des 20. Jahrhunderts keine leichte Zeit. Sie ist geprägt von vielen Entbehrungen. In der Regel abhängig vom Ehemann und eher mit Haushalt und Kindererziehung beschäftigt, als selber im Geschäft zu arbeiten und Geld zu verdienen. Von Schule und Ausbildung ganz zu schweigen. Um so außergewöhnlicher ist es, dass sich Bertha gegen Familie und Kinder entscheidet und ihrem Herzen folgt, was Arbeit und Beziehung angeht. Bestimmt keine leicht Entscheidung, aber die für sie richtige. Der Erzählstil ist flüssig, aber eher distanziert. Der Geschichte kann man gut folgen und sie ist leicht verständlich. Die Autorin hat gut recherchiert, was dem Buch Glaubwürdigkeit verleiht. So erfährt man zudem viele interessante Dinge und Fakten aus der Region zur damaligen Zeit. Fazit: Ein leises, aber dennoch starkes Buch über zwei Frauen die in einer männerdominierten Branche ihr Ding gemacht haben. Das ist spannend zu lesen und zeigt mal wieder, dass es auch früher schon Frauen gegeben hat, die sich nicht unterkriegen haben lassen von gesellschaftlichen Konventionen. Klare Leseempfehlung!

  • nil_liest

    aus Frankfurt

    5/5

    14.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die norwegische Journalistin…

    Die norwegische Journalistin Cecilie Enger hat mit dem Roman um zwei weibliche Protagonistinnen kurz vor dem Beginn des 20. Jahrhunderts einen Roman geschrieben, der uns allen wiederholt vor Augen führt was es zur damaligen Zeit hieß eine Frau zu sein mit den erwarteten Rollen. Die Geschichte um zwei Norwegerinne, die einst die erste frauengeführte Reederei leiteten beruht auf einer wahren Historie. Leider ist mir nicht ganz klar was hier aus der Recherche Cecilie Engers hervorging und was Fiktion, aber der Rahmen in dem hier erzählt wurde, sollte den Gegebenheiten entsprochen haben. Sprich der Umgang, die Not und die Kargheit. Ohnehin ist die Geschichte sehr karg und distanziert erzählt. Da bleibt so einiges auf der Strecke. Es hätte nicht mehr sein müssen, nur in Perspektive gesetzt hätte es mir an der ein und anderen Stelle deutlich besser gefallen. Eine sehr trockene Erzählweise, die aber auch irgendwie zu den beiden passt. Im Mittelpunkt steht zunächst Bertha Torgersen (die im echten Leben von 1864 bis 1954 lebte), sie wächst ohne ihre leibliche Mutter im Süden Norwegens auf bei ihrer Stieffamilie. Harte Verhältnisse regieren und sie flieht so schnell sie kann in die Unabhängigkeit ohne Ehe. Nicht in die vorgefertigten Bahnen. Sie landet in einer Bergbaustadt Karmøy. Dort trifft sie auf Hanna Brummenaes (1860-1942), die auffällt, denn sie trägt „Männerkleidung“ und ist unabhängig. Heute würde man die beiden als Vordenkerinnen und mutige Feministinnen bezeichnen. Es wird ihr gemeinsamer Weg der Reederei bis in den 1. Weltkrieg hinein gezeichnet und im finalen Abschnitt, die Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis hin zu Hannas Tod. Mir hat die jeweilige Stimmungslage gut gefallen, wie es um 1900 in den Aufbruch ging und dann die beiden Weltkriege alle Energie und Werte vernichteten. Übersetzt wurde der Roman aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs. Gut lesbar.

  • Astrid

    aus Frankfurt

    5/5

    22.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Emanzipation im 19. Jahrhundert

    Cecilie Enger erzählt die Geschichte von zwei jungen Frauen und deren weiterer Entwicklung. Bertha, behütet in der Enge ihres Elternhauses zusammen mit Vater, Stiefmutter und ihren Halbgeschwistern. Ihr Tag ist ausgefüllt mit Hausarbeit, Kinderhüten und arbeiten im Fleisch- und Wurstladen ihres Vaters. Da bleibt kein Platz für persönliche Freiheit. Hanna, die am liebsten Männerkleidung trägt und schon früh auf eigenen Beinen steht. Die erste Begegnung der beiden in der Manufaktur von Eric Jacobsen hinterlässt einen bleibenden Endruck bei Bertha, denn Hanna ist so ganz anders als andere Frauen. Der Weg Berthas in die ersehnte Freiheit beginnt mit einem Stellenangebot von Herrn Stange in seinem Lebensmittelladen in Visnes. Hier begegnet sie auch Hanna wieder und mit der Zeit nähern sich die beiden Frauen einander an und entdecken ihre wahren Gefühle füreinander. So beginnt die gemeinsame, erfolgreiche Zukunft der Beiden. Ein eigener Lebensmittelladen, eine eigene Reederei, ein gemeinsames Haus und ein gemeinsames Leben bis an ihr Lebensende. Auch Rückschläge konnten sie nie von ihrem Weg abbringen. Ihre Gefühle füreinander müssen sie allerdings vor der Öffentlichkeit verbergen, denn das war in der damaligen Zeit nicht möglich. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der geradlinige Schreibstil von Cecilie Enger lässt einen direkt in die Handlung eintauchen und man fühlt sich mittendrin. Man bekommt einen sehr guten Eindruck wie schwer es im 19.Jahrhundert für Frauen war, ihren eigenen Weg zu gehen. Auch das Cover finde ich einfach perfekt!

  • raschke64

    aus Dresden

    5/5

    12.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ruhige Erzählung

    Norwegen Ende des 19 Jahrhunderts. In einem kleinen Bergbauort wächst Bertha heran. Vor ihrer Konfirmation darf sie sich im Laden das erste eigens für sie bestellte Kleid abholen und lernt dort die Verkäuferin Hanna kennen. Diese ist sehr unkonventionell und Berta fühlt sich zu ihr hingezogen. Jahre später arbeitet Berta in einem größeren Ort in einem Geschäft und trifft Hanna wieder. Aus den beiden wird ein heimliches Paar und später auch Geschäftspartnerinnen. Für die damalige Zeit zum einen gefährlich, zum anderen im Geschäftsleben sehr ungewöhnlich. Später gründen sie eine eigene Reederei, die erste mit ausschließlich weiblichen Eigentümerinnen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist durchweg in einem sehr ruhigen und teilweise auch sachlichen Stil geschrieben. Trotzdem zieht einem die Geschichte irgendwie in ihren Bann. Dabei wird nichts überdramatisiert, sondern durch die beiden so unterschiedlichen Frauen auch die jeweiligen Sichten dargestellt. Sie waren zur damaligen Zeit etwas Besonderes. Umso mehr schätze ich, dass ihre Geschichte jetzt erzählt wird. Ich fand auch die Beschreibung sehr gut, denn nach dem Lesen habe ich im Internet die entsprechenden Fotos gesucht und auch gefunden. Einziger Wermutstropfen war für mich das Cover. Vor dem Lesen fand ich es sehr gut, danach war ich enttäuscht, dass die beiden Frauen so bieder und traditionell dargestellt wurden, zumindest Hanna war niemals so gekleidet und hatte so eine Frisur. Schade, hier wurde etwas verschenkt, was allerdings den Inhalt des Buches nicht beeinträchtigt. Wer Geschichte mit Hintergrund mag und nicht auf reißerische Darstellungen aus ist, wird sich an dem Buch begeistern.

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    Lou

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    3/5

    04.11.2025

    eBook (ePUB)

    Seichte, z.T. oberflächlich gehaltene Liebesgeschichte

    Cecile Enger erzählt über zwei bemerkenswerte Frauen und ihren mutigen Werdegang. Leider bleibt für mich das Profil recht oberflächlich. Die Betrachtungsthemen wechseln sich im Roman ab: zunächst scheint es eine Entwicklungsgeschichte der einen Protagonistin zu sein, dann geht es um die lesbische Liebesbeziehung und dann um den Geschäftsausbau und die Reederei. Dadurch kann die Autorin meines Erachtens aber keinem Thema gerecht werden. Es ist aber eine schöne Geschichte.

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