Produktbild: Sturmland
Band 1 Neu

Sturmland Historischer Roman | Eine bewegende Liebesgeschichte auf Norderney

Aus der Reihe Die Sturmland-Saga
58

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

33

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.07.2026

Abbildungen

Mit 2 s/w-Karten

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

608

Maße (L/B/H)

19/12,4/4,3 cm

Gewicht

484 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-01798-8

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Miriam Georg hat einfach ein Händchen für dramatische Szenen und große Gefühle. ... Ihre Romane sind richtig gut gemachte Unterhaltungsliteratur, die aus der Flut der Firmen- und Familiensagas herausragen.

Produktdetails

Verkaufsrang

33

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.07.2026

Abbildungen

Mit 2 s/w-Karten

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

608

Maße (L/B/H)

19/12,4/4,3 cm

Gewicht

484 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-01798-8

Herstelleradresse

Rowohlt Taschenbuch
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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  • Bewertung

    5/5

    23.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Norddeutsche Frauenpower

    Wieder ein Buch von Miriam Georg, das fesselt und schwer aus der Hand zu legen ist. Mit intensiven Beschreibungen gelingt es Georg, den Leser 150 Jahre zurück an die deutsche Nordseeküste zu entführen. Schnell finden wir uns in einer Geschichte wieder, die aus unzähligen Fäden zu einem Teppich gewebt wird. Das Buch ist sehr zu empfehlen, wie es der Leser von Georg gewohnt ist, fiebert man schnell mit der Geschichte mit. Einige Rückblicke intensivieren das Leseerlebnis. Durch die Lektüre des Buches erhält man einen gut recherchierten Einblick in unterschiedliche Lebenswelten vor 150 Jahren. Typisch für Georg ist auch, dass man mit vielen Protagonisten mitfiebert. Jede Persönlichkeit ist vielschichtig aufgebaut, hat seine dunklen Geheimnisse und auch seine guten Seiten, die dazu führen, dass man mit ihnen mitfühlt und sich für alle ein Happy End wünscht. Besonders frappierend sind die Differenzen der Wissenschaft zum heutigen Stand - und die Götter in weiß, die nicht helfen sondern Unheilbringer sind. Voller Spannung erwarte ich im Herbst 2026 die Fortsetzung dieses Romans, um zu sehen, wie und ob sich das Blatt noch wendet. Absolut Leseempfehlung für eine andere Welt - und Emanzipation in einer anderen Zeit!

  • Bewertung

    aus Glauchau

    5/5

    23.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Hartes Leben an der See

    „...Nur wenn sie lief, konnte sie denken. Solange sie in Bewegung war, fühlte sie sich nicht von ihren Ängsten erdrückt. Als müsste sie fliehen, aus dem Bett, aus dem Haus, aus ihrem Leben…“ Wenig später wird Cora fliehen. Sie nimmt eine Stelle als Gouvernante an, ändert ihren Familiennamen und geht mit Alexander und seiner Tochter Emmi auf die Insel Norderney. Emmi hat Tuberkulose und soll sich dort erholen. Ihrem Vater hinterlässt Cora nur eine kurze Nachricht, ohne ihren Aufenthaltsort zu verraten. Die Autorin hat einen beeindruckenden und spannenden Roman geschrieben. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet. Er schildert das Leben an der Nordsee anschaulich und bringt die Probleme der Protagonisten auf den Punkt. Die innere Spannung ergibt sich durch die Geheimnisse, die lange im Dunkeln bleiben. Wir schreiben das Jahr 1860. Cora ist eine selbstbewusste und wissbegierige junge Frau. Lange hat ihr Vater den Wunsch nach Lernen unterstützt, da ihre beiden Brüder in jungen Jahren verstorben sind. Doch dann kommt der Zeitpunkt, wo ihr klargemacht wird, was ihre Pflichten als Frau sind. Doch Cora bricht aus und verschwindet. Auf Norderney soll sich Cora um die Schulbildung von Emmi kümmern. Heute würde man sagen, das Mädchen ist hochbegabt. Gekonnt setzt sich Cora über die Anweisung von dessen Vater weg und lehrt Emmi mehr, als sie soll. Das gefühlvolle Spielen eines Instruments liegt Emmi allerdings nicht. Aber genau das wird von ihr erwartet. „...Wenn jemand es nicht wollte oder kein Talent hatte, verschwendete man nur kostbare Zeit. Emmi war zu etwas anderem geboren. Warum bloß musste man Frauen in Formen pressen, in die sie nicht passten, nur weil es sich so gehörte?…“ Als Emmi den Wunsch äußert, auf der See zu rudern, gibt Cora dem nach. Das hätte fast in einer Katastrophe geendet. Jetzt verpflichtet Emmis Vater den Arbeiter Onnen, die beiden auf ihren Wegen zu begleiten. Onnen stammt eigentlich von Borkum. “...Als Kind hatte Onnen seinen Vater nur sorgenvoll erlebt. Die Insel bot keine Einnahmequellen mehr, der Walfang war vorbei, eine Überschwemmung hatte dafür gesorgt, dass das Ackerland für viele Jahre so gut wie nicht nutzbar gewesen war…“ Mit den aufkommenden Tourismus wird es besser. Allerdings sind damit neue Härten für die Einheimischen verbunden. Hinzu kommt, dass die See rau und unbarmherzig sein kann. Das wirkt sich auch auf die Bewohner aus. Spannend fand ich die Medizin der damaligen Zeit. Die Gefahren mancher Medikamente hat man ziemlich unterschätzt. Eine der Höhepunkte der Geschichte ist das Gespräch zwischen Cora und Emmis Großmutter. Hier prallen alte und moderne Ansichten hart aufeinander. „...Wenn wir Frauen absichtlich kindlich halten, dann halten wir ihren Geist auch absichtlich leer. Wir verweigern Emmi, selbstständig zu denken und zu entscheiden…“ Die Großmutter ist der Meinung, zum Denken habe sie später ihren Mann. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt, wie schwierig es für Frauen im bürgerlichen Milieu war, eigenständig leben zu wollen.

  • evelynmartina

    5/5

    23.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Kurzweiliger historischer Roman

    Miriam Georg hat es wieder einmal geschafft wie schon mit ihren bis jetzt erschienenen historischen Romanen, dass ich eingetaucht bin, dieses Mal in das Sturmland, und ihren neuen Roman fast nicht aus der Hand legen konnte. Während es bisher um Hamburg, Reedereien und Auswanderer ging, geht es nun um die Nordsee, genauer um Norderney und Borkum, zwei Inseln, die sich in Mitte des 19. Jahrhunderts langsam zu beliebten Seebädern entwickeln. Die beiden Hauptfiguren Cora, eine neugierige und intelligente Frau aus einer angesehenen Hamburger Familie, und Onnen, ein eingefleischter, einfacher Inselbewohner, lernen sich auf Norderney kennen, da Cora als Hauslehrerin zusammen mit einem Architekten und dessen kranker Tochter wegen eines Bauprojektes auf die Insel reist. Wie von der Autorin nicht anders erwartet, kommen Liebe, Drama und Tragödie auch in dieser Geschichte nicht zu kurz. Sie legt ein flottes Tempo hin, es geschieht eigentlich immer etwas, sodass es zu keinem Zeitpunkt wirklich langweilig wird. Miriam Georg verknüpft Reales mit Fiktivem in anschaulicher Erzählweise. So erfährt der Leser zum einen nach und nach mehr aus der Vergangenheit von Cora und Onnen, zum anderen bekommt er Einklicke in die damalige Zeit mit ihren Problemen wie z.B. der noch nicht existierenden Seenotrettung, der klassischen und Natur-Medizin und der Stellung der Frau in der Gesellschaft. Dass die Geheimnisse um die zwei sympathischen Protagonisten schlussendlich nicht vollständig aufgelöst werden, spornt natürlich an, den nächsten Teil der zweiteiligen Saga zu lesen, „Salzwind“, der voraussichtlich im Oktober 2026 veröffentlicht werden wird.

  • Bewertung

    5/5

    23.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Norderney

    Die Roman von Miriam Georg haben oft die Situation von Frauen aus dem 19. Jahrhundert als Thema. Auch diesmal lernen wir Cora kennen, die sich unverschuldet in einer unglücklichen Situation befindet, aus der sie sich zu befreien versucht. Da Frauen neben der Heirat als Alternative in der damaligen Zeit kaum Berufe offenstehen, arbeitet Cora, nachdem sie sich aus den gesellschaftlichen Fesseln befreit hat, als Gouvernante für die kleine Emmi. Emmi ist lungenkrank und verbringt ihr Leben daher auf Norderney, um die Nordseeluft aus therapeutischen Gründen zu atmen. Zu deren Schutz heuert Emmis Vater den Tagelöner Onnen an. Bald verbindet die gebildete Cora und der einfache Onnen ein zartes Band und es entstehen Gefühle. Dieser Roman ist jedoch weit mehr als ein eindimensionaler Liebesroman. Der Leser erfährt viel über die damaligen Lebensbedingungen auf den ostfriesischen Inseln und die Seenotrettung, die damals noch in den Kinderschuhen steckte. Die Geschichte ist spannend, flüssig geschrieben, leicht und dennoch nicht oberflächlich. Die Romane der Autorin sind eigentlich alle zu empfehlen, und auch dieser erste Teil einer Diologie hat mir sehr gefallen.

  • Rosenfreund

    5/5

    23.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Romantik, Mut und raues Meer

    Das Cover, mit der windumtosenden Protagonistin und dem Meer im Hintergrund sowie der Titel passen perfekt zu diesem Roman der bekannten Autorin. Das Werk beginnt im Jahr 1860, einer Zeit als Frauen eine sehr untergeordnete Rolle spielten. Sie mussten sich völlig dem Willen ihres Vaters oder Ehemanns beugen, erlangten kaum Bildung, durften keine eigene Meinung äußern, sondern sollten ihre Zeit mit Handarbeiten verbringen, perfekte Verhaltensformen beherrschen, die Familie repräsentieren und Kinder gebären. Das gilt natürlich hauptsächlich für vermögende Familien der Ober- und Mittelschicht. Cora, die Protagonistin, ist eine sogenannte höhere Töchter, aber mit eigenem Willen, die aus der engen Familienstruktur, bestimmt durch Etikette, ihrer Hamburger Familie ausbricht, heimlich nach Norderney flieht, um dort die Betreuung der kleinen Emmi zu übernehmen, die sich in der heilsamen Nordseeluft von ihrer Tuberkuloseerkrankung erholen soll. Niemand darf etwas von ihrer Vergangenheit erfahren! Leider bringt sie sich und Emmi, aus Unwissenheit, in Lebensgefahr, wird aber von Onnen, einem gutaussehenden Tagelöhner, der kantig und herzensgut ist, gerettet. Die sozialen Unterschiede den beiden könnten nicht größer sein. Nach und nach entwickelt sich zwischen den beiden eine sanfte Annäherung, eine zarte Liebesbeziehung mit Zukunft? Nein, ihr Glück ist nicht von Dauer. Die Figuren sind sehr authentisch beschrieben, und das ganze Werk ist atmosphärisch perfekt. Die Geschichte verdeutlicht durch Vorkommnisse, die typisch für die damalige Zeit sind, die vorherrschenden Lebensumstände und das beschwerliche Leben auf den Nordseeinseln Borkum und Norderney, wo der Erholungstourismus für reiche Bürger gerade Einzug hält. Die unterschiedlichen Schicksalswege der beiden und die unvorhergesehenen Twists sorgen für Spannung. Der metaphorisch angehauchte Erzählstil der Autorin lässt einen das flüssig geschriebene Werk verschlingen, obwohl es einige Längen enthält. Dieser Roman endet mit einem Cliffhänger, der Lust auf den bereits fertiggestellten Folgeband macht. Besonders gefällt mir die feministische Ebene, die dieses Werk zu einer leichten, aber gehaltvollen Sommerlektüre werden lässt.

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Bewertungen (58)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Melanie Winkler

    Melanie Winkler

    Thalia Norderstedt – Herold-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Schauplatz Norderney

    Wieder ein historischer Schmöker der Extraklasse: Wie ein Sog zieht uns die dramatische Geschichte um Cora und Onnen uns in ihren Bann. Zwei starke Figuren, die das Leben da Mitte des 19. Jahrhunderts auf Norderney zusammenspült. Hochemotional und sehr, sehr spannend.
  • Zum Bewerterprofil von Liane Wieschollek

    Liane Wieschollek

    Thalia Mayersche Gelsenkirchen-Buer

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.07.2026

    eBook (ePUB)

    Gewaltig wie das Meer

    Die Reeders Tochter Cora ist hochgebildet, aber an starre Konventionen gefesselt.Nach dem Tod der Mutter nimmt sie, unter falschen Namen, eine Anstellung als Gouvernante bei der hochintelligenten 10 jährigen Emmi an.Die Architektentochter ist an Tuberkulose erkrankt und ihr Vater hofft auf Norderney auf Linderung durch die Seeluft .Als Cora und Emmi während einer Bootsfahrt in eine brenzlige Situation geraten und vom Tagelöhner Onnen gerettet werden, wird der einfache Mann von Emmis Vater als Inselbegleitung angestellt.Mit der Zeit entwickeln sich zwischen Cora und Onnen zarte Gefühle.Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Cora und Onnen erzählt.Beide haben etwas zu verbergen und das sorgt für kontinuierliche Spannung.Ebenso die Schilderungen des harten Lebens der einfachen Inselbewohner, sowie die damalige medizinische Versorgung.Es gab die alte Naturmedizin die sich über die Jahrhunderte bewährt hat und nun mit dem neuen Inselarzt kritisch beäugt wird.Als Leser ist man oft entsetzt über die fragwürdigen Methoden des Mediziners und wie leichtgläubig die Patienten seinem Rat gefolgt sind. Ein zentrales spannendes Thema ist auch die zur damaligen Zeit noch unorganisierte Seenotrettung.Diese erfolgte damals noch sporadisch, nach strenger Abwägung des eigenen Lebensrisikos. Sturmland ist ein fesselnd geschriebenes Stück Zeitgeschichte.Miriam Georg verbindet eine berührende Liebesgeschichten mit der rauen Realität der Nordsee und ihren Bewohnern um 1860 und dem Kampf gegen die Naturgewalten.
  • Zum Bewerterprofil von Sylvia Donath

    Sylvia Donath

    Thalia Ettlingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Coras Geschichte bewegt und packt von der ersten Seite an

    Eine von der ersten Seite an packende, bewegende Geschichte, in der deren Mittelpunkt Cora steht. Obwohl Tochter aus gutem Hause, muss sie sich auf Grund von Ereignissen in der Vergangenheit als eine andere ausgeben. Als Hauslehrerin betreut sie ein krankes Mädchen und kommt so nach Norderney. In Unkenntnis der Tücken der Nordsee geraten Emmi und sie in Gefahr und werden von Onnen gerettet. Onnen wird Cora an die Seite gestellt und die beiden kommen sich näher. Auch er trägt ein Geheimnis in sich und Menschen auf Borkum an denen er hängt. Und Coras Schatten der Vergangenheit sind auch in Reichweite. Ein toller Schmöker mit authentischen Personen und einer Kenntnis von Meer, Küste und dem Beginn der Seenotrettung, die klar machen, wie gründlich Miriam Georg für ihre Bücher recherchiert. Gespannt warten wir auf den zweiten Teil und wie es weitergeht. Absolute Leseempfehlung.
  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    4/5

    22.07.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Mehr als eine Frage des Standes

    Miriam Georg bleibt den Themen treu, die ihre Bücher prägen: gesellschaftliche Zwänge, Rollenbilder und der Mut, sich ihnen zu widersetzen. Mit Cora, Tochter aus gutem Hause, geht es vom Hamburg des Jahres 1860 nach Norderney. Auf der Insel hat sie eine Stelle als Lehrerin angenommen, ihr Schützling Emmi soll dort ein Lungenleiden kurieren. Als Cora und Emmi in eine lebensbedrohliche Situation geraten, lernen sie den Hilfsarbeiter Onnen kennen. Nach dieser Begegnung entwickelt sich eine Liebe, die schon aufgrund des Standesunterschieds zum Scheitern verurteilt scheint. Der Roman erzählt mit den Mitteln eines Schmökers: dramatisch und emotional, nicht frei von Überzeichnungen. Dabei werden die gesellschaftlichen Zwänge des 19. Jahrhunderts sichtbar; Herkunft, Geschlecht und Ansehen zählen mehr als Können oder Erfahrung. Tanja Fornaro setzt die Geschichte mit angenehmer Zurückhaltung um und verhindert so, dass der Roman ins Sentimentale kippt.
  • Zum Bewerterprofil von Heike Fischer

    Heike Fischer

    Thalia Hürth – EKZ Hürth-Park

    Buchhändler*in

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    4/5

    19.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Was für ein gelungener Auftakt!

    Dieser historische Roman-Zweiteiler hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und lässt für mich kaum einen Leserwunsch offen. Atmosphärisch, mitreißend und hervorragend recherchiert entführt er uns in das Jahr 1860 auf die ostfriesischen Inseln Norderney und Borkum. Man spürt beim Lesen förmlich den Wind, riecht die salzige Nordseeluft und taucht tief in das entbehrungsreiche, aber von Zusammenhalt, Tradition und festen Werten geprägte Leben der Insulaner ein. Im Mittelpunkt steht Cora, die vor ihrem Leben in Hamburg und den Geheimnissen ihrer Vergangenheit flieht. Als sie eine Stelle als Gouvernante annimmt – eigentlich weit unter ihrem gesellschaftlichen Stand –, ahnt sie nicht, dass diese Entscheidung ihr Leben für immer verändern wird. Gemeinsam mit dem schwer erkrankten Kind und dessen Vater reist sie in ihrerer neuen Stellung nach Norderney, das damals gerade erst begann, sich als Seebad einen Namen zu machen. Die heilende Kraft der Nordsee soll dem Kind helfen. Doch nicht nur Wunden heilen auf der Insel – auch alte Geheimnisse brechen auf, neue Verbindungen entstehen und Cora muss sich ihrer Vergangenheit stellen. Die Autorin verbindet historische Fakten mit einer berührenden Geschichte voller Geheimnisse, bewegender Schicksale und überraschender Wendungen. Die Figuren sind so lebendig gezeichnet, dass man mit ihnen durch alle Gefühlswelten geht. Der Cliffhanger am Ende sorgt vor allem für eines: sehnsüchtiges Warten auf „Salzwind“, den Abschlussband.

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