Von Wellenrauschen und Inselliebe an der sommerlichen Ostseeküste
Isa ist 38 und hat eigentlich alles, was sie zum Glücklichsein braucht: einen verlässlichen Partner, ein großes Haus und einen Job, der ihr alle Freiheiten lässt. Dennoch ist sie unglücklich und fühlt sich in ihrem eigenen Leben gefangen. Als ihre Tante, die auf der dänischen Ostseeinsel Fejø ein kleines Tierasyl betreibt, einen Unfall erleidet, springt Isa kurzerhand für sie ein. Auf Fejø trifft sie Menschen wieder, die sie aus den Augen verloren hatte. Und entdeckt Gefühle, die sie längst vergessen glaubte …
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Was für ein wunderschöner Sommerroman! So feinfühlig geschrieben und voller kleiner Wahrheiten, dass ich jede Seite genossen habe.
Während des Lesens habe ich mich direkt in meinen eigenen Sommerurlaub in Dänemark zurückgeträumt. Ich konnte die Weite des Landes spüren und förmlich den milden Sommerwind auf meiner Haut fühlen.
Und die ganze Zeit fragte ich mich: An welche Insel hat Lurleen Kleinewig wohl gedacht, als sie dieses Buch geschrieben hat?
Ein Roman über das Loslassen, das Neuanfangen und die Kraft kleiner Momente
CleoBe aus Berlin am 18.07.2025
Bewertungsnummer: 2542867
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Zwischen Möwenruf und Hundefell,
findet Isa, was sie wirklich will.
Kein Plan, kein Muss – nur echtes Sein,
und plötzlich fühlt sich Leben klein und groß zugleich an.
Manchmal führt der Umweg direkt zum Herzen. Und Fejø wird zum Anfang, nicht zum Ende.
Von Wellenrauschen und Inselliebe an der sommerlichen Ostseeküste – Manchmal brauchen wir nur einen kleinen Umweg, um zu erkennen, wo unser Herz wirklich zu Hause ist. In „Sommerträume auf der kleinen Ostseeinsel“ – erschienen beim Piper Verlag – nimmt Lurleen Kleinewig uns mit auf genau so eine Reise – zart, eindringlich und voller Sommerduft, Wellenrauschen und leiser Sehnsucht. Es ist die Geschichte von einer Frau mitten im Leben, die scheinbar alles hat – und sich doch tief in ihrem Inneren verloren fühlt. Eine Geschichte über das Verlieren – und das Wiederfinden. Über den Mut, sich selbst wieder zu begegnen. Über Hunde, Wellen, Herzensmenschen und die leise Magie eines kleinen dänischen Inselortes namens Fejø. Wenn du jetzt neugierig geworden bist, dann komm doch mit auf eine Buchlänge nach Dänemark. Auf geht’s…
Wellenrauschen im Ohr, Sand unter den Füßen – Isa ist 38 Jahre, erfolgreich, mit einem verlässlichen Partner an ihrer Seite, einem schönen Haus und einem flexiblen Job. Auf dem Papier sieht alles perfekt aus. Doch in ihrem Innersten ist da eine bohrende Leere, eine Unruhe, die nicht mehr überhört werden will.
Als ihre Tante auf der idyllischen, dänischen Insel Fejø – bekannt aus Band 1 (bekannt u.a. auch unter dem Titel: „Tage wie Seeglas“) – einen Unfall hat, fährt Isa kurzerhand hin, um ihr beim Tierschutzhof unter die Arme zu greifen. Und genau dort beginnt eine leise, aber intensive Reise zu sich selbst.
Was Lurleen Kleinewig in diesem zweiten Band der Reihe gelingt, ist nicht weniger als ein kleines literarisches Inselflair für die Seele. Mit so viel Liebe zum Detail beschreibt sie die Atmosphäre der Ostseeinsel, dass man glaubt, den salzigen Wind zu spüren, das Bellen kleiner Hunde zu hören und mit Isa gemeinsam über den Hof zu laufen – barfuß, nachdenklich, aber zunehmend befreiter.
Ein Ort, der heilt – und Menschen, die berühren – Fejø ist nicht nur ein Handlungsort, es ist ein Gefühl. Ein Rückzugsort. Ein Gegenentwurf zur ständigen Selbstoptimierung. Hier findet Isa etwas, das sie lange vermisst hat: sich selbst.
Die Autorin zeigt auf sehr feinfühlige Weise, wie zerbrechlich das Selbstwertgefühl sein kann – und wie viel Kraft in kleinen Gesten liegt. Die Tiere auf dem Hof begegnen Isa mit stiller Akzeptanz, mit Wärme und bedingungsloser Zuneigung. Die Begegnung mit alten Bekannten – darunter auch ihr Jugendfreund Magnus– wirbelt Gefühle auf, die sie längst vergessen glaubte.
Und mit jeder Seite wird klarer: Isa beginnt, aufzublühen. Doch dieses Buch ist keine kitschige Liebesgeschichte. Es ist vielmehr ein zutiefst berührendes Porträt einer Frau, die sich selbst wiederfindet, weil sie beginnt, ehrlich hinzusehen. Weil sie wieder spürt, was sie ausmacht. Weil sie erkennt, dass das Leben mehr ist als Komfortzonen und vermeintliche Sicherheit.
Thematisch greift der Roman viele leise, aber starke Botschaften auf:
Selbstwertgefühl und Selbstfürsorge
Tierschutz, Empathie und Verantwortung
Bewusste Lebensweise – u.a. vegane Ernährung
Vertrauen – in andere, aber vor allem in sich selbst
Dabei ist nichts belehrend oder aufgesetzt. Im Gegenteil: Lurleen Kleinewig schafft es, diese Themen ganz natürlich in die Handlung einzubetten. Es fühlt sich an, als würden sie einfach dazugehören – wie der Wind zur Küste, das Gras zum Sandweg.
Die Themen Tierschutz, vegane Lebensweise und emotionale Heilung fließen feinfühlig in die Handlung ein. Nichts wirkt aufgesetzt oder belehrend. Im Gegenteil: Diese Facetten machen das Buch so wertvoll. Isa darf wachsen, und wir dürfen sie dabei begleiten – mit jeder Seite ein Stück näher zu sich selbst.
Die Rückkehr nach Fejø – ein lang ersehnter Besuch – Wer den ersten Band kennt (ursprünglich unter dem Titel „Tage wie Seeglas“, neu aufgelegt als „Sehnsucht nach der kleinen Ostseeinsel“), wird sich besonders freuen, einige bekannte Gesichter wiederzusehen. Und doch funktioniert dieser Roman auch für Neueinsteiger – die Geschichte steht für sich und berührt auf ihre ganz eigene Weise.
Lurleen Kleinewig lässt sich Zeit. Ihre Sprache ist sanft, fast poetisch, und dennoch klar. Man spürt mit jeder Zeile, wie viel Herzblut in der Geschichte steckt. Es sind oft die kleinen Beobachtungen, die die großen Emotionen wecken – und das macht dieses Buch so besonders.
FAZIT: Ein Roman wie eine Sommerbrise für die Seele – Dieser Roman bekommt von mir eine absolute – also eine 100%ige – Leseempfehlung. „Sommerträume auf der kleinen Ostseeinsel“ ist weit mehr als nur ein Wohlfühlroman. Es ist ein Buch, das still berührt, das aufrichtet und uns daran erinnert, was wirklich zählt. Es geht um Mut – den Mut, Dinge zu hinterfragen, vermeintlich sichere Wege zu verlassen und wieder auf die eigene innere Stimme zu hören. Es zeigt: Du musst nicht in Beziehungen verharren, die dich klein halten. Du darfst Dinge hinter dir lassen, die dich nicht erfüllen. Du kannst Träume leben – auch, wenn sie leise beginnen. Dieses Buch ist wie ein offenes Fenster an einem heißen Sommertag: Es lässt Licht und Luft hinein – und vor allem Hoffnung. Hoffnung darauf, dass es nie zu spät ist, die Richtung zu ändern. Dass es manchmal nur eine unerwartete Wendung braucht – einen Anruf, einen Ortswechsel, ein verletztes Tier oder einen Menschen aus der Vergangenheit –, um wieder zu fühlen, was man längst verloren glaubte. Lurleen Kleinewig schenkt uns mit diesem zweiten Band nicht nur eine berührende Fortsetzung, sondern einen inneren Kompass. Einen sanften Impuls, das eigene Leben zu reflektieren. Nicht aus Trotz, sondern aus Liebe zu sich selbst. Sie zeigt, dass man Träume leben kann – egal wie spät, egal wie groß. Dass man sich selbst eine neue Chance geben darf. Und dass manchmal eine Auszeit auf einer kleinen Ostseeinsel genügt, um die eigenen Flügel wieder zu spüren. Ich habe dieses Buch geliebt. Für die sanfte Erzählweise. Für seine tiefgründige Wärme. Für die Momente, in denen ich innehielt, weil ich Sätze mehrfach lesen musste – so schön waren sie. Ich danke Lurleen Kleinewig für diese ganz besondere Auszeit auf Fejø. Sie hat mein Herz berührt, meinen Blick geschärftund mich mit einem Gefühl von Leichtigkeit zurückgelassen. Es ist also eine absolute Herzens-Leseempfehlung – für alle, die sich nach mehr als nur einer Sommerromanze sehnen. Für alle, die das Leben manchmal aus den Augen verlieren – und es sich liebevoll zurückholen möchten. Mir bleibt jetzt nur dir eine schöne Lesereise nach Dänemark zu wünschen, denn dieses Buch wie ein Spaziergang am Meer – heilsam, warm, und mit ganz viel Seele.
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