Als Anne Brockmann die rote Kindermütze ihrer Schwester findet, gerät ihre Welt aus den Fugen. Carla Brockmann verschwand vor 26 Jahren als zweijähriges Mädchen spurlos in einem Wald. Ganz Deutschland suchte damals den "Rotkäppchenmörder", denn Carla trug bei ihrem Verschwinden diese rote Mütze, einen roten Mantel und rote Schuhe. Und schon folgt die nächste Erschütterung: Annes Eltern sind aus heiterem Himmel verschwunden. Schnell ist klar, dass beide Ereignisse zusammenhängen, denn noch bevor Anne die Polizei informieren kann, wird ihr in einem anonymen Brief mitgeteilt: Findet sie nicht allein binnen 10 Tagen heraus, was damals wirklich mit Carla passiert ist, werden ihre Eltern die Gefangenschaft nicht überleben. Überfordert mit dieser Aufgabe, wendet sie sich an den damals ermittelnden Kommissar, der inzwischen als Schulhausmeister arbeitet. Gemeinsam rollen sie diesen Fall, an dem der Mann beinahe zerbrach, wieder auf und begeben sich dafür auf eine nervenaufreibende Reise, die sie über Nordafrika nach Südfrankreich führt. Dunkle Abgründe tun sich dabei auf. Anne weiß schon bald nicht mehr, wem sie noch trauen kann und muss sich fragen: Wie weit darf man für die gehen, die man liebt?
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Genialer Thriller - Perfekt für die dunkle Jahreszeit
Ich war mega gespannt auf Caroline ihren Schreibstil, denn der Klappentext hatte mich absolut gefesselt. Vor 26 Jahren verschwand Anne ihre große Schwester und bis heute weiß keiner, was mit ihr passiert ist. Als plötzlich die Mütze der Schwester auftauchte, steht für Anne schnell fest, sie muss der Sache nachgehen.
Ihr könnt mir glauben, wenn ich sage, dies ist ein absolut gelungener Thriller. Emotional, spannend, rätselhaft und mit ner ordentlichen Portion Nervenkitzel. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte "Die dunkle Spur der Wahrheit" einfach nicht mehr aus der Hand legen. Eigentlich wollte ich nur starten, ein wenig lesen und verlor mich dann komplett in der Geschichte.
Caroline schreibt flüssig, bildhaft und sorgt durch den Perspektivwechsel und Zeitwechsel für genug Spannung, so dass man als Leser einfach wissen möchte, was vor 26 Jahren passiert ist. Kaum zu glauben, dass es ihr aller erster Thriller ist, denn man könnte eher meinen hier schreibt eine Expertin für das richtige Thrillerlebnis.
Besonders gefallen hat mir, dass ich selbst so richtig mitgefiebert habe und beim Lesen einige Theorien aufgestellt habe. Die Auflösung am Ende hatte mich dann nicht überrascht, da es mehr eine Bestätigung meiner Vermutung war, was aber nur daran lag, dass alles so wunderbar zusammen lief. Einfach ein runder Abschluss.
Für mich war es ein gelungener Lesetag und ich hoffe noch mehr von der Autorin zu lesen.
Claudia liest
aus Swisttal
5/5
06.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein atemberaubender Thriller
Das Verschwinden der zweijährigen Carla hat das Leben vieler Personen beeinflusst. Allen voran natürlich die Eltern, Beate und Konrad. Jeder von Ihnen geht unterschiedlich damit um, aber vor allem wird das Thema totgeschwiegen. Wichtiges bleibt Ungesagt und entfernt die beiden immer weiter voneinander.
Dann die jüngere Schwester Anne. Sie leidet unter der extremen Fürsorge der Eltern, insbesondere durch die Mutter. Außerdem hat sie die wirklichen Umstände nie erfahren. Immer wenn sie das Gespräch auf Carla brachte oder Fragen hatte, schlug ihr nur eisige Kälte und permanentes Schweigen entgegen.
Als ihre Eltern entführt werden, wird von Anne verlangt, dass sie herausfinden soll, was mit ihrer Schwester geschehen ist. Wenn Sie die Polizei einschaltet, müssen ihre Eltern sterben. In ihrer Not wendet sie sich an Markus Kalhoff. Er war bei Carlas Verschwinden der ermittelnde Kommissar. Auch er hat Spuren davon getragen. Er musste den Polizeidienst quittieren, seine Beziehung ging kaputt und auch 20 Jahre später wirft er sich vor, nicht alles getan zu haben, um den Fall zu lösen.
Nach anfänglichen Zögern willigt er ein, Anne bei ihrer Suche zu helfen. Diese führt unter anderem nach Marokko und Frankreich. Nach und nach setzt sich das Puzzle aus vielen Hinweisen zusammen. Währenddessen werden die Eltern in einem absolut dunklen Raum gefangen gehalten. Dort spitzt sich die Situation nach einer Verletzung der Mutter immer mehr zu. Aber Beate und Konrad fangen endlich an, miteinander zu sprechen und offen und ehrlich ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen.
Anne und Markus finden heraus, dass damals noch weitere Mädchen verschwunden sind. Auch die Recherchen hierzu fördern Schlimmes zu Tage. Der Titel des Buches passt hervorragend, denn die Wahrheit ist mehr als Dunkel.
Die Geschichte hat mich absolut in den Bann gezogen. Der Schreibstil ist sehr eindringlich und bildhaft. Die Stimmung wird sehr beklemmend und spannungsgeladen geschildert. Mein fiebert wirklich mit. Die Protagonisten sind hervorragend ausgearbeitet. Mit Anna hab ich mitgelitten. Zunächst ihre Probleme mit den Eltern, die all ihren Fragen aus dem Weg gingen, dann ihre Angst um sie und letztendlich die Tatsache, dass ihre heile Welt vollkommen auseinanderbricht. Aber auch Annas Mutter Beate, konnte ich gut verstehen. Der Schmerz, ein Kind verloren zu haben und nicht zu wissen, was mit ihm geschehen ist, war absolut authentisch dargestellt. Konrad, der Vater flüchtet sich in Arbeit und verbringt mehr Zeit im Büro als bei seiner Familie. Auch das finde ich nachvollziehbar, insbesondere, weil die Eltern sich gegenseitig Vorwürfe machen. Die Gefühle des ehemaligen Polizeibeamten Kahloff fand ich auch absolut realistisch. Sein Gefühl, nicht genug getan zu haben, konnte man sehr gut verstehen. Auch die Entwicklung zwischen ihm und Anna im Laufe ihrer Suche, fand ich sehr gut. Wie sie sich langsam einander annähern und den anderen immer besser verstehen lernen, hat mir gut gefallen.
Es war von Beginn an spannend, und immer wieder führten Wendungen dazu, dass man eine ganz andere Sicht auf die Geschichte bekam.
Der Wettlauf mit der Zeit bis das Ultimatum abläuft, hat mich total gefesselt. Die Auflösung der ganzen Geschichte war nervenzerreißend. Ein Thriller, der seinen Namen absolut verdient. Ich gebe hier gerne meine Leseempfehlung. Zum Abschluss möchte ich noch ein Zitat anführen. „Sie hatte erlebt, was es mit Menschen, ja mit einer Familie machen konnte, wenn Probleme totgeschwiegen wurden. Selbst wenn man glaubte, es wäre das Beste für alle, betrog man damit sich selbst und zerstörte Vertrauen.“ Das trifft den Nagel auf den Kopf.
Ich habe einen atemberaubenden Thriller gelesen, den ich jedem Thrillerfan nur empfehlen kann.
Bewertung
5/5
01.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Fesselnde Geschichte
Mein Fazit:
Eine wirklich erschreckende Vorstellung wenn ich daran denke.Wie muss es für Anne sein,nach sovielen Jahren im Schatten,kein normales Familienleben genießen zukönnen.Dann findet sie ein persönliches Kleidungsstück ihrer Schwester,was alles wieder aufkochen lässt,wer könnte Interesse haben nach all der Zeit nun Häppchen zu verteilen?
Irgendwer hat es jetzt auf die ganze Familie abgesehen,die Eltern nicht mehr erreichbar,eine Entführung? Spur ein Brief an Anne,die Zeit läuft ab,wird sie es rechtzeitig schaffen mit Unterstützung des ehemalige Kommissar,aufzudecken was wirklich damals im Wald passiert ist?Die Autorin schafft es gut Spuren zu hinterlassen um mit zu rätseln.Welche Geheimnisse müssen noch gelüftet werden um an die Wahrheit zu gelangen? Es ist sehr raffiniert und gut geschrieben, ein packender Schreibstil,der rote Faden zieht sich komplett durch die Geschichte.
Bewertung
4/5
09.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Wenn ein Cold Case wieder Realität wird.
Wenn ein Cold Case wieder Realität wird.
Vor 26 Jahren verschwand Carla, die große Schwester von Anne, spurlos in einem Wald. Gesucht wurde damals nach dem „Rotkäppchenmörder“, da Carla bei ihrem verschwinden eine rote Mütze, Jacke sowie Schuhe trug.
Seitdem liegt das Verschwinden von Carla und die Ungewissheit was damals mit ihr passiert ist, wie ein Schatten über der Familie. Plötzlich findet Anne eine rote Mütze und stellt fest, dass es Carlas sein muss, woraufhin sie beginnt eigene Nachforschungen anzustellen. Doch als ihre Eltern plötzlich verschwinden, ist sie gezwungen das Rätsel um Carla schnell zu lösen, da ansonsten ihre Eltern mit dem Leben bezahlen.
Caroline Flind hat mit „Die dunkle Spur der Wahrheit“ ihren ersten Thriller vorgelegt, der mit klassischen Spannungselementen überzeugen konnte. Anne ist eine junge und selbstbewusste Frau, die in einer kleinen WG lebt und dort ihre zweite Familie gefunden hat. Der Autorin ist es gelungen sehr authentisch herauszuarbeiten, was das Verschwinden eines geliebten Menschen nach sich zieht. Neben Anne wird aber auch aus der Perspektive der Eltern erzählt, was andere Sichtweisen zu der von Anne einbringt und immer deutlicher wird, dass sie Anne einiges verschwiegen haben. Daneben ergibt sich ein ungleiches Ermittlerduo, denn Anne macht den Kommissar (der mittlerweile im Ruhestand ist) ausfindig, der damals im Fall ihrer Schwester ermittelt hat und daran zerbrochen ist. Schnell wird klar, dass der Cold Case weit in die Vergangenheit von Annes Eltern zurückreicht.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und ließ sich sehr gut lesen. Insbesondere die atmosphärischen Beschreibungen sorgen dafür sehr gut in die Geschichte abtauchen zu können. Die Kombination aus unterschiedlichen Perspektiven sowie Rückblenden in die Vergangenheit der Eltern haben an den richtigen Stellen für spannendende Cliffhanger gesorgt. Dadurch sind immer wieder neue offene Fragen entstanden, wodurch eine fesselnde Geschichte entfaltet hat.
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