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Zwei Menschen. Zwei Schicksale - kann die Liebe ihre Wunden heilen?
Das Licht umstrahlt die Berliner Lampenkünstlerin Indica wie Magie. Das bemerkt auch René, als er eines von Indicas berühmten Lichterfesten besucht. Als sie sich treffen, sind beide auf der Suche: René braucht dringend ein Zuhause, nachdem er fünf Jahre als Kriegsreporter durch die Welt gereist ist. Denn nur mit einer Wohnung bekommt er das Sorgerecht für seine Tochter. Und Indica benötigt einen Untermieter, um ihre heißgeliebte Altbauwohnung nicht zu verlieren. Kurzentschlossen zieht René bei Indica ein. Aber was als reine Zweckgemeinschaft begann, entwickelt sich schnell zu einer echten Liebesbeziehung. Doch sowohl Indica als auch René werden von Erinnerungen verfolgt, die ihrem Glück im Weg stehen. Ist ihre Liebe stark genug, um die Vergangenheit zu überwinden?
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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In dem Buch Sterne über Berlin begleiten wir das Leben der Lampenkünstlerin Indica. Sie wächst in einer bunt gemischten Hausgemeinschaft in Berlin auf und von Anfang an wird klar, dass sie von Licht und Magie umgeben ist und etwas Besonderes in die Welt trägt. Als sie ihr monatliches Lichterfest im Hinterhof ausrichtet, um ihre Lampen auszustellen, trifft sie auf René. Er sucht dringend eine Wohnung, damit er das Sorgerecht für seine Tochter bekommt und Indicas Wohnung ist groß genug für einen Untermieter und sie benötigt das Geld dringend, um über die Runden zu kommen. Beide ergänzen sich von Anfang an super und kommen sich schnell näher, doch René ist ein Journalist, der fünf Jahre in Syrien im Kriegsgebiet war, um von dort zu berichten und das hat Spuren in ihm hinterlassen, die den Alltag schwierig gestalten und auch Indica trägt ein Geheimnis mit sich herum, das sie schwer belastet und es stellt sich die Frage, ob Indica und René es schaffen, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten oder ob ihre Liebe daran zerbrechen wird.
Die Geschichte ist einerseits leise, doch die Botschaften darin sprechen sehr laut zu einem. Das Gefühl von Zuhause, von Freundschaft und Familie wird in dieser Geschichte groß geschrieben. Es treffen Licht und Schatten aufeinander, man freut sich für die Protagonist*innen und leidet mit ihnen und lernt viel über die Aufarbeitung von Gefühlen und Erlebnissen, vom Verzeihen und Loslassen, von wertschätzender Kommunikation und dem Setzen von gesunden Grenzen. Indica und René sowie alle weiteren Personen in der Geschichte sind mir ans Herz gewachsen, sie wirken authentisch und sympathisch und die Mischung von Harmonie und schweren Themen haben dafür gesorgt, dass ich immer weiter lesen wollte und das Buch nicht zur Seite legen konnte. Das Buch ist für mich zu einer Herzensgeschichte geworden, die ich jedem empfehlen kann.
Beeindruckende Geschichte
CleoBe aus Berlin am 20.09.2023
Bewertungsnummer: 2026320
Bewertet: eBook (ePUB)
Was für ein Buch! Es hat mich tief bewegt und ich bin froh, es gelesen zu haben. Es handelt mal nicht am Meer, sondern in Berlin und ich möchte der Autorin Daniela Aring danken für dieses tolle Buch Sterne über Berlin. Es ist im Lübbe Verlag erschienen und was sehr gut ist. Es spielt in der Jetzt-Zeit (2017 – vor Corona – obwohl es in diesem Jahr erst erschienen ist) und greift sehr viele Themen unserer Stadt auf. Berlin ist Multi-Kulti – aber trotzdem gibt es immer noch Schemen in den Köpfen, die man von außen nicht sieht. Teilweise bekommt man einen Spiegel vorgehalten und das ist gut so, denn wir leben alle in dieser Stadt und das ruhig und friedlich (zum Glück). Es spielt genau dort, wo sich die Nationen der Welt vermischen, wo sich fast jeder als (Lebens)künstler versteht und verrückte Dinge zum Alltag gehören. In genau jenem bunten Treiben, in dem Menschen nach Antworten auf große Fragen suchen! Das mich dieses Buch sehr berührt, wirst Du vielleicht in dieser Rezessiven herauslesen, da es Themen anschneidet, die gegenwärtiger nicht sein können. Ich nehme euch also mit, auf eine kleine Lesereise in meine Stadt Berlin…
Wir sind im Jahre 1985 und es ist Sommer und vor der Wohnungstür im 4. Stock des Mehrfamilienhauses (am Maybachufer in Berlin) von Nikolas Stern liegt ein Baby – niemand weiß, woher es kam. Die Hausbewohner kümmern sich alle gemeinsam und finden auch den Namen Indica Lumina Stern passend, weil mit dem Baby auch ein heller Lichtschein in dieses tolle Haus fiel. Wie sich nach einen Test herausstellte, ist Indica die Enkelin von Nikolas Stern – der sich fortan sehr gut um seine Enkelin kümmert. Aber auch alle anderen Hausbewohner kümmern sich um Indi (wie sie von allen nur genannt wird – oder Sternchen). Allerdings kennt Indi ihre Eltern nicht und erfindet Geschichten über sie, um einen Platz in der Gesellschaft zu finden.
Leicht hat es Indi aber nicht, denn sie hat eine dunklere Hautfarbe, aber den Grund kennt sie nicht. Da aber die Hausgemeinschaft komplett Multi-Kulti ist – Passt Indi super da hinein. Da leben Türken, neben Arabern und alles friedlich. Indica‘s Großvater war Maler und er malte Menschen, wie das Leben sie gezeichnet hat. Indica wuchs also in Farben auf und fühlte sich wohl. Wie ihr Name schon verrät, wollte Indi was mit Farben und Licht machen. Sie wollte Lampen kreieren und Licht perfekt ins Szene setzen. Dazu musste sie eine Elektriker Ausbildung machen und dann noch Kunst studieren. Da kniete sie sich voll rein und am Ende stand sie dann jedes Wochenende auf dem Markt am Maybachufer oder auf der Museumsinsel (Design-Markt).
Wir haben das Jahr 2017 – vor 3 Jahre ist Nikolas gestorben, ihre Beziehung zu Matthias in die Brüche gegangen und die ist in ein tiefes Loch gefallen. Langsam versuchte sie mit Hilfe Ihrer Freundin Judith und der tollen Hausgemeinschaft aus dem Loch rauszukommen. Allerdings, ohne das Einkommen von Nikolas, wird es schwer die Wohnung dort zu halten. 5 Zimmer und das im 4. Stock – da bleibt ihr nur – Untervermieten… aber das ging alles nur, mit Ihrer besten Freundin, die half ihr dabei und gab die Anzeige auf. Es meldeten sich auch welche – aber die gingen alle gar nicht… Bis auf einmal ein Mann vor der Türe steht, den sie auf ihrem hofeigenem Lichterfest schon mal gesehen hat.
Dieser Mann ist René Lasalle und ich Mitte 30. er war bis vor einem Jahr etwas als Kriegsjournalist im Fernen Osten unterwegs. Einige sichtbare und unsichtbare Wunden hat er von dort mitgebracht. Aber er kam auch zurück, weil er eine Tochter hat, die er noch nie gesehen hat. Er war 5 Jahre im Kriegsgebiet und seine Tochter Lilja war inzwischen auch schon 5 Jahre. Bevor er weg gegangen ist, ist die Beziehung zur Mutter Marei Ahrens in die Brüche gegangen und jetzt versucht René das gemeinsame Sorgerecht zu bekommen. Dafür braucht er allerdings eine Wohnung (was eine Bedingung von Marei ist) um Lilja sehen zu dürfen). So steht er nun am Maybachufer und möchte sich das Atelier ansehen, welches er gerne mieten möchte.
Um sein Trauma zu bewältigen, meißelt er Gesehenes in Holz und erschuf Statuen. Das hilft ihm, um sein Trauma in den Griff zu bekommen. Und kaum sieht Indica ihn wieder, das er sich für das Atelier interessiert, ist sie sofort bereit, ihm einen Untermietvertrag anzubieten. Am nächsten Tag soll er einziehen – was er auch gerne macht, denn bis dahin lebte er in seinem VW Bus. Aber wie ist das, mit einem fremden Mann unter einem Dach zu leben, de ja nicht ihr Opa ist? Wie soll man die Vergangenheit bewältigen, wenn beide ihre Baustellen haben. Werden sie über Schatten springen? Werden sie sich gegenseitig aus den schwarzen Löchern ziehen, denn auch Indi hat ein sehr schwerwiegendes Geheimes, was nicht mal Ihre beste Freundin kennt.
FAZIT: Das ist ein sehr beeindruckender Roman. Sterne über Berlin hat mich sehr bewegt und immer noch zum Nachdenken bringt. Ich bin sehr froh, dass ich ihn gelesen habe und kann ihn zu 110% empfehlen. Lies ihn und Du wirst merken, dass er Sich fesseln wird. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Sehr gut werden die verschiedenen Kulturen beschrieben, die das Leben in Berlin zeigen. Das Zusammenleben ist allerdings nicht immer so harmonisch wie in diesem Haus. Vielleicht würde ich mir wünschen, es würde mehr solcher Häuser oder Kieze geben, denn das ist Berlin – wir Menschen leben hier und erzählen unsere Geschichten – nur kaum einer hört zu… Danke an Daniela Aring (wohnt selbst in Berlin-Kreuzberg – also Ihr Kiez) für dieses tolle Buch und jedem, der das Buch liest, eine tolle Lesereise in meine Stadt Berlin!
Meinung aus der Buchhandlung
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Lampenkünstlerin trifft schwer belasteten Kriegsreporter, der seine Erlebnisse in Holzskulpturen verarbeitet. Was dabei zwischen Indica und René entsteht ist eine besondere Liebesgeschichte mit nachdenklichen wie auch romantischen Momenten. Lesenswert!
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