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Produktbild: 2052. Der neue Bericht an den Club of Rome
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2052. Der neue Bericht an den Club of Rome Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.03.2016

Verlag

Oekom verlag

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

23,3/14,1/3 cm

Gewicht

677 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001993291

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Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.03.2016

Verlag

Oekom verlag

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

23,3/14,1/3 cm

Gewicht

677 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001993291

Herstelleradresse

Oekom Verlag GmbH
Goethestraße 28
80336 München
DE

Email: info@oekom.de

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40 Jahre globale Vorhersage…

Volker Jentsch am 20.11.2016

Bewertungsnummer: 2707326

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

40 Jahre globale Vorhersage kann nicht gut gehen. Schon deshalb nicht, weil die Dynamik der relevanten Größen, wie GNP, Bevölkerung, Arbeit, Energieverbrauch, Nahrungsmittelproduktion etc. nicht in Gleichungen festgeschrieben ist. Selbst wenn sie es wäre, würde ein konsistentes globales Modell, das die Änderungen von Ökologie und Klima einkoppelt, mit den gegenwärtig zur Verfügung stehenden Mitteln kaum realisierbar sein. Will man dennoch diese Größen in die Zukunft fortschreiben, ist man auf Mutmaßungen angewiesen; zwar gibt es Zeitreihen (fehlerbehaftet und lückenhaft), aber das Problem ist auch hier, sie in die Zukunft zu verlängern. Es ist diese Kritik, die den Autoren des Limit of Growth schon 1972 entgegen gebracht wurde. Dennoch. Damals wurde eine hitzige, ich glaube sogar fruchtbare Debatte angestoßen, und auch heute ist Randers Neuauflage alles andere als irrelevant: weil im Buch treffend die Probleme beschrieben werden, mit denen die Erdbevölkerung jetzt und in Zukunft konfrontiert ist. Es sind die „Glimpses“, die mir gefallen. Für diese hat der Autor zweifellos kompetente Leute gewonnen. Und er hat viel Literatur zum Weiterlesen gelistet. Andererseits suggeriert Randers, harte, verifizierbare Vorhersagen generiert zu haben. Das ist nicht der Fall. Die Ergebnisse sind eher eine Form von Plausibilitätsbetrachtungen, Schätzungen für die fünf Regionen, in die er die Erde unterteilt, basierend auf einer Menge historischer Daten und einigen (verborgenen) Annahmen über deren Zusammenhang. So richtig „wissenschaftlich“ ist das nicht. Und es ist nicht einmal sicher, ob die vom Autor identifizierten „main drivers“ vollständig sind. Ob andere, wie etwa die weitere Zunahme der Urbanisierung und die zu erwartende massenhafte Migration aus den Gebieten, wo Hunger und Krieg herrschen, nicht stärker gewichtet werden müßten. Gleichwohl, wer sich über die brennenden Fragen der Zeit orientieren will, und dabei die Meinung von Experten aus den verschiedenen Wissensgebieten dankbar zu Hilfe nimmt, wer darüber hinaus auch eine Vorstellung vermittelt bekommen möchte, wie sich die Dinge in der ferneren Zukunft entwickeln können, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Wer außerdem noch wissen möchte, was zu tun ist, damit Randers eher pessimistische Ankündigungen nicht eintreten, bekommt auf 30 Seiten Text eine Reihe Anregungen, deren Realisierung den Leser für den Rest seines Lebens beschäftigen werden. Wer allerdings erwartet, ein wissenschaftlich solides Weltmodell präsentiert zu bekommen, das nach Form und Inhalt ähnlichen Ansprüchen wie die aktuellen Klimamodelle genügt, der muß noch warten. Zumindest etwas hat sich aber auch in dieser Richtung schon getan. Die Verknüpfung von Ökonomie und Klima in Form mathematischer Modelle ist in Angriff genommen; weitere Forschung dazu wird von den einschlägigen Programmen der EU gefördert.

40 Jahre globale Vorhersage…

Volker Jentsch am 20.11.2016
Bewertungsnummer: 2707326
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

40 Jahre globale Vorhersage kann nicht gut gehen. Schon deshalb nicht, weil die Dynamik der relevanten Größen, wie GNP, Bevölkerung, Arbeit, Energieverbrauch, Nahrungsmittelproduktion etc. nicht in Gleichungen festgeschrieben ist. Selbst wenn sie es wäre, würde ein konsistentes globales Modell, das die Änderungen von Ökologie und Klima einkoppelt, mit den gegenwärtig zur Verfügung stehenden Mitteln kaum realisierbar sein. Will man dennoch diese Größen in die Zukunft fortschreiben, ist man auf Mutmaßungen angewiesen; zwar gibt es Zeitreihen (fehlerbehaftet und lückenhaft), aber das Problem ist auch hier, sie in die Zukunft zu verlängern. Es ist diese Kritik, die den Autoren des Limit of Growth schon 1972 entgegen gebracht wurde. Dennoch. Damals wurde eine hitzige, ich glaube sogar fruchtbare Debatte angestoßen, und auch heute ist Randers Neuauflage alles andere als irrelevant: weil im Buch treffend die Probleme beschrieben werden, mit denen die Erdbevölkerung jetzt und in Zukunft konfrontiert ist. Es sind die „Glimpses“, die mir gefallen. Für diese hat der Autor zweifellos kompetente Leute gewonnen. Und er hat viel Literatur zum Weiterlesen gelistet. Andererseits suggeriert Randers, harte, verifizierbare Vorhersagen generiert zu haben. Das ist nicht der Fall. Die Ergebnisse sind eher eine Form von Plausibilitätsbetrachtungen, Schätzungen für die fünf Regionen, in die er die Erde unterteilt, basierend auf einer Menge historischer Daten und einigen (verborgenen) Annahmen über deren Zusammenhang. So richtig „wissenschaftlich“ ist das nicht. Und es ist nicht einmal sicher, ob die vom Autor identifizierten „main drivers“ vollständig sind. Ob andere, wie etwa die weitere Zunahme der Urbanisierung und die zu erwartende massenhafte Migration aus den Gebieten, wo Hunger und Krieg herrschen, nicht stärker gewichtet werden müßten. Gleichwohl, wer sich über die brennenden Fragen der Zeit orientieren will, und dabei die Meinung von Experten aus den verschiedenen Wissensgebieten dankbar zu Hilfe nimmt, wer darüber hinaus auch eine Vorstellung vermittelt bekommen möchte, wie sich die Dinge in der ferneren Zukunft entwickeln können, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Wer außerdem noch wissen möchte, was zu tun ist, damit Randers eher pessimistische Ankündigungen nicht eintreten, bekommt auf 30 Seiten Text eine Reihe Anregungen, deren Realisierung den Leser für den Rest seines Lebens beschäftigen werden. Wer allerdings erwartet, ein wissenschaftlich solides Weltmodell präsentiert zu bekommen, das nach Form und Inhalt ähnlichen Ansprüchen wie die aktuellen Klimamodelle genügt, der muß noch warten. Zumindest etwas hat sich aber auch in dieser Richtung schon getan. Die Verknüpfung von Ökonomie und Klima in Form mathematischer Modelle ist in Angriff genommen; weitere Forschung dazu wird von den einschlägigen Programmen der EU gefördert.

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2052. Der neue Bericht an den Club of Rome

von Jorgen Randers

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