Eine junge Frau trifft nach Jahren unvermittelt auf ihren Ex – und fällt eine Entscheidung.
Auf einer Dating-Plattform machen zwei Singles eine verblüffende Entdeckung.
Ein Mann verfolgt seinen Doppelgänger. Dann wird es kompliziert.
Wie zwei Falter umtänzeln sich die Protagonisten in siebzehn Erzählungen. Und jede Geschichte, jeder Tanz ist anders. Mal kreisen zwei Liebende umeinander. Dann wieder zwei Suchende. Verlassene. Verlorene. Und ab und an: Findende.
Unterhaltsame Literatur mit Tiefgang: hier eine Parabel auf den Zeitgeist, dort ein Kommentar zur Absurdität des Alltags.
Und manchmal einfach nur ein großer Spaß.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Wenn man beim Lesen gleichzeitig lacht, grübelt und staunt.
Bewertung am 13.10.2025
Bewertungsnummer: 2624233
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
In 'Zwei Falter' von Guido Popp taucht man ein in eine bunte Mischung aus Kurzgeschichten verschiedenster Längen, Gedichten bis hin zu satirischen 5-Zeilern. Manche bringen einen zum Schmunzeln, andere lassen einen kopfschüttelnd zurück. Alle bewegen sich rhetorisch auf hohem Niveau.
Sprachlich ist dieses Buch wieder ein Genuss. Wie hier mit Worten, und deren Bedeutungen gespielt wird, ist einfach meisterhaft. Die Geschichten wirken wie aus dem Leben und überraschen dann doch mit Wendungen, die man nicht erwartet.
Was in anderen Büchern schnell zu Längen führen könnte (zum Beispiel eine detailverliebte Aufzählung von Einkaufskorbinhalten), bekommt hier plötzlich Sinn und Tiefe.
Manchmal muss man ein Kapitel erst sacken lassen und das Buch kurz zuklappen. Solche Momente liebe ich.
Wenn ihr intelligente Kurzgeschichten, sprachliche Virtuosität und mutige Themen mögt und euch nicht davor scheut, bei manchen Zeilen kurz zu denken „Das hat er jetzt nicht wirklich geschrieben?!“, dann lest unbedingt 'Zwei Falter' (und am besten gleich alle Bücher von Guido Popp).
Texte mit Tiefgang und Humor
Silke - Buchgespür - am 10.10.2025
Bewertungsnummer: 2621504
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Zwei Falter“ vereint 17 Erzählungen, die sich um Begegnungen, Beziehungen und die flüchtigen Augenblicke des Lebens drehen. In feinsinniger Sprache wird gezeigt, wie Menschen einander suchen, verlieren oder sich in ihren eigenen Spiegelbildern wiederfinden. Es geht um Nähe und Entfernung, um Wünsche, Zufälle und das, was unausgesprochen zwischen zwei Menschen bleibt.
Die Texte wirken leicht, doch unter der Oberfläche schwingt Nachdenklichkeit mit. Zwischen Alltag und Traum tasten sich die Geschichten an das fragile Geflecht menschlicher Gefühle heran. Mal berührend, mal augenzwinkernd, fangen sie jene Momente ein, in denen sich die Welt für einen Atemzug verändert. Über das, was entsteht, wenn zwei Leben einander streifen und kurz im selben Licht tanzen.
Ich bin eigentlich kein Fan von Textsammlungen dieser Gattung. Als Schülerin und später als Lehrerin, mochte ich Kurzgeschichten zwar im Unterricht, aber privat habe ich sie nie gelesen. Zu oft endeten sie für mich unbefriedigend, zu offen oder einfach „doof“. Gerade bei modernen Erzählungen war mir das Risiko dafür immer zu groß.
Doch Guido Popps Texte sind ganz anders. Seine Erzählungen, Kurzgeschichten und Lyrik entfalten tiefgründige Gedankengänge, die auf den zweiten Blick hinter Humor, Verwirrung und manchmal auch Entsetzen zu entdecken sind. Jeder einzelne Text regt auf seine Weise zum Nachdenken an. Man schmunzelt vielleicht über eine Szene beim Onlinedating und merkt erst später, wie viel Wahrheit, Verletzlichkeit und Gesellschaftskritik zwischen den Zeilen steckt.
Die Texte sind trotz ihres Tiefgangs unglaublich gut verständlich und entfalten fast schon eine Suchtwirkung. Ich habe das Buch tatsächlich in einer Nacht gelesen und dennoch immer wieder innegehalten, um einzelnen Gedanken nachzuhängen.
In diesem Werk gibt es kein Schwarz-Weiß, kein richtig oder falsch. Manche Texte sind provokant, zeigen menschliche Abgründe, Neid, Überlebenswillen oder erschreckende Zukunftsbilder. Andere wiederum sind zart, berührend und so aus dem echten Leben gegriffen, dass ich mich darin selbst erkennen konnte.
Einfühlsam und sehr berührend fand ich auch die von Guido Popp verfasste Lyrik. Wenige Worte, die so viel ausdrücken, dass ich tatsächlich beim Lesen mitten in der Nacht feuchte Augen bekam.
Mein Lieblingstext im Buch ist „Esthers Hände“, eine Erinnerung einer jungen Frau an die Hände ihrer Großmutter und all das, was sie im Laufe eines Lebens zu leisten fähig war.
Was all diese Texte verbindet, ist der meisterhafte Umgang mit Sprache. Mal leidenschaftlich und emotional, mal melancholisch, dann wieder mit feinem Witz.
„Zwei Falter“ ist eine Sammlung, die mich positiv überrascht, überzeugt und eines Besseren belehrt hat, was diese Textformen betrifft.
Einige Kurzgeschichten werde ich ganz sicher in meinen Unterricht einbauen, denn moderne, kluge Texte mit tiefgründiger Bedeutung zwischen den Zeilen sind gar nicht so leicht zu finden.
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