Wenn der Investor zweimal klingelt, die angespannte Lage den Hotelbesitzer kopflos zurücklässt und sich die Notlüge als Kommunikationsmittel der Wahl etabliert.Perfekt sind in diesem Hotel nur zwei Dinge. Nr. 1: der Name des Besitzers. Das Haus selbst? Die Fassade bröckelt und einer der Balkone hängt schief – da hilft auch die Toplage ein bisschen abseits von Reichenau an der Rax nichts mehr. Das Wellnesshotel „Perfekt“ hat seine besten Tage definitiv schon vorgestern hinter sich gelassen. Eigentlich wird der Laden nur noch von seinen guten Geistern – auch bekannt als Angestellte – zusammengehalten. Jedenfalls von jenen, die noch nicht vor Besitzer Felix Perfekt, ausgesprochen missgünstig und noch cholerischer, davongelaufen sind. Zu dieser leidensfähigen Gruppe zählt etwa Sophie, Mitte 30, die als Physiotherapeutin angestellt wurde. Sie hatte sehr gute Gründe herzukommen, aber warum sie hierbleibt, kann sie sich selbst nicht erklären. Oder Marta, die nicht nur die Zimmer, sondern auch den Chef mit Blick fürs besondere Detail betreut. Was den bunt zusammengewürfelten Haufen, neben fraglichen Lebensentscheidungen, eint? Sie alle werden schlecht, oder strenggenommen gar nicht bezahlt. Und das seit Monaten. Ein neuer Investor kommt da so gelegen wie resche Semmeln am Frühstücksbuffet. Das Manko an der Sache mit dem potenziellen Retter: Er will das Hotel genau inspizieren. Inkognito!Nr. 2: ein Mord. Zumindest fast.Es tritt zwar nicht der worst case ein und die gefürchteten Bettwanzen bleiben aus, aber die Todesfälle im angrenzenden Reichenau an der Rax sind der angepriesenen Wohlfühlatmosphäre auch nicht zuträglich. Als Herr Perfekt dann auch noch, äußerst unglücklich, aus dem Fenster stürzt, und sein Hals, noch unglücklicher, Bekanntschaft mit den gefalteten Händen des überdimensionalen Buddha macht, scheint die allerletzte Chance vertan. Scheint … denn die verzweifelten Angestellten lassen sich zu einer Scharade hinreißen, wie sie schon Shakespeare schätzte. Ihr Ass im Ärmel: Felix’ Zwillingsbruder Florian, seines Zeichens Misanthrop mit Aszendent gute Seele, der mit dem Hotel auch seinen Erbanteil verlieren würde. Und Felix – eineiiger Entstehungsgeschichte sei Dank – zum Verwechseln ähnlich sieht. Ein Plan mit Potenzial für allerhand Pleiten, Pech und Pannen, vor allem dann, wenn selbst die Angestellten nicht mehr so recht wissen, wer hier eigentlich wer ist: Personal, Gast, Handwerker, Mörder?„Der Aufenthalt war, wie seit 70 Jahren, zu unserer vorzüglichsten Zufriedenheit!“Du liebst den morbiden Reiz von „lost places“ oder aus der Zeit gefallenen Orten? Dann hast du nichts mit den Stammgästen des Hotel „Perfekt“ gemein. Denn die wirken ein bisschen aus der Zeit gefallen und freuen sich vollkommen unironisch darüber, dass das Hotel noch ausschaut wie bei ihrer Hochzeitsreise anno Schnee. Superber K.u.K.-Schick und Charme inklusive! Wenn du auch noch schrullige bis skurrile Charaktere, schlagfertige Dialoge und eine Priese Aufregung magst, dann bist du bei Theresa und Jospeh Prammer, die sowohl Theater als auch Krimi zelebrieren, goldrichtig. Und anders als im bekannten, gleichfalls am Rande verorteten Café verschonen dich die Prammers mit Lebensweisheiten. Stattdessen gibt’s Protagonist*innen, die einen ganz eigenen unkonventionellen Blick aufs Leben haben. Denn wen verschlägt es schon in ein Hotel am Rande des Zusammenbruchs?
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Spannend bis zum Ende und schwierig zu analysieren
Das Wellnesshotel Perfekt hat seine besten Zeiten schon hinter sich. Es sind mittlerweile nur ein paar verbliebene Stammgäste übrig. Der Hotelbesitzer Felix Perfekt stürzt plötzlich aus dem Fenster und es hat sich inkognito ein Investor eingecheckt. Für die Angestellten des Hotels ist der Verkauf des Hotels die letzte Hoffnung, denn das Hotel hat große Mängel und die Mitarbeiter wurden auch sehr schlecht bezahlt. Zu den Mitarbeitern gehören unter anderem Sophie, die als Physiotherapeutin im Hotel arbeitet und Martha, die sich nicht nur um die Zimmer kümmerte, sondern auch ein wenig um den Chef. Daneben gibt es im Nachbarort einige mysteriöse Todesfälle und es stellt sich auch die Frage, wer denn der Investor ist und dann gibt es auch noch den Zwillingsbruder von Felix Perfekt, der den Verkauf trotz allen Vorkommnissen zum Abschluss bringen möchte.
Die Geschichte war spannend bis zum Ende und ich konnte das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es mir tatsächlich sehr selten passiert, dass ich richtig große Schwierigkeiten beim Analysieren habe, aber ich bin tatsächlich noch vor dem Ende dahintergekommen. In diesem Sinne vergebe ich sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne rätseln und analysieren.
Carmen R.
aus München
5/5
27.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Außergewöhnlicher Kriminalroman
Wow, also dies war mal ein Kriminalroman der besonderen Art, wie ich ihn noch nicht oft gelesen habe.
Doch genau diese außergewöhnliche Art hat mich total begeistert und absolut abgeholt.
Beim Inhalt möchte ich mich hier ausschließlich auf den Klappentext beziehen, denn ich glaube, dass jedes weitere Wort zu viel verraten würde.
Der Name des Buches ist hier ganz klar Programm.
Es ist eine spannende Geschichte, die mich als Leserin von Anfang an gefesselt hat, die mich an vielen Stellen hat schmunzeln lassen, unterhaltsam war, mich als Leserin durch die vielen Wendungen hat fast verzweifeln lassen und mich zum Schluss absolut überrascht hat.
Die Protagonisten fand ich genauso außergewöhnlich - es waren sonderbare Charaktere, die trotzdem auf ihre eigene Art und Weise sympathisch waren und absolut zur Geschichte gepasst haben.
Das Gebäude auf dem Cover hat mich ein bisschen an mein altes Schullandheim im Harz aus dem Jahr 1988 erinnert, was außen wie innen einen ähnlichen Charakter hatte wie Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs.
Ich hatte eine wirklich außergewöhnliche, humorvolle und sehr unterhaltsame Lesezeit und gebe für diesen besonderen Kriminalroman eine absolut klare Leseempfehlung ab.
Lesezauber_Zeilenreise
Thalia Book Circle Community
5/5
24.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schräg, absurd, rasant, spannend und so witzig. Kurz: PERFEKT!
**Inhaltsangabe Verlag:**
Wenn der Investor zweimal klingelt, die angespannte Lage den Hotelbesitzer kopflos zurücklässt und sich die Notlüge als Kommunikationsmittel der Wahl etabliert.
Perfekt sind im Wellnesshotel Perfekt eigentlich nur drei Dinge: Der Name des Besitzers Felix Perfekt. Die Toplage über dem mondänen Sommerfrischort Reichenau an der Rax. Und die Aussicht auf einen Investor. Der käme den letzten verbliebenen Angestellten des desolaten Hauses so gelegen wie den Gästen frische Semmeln am Frühstücksbuffet. Denn erste haben seit mehreren Monaten kein Gehalt gesehen. Das Manko am potenziellen Retter: Bevor er Geld in die Hand nimmt, will er das Hotel genau inspizieren. Inkognito! Als Felix Perfekt äußerst unglücklich aus dem Fenster stürzt, und sein Hals, noch unglücklicher, Bekanntschaft mit den gefalteten Händen der überdimensionalen Buddha-Statue macht, scheint die allerletzte Chance auf den plötzlichen Geldregen vertan. Scheint! Wäre da nicht sein Zwillingsbruder. Und eine Idee für eine wahnwitzige Scharade, die sich verselbstständigt, bis selbst die Angestellten nicht mehr so recht wissen, wer hier eigentlich ist: Gast, Investor, Handwerker, Mörderin oder Mörder?
**Meine Inhaltsangabe:**
Das Wellnesshotel Perfekt hat seine besten Zeiten schon lange hinter sich. Ziemlich heruntergekommen lockt es nur noch die ganz harten Stammgäste an. Das Personal ist verzweifelt und der cholerische Chef Felix Perfekt, der seine Mitarbeiter statt mit Gehalt mit beißender Bosheit entlohnt, macht die Situation auch nicht gerade leichter. Da kommt der mögliche Investor gerade recht, der sich für eine Inkognito-Inspektion angemeldet hat. Blöderweise findet genau jetzt Felix Perfekt den Tod. Noch dazu überaus skurril: enthauptet durch einen Fenstersturz, den die übergroße Buddhastatue im Garten unglücklich aufgefangen hat. Jetzt ist guter Rat teuer! Sophie, die Masseurin im Spa-Hotel, versucht mit allen Mitteln, den Investor an Land zu ziehen. Denn irgendwie kann es sich keiner leisten, seinen Job zu verlieren. Doch wer ist der Investor? Wer Handwerker? Wer Gast? Und (denn diese Frage ist auch nicht zu vernachlässigen) warum sterben im benachbarten Ort alle möglichen Menschen plötzlich und blutig?
Erster Satz: »Ich hätte die Einladung in die Sauna nie annehmen dürfen.«
**Mein Eindruck:**
Ich habe schon sehr viele Krimis gelesen und auch schon viele humorvolle Krimis. Aber was hier abgeliefert wird, ist schlicht zum Brüllen komisch und dabei gleichzeitig super spannend. Ich bin völlig gefesselt von den Zuständen und Charakteren im Wellnesshotel, gleichzeitig werden mir diverse Todesfälle (die alle dieselbe Ursache zu haben scheinen, weil sämtliche Opfer urplötzlich aus allen Köperöffnungen sturzbachartig bluten) aus dem Nachbarort Reichenau an der Rax serviert. Die ganze Zeit frage ich mich, wie das wohl zusammenhängt. Doch auf die tatsächliche Antwort auf diese Frage bin ich nicht gekommen. Was für eine Wendung, einfach genial. Wie Sophie und der Hotelkoch mit dem Tod von Chef Felix Perfekt umgehen ist echt Slapstick vom Feinsten und ich hatte permanent die absurdesten Bilder vor meinem inneren Auge. Nach und nach füllt sich das Hotel mit Menschen, die vermutlich der erwartete Investor sind, vielleicht aber auch Handwerker, eventuell aber auch nur ganz normale Gäste? Dann ist da auch noch Felix Perfekts eineiiger Zwillingsbruder. Und jeder einzelne von Ihnen sowie auch das gesamte Personal sind einfach klasse! Herrlich beschrieben, bildhaft, lebendig, skurril, schräg, aberwitzig. Ich liebs total und kann das Buch nur jedem empfehlen, der spannende Unterhaltung liebt, die an besonderen Orten spielt und für Lachkrämpfe sorgt. 5/5 Sterne. Witzige Idee übrigens: jedes Kapitel beginnt mit einem kleinen Auszug aus der Hotelbroschüre „Perfekte Wellness im Wellnesshotel Perfekt“ mit kleinen Tipps für Gesundheit und Wohlbefinden.
Bewertung
aus Wien
5/5
23.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sensationell gut !
Das Buch von Theresa und Joseph Prammer, „Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs“ ist sensationell gut, einfallsreich, witzig, enthält viele Wendungen, ist voller Überraschungen und unerwarteter Situationen. Nach eigenen Aussagen sind viele witzige Ideen von Joseph gekommen, ich habe beim Lesen oft laut auflachen müssen, das Buch hat mich begeistert !!!
Die Figuren sind immer lebensnah und detailliert beschrieben, dass man sie in kurzer Zeit gut zu kennen glaubt und einige ins Herz schließt und sie als gute Freunde betrachtet. Manche sind undurchschaubar und ein wenig unheimlich.
Ich habe schon viele Bücher von Theresa Prammer gelesen, ihr Schreibstil ist flüssig, humorvoll und bezaubernd.
Sogar die Liebe kommt in ihren Büchern nicht zu kurz ! Auch wenn es ein Krimi ist, ist es für mich ein spannendes Wohlfühlbuch.
Theresa und Joseph Prammer haben schon viele Theaterstücke gemeinsam geschrieben, jedes ist brillant und da sie wunderbar gemeinsam schreiben können sind die Stücke ausgezeichnet gelungen und waren im Sommer bei den Komödienspielen Neulengbach immer ein großer Erfolg. Da ist Theresa und Joseph Prammer wieder etwas ganz Besonderes gelungen !
Große Leseempfehlung !
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
10.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mördergrube statt Sommerfrische
Reichenau an der Rax, einst mondäne Sommerfrische für Adel, Geldadel und Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur, ist heute ein eher beschauliches Örtchen, durch das man schnell – aber nicht zu schnell, Achtung, Radar – durchfährt, um zur Raxseilbahn zu gelangen. Doch Schluss mit der wohligen Gemütlichkeit: Statt zu kuren und Kultur zu genießen gibt es Verbrechen, mehrere Morde sind geschehen.
Die bekannten Autoren und Schauspieler Theresa und Joseph Prammer haben mit “Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs” einen Kriminalroman geschrieben, der nicht nur eine undurchsichtige Handlung, sondern auch viele sehr witzige Szenen enthält. Ich hätte mir erhofft, dass die Verbrechen nicht nur im Hotel stattfinden, sondern auch in luftiger Höhe; schließlich ist die Raxseilbahn die älteste Seilbahn Österreichs.
Leider nein, das wäre wohl auch schwierig auf die Bühne zu bringen gewesen, denn der Roman entstand in Anlehnung an ein Theaterstück, das bei den Komödienspielen Neulengbach mit großem Erfolg aufgeführt wurde. Doch auch ohne alpines Gelände bietet die Geschichte viel: Einen Hotelbesitzer, Felix Perfekt, der das ist, was man in Österreich als “Ungustl” bezeichnen würde, also ein sehr unangenehmer Mensch, der seine Angestellten schikaniert und nicht bezahlt und dem Buddhas betende Hände zum Verhängnis werden; einen Hotelkoch, der ohne mit der Wimper zu zucken eine kopflose Leiche in der Kühlkammer lagert, zwischen den Erdbeeren oder dem Gulaschfleisch, Hauptsache das Blut fällt nicht auf; Sophie, die als Masseurin im Hotel arbeitet und diverse Geheimnisse hat. Sie ist nicht nur mordverdächtig, sondern überlebt auch selbst knapp mehrere Mordanschläge; ein tüddeliges Seniorenpaar, das erstaunlich fit ist, wenn man hinter seine Maske schaut; einen Arzt, der wissenschaftliche Ergebnisse fälscht; ein Zimmermädchen, das nicht nur spanisch spricht, sondern auch erotische Qualitäten hat; eine Verwechslungskomödie vom Feinsten, die auch große Vorbilder wie die “Pension Schöller” nicht zu scheuen braucht. Das alles findet in einem Hotel statt, das seine besten Zeiten längst hinter sich hat, egal, was die den einzelnen Kapiteln vorangestellten Wellnesstipps suggerieren.
In diesem menschlichen Biotop begleiten die Lesenden die Protagonisten von einer Panne zur nächsten, jeder ist verdächtig und keiner traut dem anderen. Neben der Beseitigung von Leichen und toten Tieren ist das Hotelpersonal damit beschäftigt, einen vermeintlichen Investor bei Laune zu halten, der das marode Gebäude vielleicht kaufen will. Doch der Geldgeber reist inkognito. Zu allem Überfluss schneidet ein schlimmes Unwetter das Haus von der Außenwelt ab, ein Geheimgang stürzt ein und zwei weibliche Teenager kommentieren das Geschehen mit typischem Jugend- Sprech.
In diesem Konglomerat aus Intrigen, Missverständnissen und Geheimnissen finden sich die Lesenden, die lange miträtseln können, wer die Taten begangen hat. Denn blutüberströmte Leichen gibt es genug. Die Geschichte ist spannend, abwechslungsreich und leicht erzählt, die Charaktere sind manchmal skurril, manchmal liebenswert, aber immer prägnant dargestellt. Ich habe mich sehr gut unterhalten und kann das Buch gerne weiterempfehlen. Doch muss ein Krimi immer mit der Verhaftung des Täters oder der Täterin enden? Das, liebe Mitlesende, müssen Sie selbst herausfinden.
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