Der vergessene Wald
Über Neuanfänge und die Sehnsucht nach einem Ort zum Bleiben — Roman | Ein jahrhundertealter Wald. Zwei Menschen mit Träumen. Ein neues Zuhause.
Saskia Tilbury-Martin hat viele Wochenenden ihrer Kindheit damit verbracht, mit ihrem Vater durch den Wald zu streifen. Besonders zum Schloss Gair, einer Ruine mitten im Wald, kehrten die beiden immer wieder zurück. Jahre später, nach dem Tod des Vaters und an einem absoluten Tiefpunkt in ihrem Leben angekommen, beschließt Saskia, das Stück Land mit der alten Ruine zu kaufen und zu renovieren. Kurzerhand zieht sie mitten in den uralten Wald und wohnt während der Bauarbeiten in ihrem Tiny House auf Rädern. Der Bauleiter Owen Eliott hält nicht viel von der distanzierten Londonerin und ihrem utopischen Vorhaben. Doch die Herausforderung kommt zur rechten Zeit: Seine Ehe ist gerade zerbrochen und er braucht den Auftrag, um seiner Tochter eine Zukunft bieten zu können. Als sich Saskia und Owen immer mehr unerwartete Hindernisse in den Weg stellen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als an einem Strang zu ziehen. Und so lernen die beiden langsam, dass der erste Eindruck nicht immer stimmt und dass Zuhause weit mehr als nur ein Ort sein kann.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Saskia hat eine schwierige Vergangenheit, doch sie hat viel Geld geerbt und einen großen Traum: Sie möchte die alte Ruine von Schloss Gair renovieren. Jahrelang hat sie an ihren Plänen gearbeitet, denn der Erhalt des historischen Gebäudes und ein respektvoller Umgang mit der Natur liegen ihr besonders am Herzen. Das Vorhaben scheint jedoch nahezu unmöglich und Saskia sucht verzweifelt nach einem Bauleiter, bis sie auf den ebenso verzweifelten Owen trifft. Trotz vieler Vorbehalte und Vorurteile nimmt er die Stelle schließlich an, und die Arbeiten an Schloss Gair können beginnen.
Die Geschichten von Sharon Gosling berühren mich jedes Mal auf so vielen Ebenen. Ihre Charaktere sind unglaublich vielschichtig und entwickeln sich im Laufe der Handlung auf beeindruckende Weise weiter. Es gibt zwar immer auch eine Liebesgeschichte, doch sie steht nie im Mittelpunkt. Viel wichtiger ist das, was die Figuren erleben und wie sie daran wachsen. Jeder trägt sein eigenes Päckchen mit sich und Gosling versteht es hervorragend, Gefühle und Gedanken authentisch zu vermitteln. Saskia ist eine warmherzige und empathische Protagonistin, und auch Owen wird im Verlauf der Geschichte immer sympathischer. Sharon Gosling schreibt einfach wundervolle Bücher. Bisher habe ich jedes einzelne geliebt.
Leben im Einklang mit der Natur
Magnolia (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 24.06.2026
Bewertungsnummer: 3177009
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„…unweit einer Schlossruine in einem verwunschenen Wald, im wilden Grenzgebiet zwischen England und Schottland“ hat Saskia genau hier, schon von Kindesbeinen an, mit ihrem Vater viel Zeit verbracht und jetzt, nach dem Tod ihres Vaters, hat sie sich von ihrem Erbe Schloss Gier und viel Land drumherum gekauft mit dem Vorsatz, die Ruine weitgehend mitsamt dem Verfallprozess zu erhalten, jedoch begehbar zu machen. Auch sollte die alte Eiche in Innenhof bestehen bleiben – ein ganz und gar ambitioniertes Vorhaben.
Eine Frau, die weiß, was sie will - so ist mein erster Eindruck von Saskia. Auch wird bald klar, dass sie eine hervorragende Architektin ist, die ihr Handwerk von ihrem Vater gelernt hat. Ihr Bauvorhaben ist genehmigt, es kann also losgehen, fehlt nur noch ein Bauleiter, den sie nach langem Suchen in Owen findet. Auch ihn lerne ich bald besser kennen, auch ihn mochte ich auf Anhieb. Er stellt sein Team zusammen, es kann also losgehen.
Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die beide – Bauherrin und Bauleiter – mit Bravour meistern. Wären da nicht die Gegner dieses Projektes, die mit allen Mitteln versuchen, sie zu vertreiben und zuvor einen Baustopp zu erwirken.
Das Cover zeigt ein Häuschen, das sich als Tiny House auf Rädern entpuppt, das sich Saskia direkt am Waldesrand hinstellt. So wohnt sie nahe der Baustelle, auch streift sie durch den dichten Wald, Brodie, ihr Vierbeiner, immer an ihrer Seite. Nur zu gerne würde ich mit den beiden die Umgebung erkunden und dabei so manch lauschiges Plätzchen entdecken wie diesen versteckt liegenden Naturpool - ein Leben im Einklang mit der Natur, so würde ich diese Streifzüge benennen, bei denen es noch so einiges mehr zu finden gibt, was beileibe nicht jedem gefällt.
Dieses Buch ist so viel mehr als nur ein ehrgeiziges Bauprojekt, als ein Zusammenfinden zweier Menschen, die sich im ersten Moment kritisch beäugen, sich ihre vorschnelle Meinung bilden. Die Autorin zeigt auf, wie es gelingen kann, andere Meinungen zu akzeptieren, zuzuhören, Neues zu wagen, sich auch Fehler einzugestehen. Ein warmherziger Roman, der auch die bitteren Seiten aufzeigt, der von denen berichtet, die nicht da sind, wenn man sie braucht, die aber dann, wenn sie ihren Vorteil wittern, ganz vorne dabei sind.
„Der vergessene Wald“ zeigt trotz vieler Anfeindungen ein stimmungsvolles Miteinander, das nach anfänglichen Missverständnissen den „Neustart in der Natur“ ermöglicht. Eine Geschichte, in der ich mich sofort geborgen fühlte, ein Buch, das ich nicht missen möchte. Atmosphärisch, ausdrucksstark, stimmungsvoll, spannend, sehr lesenswert.
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