Produktbild: Dieses unruhige Ich

Dieses unruhige Ich Ingeborg Bachmann. Eine Biographie | Zum 100. Geburtstag der Dichterin

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38,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.05.2026

Abbildungen

mit 32 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

764

Maße (L/B/H)

21,8/15/4,6 cm

Gewicht

911 g

Farbe

Dunkellila / Grau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-84484-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.05.2026

Abbildungen

mit 32 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

764

Maße (L/B/H)

21,8/15/4,6 cm

Gewicht

911 g

Farbe

Dunkellila / Grau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-84484-3

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

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  • Bewertung

    aus Wermelskirchen

    4/5

    05.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    eine intensive, fordernde und beeindruckend starke Biografie

    Ingeborg Bachmann zählt bis heute zu den faszinierendsten und widersprüchlichsten Stimmen der deutschen Literatur. Am 25. Juni 2026 wäre sie 100 Jahre alt geworden. Mit seiner Biografie über Ingeborg Bachmann legt Dieter Burdorf (Professor für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie) ein beeindruckend umfangreiches und tiefgehendes Portrait dieser außergewöhnlichen Dichterin vor. Es ist keine klassische, streng chronologische Lebensbeschreibung, sondern er nähert sich dieser Autorin über ihren intensiven Briefwechsel an und zeichnet so das Bild eines „unruhigen Ichs“, wie sie sich selbst einmal beschrieben hat. Und genau dieses unruhige, suchende und zerrissene Ich zieht sich durch die mehr als 700 Seiten. Es wird schnell deutlich, dass Ingeborg Bachmann eine Frau war, die weder an Orten noch in Beziehungen wirklich ankommen konnte. Ihr Leben war von Sehnsucht, Schmerz, aber auch von Stärke und einem unbedingten Willen zum Schreiben geprägt. Besonders berührt haben mich ihre immer wiederkehrenden Krisen und der immense Druck unter dem sie stand. Ihr Leben war geprägt von der schweigenden Nachkriegsgesellschaft, einer männerdominierten Welt und ihren schwierigen Männerbeziehungen wie etwa zu Max Frisch. Gelichzeitig bin ich beeindruckt von ihrem progressiven, fast schon skandalösen Lebensstil für die 1950er und 60er Jahre sowie ihren klaren feministischen Ansichten. Die Beschreibungen über die Begegnungen mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Paul Celan, Marie Luise Kaschnitz und Nelly Sachs verleihen der Biografie zusätzliche Tiefe und zeigen, wie sehr Bachmann im Austausch mit anderen gewachsen ist und zugleich an ihnen zerbrach. Dieses Buch liest man nicht einfach nebenbei. Es ist ein Werk zum Innehalten, zum Nachdenken und zum Zurückblättern. Mich hat besonders beeindruckt, wie akribisch Burdorf recherchiert hat. Allein der umfangreiche Anhang spricht für sich. Eine intensive, fordernde und beeindruckend starke Biografie! Große Leseempfehlung für alle Literatur-Nerds!

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    19.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ingeborg Bachmann zwischen Licht, Liebe und Abgrund

    Manche Bücher kommen nicht laut polternd zur Tür rein, sondern setzen sich einfach an den Tisch, schauen einen an und sagen: Jetzt hör mal kurz zu. Dieses unruhige Ich ist genau so ein Buch. Dieter Burdorf erzählt Ingeborg Bachmann nicht wie eine staubige Literaturfigur aus dem Regal, sondern als Frau voller Widersprüche, Sehnsucht, Stärke, Schmerz und diesem dauernden inneren Flackern. Beim Lesen hatte ich öfter den Gedanken: Mensch, was muss in dieser Frau alles los gewesen sein. Ruhm, Liebe, Sprache, Zusammenbrüche, Freundschaften, Verletzungen und immer wieder dieses Schreiben, als würde daran das ganze Leben hängen. Besonders stark fand ich, wie Beziehungen nicht einfach als Klatschfutter serviert werden. Paul Celan, Max Frisch, Hans Werner Henze und andere tauchen nicht auf wie Namen zum Angeben, sondern als Menschen, die Bachmann geprägt, getragen, verletzt oder gespiegelt haben. Das macht die Biographie intensiv, manchmal schwer, aber nie billig. Ganz ehrlich, zwischendurch musste ich langsamer lesen. Nicht, weil es langweilig war, sondern weil dieses Leben nicht mal eben nebenbei wegzulesen ist. Da steckt viel Dunkelheit drin, aber auch wahnsinnig viel Kraft. Burdorf schreibt klug, nah dran und mit Respekt. Kein Sensationsgehechel, eher ein genaues Hinsehen. Für mich ist das eine starke Biographie für alle, die Literatur nicht nur lesen, sondern spüren wollen. Kein Buch für nebenbei, aber eins, das nachhallt.

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