Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
26.09.2025
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-15617-9
Studienarbeit aus dem Jahr 2024 im Fachbereich Germanistik - Sonstiges, Note: 1,7, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Veranstaltung: Hauptseminar Niemandfiguration, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Hausarbeit untersucht die Darstellung des Niemandslands in Constanze Neumanns Roman "Das Jahr ohne Sommer" (2024). Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Niemandsland als literarisches Motiv zwischen geografischer Grenze, psychologischem Schwebezustand und symbolischem Ort der Identitätssuche fungiert. Ausgangspunkt ist die autobiografisch geprägte Erzählung einer Protagonistin, deren Familie nach einer gescheiterten Flucht aus der DDR im Westen ein neues Leben beginnt, dabei jedoch in einem Zustand des "Dazwischenseins" verharrt. Die Analyse zeigt, dass das Niemandsland im Roman sowohl als historisch reales Grenzgebiet wie auch als metaphorischer Transit-Ort und Heterotopie im Sinne Foucaults erscheint. Es verkörpert die Spannung zwischen Trennung und Übergang, Gefahr und Hoffnung, Heimatverlust und Zugehörigkeit. Durch den Wechsel zwischen kindlicher und erwachsener Erzählinstanz wird zudem sichtbar, wie sich Wahrnehmung und Bedeutung dieses Raumes im Verlauf des Lebens der Protagonistin verändern.
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