Produktbild: Offene Rechnung

Offene Rechnung

3

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.06.2026

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,4/11,7/2,3 cm

Gewicht

278 g

Farbe

Elfenbein / Schwarz

Auflage

1

Originaltitel

Sans compter

Übersetzt von

Norma Cassau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07354-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.06.2026

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,4/11,7/2,3 cm

Gewicht

278 g

Farbe

Elfenbein / Schwarz

Auflage

1

Originaltitel

Sans compter

Übersetzt von

Norma Cassau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07354-6

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • Bewertung

    5/5

    24.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein echter Djian - ich mag es sehr

    Offene Rechnung - Philippe Djian Nathan ist ein eher erfolgloser Journalist, seiner Schwiegermutter Gaby gehört das Blatt, für das er arbeitet und dieses Blatt wird von merkwürdigen Investoren bedroht, die das Grundstück wollen. Er lebt mit seiner Frau Sylvia und Schwiegermutter Gaby zusammen in einem Haus, die Beziehungen untereinander sind wechselhaft, Sylvia nimmt sich „verlängerte Wochenenden“ mit einem Liebhaber und Nathan pflegt eine Obsession zu seiner Schwiegermutter, die eine gefeierte Lyrikerin ist Leise und abgründig, gestaltet sich das Leben dieses gescheiterter Mannes, beruflich wie privat, der nicht nur unter dauernden Schlafstörungen leidet, sondern nach einer missglückten Operation auch unter Erektionsstörungen. Er übt jedoch weiterhin eine große Anziehung auf Frauen aus, denen er sich dann entzieht, damit er sein Problem nicht gestehen muss. Er ist ja selber durchaus ein sinnlicher, fantasievoller Mann geblieben, nur kann der Körper nicht mehr alles realisieren, was er in seinem Kopf wünscht. Aber das Spiel zwischen Mann und Frau scheint für ihn doch immer noch reizvoll zu sein. Nathan, aber auch seine Frauen geben sich gern dem regelmäßiger Alkoholkonsum hin: „Wir haben zu zweit eine Flasche Gin ausgetrunken- daran ist nichts Verwerfliches- (…),“ Vielleicht führt dies, oder der Schlafentzug dazu, dass er bisweilen unter Bewusstseinstrübungen leidet. Eine „Kreatur“ begleitet ihn neuerdings, sie wohnt in seinem Garten. Inhaltlich kommt es zu merkwürdigen Verflechtungen zu einer „Wanderin“ und einem Senator, dessen Frau und 2 Hunden. Und es stirbt immer mal wieder ein Mann. Das Buch ist verwirrend, so wie die Gedanken des Ich-Erzählers, die Erzählstränge kreuzen sich, Gedanken und wörtliche Rede fließen ineinander, keine Kapitel schaffen Ordnung oder Struktur. Das ist keine Schlamperei des Schriftstellers, das ist Djians Handschrift. Der Erzählstil ist sachlich, emotionsfrei, fast belanglos. Mitten hinein ins Geschehen, ein Ende ohne Abschluss, viele Andeutungen werden nicht aufgelöst. Ein Roman wie ein Delirium. Ich mochte ihn sehr. Aus dem Französischen von Norma Cassau Diogenes 2026

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    03.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn das Leben die Rechnung präsentiert

    Manchmal stolpert man in ein Buch hinein und denkt nach ein paar Seiten: Okay, hier wird es nicht gemütlich, hier wird es kompliziert. Genau so fühlt sich Offene Rechnung an. Philippe Djian wirft Nathan mitten in ein Leben, das ungefähr so stabil wirkt wie ein wackeliger Gartentisch nach drei Sommern Regen. Nathan ist Journalist, beruflich ziemlich am Boden, privat ebenfalls nicht gerade auf dem Siegerpodest. Seine Ehe mit Sylvia knirscht, die Schwiegermutter Gaby zieht ihn auf eine Art an, bei der man beim Lesen kurz die Augenbraue hebt und denkt: Junge, das wird Ärger geben. Und natürlich kommt der Ärger. Wäre ja sonst langweilig. Besonders stark ist die leicht schiefe Stimmung. Alles wirkt ein bisschen verdächtig, ein bisschen kaputt, ein bisschen wie ein Gespräch, bei dem jeder etwas verschweigt. Die Zeitung, die ominöse Investorengruppe, Nathans Jagd nach dem großen Scoop, dazu diese junge Frau mit Gedächtnisschwund. Das klingt nach Krimi, liest sich aber eher wie ein literarisches Verwirrspiel mit dunklem Humor und ordentlich zwischenmenschlichem Knistern. Nicht alles sitzt perfekt. An manchen Stellen wollte mein Kopf kurz nachfragen: Moment mal, wo genau wollen wir jetzt hin? Die Handlung bleibt manchmal absichtlich neblig, vielleicht sogar zu neblig. Wer klare Antworten und sauber sortierte Spannung sucht, könnte hier zwischendurch ungeduldig mit dem Fuß wippen. Trotzdem hat das Buch etwas. Diese Figuren sind nicht glattgebügelt, sondern herrlich angeschlagen. Nathan ist kein Held, eher so ein Mann, dem man beim Fallen zusieht und trotzdem hofft, dass er irgendwie halbwegs würdevoll landet. Genau dieser Mix aus Krise, Begehren, Machtspiel und schräger Beobachtung macht Offene Rechnung lesenswert. Kein Buch zum Wegatmen, eher eins zum Dranbleiben, Stirnrunzeln und innerlich Grinsen. Nicht perfekt, aber definitiv eigen.

  • brauneye29

    Thalia Book Circle Community

    2/5

    24.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nicht mein Buch

    Zum Inhalt: Sowohl die Karriere als auch die Ehe von Nathan sind auf dem Tiefpunkt. Kompliziert ist die Situation auch noch dadurch, dass er im Verlag seiner Schwiegermutter arbeitet. Als der Verlag aufgekauft werden soll, wittert Nathan seine große Chance auf einen Knüller. Meine Meinung: Mir fällt es extrem schwer das Buch zu bewerten, ich habe mich förmlich durch das Buch gequält. Irgendwie habe ich auch immer wieder den Faden verloren und wusste nicht mehr, worum es eigentlich geht. Das habe ich äußerst selten, aber hier ist mir das mehrfach passiert, was vermutlich daran liegt, dass mich die Geschichte einfach so gar nicht erreicht hat, wobei ich den Schreibstil an sich schon gut lesbar fand, aber das war nicht meine Geschichte. Fazit: Nicht mein Buch

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