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Da waren Tage Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.03.2024

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,8/13/3 cm

Gewicht

428 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002122188

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

[...] zeigt hier ihr erzählerisches Können vielstimmig und subtil […] ein[en] Roman [...], der über sich selbst und über die syrische Revolution und deren Tragödie hinausweist. ("Berliner Zeitung")
[..] schafft Luna Ali einen ganz eigenen Sog und Zugänglichkeit, eine ganz eigene Versprachlichung. ("Deutschlandradio Kultur – Lesart")
[...] ein fulminantes Plädoyer für die Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen. Stilistisch [...] ein äußerst vielfältiges Unterfangen. [...] eine anspruchsvolle, tiefgehende Leseerfahrung [...]. ("WDR5")
Luna Alis Roman ist poetisch und formal innovativ. ("tagesspiegel.de")

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Zustand

Gut

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.03.2024

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,8/13/3 cm

Gewicht

428 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002122188

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Bewertung

    aus Heyerode

    5/5

    30.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr gutes Buch

    Ein Buch, welches nachwirkt !!! "Da waren Tage" erzählt die Geschichte von Aras, der 2011 beginnt Jura zu studieren. Er wurde in Aleppo geboren und wuchs auch dort auf. Die syrische Revolution verfolgt er aus der Ferne, erst einmal, dann kommt es für ihn immer näher und wird Teil seines Alltags. Politisches Handelnd und dessen Bedeutung sind Thema des Buches. Ein Buch, welches brisanter und aktueller nicht sein kann. Gewalt, die sich in das Leben unseres Protagonisten einschleicht und dies im wahren Leben auch tut ... Sehr bewegend und sehr angenehm zu lesen. Aufgezeigt wird die Grenze zwischen Realität und Utopie. Erstklassig geschrieben, ein Buch, welches ich uneingeschränkt empfehlen kann.

  • Bewertung

    5/5

    01.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    meine Empfehlung

    Ich habe den Debütroman „Da waren Tage“ von Luna Ali gelesen. Unabhängig von den Rezensionen, die es in der Presse bisher bereits gab, möchte ich hier beschreiben, was das Buch mir persönlich gegeben hat und warum ich es empfehle. Aras, der Protagonist, ist das, was man landläufig „gut integriert“ nennt. Kein Wunder, ist er doch schon als Kind von Syrien nach Deutschland gekommen. Er beherrscht die Sprache, hat Freunde, studiert erfolgreich Jura. Er ist klug und freundlich, was ihm bestimmt auch viele Türen öffnet. Parallel zu seinem fast schon beschaulich langweiligen Alltag beschreibt Luna Ali zunehmend eindringlicher die Geschehnisse in Syrien, von denen natürlich auch Aras erfährt. Und ich als Leserin begreife, wie tief die Wunden sind, die ein Geflüchteter in sicht trägt, egal wie gut ihm das Leben in der neuen Heimat gelingt. Ich versuche mir vorzustellen, wie es wäre, meine Heimat unwiederbringlich aufgeben zu müssen. Zu erfahren, dass die Menschen und Orte dort Krieg, Hass, Zerstörung und Folter zum Opfer fallen. Und ich nichts tun kann. Ich begreife, dass jemand nicht den Krieg erlebt haben muss, um unter seinen Folgen zu leiden. Welche Kraft es kostet, trotzdem zu funktionieren. Luna Ali benutzt die Sprache wie ein Werkzeug. Oft unkonventionell, oft poetisch, immer treffsicher. Das gefällt vielleicht nicht jedem und zwingt auch, alte Lesegewohnheiten zur Seite zu legen. Mir schein das absolut angemessen zu sein, um eine so schwere und zwiespältige Geschichte zu erzählen. Wie gesagt: ich empfehle die Lektüre sehr!

  • Ingrid

    aus Erkelenz

    5/5

    19.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckendes Debüt mit vielschichtiger Ausgestaltung der Sprache

    Die Autorin Luna Ali schaut in ihrem Roman „Da waren Tage“ auf die politischen Entwicklungen ihres Geburtslands Syrien seit 2011. Ihr Protagonist Aras ist als Kind mit seiner Mutter und seiner Schwester Lamia aus Aleppo geflohen. Sein Vater ist aus politischen Gründen verschwunden. Nach dem Abitur beginnt Aras ein Jurastudium. Aber er beabsichtigt nicht, für Gerechtigkeit zu sorgen, sondern er möchte Gesetze bestmöglich in seinem und dem Sinne seiner Familie auslegen. Am 15. März 2011, dem Beginn der Proteste gegen Syriens Machthaber, befindet sich Aras im ersten Semester. Ab diesem Zeitpunkt begleitet die Autorin ihren Protagonisten Jahr für Jahr an diesem Tag. Die Aufstände verfolgt er im Fernsehen, doch er fühlt sich ihnen nicht nahe. Seit über zehn Jahren wird er in Deutschland vom Äußeren her als fremd wahrgenommen, doch er hat die Sprache schnell gelernt, ist politisch aktiv und betätigt sich sportlich. In den Folgejahren begegnete ich als Leserin Aras beispielsweise wegen einer Verpflichtungserklärung bei der Ausländerbehörde, als Syro-Deutscher in einer Fernseh-Talkshow mit prominenten Gästen, als Praktikant bei der Botschaft Jordaniens und als Crewmitglied eines Rettungsschiffs. Aras ist vom Leid Verwandter und Bekannter in Syrien betroffen, obwohl er fern der Aufstände ist. Luna Ali schildert seinen Alltag, der austauschbar ist und doch geprägt wird von dem Wissen um all jene, die Gewalt erleben und denen er sich menschlich nahe fühlt. Seine Feinfühligkeit geht soweit, dass er sich in seinen Träumen in bedrohlichen Situationen wiederfindet und diese Eingang in seine Realität halten. Durch Engagement versucht er mit seinen Mitteln den vom Konflikt in Syrien Betroffenen Hilfe zu bieten, wo immer er kann. In den ersten Kapiteln wirkt die Sprache, die die Autorin nutzt, teilweise verdreht. Später las ich von der Bedeutung des Tauschs von Subjekt und Objekt im Satz, denn durch den Wechsel der Satzglieder wird es Aras möglich, anders zu denken und Ereignisse zu erfassen, die andernorts stattfinden. Auch auf andere Weise spielt Luna Ali mit Sprache und deren Darstellung. Zum Beispiel ist eines der Kapitel im Querformat gedruckt und handelt von einer verzweifelten Suche des Protagonisten nach einer geliebten Person. Dabei stehen Erzählung, Gedanken, belanglose Feststellungen und Listen gleichwertig versetzt nebeneinander und spiegeln den inneren Aufruhr von Aras wieder. Ein anderes Kapitel besteht aus der Rede des Protagonisten vor den Mitgliedern des Flüchtlingsrats. In einem letzten Kapitel springt die Autorin in eine unbekannte Zukunft, der sie sich philosophisch nähert. In ihrem Debütroman „Da waren Tage“ beeindruckt Luna Ali mit einer vielschichtigen Ausgestaltung der Sprache, die sich mit der wechselnden Gefühlswelt des Protagonisten Aras ändert, der in Deutschland das Revolutionsgeschehen in seinem Geburtsland Syrien in den Medien verfolgt. Das Geschehen sieht er mit seinem juristischen Wissen nicht nur kritisch im Rahmen von Gesetzen, sondern lässt zunehmend die Schicksale der unter dem Konflikt Leidender an sich heran. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

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