Nervenkitzelmaschine Frühes Kino und Nervositätsdiskurs in Deutschland
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- Deutsch ausgewählt
48,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.05.2026
Abbildungen
zahlreiche Abbildungen
Verlag
Schüren Verlag GmbHSeitenzahl
400
Maße (L/B)
22,5/15,5 cm
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7410-0533-6
Mit dem Fokus auf Deutschland beleuchtet diese Studie die zentrale Bedeutung des Nervositätsdiskurses für die öffentliche Rezeption des neuen Mediums. Basierend auf der transdisziplinären Zusammenführung von filmwissenschaftlicher, medizin- und wissensgeschichtlicher sowie diskurshistorischer Forschung und der Sichtung einer großen Zahl neuer oder bislang wenig beachteter Quellen geht sie der Frage nach, aus welchen kulturellen Sphären etwa ab 1907 Ideen über Nervosität in das Nachdenken über das Kino gerieten. Warum und unter welch unterschiedlichen Vorzeichen galten Filme – besonders in den 1910er-Jahren – als stark nervenaffizierend?
Der Diskurs zur Nervosität eröffnete durchaus gegensätzliche Perspektiven: Während die Kinoreformbewegung das kommerzielle Kino gern als gefährliche ‹Nervenkitzelmaschine› brandmarkte, setzten die Branchenzeitschriften auf starke Nerveneffekte als Werbeargument. Bis in die 1920er-Jahre hinein gehörten die Nervösen auch zum Figurenrepertoire des Kinos und tragen bis heute zur populären Imagination vom Zeitalter der Nervosität bei.
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