Produktbild: Innerstädtischer Tod
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Innerstädtischer Tod Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

120445

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.09.2024

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,6/14,3/3,2 cm

Gewicht

445 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710002133221

Beschreibung

Rezension

»So muss Gegenwartsliteratur sein: brandaktuell, am Puls der Zeit, hier findet sich, was nicht in der Zeitung steht. Eine helle Freude des Denkens. Dieser Roman ist eine Einladung, seinem politischen Weltbild ein Upgrade zu verschaffen.« ("Denis Scheck / ARD Das Erste - druckfrisch")
»Der rasant erzählte Politroman rundet sich zu einer beklemmend realistischen Zeitdiagnose und überzeugt dabei durch genaue Beobachtungen, erzählerische Ironie und satirisch ins Schwarze treffende Überzeichnungen.« ("Ronald Schneider / Rheinische Post")
»Wie Peters Diagnosen und Befindlichkeiten, wie er sein Figurenpersonal, seine Erzählperspektiven mit Koeppens Vorlagen in Beziehung setzt, ist tatsächlich spannend und sorgt bei Kennern für Mehrwert.« ("Jürgen Kanold / Südwest-Presse")
»›Nirgends hatte Gott eine Spur hinterlassen‹, so beginnt der Roman ›Innerstädtischer Tod‹ von Christoph Peters. Der Autor wirft darin einen hellsichtigen Blick in unsere Gesellschaft.« ("Johannes Schröer / Domradio")
»Ein Buch zur Stunde zu unserer Zeit.« ("Dresdner Morgenpost am Wochenende")
»Ein dicht und spannend, dringlich und durchdringend erzählter Roman.« ("Bernd Berke / revierpassagen.de")

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Zustand

Gut

Verkaufsrang

120445

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.09.2024

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,6/14,3/3,2 cm

Gewicht

445 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710002133221

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Feine Geschichte voller Ironie

MarieOn am 21.10.2024

Bewertungsnummer: 2321682

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Fabian Kolb hat es geschafft, er darf seine Werke in der Konrad-Raspe-Galerie nicht nur ausstellen, nein ihm zu Ehren will der Galerist eine Vernissage geben. Nachdem Russland unter Putin der Ukraine unter Selenski den Krieg erklärt hat, herrscht in der deutschen Gesellschaft große Unsicherheit, das wissen sich Künstler und Galerist zunutze zu machen. Jetzt trägt der Saal, ein ehemaliges Gotteshaus, das Mal des Krieges vor sich her. Der Raum ist gespickt mit Objekten aus Holz, Eisen und Leder. Kadaver, die ihre Extremitäten dem Blau des Himmels entgegenrecken, versehrt durch aufbrechende Wundmale. Fabians erste Planung sah vor, mit seiner Installation die Post Corona Leere zu vermitteln. Stille, Ruhe nach dem Sturm, die Atmosphäre demütige Kontemplation, aber wir befinden uns in schnelllebigen Zeiten und nun musste etwas Erschütterndes her. Konrad Raspe umgibt sich gern mit jungen Assistentinnen, die ebenso gut modeln könnten. Seine irrsinnig schöne Frau hat die fünfzig gerade erst überschritten, beäugt ihren Mann mit begründetem Argwohn, weniger, weil er sich außereheliche Unterhaltung sucht, sondern weil sie damit rechnet, dass eine der jungen Dinger einen Skandal vom Zaun bricht. Fabians Onkel hat ihn, im Gegensatz zu seinen Eltern die letzten Jahre protegiert. Die elterliche Gunst ging flöten, nachdem Fabian sich deutlich für ein Kunststudium aussprach, statt die väterliche Krawattenfirma zu übernehmen. Nun werden die Äußerungen des 1. Vorsitzenden der Neuen Rechten, seines Onkels zunehmend obskur. Fazit: Christoph Peters hat eine ungemein unterhaltsame Geschichte geschaffen. Mit großer Ironie und bissigem Humor spricht er das Undenkbare aus, zeigt uns die Gedanken aller Beteiligten. Die des sensiblen Künstlers, der echte moralische Bedenken hegt. Die seines Cousins, der nie die Anerkennung seiner Mutter bekommen wird und das durch seine Mildtätigkeit zu kompensieren versucht. Des Galeristen, der seine Profilierungsneurose offen auslebt. Des alten Onkels, der trotz seines Geschichtsstudiums und seiner Belesenheit die Schuldfrage umkehren will. Die Geschichte wird temporeich erzählt, gespickt mit Informationen, die gut recherchiert sind, ohne dass ich mich belehrt fühlte oder gelangweilt hätte. Definitiv ein lesenswerter Roman, der mir Spaß gemacht hat.

Feine Geschichte voller Ironie

MarieOn am 21.10.2024
Bewertungsnummer: 2321682
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Fabian Kolb hat es geschafft, er darf seine Werke in der Konrad-Raspe-Galerie nicht nur ausstellen, nein ihm zu Ehren will der Galerist eine Vernissage geben. Nachdem Russland unter Putin der Ukraine unter Selenski den Krieg erklärt hat, herrscht in der deutschen Gesellschaft große Unsicherheit, das wissen sich Künstler und Galerist zunutze zu machen. Jetzt trägt der Saal, ein ehemaliges Gotteshaus, das Mal des Krieges vor sich her. Der Raum ist gespickt mit Objekten aus Holz, Eisen und Leder. Kadaver, die ihre Extremitäten dem Blau des Himmels entgegenrecken, versehrt durch aufbrechende Wundmale. Fabians erste Planung sah vor, mit seiner Installation die Post Corona Leere zu vermitteln. Stille, Ruhe nach dem Sturm, die Atmosphäre demütige Kontemplation, aber wir befinden uns in schnelllebigen Zeiten und nun musste etwas Erschütterndes her. Konrad Raspe umgibt sich gern mit jungen Assistentinnen, die ebenso gut modeln könnten. Seine irrsinnig schöne Frau hat die fünfzig gerade erst überschritten, beäugt ihren Mann mit begründetem Argwohn, weniger, weil er sich außereheliche Unterhaltung sucht, sondern weil sie damit rechnet, dass eine der jungen Dinger einen Skandal vom Zaun bricht. Fabians Onkel hat ihn, im Gegensatz zu seinen Eltern die letzten Jahre protegiert. Die elterliche Gunst ging flöten, nachdem Fabian sich deutlich für ein Kunststudium aussprach, statt die väterliche Krawattenfirma zu übernehmen. Nun werden die Äußerungen des 1. Vorsitzenden der Neuen Rechten, seines Onkels zunehmend obskur. Fazit: Christoph Peters hat eine ungemein unterhaltsame Geschichte geschaffen. Mit großer Ironie und bissigem Humor spricht er das Undenkbare aus, zeigt uns die Gedanken aller Beteiligten. Die des sensiblen Künstlers, der echte moralische Bedenken hegt. Die seines Cousins, der nie die Anerkennung seiner Mutter bekommen wird und das durch seine Mildtätigkeit zu kompensieren versucht. Des Galeristen, der seine Profilierungsneurose offen auslebt. Des alten Onkels, der trotz seines Geschichtsstudiums und seiner Belesenheit die Schuldfrage umkehren will. Die Geschichte wird temporeich erzählt, gespickt mit Informationen, die gut recherchiert sind, ohne dass ich mich belehrt fühlte oder gelangweilt hätte. Definitiv ein lesenswerter Roman, der mir Spaß gemacht hat.

Dekadenz

Bewertung aus Vaihingen am 15.10.2024

Bewertungsnummer: 2317119

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Familie, Beziehungen, urbanes Milieu, Landeshauptstadt, Politik - das dürften die Schwerpunkte sein, auf denen der Autor seinen Roman aufgebaut hat. Mit pointierter Schärfe gibt er seinen Personen durch ihre/seine Gedanken und Überlegungen Charaktermerkmale, die in einer bestimmten Gesellschaftsschicht ausgeprägt sind. Keineswegs klischeehaft, sondern durchaus individuell. Während viele dem Zwang unterliegen, "hipp, angesagt, in" sein zu wollen, um mithalten zu können und Vorteile und Geld daraus zu ziehen, erahnen die anderen die Sinn-Losigkeit und Leere dieser Lebenswelt. Der Roman endet in der Flucht des Künstlers und im Tod des Politikers. Frustration auf allen Seiten. Falsche Leben. Familiäre Beziehungen, Gefühlskälte, Berechnungen - eingebettet in die (fast) aktuelle Politik unserer Zeit. Sehr gelungen! Und das alles geschrieben in einem heute sehr selten gewordenen perfekten Sprachstil. Es wird ganz sicher nicht das letzte Buch sein, das ich von diesem Autor gelesen habe.

Dekadenz

Bewertung aus Vaihingen am 15.10.2024
Bewertungsnummer: 2317119
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Familie, Beziehungen, urbanes Milieu, Landeshauptstadt, Politik - das dürften die Schwerpunkte sein, auf denen der Autor seinen Roman aufgebaut hat. Mit pointierter Schärfe gibt er seinen Personen durch ihre/seine Gedanken und Überlegungen Charaktermerkmale, die in einer bestimmten Gesellschaftsschicht ausgeprägt sind. Keineswegs klischeehaft, sondern durchaus individuell. Während viele dem Zwang unterliegen, "hipp, angesagt, in" sein zu wollen, um mithalten zu können und Vorteile und Geld daraus zu ziehen, erahnen die anderen die Sinn-Losigkeit und Leere dieser Lebenswelt. Der Roman endet in der Flucht des Künstlers und im Tod des Politikers. Frustration auf allen Seiten. Falsche Leben. Familiäre Beziehungen, Gefühlskälte, Berechnungen - eingebettet in die (fast) aktuelle Politik unserer Zeit. Sehr gelungen! Und das alles geschrieben in einem heute sehr selten gewordenen perfekten Sprachstil. Es wird ganz sicher nicht das letzte Buch sein, das ich von diesem Autor gelesen habe.

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Innerstädtischer Tod

von Christoph Peters

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