Produktbild: Die Sonne stand tief, als ich meinen Vater fand
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Die Sonne stand tief, als ich meinen Vater fand Erinnerungen an eine geraubte Kindheit

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

282

Maße (L/B/H)

22/13,3/2,9 cm

Gewicht

393 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Pulling the Chariot of the Sun. A Memoir of Kidnapping

Übersetzt von

Monika Baark

Sprache

Deutsch

EAN

2710002163051

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Rezension

»Ein wichtiges und lesenswertes Buch, das dem Leser zeigt, was mit einem Menschen passiert, dem seine Identität genommen wurde.« @buecher_mit_chris 20240530

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Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

282

Maße (L/B/H)

22/13,3/2,9 cm

Gewicht

393 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Pulling the Chariot of the Sun. A Memoir of Kidnapping

Übersetzt von

Monika Baark

Sprache

Deutsch

EAN

2710002163051

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH & Co. KG
Prinzenstr. 85|10969|Berlin|DE
produktsicherheit@aufbau-verlage.de

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  • Bewertung

    4/5

    22.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindrucksvolles Buch mit einem besonderen Schreibstil

    „Aber wäre ich weiß gewesen, hätten sie mich nicht entführt - oder doch, meine Großmutter hätte es vielleicht getan, aber aus anderen Gründen -, denn sie entführten mich, um mich vor meiner Schwarzheit zu retten, wodurch sie in ihrem Haus einen Raum für Schwarzheit schufen.“ Ein Buch, das mit einem Satz beginnt, der sich über die halbe Seite erstreckt, zeigt wohl schon zu Beginn, dass es besonders ist (es ist nicht das obere Zitat). Shane McCrae erzählt in „Die Sonne stand tief, als ich meinen Vater fand“ autobiographisch von seiner eigenen Kindheit, in der er von seinen Großeltern entführt wurde, um als „weißes“ Kind erzogen zu werden. Der Schreibstil ist zerstreut, stockend, wie die Gedanken des Protagonisten, sodass man zu Beginn schwer in die Geschichte hineinfindet. Sie sind verwirrend und berühren mich dennoch, denn die angesprochenen Themen sind zutiefst emotional. Das Repetitive mancher Sätze ist ein eindrucksvolles Stilmittel und zeigt, wie sehr sich der Autor mit seiner Vergangenheit beschäftigt und spiegelt anfangs auch mögliche falsche Erinnerungen wider. Ein sehr besonderes und persönliches Buch, das die Abgründe einer gebrochenen Kindheit aufzeigt und die eigene Identitätsfindung in das Zentrum stellt.

  • ancla_books4life

    aus Schwerte

    2/5

    14.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nicht greifbar

    Ein Buch, auf dessen Thematik und Ausarbeitung ich wirklich sehr gespannt war. Leider kam ich mit dem Schreibstil des Autors überhaupt nicht zurecht. Ich habe von Anfang an keinen Zugang zum Buch gefunden. Die Gedanken schienen direkt aus dem Kopf auf die Seiten geflossen zu sein. Zusammenhänge fehlten für mich. Die Sätze waren teils unfassbar lang oder repetitiv. Beides sind literarische Elemente, die ich durchaus zu schätzen weiß, doch da mir hier der Zugang fehlte, wurde mir das Lesen zusätzlich erschwert. Inhaltlich hat das Buch einiges zu bieten: Ein schwarzer Junge, der von seinen weißen Großeltern mit Gewalt großgezogen wurde, eine „Entführung“ als Kleinkind, eine Entwurzelung und damit die große Frage nach der Identität, dem schwarzen Vater. Einige starke Sätze ließen sich finden und unterstrichen die Relevanz dieses Werkes, doch war es für mich am Ende kein Leseerlebnis, das ich weiterempfehlen kann. Das Buch benötigt viel Lesehingabe und einen gewissen Faible für spezielle Schreibstile.

  • xxholidayxx

    2/5

    20.03.2024

    eBook (ePUB 3)

    Kampf um Wurzeln: Ein Memoir über Identität und Rassismus

    "Mit verdrängten Erinnerungen zu leben heißt nicht, zu sein wie eine wurzellose Pflanze, es heißt, zu sein wie ein Pflanze, deren Wurzeln mit nichts in Berührung kommen." - Buchzitat (S. 59) Shane McCraes "Die Sonne stand tief, als ich meinen Vater fand" ist eine autobiografische Erzählung über Identität, Herkunft und Rassismus. McCrae, bekannt für seine preisgekrönten Gedichtbände, wirft einen persönlichen Blick auf seine Kindheit, geprägt vom Schwarzsein, das ihm von seiner Familie vorenthalten wurde. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Der Schreibstil des Autors war für mich schwer zugänglich, geprägt von sehr langen Sätzen und einer Sprache, die mich oft ins Stocken brachte. Um ein Beispiel zu nennen: "Wir verließen das Piggly Wiggly mit etwas Rotem. Mein Großvater verließ das Piggly Wiggly mit etwas Rotem. Oder die Verpackung hatte größtenteils eine andere Farbe, aber die Ware in der Verpackung war rot und mit einem attraktiv inszenierten Foto bedruckt, das größtenteils rot war. Mein Großvater verließ das Piggly Wiggly mit etwas Rotem,..." - Buchzitat (S. 56) Und das ist ein (!) Satz: "Derek und ich waren die einzigen Kinder in unserem Alter in unserer langen Straße, insofern die einzigen Kinder in unserer Straße, die die East Avenue Middle School besuchten, wobei am anderen Ende der Straße, unsichtbar von unseren Häusern aus – unser Haus stand zwei oder drei Häuser hinter der Ecke, wo die Straße anfing, an der Ecke, die ich für den Anfang der Straße hielt, wobei die Straße natürlich irgendwo zu Ende war, und vielleicht dachten sich die Leute, die am Ende der Straße wohnten, das Ende als den Anfang und dachten sich mich, wobei sie bestimmt nicht an mich persönlich dachten, vielleicht dachten sie sich die Leute, die da wohnten, wo ich wohnte, als die Bewohner am Ende der Straße, immerhin wohnte ich im jüngst entwickelten Teil unserer Straße, und unter so vielen Umständen liegt das Neueste immer nah am Ende – am unsichtbaren hinteren Ende der Straße wohnte unser Lehrer für Werkunterricht, Mr Dennis, wobei die Straße so lang war, dass mir erst in der achten Klasse an Halloween klar wurde, dass er da wohnte." - Buchzitat (S. 84/85) Es wirkte, als wäre das Buch unmittelbar aus McCraes Gedanken auf das Papier gebracht worden, mit wiederholten Passagen und Gedankensprüngen, die das Lesen erschwerten: "Mein Großvater und ich hielten an der Kreuzung. Mein Großvater hielt an der Kreuzung, kontrollierte, musste kontrolliert haben, ob die Straße frei war,…." - Buchzitat (S. 53) Obwohl das Buch einige eindrucksvolle Zitate und Aussagen enthält, die durchaus auch zum Nachdenken bringen, war ich enttäuscht dass das Gendern nicht berücksichtigt wurde. Denn auch Sprache ist Macht. Das zentrale Thema, das Thema der Identität wurde gut herausgearbeitet: "Doch auch das Gehirn scheint einen Geschmack dafür zu entwickeln, Erinnerungen zu verschlucken, und in die, die sie nicht als Ganzes verschluckt, beißt sie Löcher hinein – die Korrektur einer Erinnerung mittels fotografischer Beweise zum Beispiel habe ich erfahren, und mehr als einmal habe ich es nicht als Augenblick der Genugtuung empfunden, sondern als Augenblick plötzlichen Hungers." - Buchzitat (S. 121) "Ich ersetzte die Erinnerung an einen schwarzen Mann durch eine Erinnerung an weiße Männer, um mir selbst eine Geschichte zu erzählen, um mich selbst zu erkennen, löschte ich meinen Vater aus. Wer bist du, wenn du dir nicht sicher sein kannst, wann und für wie lange du irgendwo gewohnt hast? Wer bist du, wenn du jedes Mal, wenn du dich an dein Leben erinnerst, dein Leben auslöschst?" - Buchzitat (S. 109) Auch ist mir aufgefallen, dass auf Seite 140 der Begriff "Anti-Selbstmord-Kampagne" genutzt wurde. Ich persönlich lehne den Begriff Selbstmord ab, da er Betroffene kriminalisiert. Personen, die Suizid begehen, werden dadurch auf eine Stufe mit Mörder:innen gestellt und das macht den Anschein, als würden sie einen juristischen Straftatbestand erfüllen. Die Gründe für Mord werden aber durch einen Suizid nicht erfüllt und so werden Menschen die einen Suizid überleben ja nicht vors Gericht gestellt. Daher empfiehlt es sich von Suizid oder Selbsttötung zu sprechen anstelle von Selbstmord. Alles in allem hatte ich mir von diesem Buch mehr erwartet und musste mich dazu zwingen, es überhaupt fertig zu lesen. Aufgrund der genannten Gründe kann ich "Die Sonne stand tief, als ich meinen Vater fand" nur 2 von 5 Sternen geben. Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hatte jedoch keinen Einfluss auf die Rezension/meine Meinung.

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