Produktbild: Herscht 07769

Herscht 07769 Florian Herschts Bach-Roman | Nobelpreis für Literatur 2025

2

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

9956

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.10.2025

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

19/12,6/3 cm

Gewicht

308 g

Farbe

Zitronengelb / Dunkelbraun

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Heike Flemming

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70393-7

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Solitär der Gegenwartsliteratur ("WDR 3")
Große Literatur. ("Frankfurter Rundschau")
Krasznahorkai, ein Meister der örtlich begrenzten Apokalypse [...]. ("Frankfurter Rundschau")
›Herscht 07769‹ ist ein beeindruckendes Buch, virtuos und mitreißend erzählt [...] ("nd")
Das grösste aber ist: Dass man diesen seltsamen, sperrigen, rätselhaften Roman nicht in die Ecke wirft, sondern sich ihm anvertraut und sich mitnehmen lässt [...]. ("Neue Zürcher Zeitung")
László Krasznahorkai beweist mit diesem Roman abermals, dass sein Werk völlig zurecht zur Weltliteratur gezählt wird. ("ORF")
Ein Satz, ein riesiger, rhythmischer Wirbel aus Wörtern, der die lesenden einsaugt und zugleich die ganze Welt umfasst [...]. ("Nürnberger Nachrichten")
Der ganze Roman [...] ist ein einziger Satz. Keiner, durch den man sich hindurchquälen muss, sondern einer, der einen unwiderstehlichen Sog entwickelt. ("Hessische/Niedersächsische Allgemeine")
Die Prosa dieses Romans schwingt rhythmisch-melodisch wie das Plätschern eines Baches dahin und Krasznahorkai zeigt sich als großer Erzähler des Kleinen. ("literaturkritik.de")
Der Roman ist für mich ein kleines Ereignis, eine sprachliche Naturgewalt, was auch an der tollen Übersetzung von Heike Flemming liegt. ("RBB Inforadio")

Produktdetails

Verkaufsrang

9956

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.10.2025

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

19/12,6/3 cm

Gewicht

308 g

Farbe

Zitronengelb / Dunkelbraun

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Heike Flemming

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70393-7

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Ohne Punkt und Komma * Nein,…

Juti aus HD am 11.12.2025

Bewertungsnummer: 2974962

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ohne Punkt und Komma * Nein, das stimmt nicht, es gibt Kommas, aber nur auf Seite 409 eine einzigen Punkt. Zwischendurch gibt es Überschriften, die als Regenbogenbänder bezeichnet werden. Abschnitte sind sonst genauso Fehlanzeige. * Nein, liebes Nobelpreiskomitee, das war wieder Mal ein Fehlgriff, wie bei der Polin mit den Jakobsbüchern. Ich habe mich nur darauf eingelassen, weil es meine Urlaubslektüre meiner Adventsreise war und ich immer wieder in den „Redeschwall“ – wie es Andreas Isenschmidt in der Kulturzeit nannte – interessantes fand, doch habe ich diese Anekdoten längst vergessen. Im Zug lässt sich ohnehin nicht gut lesen. * So schaffte ich es ohne viel Freude bis Seite 232, doch nach Urlaubsende ist es endlich an der Zeit sinnvolleres zu lesen. 1 Stern

Ohne Punkt und Komma * Nein,…

Juti aus HD am 11.12.2025
Bewertungsnummer: 2974962
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ohne Punkt und Komma * Nein, das stimmt nicht, es gibt Kommas, aber nur auf Seite 409 eine einzigen Punkt. Zwischendurch gibt es Überschriften, die als Regenbogenbänder bezeichnet werden. Abschnitte sind sonst genauso Fehlanzeige. * Nein, liebes Nobelpreiskomitee, das war wieder Mal ein Fehlgriff, wie bei der Polin mit den Jakobsbüchern. Ich habe mich nur darauf eingelassen, weil es meine Urlaubslektüre meiner Adventsreise war und ich immer wieder in den „Redeschwall“ – wie es Andreas Isenschmidt in der Kulturzeit nannte – interessantes fand, doch habe ich diese Anekdoten längst vergessen. Im Zug lässt sich ohnehin nicht gut lesen. * So schaffte ich es ohne viel Freude bis Seite 232, doch nach Urlaubsende ist es endlich an der Zeit sinnvolleres zu lesen. 1 Stern

Bach reloaded

Bewertung am 17.03.2022

Bewertungsnummer: 1677523

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dass sich Krasznahorkai nach den literarischen Schauplätzen Japan, China, Mongolei, New York ausgerechnet Thüringen für sein neues Buch auswählt, ist eine Überraschung. Noch dazu mit einer akribisch genauen Beschreibung der Lebensumstände der Menschen in einem im Osten von Thüringen gelegenen Ort, als hätte der Autor jahrelang dort gelebt und die Lebensumstände dort am eigenen Leib erfahren. Sogar im umgangssprachlichen Jargon wird die Atmosphäre stimmig wiedergegeben, aber das ist vermutlich auch das Verdienst des Übersetzers. Die Realität ist so genau geschildert, dass man als Leser den Alltag förmlich miterlebt und am Leben teilnimmt, zumindest bis sich ein leises Frösteln beim Lesen einstellt, eine Ahnung, dass hier eine Realität aufgebaut und mit Leben erfüllt wird um sie dann um so brachialer zu zerstören und die darin verstrickten Lebenden gleich mit. Florian Herscht, die Hauptfigur des Romans, ist ein naiver jugendlicher Hüne, ein Findelkind, das ein Kleinunternehmer, genannt der BOSS, als Leihvater und billige Arbeitskraft für sein Fassadenreinigungsunternehmen aufnimmt, und ihn mit ein paar hundert Euro zusätzlich zu Hartz-4 mit dem Notwendigsten zum Leben versorgt. Der BOSS ist der Anführer einer Gruppe Rechtsradikaler die regelmäßige Treffen in der alten Burg veranstaltet. Sein Unternehmen ist, wie Florian erst zum Schluss erfährt, die Tarnung für Anschläge und Morde. Dass die beginnende Covit-Pandemie schon im Roman angedeutet wird, gehört zur Realität. Aber dass Wölfe am Stadtrand auftauchen und Menschen anfallen, dass ein Adler als Kampfgefährte dem bedrohten Florian zu Hilfe kommt und dass die ganze Geschichte in einem blutigen Showdown endet, erhebt die mitleidlos geschilderte Realität über das Parabelhafte, was man anfangs als Absicht des Autors vermuten könnte, und wird zur puren Literatur, ohne Empathie für die Menschen, ohne Be- oder Verurteilungen der Vorgänge, und mit einer Brillanz geschrieben wie man sie schon lange nicht mehr gelesen hat. Es passt zum Sarkasmus des Autors, dass der BOSS ein großer Verehrer von Johann Sebastian Bach ist, des größten Sohnes Thüringens, und mit Ergriffenheit die Kantaten und die Brandenburgischen Konzerte anhört. Bach zieht sich durch die ganze Geschichte und wird zur Begleitmusik im blutigen Finale. Ach ja, das Buch besteht nur aus einem Satz, wie allseits der Stil des Autors beschrieben wird. Stimmt. Ist aber unwichtig. Man muss nicht nach jedem Satz Luft holen, sondern der Autor versteht es, uns ohne Satztrennung sozusagen atemlos durch die Geschichte zu führen, oder besser: zu drängen. Denn ein Ereignis folgt dem zweiten und das dritte wird gleichzeitig als Nebensächlichkeit angedeutet bis es sich als die noch größere Katastrophe herausstellt. PS: Eine parallele Figur zu diesem Florian, dem reinen Tor, gab es schon in einem frühen Buch des Autors, *Melancholie des Widerstands*, in dem ein ähnlicher gesellschaftlicher Zerfall in einem Dorf in der ungarischen Tiefebene geschildet wird wie jetzt in Thüringen. Auch dort geriet der junge Mann, Valuska genannt, der es allen recht machen will, in den Strudel des allgemeinen Niedergangs.

Bach reloaded

Bewertung am 17.03.2022
Bewertungsnummer: 1677523
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dass sich Krasznahorkai nach den literarischen Schauplätzen Japan, China, Mongolei, New York ausgerechnet Thüringen für sein neues Buch auswählt, ist eine Überraschung. Noch dazu mit einer akribisch genauen Beschreibung der Lebensumstände der Menschen in einem im Osten von Thüringen gelegenen Ort, als hätte der Autor jahrelang dort gelebt und die Lebensumstände dort am eigenen Leib erfahren. Sogar im umgangssprachlichen Jargon wird die Atmosphäre stimmig wiedergegeben, aber das ist vermutlich auch das Verdienst des Übersetzers. Die Realität ist so genau geschildert, dass man als Leser den Alltag förmlich miterlebt und am Leben teilnimmt, zumindest bis sich ein leises Frösteln beim Lesen einstellt, eine Ahnung, dass hier eine Realität aufgebaut und mit Leben erfüllt wird um sie dann um so brachialer zu zerstören und die darin verstrickten Lebenden gleich mit. Florian Herscht, die Hauptfigur des Romans, ist ein naiver jugendlicher Hüne, ein Findelkind, das ein Kleinunternehmer, genannt der BOSS, als Leihvater und billige Arbeitskraft für sein Fassadenreinigungsunternehmen aufnimmt, und ihn mit ein paar hundert Euro zusätzlich zu Hartz-4 mit dem Notwendigsten zum Leben versorgt. Der BOSS ist der Anführer einer Gruppe Rechtsradikaler die regelmäßige Treffen in der alten Burg veranstaltet. Sein Unternehmen ist, wie Florian erst zum Schluss erfährt, die Tarnung für Anschläge und Morde. Dass die beginnende Covit-Pandemie schon im Roman angedeutet wird, gehört zur Realität. Aber dass Wölfe am Stadtrand auftauchen und Menschen anfallen, dass ein Adler als Kampfgefährte dem bedrohten Florian zu Hilfe kommt und dass die ganze Geschichte in einem blutigen Showdown endet, erhebt die mitleidlos geschilderte Realität über das Parabelhafte, was man anfangs als Absicht des Autors vermuten könnte, und wird zur puren Literatur, ohne Empathie für die Menschen, ohne Be- oder Verurteilungen der Vorgänge, und mit einer Brillanz geschrieben wie man sie schon lange nicht mehr gelesen hat. Es passt zum Sarkasmus des Autors, dass der BOSS ein großer Verehrer von Johann Sebastian Bach ist, des größten Sohnes Thüringens, und mit Ergriffenheit die Kantaten und die Brandenburgischen Konzerte anhört. Bach zieht sich durch die ganze Geschichte und wird zur Begleitmusik im blutigen Finale. Ach ja, das Buch besteht nur aus einem Satz, wie allseits der Stil des Autors beschrieben wird. Stimmt. Ist aber unwichtig. Man muss nicht nach jedem Satz Luft holen, sondern der Autor versteht es, uns ohne Satztrennung sozusagen atemlos durch die Geschichte zu führen, oder besser: zu drängen. Denn ein Ereignis folgt dem zweiten und das dritte wird gleichzeitig als Nebensächlichkeit angedeutet bis es sich als die noch größere Katastrophe herausstellt. PS: Eine parallele Figur zu diesem Florian, dem reinen Tor, gab es schon in einem frühen Buch des Autors, *Melancholie des Widerstands*, in dem ein ähnlicher gesellschaftlicher Zerfall in einem Dorf in der ungarischen Tiefebene geschildet wird wie jetzt in Thüringen. Auch dort geriet der junge Mann, Valuska genannt, der es allen recht machen will, in den Strudel des allgemeinen Niedergangs.

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Herscht 07769

von László Krasznahorkai

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R. Braun

Thalia Ludwigshafen – Rhein-Galerie

Zum Portrait

4/5

Düster, rätselhaft, kompromisslos

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Ein sprachgewaltiger, verstörender Text über Verfall, Macht und Orientierungslosigkeit. In dichten, fordernden Sätzen entsteht eine apokalyptische Stimmung, die Leser herausfordert und nicht loslässt. Literatur fern jeder Bequemlichkeit.
  • R. Braun
  • Buchhändler/-in

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4/5

Düster, rätselhaft, kompromisslos

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Ein sprachgewaltiger, verstörender Text über Verfall, Macht und Orientierungslosigkeit. In dichten, fordernden Sätzen entsteht eine apokalyptische Stimmung, die Leser herausfordert und nicht loslässt. Literatur fern jeder Bequemlichkeit.

M. Sperling

Thalia Dessau – Rathaus-Center

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5/5

Außergewöhnlich.

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Quer durch die fahrigen Gedanken des jungen Protagonisten führt Krasznahorkais Roman, der zwar etwas anstrengernder zu lesen, aber letztlich doch sehr lohnenswert ist. Ein absolut würdiger Vertreter des Literaturnobelpreises.
  • M. Sperling
  • Buchhändler/-in

5/5

Außergewöhnlich.

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Quer durch die fahrigen Gedanken des jungen Protagonisten führt Krasznahorkais Roman, der zwar etwas anstrengernder zu lesen, aber letztlich doch sehr lohnenswert ist. Ein absolut würdiger Vertreter des Literaturnobelpreises.

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