Produktbild: Heimwärts über das Eis
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Heimwärts über das Eis Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Book Tropes

Second Chance + weitere

Erscheinungsdatum

12.12.2016

Verlag

Insel

Seitenzahl

334

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/3,1 cm

Gewicht

390 g

Auflage

1 Auflage Deutsche Erstausgabe

Originaltitel

Hemåt över isen

Übersetzt von

Stefan Pluschkat

Sprache

Deutsch

EAN

2710002188306

Beschreibung

Rezension

»Ein leiser, berührender Roman über die große Liebe, über Trauer, Verlust und zweite Chancen.« ("WDR 4")
»Ein großartiger Roman über die Verletzlichkeit der menschlichen Seele.« ("Östgöta Correspondenten")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Book Tropes

  • Second Chance
  • Slow Burn
  • Forbidden Love/Romance

Erscheinungsdatum

12.12.2016

Verlag

Insel

Seitenzahl

334

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/3,1 cm

Gewicht

390 g

Auflage

1 Auflage Deutsche Erstausgabe

Originaltitel

Hemåt över isen

Übersetzt von

Stefan Pluschkat

Sprache

Deutsch

EAN

2710002188306

Herstelleradresse

Insel Verlag Anton Kippenberg GmbH & Co. KG
Torstr. 44
10119 Berlin
Deutschland
Email: verkauf@suhrkamp.de
Url: www.insel-verlag.de
Telephone: +49 30 7407440
Fax: +49 30 740744199

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  • Bewertung

    aus Hahnenbach

    5/5

    05.02.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Eiseskälte

    Eis. Eiseskälte. Eiskaltes Herz. Das Thema Eis spiegelt sich bereits in der Farbe des Covers wider. Ein eisiges Blau. So geht es über viele Seiten, dass man bei dieser verstörenden Eiseskälte, die dieses Buch umgibt, als Leser schon glaubt zu erfrieren. Erzählt werden zwei Geschichten, die untrennbar miteinander verwoben sind. 1914 wandert eine Gruppe junger Menschen über das Eis nach Hause. Obwohl das Wetter umschlägt, sind sie trotzdem der Meinung, ihnen kann nichts passieren, denn Werner besitzt einen Kompass, der ihm den richtigen Weg weist. Liegt es an dem Metallring - den er an seinem Finger trägt und später Kyra geben will - dass der Kompass nicht den richtigen Weg anzeigt? Oder hat er sich überschätzt, kann den Kompass gar nicht handhaben? Diese Frage bleibt offen. Die jungen Menschen, die zu einer lustigen Unternehmung aufgebrochen sind, verirren sich in diesem entsetzlichen Schneesturm, können kaum mehr auf Knien vorwärtsrutschen, verlieren die Orientierung. Dieses unerträglich Unglück verändert alles auf dieser kleinen Insel. Unsägliche Trauer bricht über die dort ansässigen Familien herein. Wo früher Freundschaft herrschte, ist von diesem Tag an Eiszeit. Die Autorin schafft es, den Leser mitten in dieses Unwetter zu schicken, dass man spürt, als sich die Schneeflocken wie tausend Nadeln ins Gesicht bohren und einem die beißende Kälte über den Rücken kriecht, die Finger gefühllos werden lässt. Es ist ein nordischer Roman, manchmal düster wie die dunklen Nächte, doch dann ist es wieder sternenklar. Aber es wird auch Frühling. Zeitwechsel. Gleichzeitig wird die heutige Geschichte von Hermann und Ellinor erzählt, die sich vor vielen Jahren einmal liebten. Doch Ellinor kann sich an nichts mehr erinnern. Hat Hermann sie einmal geküsst? Sie weiß es nicht. Die Erinnerung ist ausgelöscht. Ellinor hat sich in ihr Schicksal ergeben. Sie geht hinkend durchs Leben, hat sich damit abgefunden nur ab und zu mal einen Sommermann zu haben, ansonsten das Schärentaxi ihres Vaters zu fahren, diesen zu pflegen seit er nicht mehr gehen kann und ans Zimmer gefesselt ist, in den Sommermonaten den Kindern der Gäste zuzuhören und ansonsten möglichst nichts mehr zu fühlen. Sie lebt, hat aber kein eigenes Leben, ist innerlich wie zu Eis erstarrt. Erst als Hermann zurück auf die Insel kommt das Haus seines Vaters zu verkaufen und dabei wieder auf Ellinor trifft, anfängt ihre Nähe zu suchen, taut dieses Eis endlich in ihr auf. Ellinor fängt an, sich zu erinnern. Auf einmal weiß sie wieder, was das Knarren dieser Treppenstufe, über die sie täglich gehen muss wenn sie ihrem Vater das Essen bringt, ausgelöst hat. Dieses nordisch Unterkühlte zieht sich von der ersten bis zur letzten Seite durch dieses Buch. Die Kargheit der Insel ist stets gegenwärtig, genau so wie die Wildheit und Unbezähmbarkeit der Natur. Selbst die Sprache ist dieser Umgebung angepasst. Aber mir gefallen die Lebensgeschichten der Bewohner dieser Schäreninsel.

  • gst

    aus Pirna

    5/5

    07.01.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Wenn das Eis taut ...

    Nicht jeder Buchtitel passt so gut wie dieser: Im Winter sind die schwedischen Schären von Eis umgeben. Eis, das – wie in diesem Buch - im Frühjahr aufbricht. Zuerst gibt es nur eine schmale Fahrrinne und die Menschen können noch zu Fuß zur nächsten Insel wandern … Das Leben auf den Schären ist oft einsam und hart. Trotzdem hält Ellinor Ingman an ihrer Heimat fest. Viele Nachbarn sind weggegangen, haben ihr Land an Sommerfrischler verkauft. Auch der Vogelmaler Herrman Engström hat die Insel verlassen. Nach Jahrzehnten kommt er zurück, um das geerbte Land zu verkaufen. Als die beiden aufeinander treffen, werden Erinnerungen wach. Erinnerungen an gute und schlechte Tage. Erinnerungen an Geschehnisse, die beide nur vom Hörensagen kennen, die ihr Leben aber unmittelbar beeinflusst haben … Ellinor, die sich mit ihrem ganzen Sein an das Leben auf den Schären angepasst hat, kann gar nicht verstehen, was mir ihr geschieht. Als Leser kann man ihren Überlebenskampf miterleben. Es ist ein harter Kampf, den die Autorin in sehr einfühlsamen Worten schildert. Sehr gelungen sind die Naturbeschreibungen, die dem Leser einen Eindruck der Schären-Landschaft am Übergang vom Winter zum Frühling vermitteln. Auch die Menschen in ihren unterschiedlichen Lebensphasen bekommen vor dem Auge des Lesers Kontur. Die Autorin schreibt so poetisch, dass ich mich in dieses Buch regelrecht verliebt habe. So stieß ich schon Anfang Januar auf mein erstes Lesehighlight des Jahre 2017.

  • margaret k.

    5/5

    31.12.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Begebenheit, die sogar noch nach Jahren das Leben der Inselbewohner prägt

    Das Buch spielt auf der Insel Hustrun, auf der 1914 sieben Jugendliche über das Eis nach Hause gehen wollen und dabei verschwinden. 99 Jahre später lebt Ellinor mit ihrem Vater auf Hustrun und bestreitet ihren ganz normalen Alltag, als Hermann, der ehemalig auch von der Insel stammt, plötzlich wieder zurück auf die Insel kommt. Das Buch ist wunderschön geschrieben. Der Schreibstil ist sehr poetisch und es gibt viele Metaphern, mit denen alles beschrieben wird, sodass man wunderschöne Bilder im Kopf hat. Und man kann sich die schöne Natur einer schwedischen Insel wirklich gut vorstellen. Fast als ob man selbst am Strand entlanggeht. Jedoch ist es am Anfang etwas ungewöhnlich, dass die Geschichte zwischen vielen Perspektiven springt und es nur eine sehr begrenzte Handlung gibt, da alles aus den Gedanken der Personen geschrieben ist. Aber man gewöhnt sich schnell daran und nach einem harten Tag kann man mit dem Buch wunderbar entspannen, da es eine sehr große Ruhe beim Lesen ausstrahlt. Ich muss echt sagen, dass es mich gewundert hat, wie sehr mir diese Ruhe beim Lesen gefallen hat, da ich eher ein Actionfan bin. Trotzdem ist das Buch spannend, da man erstmal herausfinden muss, wie alles zusammenhängt. Es wird nur nach und nach etwas offenbart und manchmal muss man kleine Details auch zwischen den Zeilen herauslesen, aber am Ende ist alles schlüssig und man versteht wie es von dem Einen zum Anderen kommt. In die Personen kann man sich wirklich gut reinversetzten, da man jeden Gedanken mitbekommt und weiß wie sie sich fühlen und sie über alles denken. Auch hier werden Gefühle durch wunderschöne Metaphern und Vergleiche aus der Natur beschrieben. Jedoch kommen auch oft Zitate aus Liedern oder Gedichten vor und da ich keins davon kannte, konnte ich ehrlicherweise nichts damit anfangen. Man kann auch beobachten wie eine Romanze aus der verschieden Sicht der beiden Personen langsam und sehr feinfühlig entsteht und wie die Personen darüber denken. Es ist schon schön zu sehen wie verschieden Menschen über diesselbe Situatuation denken und fühlen. Durch die Geschichte hat man auch viel über das schwere Inselleben in einer kleinen Gemeintschaft erfahren. Die Leute waren größtenteils von der Außenwelt abgeschnitten und entwickelten so ihre eigenen Aberglauben. In dem Buch wird deutlich, dass viele dieser Dinge sogar noch nach Jahren Auswirkungen haben, worauf die Geschichte im Kern auch basiert. Ich fand es sehr interessant all diese Dinge zu erfahren, da man sich erstmals als Stadtkind in unserer Zeit das Leben am Meer und auf einer Insel oftmals paradiesisch vorstellt, was es garnicht ist. Allgemein kann ich nur sagen, dass dieses Buch sehr gut für gemütliche Winterabende ist an denen man sich entspannen möchte. Es ist gefühlvoll und tiefgründig und gibt Einblicke in das Leben in der Natur zwischen Eis und Meer und die tiefe der menschlichen Gedanken.

  • Bewertung

    aus Köln

    4/5

    10.01.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Insel jenseits der Menschgrenze

    1914 wandern einige Jugendliche nach einer Tanzveranstaltung zwischen zwei Inseln in den Schären "Heimwärts über das Eis". Eigentlich sind es nur wenige Kilometer. Aber ein Schneesturm kommt auf. Und es passiert etwas, das die Familien der Jugendlichen auf lange Sicht entzweien wird. 100 Jahre später sind die Familienfehden immer noch nicht vergessen. Und die Nachfahren zweier Familien, Ellinor und Herrmann treffen sich nach vielen Jahren Jahren wieder. In ihrer Jugend waren sie ineinander verliebt - aber das scheint Ellinor verdrängt zu haben. Aber für Herrmann sind die Erinnerungen an seine große Liebe noch sehr lebendig. Und so versucht er, herauszufinden, warum Ellinor auf der Insel geblieben ist und warum sie hinkt - denn in ihrer Jugend hinkte sie nicht. Die Geschichte spielt auf einer Insel, die weit ab von Stockholm im äußeren Schärengarten liegt - jenseits der Menschengrenze - wie es so schön im Buch beschrieben wird. Und überhaupt ist das Buch voller schöner Bilder und schöner Sprache, die das harte Leben auf der Insel beschreiben. Im Sommer sind die Schären ein Paradies. Aber im Winter und für die Dauerbewohner ist das Leben hart und karg und einsam. Und die Familienfehden machen das Leben nicht leichter. Ellinor ist Mitte Fünfzig und sie hat ihr ganzes bisheriges Leben auf der Insel verbracht. Wird sie es schaffen, sich Herrmann nochmals zu öffnen und wird ihre Liebe eine zweite Chance bekommen? Und welchen Einfluss hat die alte Geschichte auf ihr Leben? Dies wird ruhig erzählt in zwei Handlungssträngen. Eine Geschichte ist der Weg "Heimwärts über das Eis" im Jahre 1914. Die andere Geschichte spielt in der Gegenwart, 100 Jahre später, und erzählt, wie Herrmann zurückkehrt auf die Insel und Ellinor wieder sieht. Beeindruckend ist die ruhige und bildhafte Sprache des Buches, die das karge, einsame Leben auf der Insel frei von jeder Idylle darstellt. Man sich in der Sprache des Buches richtig verlieren und sich in das Leben auf der Insel einfühlen. Ein richtig schönes Lese-Erlebnis. Am besten im Winter lesen.

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