Produktbild: Johnny Ohneland
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Johnny Ohneland Roman | Ausgezeichnet mit dem Fontane-Preis 2021

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2020

Verlag

dtv

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

21,6/14,1/4 cm

Gewicht

698 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002253639

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Judith Zanders Roman ›Johnny Ohneland‹ bewegt sich über Länder- und Geschlechtergrenzen. ("Berliner Zeitung")
Wortmächtig und aus ungewöhnlicher Du-Perspektive erzählt, ist Judith Zanders Roman einer der literarischen Höhepunkte 2020. ("B.Z. am Sonntag")
Immer hat man das Gefühl, sich gemeinsam mit der Romanfigur selbstbewusst zwischen den Welten zu bewegen, ohne sich festzulegen, alle Möglichkeiten offen zu halten. ("ARD Druckfrisch")
Judith Zander erzählt diese Coming-of-Age-Geschichte auf eine ebenso witzige wie anrührende Art und mit großer Lust am Sprachspiel. ("Deutschlandfunk")
Wenn Ihnen vieles in unserer Gegenwart zu seicht, zu trivial, zu dumm erscheint, dann ist Judith Zanders Roman das Richtige für Sie. Food for Thought. ("SWR")
Ich finde dieses Buch großartig. Es ist auch eine Auseinandersetzung mit den Debatten darüber, wie man es schafft, vielgestaltige Erfahrungen anzuerkennen und für sie sprachliche Ausdrücke zu finden. ("SWR")
Die Hauptfigur des Romans ist die Sprache. Ich bin unendlich beindruckt, wie Judith Zander die deutsche Sprache orchestriert. ("SWR")
Judith Zander verfügt über einen außergewöhnlichen sprachlichen Variationsreichtum. ("BR2")
Judith Zander formuliert präzise und bildhaft, Begriffe finden sich in neuen Kontexten, einzelne Worte bekommen andere Zusammenhänge, werden neu sortiert. ("WDR 5")
Auch eine Rarität: Eine so einsame Romanfigur, die ihr Leben so unspektakulär, aber doch entschieden in die Hand nimmt. Kein Erziehungsroman, keine Hilfe außer der Sprache. ("Frankfurter Rundschau")

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Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2020

Verlag

dtv

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

21,6/14,1/4 cm

Gewicht

698 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002253639

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Tumblingerstraße 21|80337|München|DE
produktsicherheit@dtv.de

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Die vierzigjährige Mecklenburg…

MaWiOr aus Halle am 28.09.2020

Bewertungsnummer: 2732728

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die vierzigjährige Mecklenburgerin Judith Zander, in Anklam geboren, wurde für ihre Werke schon mehrfach ausgezeichnet. Nun legte sie mit „Johnny Ohneland“ einen neuen Roman vor. Es ist die Geschichte von Joana, die aber kein Mädchen sein will. Sie nennt sich einfach Johnny. Zwischen den Geschlechterfronten kommt sich Johnny ziemlich einsam vor, dabei will sie aber nicht am Rand der Gesellschaft leben. Eine einschneidende Erfahrung in ihrer Jugend war das plötzliche Verschwinden der Mut-ter über Nacht, die noch 1988 die DDR in Richtung verlassen hatte. War es eine Reaktion auf die Verweigerung der Mädchenrolle der Tochter? Die Autorin erzählt von der Belastung und vom Glück der Nichteindeutigen, wobei sich viele Passagen wie Selbstgespräche lesen. Das Buch einer Identitätssuche ist eine Empfehlung für alle, die sich mit dem Thema Bisexualität vertraut machen wollen.

Die vierzigjährige Mecklenburg…

MaWiOr aus Halle am 28.09.2020
Bewertungsnummer: 2732728
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die vierzigjährige Mecklenburgerin Judith Zander, in Anklam geboren, wurde für ihre Werke schon mehrfach ausgezeichnet. Nun legte sie mit „Johnny Ohneland“ einen neuen Roman vor. Es ist die Geschichte von Joana, die aber kein Mädchen sein will. Sie nennt sich einfach Johnny. Zwischen den Geschlechterfronten kommt sich Johnny ziemlich einsam vor, dabei will sie aber nicht am Rand der Gesellschaft leben. Eine einschneidende Erfahrung in ihrer Jugend war das plötzliche Verschwinden der Mut-ter über Nacht, die noch 1988 die DDR in Richtung verlassen hatte. War es eine Reaktion auf die Verweigerung der Mädchenrolle der Tochter? Die Autorin erzählt von der Belastung und vom Glück der Nichteindeutigen, wobei sich viele Passagen wie Selbstgespräche lesen. Das Buch einer Identitätssuche ist eine Empfehlung für alle, die sich mit dem Thema Bisexualität vertraut machen wollen.

Ein Narrativ als Selbstgespräc…

Bories vom Berg aus München am 12.10.2020

Bewertungsnummer: 2733210

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Narrativ als Selbstgespräch Nach zehn Jahren hat Judith Zander mit «Johnny Ohneland» kürzlich ihren zweiten Roman veröffentlicht, ein Werk, das in vielerlei Hinsicht überrascht. Da ist zunächst der Vorname im Titel, der sich als angenommener Name eines Mädchens mit dem schönen Namen Joana erweist, der Nachname Ohneland spielt auf den unglücklichen Bruder von Richard Löwenherz an. Das Mädel hat schon früh ihre Weiblichkeit durch diesen Vornamen zu verdrängen versucht, für alle ist sie nur noch Johnny, es geht folglich um die Gender-Problematik als zentralem Thema. Ungewöhnlich ist neben dem, ‹was› erzählt wird, aber auch, ‹wie› erzählt wird, denn die Geschichte ist bis auf wenige Seiten am Schluss komplett in Du-Form erzählt. Johnny spricht also im Präteritum zu sich selbst, in einem endlosen inneren Monolog. An diesen zunächst irritierenden Erzählstil gewöhnt man sich allmählich als Leser, was aber nicht darüber hinweghilft, dass die auf diese Art entstehenden, komplizierten und zuweilen stilblütenverdächtigen Satzgebilde den Lesefluss oft erheblich stören. Weiter im Du-Ton: Von früh an, schon im Kindergarten, führst du ein Außenseiter-Dasein. Du bist extrem introvertiert, zudem äußerst kontaktscheu und folglich immer allein, sieht man mal von deinem zwei Jahre jüngeren Bruder Charlie ab, mit dem du dich meistens gut verstehst. Ihr werdet oft für Zwillinge gehalten, so sehr gleicht ihr euch äußerlich, besonders seit du deine Haare jungenhaft kurz geschnitten hast und dir nur noch knabenhafte Klamotten anziehst. In diesem typischen Entwicklungsroman bist du ein unangepasstes Mädchen auf der Suche nach deinem wahren Ich, deine Lieblingsbeschäftigung ist Nachdenken, hast du erkannt. Du kommst aus einer namenlosen Kleinstadt in MeckPom, dein Vater ist Bäcker, deine Mutter arbeitet in einem Blumenladen, eine bildungsferne Herkunft mithin. Orte der Handlung sind neben der pommerschen Provinz auch Finnland, wo du in Helsinki studiert hast, außerdem Australien, dort hast du nach dem Studium deinen ersten Arbeitsplatz am Goethe-Institut von Sydney gefunden. Vom Kindergarten angefangen über Grundschule, Gymnasium und Studium ist dein Leben von den Schwierigkeiten deiner Selbstfindung bestimmt gewesen, geradezu analytisch schilderst du als Protagonistin dein Seelenleben in allen Details. Eine Zäsur stellte dabei das plötzliche Verschwinden deiner Mutter dar, die der Familie in einen Zettel auf dem Küchentisch lapidar mitgeteilt hat, dass sie ein neues Leben ohne euch begonnen habe, sie würde nie mehr zurückkommen, und ihr sollt nicht nachforschen. Nach deiner Entjungferung, durch ein maskulines Wesen immerhin, wirst du geradezu magisch zum eigenen Geschlecht hingezogen, mehr als Herumknutschen findet dabei aber nie statt. Zwischendurch hast du dann sogar noch den einen oder anderen Lover, als One-Night-Stand, nie für länger. Bis du am Ende deines Australien-Aufenthalts schließlich doch noch mit einer Frau intim wirst, - was dich dann aber auch nicht recht überzeugen kann. Jedenfalls, wird dir da endlich klar, bist du ja tatsächlich bisexuell, du sitzt quasi zwischen den Stühlen! Diese Geschichte, die eher einer Meditation gleicht, ist mit Intertextualität üppig angereichert, im Anhang sind fast hundert Quellen benannt. Außerdem finden sich unzählige Redensarten, Sprüche, Zitate und Songtexte, viele auf Englisch. In klugen Selbstreflexionen werden metaphernreich Johnnys Seelenleben, ihre genderspezifischen Probleme und manch anderes Ungemach in der Welt beleuchtet. Beste, aber leider einzige amüsante Episode ist ein Discobesuch, bei dem der DJ gnadenlos die Tanzfläche leer fegt, indem er plötzlich, zur Ankurbelung des Getränkekonsums, nur noch öde Schnulzen auflegt. Zweifellos ist die Sprache das erfreulichste Merkmal dieses Narrativs, ein wortmächtiger, sehr spezifischer Stil. Dabei wird allerdings selbstverliebt oft weit über das Ziel hinausgeschossen, was den Text gewaltig aufbläht, weniger wäre hier mehr gewesen!

Ein Narrativ als Selbstgespräc…

Bories vom Berg aus München am 12.10.2020
Bewertungsnummer: 2733210
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Narrativ als Selbstgespräch Nach zehn Jahren hat Judith Zander mit «Johnny Ohneland» kürzlich ihren zweiten Roman veröffentlicht, ein Werk, das in vielerlei Hinsicht überrascht. Da ist zunächst der Vorname im Titel, der sich als angenommener Name eines Mädchens mit dem schönen Namen Joana erweist, der Nachname Ohneland spielt auf den unglücklichen Bruder von Richard Löwenherz an. Das Mädel hat schon früh ihre Weiblichkeit durch diesen Vornamen zu verdrängen versucht, für alle ist sie nur noch Johnny, es geht folglich um die Gender-Problematik als zentralem Thema. Ungewöhnlich ist neben dem, ‹was› erzählt wird, aber auch, ‹wie› erzählt wird, denn die Geschichte ist bis auf wenige Seiten am Schluss komplett in Du-Form erzählt. Johnny spricht also im Präteritum zu sich selbst, in einem endlosen inneren Monolog. An diesen zunächst irritierenden Erzählstil gewöhnt man sich allmählich als Leser, was aber nicht darüber hinweghilft, dass die auf diese Art entstehenden, komplizierten und zuweilen stilblütenverdächtigen Satzgebilde den Lesefluss oft erheblich stören. Weiter im Du-Ton: Von früh an, schon im Kindergarten, führst du ein Außenseiter-Dasein. Du bist extrem introvertiert, zudem äußerst kontaktscheu und folglich immer allein, sieht man mal von deinem zwei Jahre jüngeren Bruder Charlie ab, mit dem du dich meistens gut verstehst. Ihr werdet oft für Zwillinge gehalten, so sehr gleicht ihr euch äußerlich, besonders seit du deine Haare jungenhaft kurz geschnitten hast und dir nur noch knabenhafte Klamotten anziehst. In diesem typischen Entwicklungsroman bist du ein unangepasstes Mädchen auf der Suche nach deinem wahren Ich, deine Lieblingsbeschäftigung ist Nachdenken, hast du erkannt. Du kommst aus einer namenlosen Kleinstadt in MeckPom, dein Vater ist Bäcker, deine Mutter arbeitet in einem Blumenladen, eine bildungsferne Herkunft mithin. Orte der Handlung sind neben der pommerschen Provinz auch Finnland, wo du in Helsinki studiert hast, außerdem Australien, dort hast du nach dem Studium deinen ersten Arbeitsplatz am Goethe-Institut von Sydney gefunden. Vom Kindergarten angefangen über Grundschule, Gymnasium und Studium ist dein Leben von den Schwierigkeiten deiner Selbstfindung bestimmt gewesen, geradezu analytisch schilderst du als Protagonistin dein Seelenleben in allen Details. Eine Zäsur stellte dabei das plötzliche Verschwinden deiner Mutter dar, die der Familie in einen Zettel auf dem Küchentisch lapidar mitgeteilt hat, dass sie ein neues Leben ohne euch begonnen habe, sie würde nie mehr zurückkommen, und ihr sollt nicht nachforschen. Nach deiner Entjungferung, durch ein maskulines Wesen immerhin, wirst du geradezu magisch zum eigenen Geschlecht hingezogen, mehr als Herumknutschen findet dabei aber nie statt. Zwischendurch hast du dann sogar noch den einen oder anderen Lover, als One-Night-Stand, nie für länger. Bis du am Ende deines Australien-Aufenthalts schließlich doch noch mit einer Frau intim wirst, - was dich dann aber auch nicht recht überzeugen kann. Jedenfalls, wird dir da endlich klar, bist du ja tatsächlich bisexuell, du sitzt quasi zwischen den Stühlen! Diese Geschichte, die eher einer Meditation gleicht, ist mit Intertextualität üppig angereichert, im Anhang sind fast hundert Quellen benannt. Außerdem finden sich unzählige Redensarten, Sprüche, Zitate und Songtexte, viele auf Englisch. In klugen Selbstreflexionen werden metaphernreich Johnnys Seelenleben, ihre genderspezifischen Probleme und manch anderes Ungemach in der Welt beleuchtet. Beste, aber leider einzige amüsante Episode ist ein Discobesuch, bei dem der DJ gnadenlos die Tanzfläche leer fegt, indem er plötzlich, zur Ankurbelung des Getränkekonsums, nur noch öde Schnulzen auflegt. Zweifellos ist die Sprache das erfreulichste Merkmal dieses Narrativs, ein wortmächtiger, sehr spezifischer Stil. Dabei wird allerdings selbstverliebt oft weit über das Ziel hinausgeschossen, was den Text gewaltig aufbläht, weniger wäre hier mehr gewesen!

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