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Herzflut | Emotionaler Roman über Liebe und Angst vor Nähe

18

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

22494

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.06.2026

Verlag

Pola

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,5/13,4/3,9 cm

Gewicht

522 g

Farbe

Beige / Bordeaux

Auflage

1. Auflage 2026

Originaltitel

Overspill

Übersetzt von

Wiebke Pilz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0054-7

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

22494

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.06.2026

Verlag

Pola

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,5/13,4/3,9 cm

Gewicht

522 g

Farbe

Beige / Bordeaux

Auflage

1. Auflage 2026

Originaltitel

Overspill

Übersetzt von

Wiebke Pilz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0054-7

Herstelleradresse

Pola
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

Email: vertrieb@luebbe.de

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  • Bewertung

    5/5

    29.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Kein leichtes Thema aber sehr gut umgesetzt

    Der Roman ist zugegebenermaßen keine leichte Lektüre. Die Triggerwarnungen sind hier absolut berechtigt, da das Buch Themen wie Missbrauch und dessen Folgen offen und nicht verschönert aufgreift. Gleichzeitig behandelt die Autorin viele Aspekte, die auch heute noch häufig tabuisiert werden. Zu Beginn habe ich mir selbst die Frage gestellt: Kann eine Beziehung zunächst ohne körperliche Nähe und Intimität funktionieren? Wie viel Geduld, Verständnis und Rücksicht muss ein Partner oder eine Partnerin aufbringen, wenn erlebte Traumata Nähe erschweren? Genau diese Fragen greift das Buch auf eine sehr sensible und nachdenkliche Weise auf. Besonders beeindruckt hat mich, wie direkt und dennoch vorsichtig einfühlsam die Autorin diese schwierigen Themen erzählt. Hinter der Handlung verbirgt sich eine große psychologische Tiefe, die sich nicht immer sofort erschließt. Es handelt sich daher nicht um einen klassischen Roman, sondern vielmehr um ein Buch, das zum Nachdenken und Auseinandersetzen einlädt. Ich musste in das Buch zunächst etwas reinkommen, dennoch hat mich die Geschichte zunehmend gefesselt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie leicht Unausgesprochenes zu Missverständnissen, Zurückweisung und Distanz führen kann. Gleichzeitig wird deutlich, dass manche Traumata Zeit, Verständnis und Geduld benötigen, um heilen zu können. Für mich gelingt es der Autorin, Tabus zu durchbrechen und schwierigen Themen eine Stimme zu geben. Ich empfehle dieses Buch allen, die vor der Konfrontation mit Missbrauch nicht zurückschrecken und eine Person auf ihrem Weg begleiten möchten, sich selbst wiederzufinden.

  • Ela

    4/5

    03.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ein psychologisch kluger Roman über Traumata und Beziehungen

    "Herzflut" von Charlotte Paradise ist ein Buch, das besonders ist und sich nur schwer kategorisieren lässt. Es handelt von Liebe, von Schmerz, von einem ersten "Sich-näher-kommen", obwohl der Weg zueinander von Mauern gesäumt ist. Es geht um tiefe emotionale Narben, um sexuelle und psychische Gewalt und könnte daher für manche Menschen triggernd wiken - das möchte ich gleich zu Beginn betonen. Aber nun zunächst einmal zum groben Inhalt: Die 25-jährige Sara musste in ihrem Leben einiges mitmachen, was ihr Vertrauen in Menschen -und insbesondere Männer- nachhalti geschädigt hat. Mithilfe eines Therapeuten (später einer Therapeutin) versucht sie zu rekonstruieren, was genau mit ihr geschehen ist, denn so ganz kann sie sich so manche Traumasymptome nicht erklären. Sie leider unter Alpträumen, Flashbacks, Pamikattacken, einer riesengroßen Angst vor körperlicher Nähe, Ekel vor ihrem eigenen Körper und fühlt sich stets als Außenseiterin. Während ihrer Arbeit an sich selbst verliebt sie sich in Miles - der ihr viel Zeit und Geduld entgegenbringt. So entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden, in der sich nach und nach mehr Nähe auifbaut, in der jedoch zugleich auch die inneren Wunden der Protagonist*innen immer weiter aufreißen. Mich konnte der Roman sehr packen und mitnehmen, ich konnte mitfühlen und mitleiden, konnte mal die Hoffnungslosigkeit, mal die zarte Zuversicht der beiden Hauptfiguren nachempfinden. Die Autorin beschreibt Situationen und Gefühlswelten sehr explizit, detailliert und ohne Tabus, die Sprache ist ungeschönt und schonungslos - dessen sollte man sich vor der Lektüre bewusst sein, gerade, wenn man selbst von einem oder mehreren der oben genannten Themen betroffen ist. Der Roman lebt weniger von einer spannenden, abwechslungsreichen Handlung als viel mehr von der sich verändernden Beziehungsdynamik zwischen Sara und Miles und den innerpsyhischen Vorgängen der beiden. . Mir hat der Handlungsfaden des Romans gut gefallen. Es verläuft nicht alles so unkomplziert und leicht, wie zunächst angedeutet. Die Protagonist*innen setzen große Hoffnungen in ihre Beziehung und schmieden jede Menge Pläne, scheitern jedoch immer wieder an eigenen Ängsten und Erwartungen. Und dennoch nehmen auch die Themen innere Heilung, Hoffnung und zwischenmenschliche Verbindung im Laufe der Geschichte immer mehr Raum ein. Sara muss sich mitten durch ihren tiefsten Schmerz hindruch kämpfen, wird dafür jedoch mit immer mehr Momenten der Selbstakzeptanz und diversen Fortschritten belohnt. Mehr möchte ich gar nicht verraten. Einen Extrapluspunkt gebe ich dafür, dass die Autorin ganz selbstverständlich Lebenswelten abseits der Heteronormativität abbildet. Paare sind queer, Feminismus spielt eine Rolle und Geschlechterrollen werden hinterfragt. Sara lebt zudem vegan und betrachtet die Ausbeutung fühlender Lebewesen sehr kritisch - auch das empfinde ich als gute Idee der Autorin, um ihre Leserschaft eventuell zum Nachdenken über gängige Werte und Normen anzuregen. Von mir gibt's eine klare Empfehlung!

  • meerblick

    4/5

    01.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    ein langer, schwerer Weg

    Sara ist eine junge Frau, Mitte zwanzig, die sich nach Nähe und Geborgenheit sehnt. Gleichzeitig verursachen jegliche Art von Annäherung durch Berührungen bei ihr Panikattacken, die von schweren körperlichen Beeinträchtigungen begleitet werden. Tiefgreifende therapeutische Gespräche zeigen zunächst wenig Wirkung, suchen nach Ursachen, die diese posttraumatische Belastungsstörung hervorgerufen haben, um gezielt positiven Einfluss auf ambivalente Gedanken mit selbstzerstörender Wirkung nehmen zu können. Als sie eines Tages Miles kennenlernt, scheint sein rücksichtsvoller Charakter, sein vorsichtiges Verhalten ihr gegenüber, einen Weg in die psychische Normalität für Sara zu ebenen. Doch wie lang und vor allem schmerzlich dieser Gang ist und welche Belastung er für alle Beteiligten mit sich bringt, zeigt die stets vorhandene Ungewissheit darüber, was gerade geschehen darf oder wo heute ein absolutes Tabu existiert, was gestern noch möglich war. Charlotte Paradise legt mit ‘Herzflut‘ ihren ersten Roman vor, der verkraftet werden muss. Schwerwiegende Themen können triggern, worauf im Buch ausdrücklich hingewiesen wird. Die intensive Auseinandersetzung der Autorin mit einer scheinbar lebenslustigen Mitzwanzigerin, die von jetzt auf gleich durch Gerüche, Worte, Bilder, Geräusche in einen Zustand hilfloser Furcht versetzt werden kann, erfolgt schonungslos authentisch. Sie benennt Ursachen von Verletzungen der Gefühle und deren Auswirkungen auf uns Menschen, die ein Leben unbarmherzig bestimmen können. Eine angestrebte Verhaltensnormalität, so schreibt sie, ist dabei weniger durch Verdrängung als durch Verstehen und Erkennen erreichbar.

  • Maria Katharina

    4/5

    29.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Herzflut - zwischen Selbstliebe und Heilung

    Sara und Miles lernen sich auf einer Party kennen. Schon nach wenigen Minuten fühlt sich Sara zu Miles so hingezogen wie zu sonst niemanden. Und obwohl sich Sara schwer tut, Bindungen mit Männern aufzubauen, hat sie dieses Mal das Gefühl, mit Miles könnte es leichter werden. Sie fühlt sich verstanden von ihm. Er fühlt sich ebenfalls von ihr verstanden. Sie denken, gemeinsam können sie es dieses Mal schaffen. Schaffen, an eine Beziehung zu glauben. Doch diese Beziehung ist anders, denn Sara kann kaum körperliche Nähe zulassen. Jede Berührung ist eine Herausforderung für sie. Miles akzeptiert dies und sie kommunizieren offen und ehrlich, was sie wollen und wo ihre Grenzen sind. Nach drei Monaten können sie sich endlich berühren. Händchen halten und irgendwann kam auch der erste Kuss. Doch beide wollten mehr. Doch geht mehr auch? Was bedeutet MEHR, wenn MEHR sich wie eine Gefahr, wie ein schleichender Tod anfühlt? Und wenn die Heilung Zeit braucht, wie findet man dann zueinander? Können Sara und Miles so lange warten und aufeinander Rücksicht nehmen, dass diese Beziehung Bestand hat? Charlotte Paradise hat einen Roman über Liebe und Wut, über Angst und Verzweiflung, über Nähe und Sehnsucht und über Mut und Verantwortung geschrieben. Kein klassischer Liebesroman, sondern ein Roman, der Tabuthemen beschreibt. Es werden sämtliche Tabuthemen thematisiert. Ob es über eine Stressreaktion ist, die Sara Bauchschmerzen und Übelkeit versuchen bzw. zu Darmproblemen führt. Ob es der weibliche Körper an sich ist oder ob es die Periode ist. Die Themen werden alle sehr liebevoll und mit viel Respekt beschrieben. Sara machte eine bzw. die schwierigste Zeit in ihrem Leben durch. Sie versteht mit Hilfe ihrer Therapeuten, warum sie diese körperliche Nähe nicht zulassen kann. Warum sie all diese Dämonen in ihrem Kopf hat. Und warum sie auch oftmals nicht länger leben möchte. Suizidale Gedanken gehören zu dem Buch genau so dazu, wie die Erregung des weiblichen Körpers. Für mich war das Buch gerade auch zum Anfang sehr schwer. Die anfangenden Sätze, die jedoch nicht beendet werden - der Leser weiß oftmals nicht sofort, was die Autorin einem damit sagen will. Man tut sich schwer, die Zusammenhänge und die Zerrissenheit von Sara und Miles zu verstehen. Umso mehr man sich jedoch zum Ende des Buches durcharbeitet, umso klarer werden diese Gedanken. Sowohl von Miles und Sara, als auch von dem Leser. Erst da kann er so richtig begreifen, wie schwer die seelische Belastung von Sara sein muss. Erst da begreift auch der Leser, wie tief dieses Buch geht. Was Sara in ihren jungen Jahren bereits erfahren ist, wünscht man niemanden. Sie hat aber alles verdrängt. Als sie nach und nach die Themen gemeinsam mit ihren Therapeuten bespricht und aufarbeitet, kommt immer mehr Wahrheit ans Licht. Ein thematisch schweres Buch, das aber mit sehr viel Respekt, Liebe und Fürsorge geschrieben wurde. Die Themen werden so liebevoll beschrieben und aufgearbeitet, dass es für den Leser eine geradezu „leichte“ Lektüre ist. Ein wichtiges Buch mit Tiefgang und wichtigen Themen.

  • Anna

    4/5

    29.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Liebe und Trauma

    "Herzflut" von Charlotte Paradise ist ein Buch, das emotional ziemlich hart trifft. Es ist eine Geschichte über Liebe, Trauma, psychische Belastungen und die schwierige Frage, was passiert, wenn zwei Menschen sich eigentlich lieben, aber beide mit ihren eigenen Verletzungen kämpfen. Dieses Buch bringt die Bedeutung von „richtige Person, falscher Zeitpunkt“ näher und zeigt gleichzeitig, wie traurig und kompliziert dieser Gedanke sein kann. Die Autorin schreibt unglaublich intensiv und schafft es, Gefühle sehr roh und ehrlich darzustellen. Besonders die Darstellung von Intimität hat mir gefallen: Die Geschichte zeigt Nähe nicht nur durch große romantische Momente, sondern durch kleine Berührungen, Vertrauen und Verletzlichkeit. In einer Zeit, in der viele Beziehungen sehr oberflächlich wirken, fühlt sich diese Art von emotionaler Tiefe besonders erfrischend an. Sara leidet an PTBS und ist eine Figur, deren Schmerz sehr spürbar ist. Ihre Probleme mit ihrem Körper, Nähe und Vertrauen werden eindringlich beschrieben und machen ihre Entwicklung schwer, aber auch berührend. Als sie Miles kennenlernt, tragen beide ihre eigenen Schwierigkeiten mit sich herum und müssen lernen, damit umzugehen. Ein großer Pluspunkt ist, dass das Buch auch die psychische Gesundheit von Männern thematisiert und zeigt, dass beide Seiten in einer Beziehung mit eigenen Problemen kämpfen können. Gleichzeitig gab es einige Stellen, die für mich etwas übertrieben, unangenehm oder zu plakativ wirkten. Auch manche Nebenfiguren und Diskussionen rund um Feminismus oder persönliche Überzeugungen waren für mich etwas zu einseitig dargestellt. Etwas zwiegespalten war ich bei der Auflösung von Saras Trauma. Die Darstellung ihrer Gefühle und Symptome war stark, aber ich hätte mir gewünscht, dass komplexes Trauma noch etwas breiter betrachtet wird. Trotz dieser Kritikpunkte ist "Herzflut" ein beeindruckend geschriebenes Debüt. Es ist kein leichtes Buch und sollte unbedingt mit Blick auf die Triggerwarnungen gelesen werden.

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