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Herzflut | Emotionaler Roman über Liebe und Angst vor Nähe

31

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.06.2026

Verlag

Pola

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,5/13,4/3,9 cm

Gewicht

526 g

Farbe

Beige / Bordeaux

Auflage

1. Auflage 2026

Originaltitel

Overspill

Übersetzt von

Wiebke Pilz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0054-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.06.2026

Verlag

Pola

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,5/13,4/3,9 cm

Gewicht

526 g

Farbe

Beige / Bordeaux

Auflage

1. Auflage 2026

Originaltitel

Overspill

Übersetzt von

Wiebke Pilz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0054-7

Herstelleradresse

Pola
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

Email: vertrieb@luebbe.de

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  • Bewertung

    aus Schönkirchen

    5/5

    04.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Authentisch, aufreibend und echt

    »Herzflut« hat mich direkt auf den ersten Seiten für sich eingenommen. Ich liebe den Schreibstil, der so klar und echt ist, weil er genau das widerspiegelt, wie sie Protagonistin sich fühlt. Ihre Unsicherheit und auch ihre Angst ist durch den Schreibstil maximal spürbar und auch wenn es manchmal sehr intensiv dadurch wurde, hat mich genau diese Art zu Schreiben durch das Buch getragen. Stück für Stück deckt Sara auf, warum sie keine Nähe zulassen kann, warum ihr Se*uelles schwerfällt und warum sie sich Miles nicht so öffnen kann, wie sie gerne würde. Ich liebe, wie Miles auf all das reagiert, liebe, wie er ihr immer wieder Raum gibt und vor allem die Kontrolle gibt, die sie braucht. Aber ich liebe auch, wie Sara hier ganz allein den Weg zur Verarbeitung und Heilung finden muss. Es gibt immer wieder Ausschnitte aus ihren Therapiestunden und diese finde ich immer besonders interessant. Insgesamt mag ich Saras Entwicklung sehr, vor allem weil sie durch den Schreibstil so nahbar und authentisch wirkt, aber gleichzeitig ihre Angst immer präsent ist. Ich habe dieses Buch unglaublich gern gelesen, auch wenn es an vielen Stellen nicht immer leicht ist. Aber dafür fühlte es sich für mich wirklich maximal authentisch an, wie sich Angst anfühlen kann.

  • Jürg K.

    5/5

    20.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr empfehlenswertes Buch

    Saras Geschichte hat mich sehr berührt, weil sie eine Form von Nähe beschreibt, die nicht laut ist, nicht selbstverständlich, nicht filmreif – sondern fragil, tastend, mutig. Doch hinter ihrer Coolness verbirgt sich eine Angst vor körperlicher Nähe, die jede Berührung zur Herausforderung macht. Jede Annäherung ist ein Risiko, jede Berührung ein Prüfstein. Und trotzdem wünscht sie sich Nähe nur eben eine, die nicht über sie hinweggeht. Miles ist in diesem Roman die Art von Mensch, die selten vorkommt, geduldig, präsent, nicht getrieben von Ungeduld oder Besitzdenken. Dass er drei Monate lang keine Berührung fordert, sondern einfach bleibt, schafft einen Raum, der fast heilig wirkt. Zwischen ihnen wächst etwas, das tiefer ist als körperliche Intimität. Ein Vertrauen, das sich nicht erzwingen lässt, sondern langsam entsteht, wie ein Licht, das sich an die Dunkelheit gewöhnt. Was mich besonders bewegt, ist die Frage, die über allem schwebt. Wie baut man eine Beziehung, wenn der eigene Körper Alarm schlägt, obwohl das Herz sich öffnet? Der Roman zeigt, dass Heilung kein gerader Weg ist, sondern ein vorsichtiges Vorantasten. Dass Nähe nicht nur aus Haut besteht, sondern aus Blicken, Worten, Zeit. Und dass Liebe manchmal bedeutet, nicht zu drängen, sondern auszuhalten. Am Ende bleibt das Gefühl, dass zwei Menschen einander finden können, selbst wenn die Vergangenheit Narben hinterlassen hat, solange sie bereit sind, langsam zu gehen, Schritt für Schritt, ohne Angst vor der Stille.

  • nessabo

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    17.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    So etwas habe ich noch nie gelesen!

    Ich möchte dieses Buch in den höchsten Tönen loben, weil ich befürchte, dass es unter dem Radar fliegen wird und eventuell auch sprachlich Hindernisse stellt. Das Werk ist langsam, ungeschönt und so dermaßen ehrlich, dass ich einfach sagen muss: So etwas habe ich noch nie gelesen. Und selten waren TW im Buch so relevant wie hier! Ich habe fast ein Viertel des Romans gebraucht, um so richtig reinzukommen. Die Sprache von Charlotte Paradise ist nüchtern und zugleich manchmal poetisch. Ich habe in der Regel ein Problem mit Poesie, wenn sie nur als rein sprachliches Stilmittel eingesetzt wird. Hier dient sie allerdings der Abschwächung des behandelten Traumas und als ich das verstanden hatte, war es für mich auch mehr als in Ordnung. Sara war mir eine ganze Weile lang recht fremd. Ich fand die Thematisierung von Vaginismus im Kontext einer sich entwickelnden Beziehung so wichtig und spannend. Die Autorin nimmt uns tief mit rein in die Konflikte, Bedürfnisse und Retraumatisierungen ihrer Figuren. So langsam konnte ich dann auch verstehen, dass Sara etwas Schlimmes widerfahren sein muss und sie mir deshalb so verschlossen vorkam - sie ist es für ihre Mit-Figuren ebenso wie für uns Leser*innen. Großartig, wenn auch herausfordernd geschrieben. Miles ist eher eine Nebenfigur und mit der Wahl bin ich persönlich zufrieden. Wir bekommen dennoch genügend seiner Gedanken mit und ich finde ihn bis zum Schluss fantastisch geschrieben. Er entzieht sich einer klaren Bewertung, hat positive wie negative Seiten, verhält sich mal mehr und mal weniger nachvollziehbar - so wie eben alle Menschen. Vor der Figurenzeichnung kann ich einfach nur meinen Hut ziehen, unglaublich talentiert ist die Autorin an dieser Stelle. Sie weigert sich, einfache und leicht einzuordnende Charaktere zu schreiben. Das ist anstrengend, aber unglaublich lebensnah. Die Entwicklung der Beziehung, die Therapiearbeit Saras und alles, was sie am Ende noch über ihr Trauma erfährt (und was auch nicht) hat mich bewegt und extrem erschüttert. Ich verweise nochmal auf die TW, die sollten unbedingt ernst genommen werden. Charlotte Paradise ist zwar nicht voyeuristisch unterwegs und schwächt Formulierungen geschickt ab, aber es ist und bleibt markerschütternd. Ein Werk, das viel mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte. Es entfaltet seine Kraft auf ganz stille Art und braucht anfangs eine Weile, um Nähe zuzulassen. Damit geht es eine dem zentralen Paar ähnliche Beziehung mit uns Lesenden ein und ich verbleibe absolut begeistert - so unpassend mir diese Formulierung bei einer solchen Geschichte auch erscheint. Wenn ihr ehrliche Bücher über traumatisierte Figuren und deren Beziehungen sucht, ohne dass die Protagonistin dabei auf ihr Trauma reduziert wird, dann gebt dem Buch unbedingt eine Chance. 4,5 ⭐️

  • Jennifer

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    13.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Kann man Traumata überwinden?

    Sara ist Mitte 20 und auf dem Weg sich selbst zu heilen. Sie will Miles lieben, aber frühkindlicher Missbrauch und eine toxische Beziehung haben sie innerlich kaputt gemacht. Ungeschönt und verletzlich zeigt sich die Hauptprotagonistin dem Leser. Letzterer muss Saras traumatischen Erlebnissen und Schilderungen allerdings auch gewachsen sein. In diesem Buch ist die Triggerwarnung wirklich angebracht. Inhaltlich taumelt Sara stets zwischen dunkler Vergangenheit und brüchiger Wirklichkeit. Therapie, Selbstliebe und Liebe sind die beherrschenden Themen. Bis zum Schluss habe ich mit Sara mitgelitten und mich über jeden noch so kleinen Fortschritt gefreut. Die Aufarbeitung ihrer Traumata ist eine Lebensaufgabe. Doch wie fühlt sich echtes Leben überhaupt an? FAZIT Charlotte Paradises Erstling behandelt ein hochemotionales Thema frappierend authentisch und im Spiegel der heutigen jungen Erwachsenen. Genau die richtige Lektüre für Frauen in den 20ern.

  • Adele

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    11.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Suche nach Nähe und Überwindung von Traumata: Feministisch, klug, mitfühlend

    Sara ist Mitte 20, auf den ersten Blick aufgeschlossen und lebensfroh. Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich eine junge Frau, die in ihrem Leben Furchtbares erlebt hat,  und es dennoch kaum fassen kann. Es ist ihr stilles Bedürfnis nach Einsamkeit, dem Verlieren in Wut und Selbstverletzung und nicht zuletzt ihr gestörtes und zerstörtes Verhältnis zur Sexualität und ihrer Vagina in denen sich ihr wahres Befinden immer wieder auszudrücken versucht. In diesem Zustand lernt sie über Freunde den unkomplizierten Miles kennen, zu dem sie sofort eine Nähe verspürt, die sie jedoch angesichts ihrer Beschwerden und Traumata gleichzeitig kaum ertragen kann. Und so beginnt ein Kennenlernen und Lieben zwischen Nähe und Distanz, dem man sich nach wenigen Seiten kaum Entziehen kann. Es ist unglaublich einnehmend Sara und Miles bei ihrem gegenseitigen Entdecken, Austesten, Scheitern und Neuversuch und letztlich Lieben zu begleiten, ein Tanz und Austarieren von Nähe und Distanz bei dem sicht- und fühlbar, trotz aller Hürden etwas Wundervolles zwischen zwei Menschen entsteht. Obwohl hier neben der Überwindung von Traumata, eine Liebesgeschichte im Zentrum steht, wird der Roman nie kitschig, dafür schreibt Paradise immer lebensnah, voller Mitgefühl für ihre Protagonistinnen. Neben der Liebesgeschichte, und vielleicht noch zentraler, steht Saras lange nicht wirklich greifbares Trauma und dessen Überwindung im Mittelpunkt der Erzählung. Mich hat Saras Weg und die lebensnahe, unmittelbare und ungeschönte Erzählung davon sehr berührt: Wut, Scham, Entsetzen, Ungläubigkeit, Frust etc. werden in jeder Zeile spürbar. Ob die große Liebe zwischen Sara und Miles das Trauma stemmen kann? Wie bearbeitet und (über)lebt man schwere Traumata? Für Antworten auf diese Fragen und viel mehr, unbedingt diesen tollen, klugen, feministischen Roman lesen!

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    S. Ordemann

    Thalia Bonn

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    "Ich wollte mich schütteln, aber der Löwe war noch nicht weg."

    Dieser Roman lässt mich sprachlos zurück und dennoch habe ich zugleich so unglaublich viel zu sagen. Ich musste mehrfach das Buch zuschlagen, während ich darüber nachdachte, wie es möglich ist, dass Charlotte Paradise mir so aus der Seele spricht. Ich denke viele Frauen fühlen sich ähnlich, wenn sie dieses Buch lesen. Sara ist inmitten ihrer Zwanziger. Nachdem ihre letzte Beziehung geendet ist, sehnt sie sich nun wieder nach Nähe. Gleichzeitig plagt sie jedoch eine panische Angst vor Berührung und Intimität, was ihr Leben nicht gerade erleichtert. Im Versuch sich ihren Ängsten zu stellen und eine gesunde Bindung einzugehen, entschlüsselt sie immer mehr Aspekte ihrer Vergangenheit. Saras Trauma spielt neben ihr definitiv die Protagonistin der Geschichte. Ihr Körper hat viel verdrängt und die Erinnerungen kommen erst nach und nach wieder zu ihr zurück. Charlotte Paradise zeigt hier auf brutale Art, wie es ist, den Boden unter den Füßen weggezogen zu bekommen und sich mit einer neuen Lebensrealität anfreunden zu müssen. Wie fühlt es sich an, wenn eine denkt sie käme mit den Erlebnissen ihrer Vergangenheit zurecht und auf einmal bricht alles zusammen? Auf einmal wird klar, dass sie ihr Leben wohl doch nicht einfach weiterführen kann. Und das alles nur, weil ein Mann seine Lust und seine Macht nicht kontrollieren WOLLTE. Während Sara versucht mit ihren Erinnerungen klarzukommen, steigen ihr die Schuldgefühle immer wieder zu Kopf. “Weil sie es nicht wahrhaben wollte, konnte sie nicht richtig sehen, kam sich aber trotzdem wie eine Lügnerin vor, so als würde sie etwas verheimlichen. Außerdem fühlte sie sich schwach, weil sie in der Nacht nicht einfach weggerannt war und die Beziehung sogar weiterführte.” “Herzflut” könnte ein Retelling der Leben so vieler Frauen sein. Die Autorin schrieb einen fiktionalen Roman und gleichzeitig auch in Teilen unser aller Biografien. Sie zaubert mit ihren Worten und hat dabei etwas erschaffen, das sich nur als literarische Kunst beschreiben lässt. Saras Panik, ihre Gedanken, ihr komplexer Spagat zwischen dem Verlangen nach Intimität und der Blockade, die genau dadurch hervorgerufen wird; all das arbeitet Paradise unglaublich bewegend auf. Sara hat das Gefühl, dass ihr Körper mehr weiß als ihr Verstand. Und obwohl sie an ihrer eigenen Glaubwürdigkeit zweifelt, ist ihr am Ende doch klar, “Die Wahrheit ist die Wahrheit ist die Wahrheit ist die Wahrheit.” Wer nach dem Lesen noch denkt, das hier wäre eine Liebesgeschichte hat dieses Buch nicht verstanden. Ein unglaublich wertvoller Roman.

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