Produktbild: Der Hipster von der traurigen Gestalt
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Der Hipster von der traurigen Gestalt

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.07.2023

Verlag

Antje Kunstmann

Seitenzahl

191

Maße (L/B/H)

20,5/13,3/2 cm

Gewicht

278 g

Originaltitel

Un hipster en la España vacía

Übersetzt von

Christian Hansen

Sprache

Deutsch

EAN

2710002289133

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.07.2023

Verlag

Antje Kunstmann

Seitenzahl

191

Maße (L/B/H)

20,5/13,3/2 cm

Gewicht

278 g

Originaltitel

Un hipster en la España vacía

Übersetzt von

Christian Hansen

Sprache

Deutsch

EAN

2710002289133

Herstelleradresse

Kunstmann Antje GmbH
Zweigstrasse 10
80336 München
DE

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  • Bewertung

    4/5

    19.07.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Die Wandlung eines Visionärs zum Realpolitiker

    In seinem 2020 erschienenen Roman erzählt Daniel Gascon die Geschichte des Aussteigers Enrique, dem woken Hipster, den es zu seinen Verwandten in die Provinz verschlägt. Enrique erinnert dabei an Don Quijote, den Ritter von der traurigen Gestalt, der nach einem strengen Kodex lebt und unfähig erscheint, zwischen Dichtung und Wirklichkeit zu unterscheiden. Satirisch überzeichnet stellt Gascon seinen Protagonisten als einen naiven, aber idealistischen Aussteiger dar, der mit aller Kraft versucht, den Menschen um sich herum Identitätspolitik, Nachhaltigkeit und Wokeness näherzubringen. Trotz seiner eigenwilligen, teils absurden und oft belächelten Ansichten scheinen ihn die Dorfbewohner jedoch zu mögen und man wählt man ihn sogar zum Bürgermeister. Enrique merkt jedoch schnell, dass sein Idealismus in vielen Punkten in einem ständigen Spannungsfeld steht. So eröffnen sich für ihn beispielsweise Konflikte zwischen Nachhaltigkeit und der Erhaltung von Traditionen. „Ich habe ja auf Sie eingeredet, nicht dem Druck nachzugeben, ihre Kochgewohnheiten zu globalisieren. Andererseits habe ich schon den Eindruck, dass wir zu viel Fleisch essen.“ Der Roman besteht aus einer Reihe von Tagebucheinträgen, Interviews und anderen Ausschnitten. Hierbei kommen viele sprachliche Mittel zum Einsatz. Die Satire bezieht sich auf die politische Situation in Spanien. Daher sind grundlegende Kenntnisse der politischen Situation in Spanien und der spanischen Kultur für das Verständnis hilfreich. Viele der geschilderten Situationen findet man jedoch überall in Europa. Der Hipster von der traurigen Gestalt ist ein satirischer Roman, der viele Debatten unserer heutigen Zeit aufgreift.

  • Bewertung

    aus Enger

    3/5

    15.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Starkes Cover, schwacher Inhalt!

    Was für ein tolles Cover! Dies war mein erster Gedanke, als ich das Buch in den Händen gehalten habe. Und dazu noch dieser ironische Titel. Zwei Volltreffer! Da konnte doch eigentlich nichts mehr schief gehen. Es musste ein Lesevergnügen werden. Dies war leider nicht ganz der Fall, obwohl die Geschichte eine Menge Potential hat. Es geht nämlich um den Hipster Enrique, der zu seiner Tante in ein kleines Dorf mit Namen La Cañada zieht, um dem Stadtleben zu entfliehen und neue Projekte zu etablieren. Mit viel Engagement und Motivation versucht er die Dorfbewohner davon zu überzeugen moderner und nachhaltiger zu leben und die Werte des alten Dorflebens hinter sich zu lassen. Zunächst von allen belächelt, schafft er es dennoch die Herzen der Dorfgemeinschaft zu erobern und wird sogar zum Bürgermeister gewählt. Doch Enriques Idealismus soll schon bald auf eine harte Probe gestellt werden. Eine richtig gute Ausgangslage für eine witzige und politische Satire also. Dass die Geschichte leider nicht so richtig als spaßige Karikatur funktioniert, liegt vor allem an der eher unsympathisch angelegten Hauptfigur Enriques. Es ist wirklich schwer mit diesem Charakter warm zu werden. Im richtigen Leben würde man ziemlich schnell genervt von ihm und seinen Projekten sein. Es gibt zwar immer mal wieder ein paar echt lustige Szenen und Witze, aber die können die Geschichte nicht alleine bis zum Ende tragen. Um das Buch wirklich genießen zu können, sollte man außerdem gut über die spanische Geschichte Bescheid wissen. Andernfalls besteht die Gefahr Teile des Inhalts nicht zu verstehen. Gefallen hat mir dagegen der Schreibstil. Diese Mischung aus Texten, Liedern und Tagebucheinträgen hat durchaus unterhalten. Vor allem diese ewig langen Schachtelsätze haben einem als Leser mehrmals ein Lächeln auf’s Gesicht gezaubert. Fazit: Ein Buch, das mit einem sympathischeren Hauptcharakter viel besser funktionieren würde. So fehlt einem als Leser/in der Held, mit dem man mitfiebert und den man gerne auf seiner Reise begleitet. Die gewählte Sprache hingegen ist sehr gelungen und fasziniert über das ganze Buch. Kein Buch für jedermann. Unbedingt anlesen vor dem Kauf.

  • Bewertung

    aus Striegistal

    3/5

    26.07.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Ein moderner Don Quijote

    Enrique ist zu seiner Tante aufs Land gezogen mit der Mission einen Biogarten anzulegen, Denner in Zukunft zusammen mit seinen Freunden bewirtschaften will. Bei aller Merkwürdigkeit, die er in den Augen der Dorfbewohner an den Tag legt, wie Yoga, gepflegte Hände, Abhängigkeit vom Mobiltelefon, schafft er es doch die Herzen der Bewohner zu gewinnen. Er zeichnet sich nämlich durch Loyalität, Freundlichkeit, Urvertrauen und einem nie versiegenden Optimismus aus. Er glaubt fest an das Gute im Menschen und dies verhilft ihm an die Spitze der Gemeinde. Der Inhalt ist wirklich gut. Zum Teil schräg, wenn die Drohne, die den Biokaffee liefern sollte, abgeschossen wird oder wenn die Freunde aus der Großstadt auftauchen. Aber ein Manko hat das Buch und das ist die gestelzte umständliche Sprache. Ewige Sätze und Monologe - ich hab mich häufig ertappt, wie meine Konzentration gegen Null ging und ich ganze Abschnitte nochmals lesen musste. Wenn der Sprachstil nicht wäre, volle Punktzahl. Aber so muss ich echt zwei abziehen.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    2/5

    07.12.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Guter Start, aber nach ungefähr der Hälfte wird es mühsam

    Der Klappentext deutet auf einen guten Plott mit viel Witz hin. Leider hält der Roman das nicht durch. Am Anfang gab es viele witzige Stellen und die Handlung hat mir gut gefallen. Aber nach und nach hat man sich an den Humor gewöhnt und es kommt nichts Überraschendes mehr. Die Handlung wird zunehmend wirrer und der rote Faden der Geschichte geht leider verloren. Am Ende habe ich komplett den Überblick verloren und wusste nicht mehr, wer wer ist. Man merkt deutlich, dass der Roman aus einzelnen kurzen Texten zusammengebastelt wurde. Die Hauptfigur Enrique war mir nur bedingt sympathisch. Sie war deutlich überzeichnet. So naiv wie Enrique kann man doch wirklich nicht sein. So konnte ich seine Motive auch nicht immer nachvollziehen. Die Erzählweise war gut und erfrischend abwechslungsreich. Mal war es ein Auszug aus dem Tagebuch des Hipsters, dann ein Interview oder eine Beschreibung wie ein Filmset. Insgesamt wurde aber zu oft zwischen den unterschiedlichen Perspektiven hin und her gewechselt, was die Handlung sehr unübersichtlich gemacht hat. Alles in allem kann ich das Buch nicht unbedingt empfehlen.

  • Bewertung

    2/5

    15.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Der traurige Ritter

    Was hat „Der Hipster“ mit der großen Vorlage des Ritters von der traurigen Gestalt zu tun? Ein Träumer, Idealist, Romantiker, der vom Guten überzeugt ist, für das Wahre und Schöne kämpft, nicht zögert und mutig für seine Überzeugungen und seine ferne Geliebte einsteht? Die Parallelen finden sich bei Cervantes, aber der Hipster kann nicht mithalten. Er kreist zu sehr um sich selbst, seine eigene kleine Welt, seine Überzeugungen von richtig und falsch, die er anderen überstülpen möchte. Unser Held auf der Flucht vor der Großstadt hat seine Ideale und Ideen im Gepäck und möchte sich im neuen Umfeld, auf dem Land bei seiner Tante, umsetzen. Enrique ist allerdings der belächelte Exot, der skurril und weltfremd seine Erfahrungen und Überzeugungen auf die Dorfgemeinschaft und die tradierten Regeln und Ansichten übertragen will. Kann das funktionieren? Kann eine artifizielle Großstadtpflanze dem Dorf den entscheidenden Impuls geben, um den richtigen Schritt für eine erfolgreiche Zukunftsvision zu entwerfen? Die Begegnungen verlaufen voller Komik und beidseitigem Unverständnis, aber ein roter Faden führt nicht durch die Geschichte und die Abenteuer des modernen Ritters. Was will dieser Roman eigentlich? Aufklären, unterhalten oder sinnlos gegen Windmühlen kämpfen? Pointen und verbale Leuchtfeuer reihen sich aneinander, aber ich tappe im Dunkeln und zerbreche mir den Kopf darüber, was mir Daniel Gascón, der Roman und der Hipster eigentlich sagen wollen.

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