Produktbild: Ein verlassenes Haus

Ein verlassenes Haus Roman

11

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,2/12,5/2,5 cm

Gewicht

322 g

Farbe

Anthrazit / Zitronengelb

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01493-9

Beschreibung

Rezension


In ihrem Roman schreibt Lisa Wölfl mit schonungsloser Zärtlichkeit über ein Leben, das selten literarisch ernst genommen wird: zwischen Sorgearbeit, Geldknappheit, Begehren und moralischen Grenzverschiebungen. 



Roh und schmerzhaft, zugleich von großer poetischer Klarheit, verweigert der Text einfache Antworten und zeigt, dass selbst im Widerspruch Schönheit möglich ist.



Ciani-Sophia Hoeder

Dieses Buch erzählt, was meist unsichtbar bleibt: die stille Überforderung, die alltägliche Gewalt der Verhältnisse und den Versuch, darin nicht zu verschwinden.



Barbara Blaha

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,2/12,5/2,5 cm

Gewicht

322 g

Farbe

Anthrazit / Zitronengelb

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01493-9

Herstelleradresse

Kremayr und Scheriau
Rotenturmstraße 27/5
1010 Wien
AT

Email: office@kremayr-scheriau.at

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  • Buecherheidrun

    aus Horb

    5/5

    25.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Weibliche Unsichtbarkeit am Rande der Gesellschaft

    „Mein Körper ist ein verlassenes Haus. Die Kinder sind ausgebrochen und haben dabei die Fenster zerschlagen. Mein Boden ist morsch.“ (S. 27) Sonja kämpft an allen Fronten, aber das Geld reicht hinten und vorne nicht. Ihr Mann Harald rackert sich ab, verschließt die Augen aber vor der Realität und will nicht wahrhaben, dass sie am Rande der Existenz leben, sich die unbezahlten Rechnungen auf dem Küchentisch stapeln. Als Sonja ihren Job im Bioladen verliert, weil ihr Sohn Sebi wegen akuter Beschwerden ins Krankenhaus kommt, beschließt sie, online unter einer falschen, jüngeren und schöneren Identität mit Männern zu chatten, um so ihren Geldsorgen entgegenzuwirken. Zum Verdruss Haralds funktioniert das Geldverdienen mit diesen gutgläubigen Männern problemlos einfach und lässt sich wunderbar mit der Kinderbetreuung vereinbaren, bis plötzlich mit einer Person mehr im Raum steht, als anzügliches Geplänkel und schmachtendes Geschwätz…… Sonja ist eine typische Frau, die die Care-Arbeit für die ganze Familie und nebenher den Job jahrelang klaglos erledigte und mit ihrem Mann ein zweckmäßiges Nebeneinanderher-Leben mit gelegentlicher körperlicher Nähe führt. Doch in ihren Chats als junge Studentin Jessica spürt sie sich wieder als Frau, als vollständige und interessante Person, nicht nur als leere Hülle. In sie kehrt Leben und Lebenslust zurück und verändert ihre Sicht der Dinge. „Mein Körper ist ein verlassenes Haus. Die Renovierungsarbeiten haben begonnen.“ (S. 172) Die sozialkritische Neufindung einer Frau in mittleren Jahren, die im Alltagstrott und den Sorgen zu verschwinden droht und durch eine moralisch fragwürdige Tätigkeit neue Freiheiten entdeckt, ist auf den Punkt und schnörkellos geschrieben und in seiner ambivalenten Aussage sehr lesenswert. Kann ich euch unbedingt empfehlen.

  • Bewertung

    5/5

    10.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolute Empfehlung

    Ein wirklich starkes Debüt! Bewegend und stellenweise musste ich auch laut lachen. Lisa Wölfl schreibt sprachlich souverän und fesselnd. Hoffentlich gibt es bald mehr von ihr zu lesen!

  • Bewertung

    5/5

    08.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gelungener Debütroman, der nachhallt

    Mit scharfem Blick auf soziale Strukturen, Existenzbedingungen und Beziehungsgefüge erzählt „Ein verlassenes Haus“ vom Alltagsausbruch seiner Protagonistin Sonja, die zwischen Erwerbsarbeit und Carearbeit zerrieben wird, bis ein moralisch fragwürdiger Job ihr neuen Freiraum schafft. Der Roman überzeugt sprachlich – klar, zeitweise brutal, dann wieder zärtlich, und oft witzig –, mit seiner provokanten Prämisse und durch Figuren, die ambivalent sein dürfen und trotzdem empathisch dargestellt werden, angesiedelt zwischen Gesellschaftsroman, Entwicklungsroman und Liebesroman, der weder für die Figuren noch für die Lesenden eindeutige, einfache Lösungen bietet. Große Empfehlung (nicht nur) zum feministischen Kampftag!

  • Bewertung

    5/5

    27.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Begeistert

    Ich bin schon lange nicht mehr von einem Buch so sehr gefesselt gewesen. Die Figuren sind vielschichtig und der Autorin gelingt es, innere Zustände so eindrucksvoll zu schildern, dass man sich schnell mit ihnen verbunden fühlt. Ich wollte es gar nicht mehr weglegen und war dann doch traurig als ich fertig war. Ich hoffe sehr auf einen weiteren Teil!

  • Karina

    aus Wiesbaden

    4/5

    10.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unsichtbar

    Müde, unsichtbar, ausgebrannt - 'Ein verlassenes Haus' von Lisa Wölfl hat mich tief berührt. Schon das Cover ist ein absoluter Hingucker, und die Bedeutung des Titels entfaltet im Laufe der Geschichte eine bedrückende, aber unglaublich starke Wirkung. Sonja und Harald versuchen, mit zwei Kindern und schlecht bezahlten Jobs irgendwie über die Runden zu kommen. Doch als Haralds Arbeit wegen seiner gesundheitlichen Beschwerden auf der Kippe steht und Sonja nach einem Notfall ihren Job verliert, gerät ihr ohnehin fragiles Leben endgültig ins Wanken. Existenzängste und gesellschaftlicher Druck werden zur täglichen Belastung. Besonders eindringlich zeigt der Roman, wie Sonja zunehmend an der unbezahlten Care-Arbeit, den Sorgen um ihre Familie und dem ständigen Geldmangel zerbricht. Sie verliert sich selbst, wird unsichtbar - "der Körper wie ein verlassenes Haus". Als eine alte Bekannte ihr den Tipp gibt, gegen Bezahlung mit Männern zu chatten, scheint das plötzlich ein Ausweg zu sein. Doch auch das bringt neue Konflikte mit sich, besonders in ihrer Ehe. Dieses Buch erzählt ehrlich und ungeschönt von weiblicher Selbstaufgabe, von Liebe und dem schleichenden Gefühl des Entliebens, von Überforderung, Sehnsucht und dem Wunsch, endlich wieder gesehen zu werden. Trotz der schweren Themen schafft es die Autorin immer wieder, feine humorvolle Momente einzubauen, die der Geschichte zusätzliche Tiefe verleihen. Ich mochte 'Ein verlassenes Haus' und seine Figuren wirklich sehr und spreche von Herzen eine Leseempfehlung aus. ✨️

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