Produktbild: Janowitz
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Janowitz Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2021

Verlag

Osburg Verlag

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,8/12,9/3,2 cm

Gewicht

435 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002302931

Beschreibung

Rezension

"Ein Autor, der mit vielen Wassern gewaschen und mit vielen Zungen begabt ist." Mitteldeutsche Zeitung zum 90. Geburtstag Rolf Schneiders am 17.04.2022
"Klassische, makellose Prosa (...). Konversationen knapp vor dem ersten Kriegsbeginn erinnern mich an solche im Zauberberg." Prof. Dr. Hans Haider

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Gut

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Erscheinungsdatum

24.08.2021

Verlag

Osburg Verlag

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,8/12,9/3,2 cm

Gewicht

435 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002302931

Herstelleradresse

Osburg
Heimhuder Straße 81|20148|Hamburg|DE
info@osburgverlag.de

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  • JoBerlin

    aus Berlin

    5/5

    01.08.2022

    eBook (ePUB 3)

    Ohne Ornament

    Dieses Buch hat mich von Seite zu Seite mehr gefesselt. Das liegt an Rolf Schneiders wunderbarem Stil, mit nüchterner Sprache und effektvoll gesetzten Wiederholungen. Doch erzeugt genau das einen melancholischen, oft aber auch amüsanten Ton. Nichts ornamenthaft Geschöntes stört den Lesefluss, der Autor bewertet seine Protagonisten nicht. Und das ist so gut und macht den Roman dadurch umso eindrücklicher. Janowitz, das ist das Schloss der Nádherný von Borutin in Böhmen. Die Schlossherrin, Sidonie von Borutin, hat häufig illustre Gäste zu Gast – Musiker, Intellektuelle, Literaten Auch Rainer Maria Rilke und der Herausgeber der „Fackel“, Karl Kraus, sind oft zu Gast. Sie buhlen beide um die schöne Sidonie – und sind sie nicht beide geeignete Heiratskandidaten? Doch der unstete Rilke ist noch mit Clara Westphal verheiratet und steht mit vielen Frauen in Kontakt. Finanzielle Unterstützung bekommt er hauptsächlich durch wohlsituierte, meist adlige Damen. Ob das so bliebe, würde er sich neu verheiraten? Sidonie fühlt sich mehr Karl Kraus verbunden, doch er ist Jude und ist für die von Borutins kein standesgemäßer Ehekandidat. Zwar erscheint Sidonie durchaus als freidenkend-handelnde Frau, sie will unabhängig und selbstbestimmt leben, doch bleibt sie unentschlossen und letztendlich in Konventionen gefangen. Dann bricht der erste Weltkrieg aus und verändert alles. Ausgehend von dieser Dreieckskonstellation in Zeiten diverser politischer Umbrüche erzählt Rolf Schneider die Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner und Gäste im Zeitraum von 1913 – 1948. Mir gefällt insbesondere die Darstellung des Umfelds von Karl Kraus, mit Caféhauskultur, den Freunden Adolf Loos, Peter Altenberger und anderen Künstlern und Intellektuellen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es allen an Geschichte und Literatur Interessierten ganz unbedingt empfehlen.

  • yellowdog

    5/5

    27.11.2021

    eBook (ePUB 3)

    Tiefe und Dichte

    Nach mehr als 10 Jahren kehrt Rolf Schneider erfreulicherweise mit einem neuen Roman zurück.Mit Janowitz, dem Schloß in der Tschechei, dass vor und nach dem ersten Weltkrieg viele bekannte Künstler und Schriftsteller beherbergte, hat Rolf Schneider sein Thema gefunden. Er taucht mit seinen bemerkenswerten literarischen Mitteln tief darin ab und als Leser kann man ihn begleiten. Der Text hat Tiefe und Dichte. Handelnde Figuren sind der Schriftsteller Rainer Maria Rilke und Karl Kraus. Gastgeberin im Schloß Janowitz ist die adelige Sidonie Nádherný von Borutin, die mit Rilke befreundet ist und Karl Kraus liebt. Die beiden Männer sind sehr unterschiedlich. Ich glaube, der Autor zeichnet einen angemessenes Porträt von ihnen und auch Sidonie ist eine sehr beeindruckende Figur. Rolf Schneider gelingt es meisterhaft, einen Ort und eine Zeit und deren Stimmungen zu zeigen.

  • TochterAlice

    aus Köln

    4/5

    13.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kraus gegen Rilke Es geht um…

    Kraus gegen Rilke Es geht um die schöne Sidonie, Herrin auf Schloss Janowitz. Im Sommer 1914 treffen sich dort Karl Kraus und Rainer Maria Rilke, beide nicht zum ersten Mal dort. Beiden geht es um die Gunst der Dame, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Und beiden gewährt sie sie gewissermaßen, wenn auch auf völlig unterschiedliche Art und Weise. Eine Art Showdown und zwar ausgerechnet in Mittelböhmen, das vom in Kürze ausbrechenden Großen Krieg alles andere als unberührt bleiben wird. Die Zeichen des Untergangs deuten sich schon an, da wirbt Kraus unverdrossen um Sidonie, die er gern ehelichen würde. Rilke will bewundert werden und erwartet ein anderes Zeichen der Gunst - nämlich schnöden Mammon. Und bekommt ihn auch, solange es noch welchen gibt. Der Autor Rolf Schneider zeichnet eine Welt im Untergang und er zeichnet sie eindringlich. Ab und zu bleibt für mich der ein oder andere relevante Aspekt auf der Strecke, doch sowohl die Atmosphäre der herrschatlichen Gesellschaft vor dem Abgrund als auch deren Absurdität ist messerscharf getroffen. Ein unterhaltsamer Lesespaß auf sehr hohem Niveau für Histo-Fans.

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