Squid Game meets Am Ende sterben wir sowieso – Band 1 der Near Future Fiction-Thriller-Reihe von Josh Silver
Hiermit möchten wir dich davon in Kenntnis setzen, dass du für die Pilotrunde von HappyHead ausgewählt wurdest. Die Anwesenheit ist verpflichtend.
Als Seb ein Platz in einem experimentellen Mental-Health-Programm angeboten wird, das die nationale Krise der unglücklichen Teenager lösen soll, ist er entschlossen, diese Chance zu nutzen. Doch als er sich zu dem rätselhaften Finn hingezogen fühlt, beginnt Seb, die Herausforderungen, denen sie sich im Camp stellen müssen, zu hinterfragen. Gemeinsam versuchen sie, mehr über HappyHead herauszufinden und je mehr sie wissen, umso klarer wird, dass es vielleicht kein Entkommen gibt …
Band 2 Dead Happy erscheint im Herbst 2026.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Vom ersten Blick bis zur letzten Seite ein Volltreffer, aber mit fiesem Cliffhanger \(O.O)/
Ich starte in die Geschichte, indem ich den Brief lese, den Professor G. Manning an Sebastian im Namen von „HappyHead“ geschrieben hat. Darin erfahre ich, dass er zur Pilotrunde ausgewählt wurde und die Teilnahme verpflichtend ist. Der Ansatz soll sein, dass die Teilnehmenden eine echte Chance auf nachhaltiges Glück erhalten. Das Programm dauert 13 Tage, verläuft ohne Kontakt zur Familie und ohne Internet.
Danach lerne ich Sebastian selbst kennen, der von allen eigentlich nur Seb genannt wird. Seine Eltern und seine Schwester fahren ihn zum Camp. Hier zeigt sich schon, wie wenig die Eltern von ihrem Sohn halten und wie viel Hoffnung vor allem die Mutter in dieses Programm setzt. Sie ist fest der Meinung, dass Seb das Ganze guttun wird. Erzählt wird Happy Head aus Sebs Sicht und seinen sarkastisch-humorvollen Erzählton mag ich sehr. Ich habe die Gelegenheit, ihn dank seiner Gedanken und Erinnerungen besser und intensiv kennenzulernen. Insgesamt ist der Beginn für mich eher informativ und interessant als spannungsgeladen und packend. Dafür ist die Atmosphäre schon jetzt subtil bedrohlich, was aber auch an Sebs ängstlichem Vermeidungsverhalten liegen mag.
Das Erzähltempo ist mir anfänglich ein bisschen zu gemütlich. Dabei merke ich gar nicht, wie mich die Entwicklungen immer mehr in ihren Bann ziehen. Aus dem diffusen Gefühl, dass hier etwas merkwürdig ist, wird Beklemmung, als die Aufgaben immer extremer werden. Mit einem Mal kippt die vermeintliche Leichtigkeit in eine bedrückend-bedrohliche Stimmung, die mich packt. Die psychologischen Abgründe werden immer perfider. Das liegt auch daran, dass sich das Geschehen im weiteren Verlauf in zwei verschiedene Richtungen aufteilt. Auf der einen Seite webt Josh Silver eine feinfühlige queere Liebesgeschichte ein. Diese gibt mir beim Lesen emotionalen Halt, macht durch ihre Kontraste aber gleichzeitig nur noch deutlicher, in welch düsterer Realität sich Seb eigentlich befindet. Auf der anderen Seite offenbart sich erst im letzten Drittel die wahre, erschreckende Dimension hinter dem gesamten Konzept von „HappyHead“. Die Entwicklungen werden immer beängstigender und ich bin davon sehr überrascht. Keine der vielen geschickt gelegten Wendungen sehe ich wirklich kommen. Immer mehr verheddere ich mich in diesem gruseligen Geflecht von „HappyHead“ und frage mich, wohin das alles führen wird.
Sebs Entwicklung ist beeindruckend. Er handelt nicht aus Egoismus, sondern aus dem tiefen Wunsch heraus, den Menschen zu gefallen, damit sie ihn mögen und er dazugehören kann. Ich freue mich, dass er seinen sarkastischen Humor beibehält und finde es super, wie er anfängt, die Geschehnisse zu hinterfragen. Er beginnt, sich nicht mehr beeinflussen zu lassen und bildet sich eine eigene Meinung. Er setzt Vertrauen in Finn, obwohl dieser ihm anfangs kaum Anlass dazu gibt. Auch Eleanor, eine weitere Teilnehmerin aus seinem von „HappyHead“ bestimmten Team, tut alles dafür, um Finn schlecht dastehen zu lassen und Misstrauen zu säen.
Die queere Liebesgeschichte wird leise erzählt und entwickelt sich langsam, da Josh Silver den beiden Zeit lässt sich plausibel näher kommen zu können. Durch die Extremsituationen und die emotionalen Zuspitzungen der Challenges entsteht eine Art enges Band, denn der psychische Druck schweißt sie logisch und intensiv zusammen. Während Seb vorsichtig ist, ist Finn von Beginn an so selbstbewusst, dass er das System stört, indem er seinen Unmut lautstark kundtut. Er glaubt an seinen Instinkt, was ihn faszinierend macht, aber natürlich auch Probleme anzieht, die Seb lieber vermeiden würde. Obwohl die beiden so unterschiedlich sind, tun sie sich gegenseitig gut.
Eleanor bringt ebenfalls eine spannende Dynamik ins Spiel. Sie ist überambitioniert und will unbedingt unter den Top 10 sein. Dafür ist sie bereit, moralische Grenzen ohne mit der Wimper zu zucken zu überschreiten, sobald es die Aufgaben verlangen. Ich bin fasziniert von ihrer unerschütterlichen Systemtreue und ihrer Kompromisslosigkeit.
Die restlichen Nebencharaktere dienen eher der Entwicklung der Geschichte und unterstreichen die wachsenden Grausamkeiten. Sie verleihen dem Ganzen zwar Tiefe, haben selbst aber kaum Raum zur Entfaltung.
Josh Silvers Stil, die Geschichte aufzubauen und zu erzählen, ist wirklich toll. Es bleibt stets flüssig und leicht zu lesen. Die düsteren Themen werden immer wieder aufgelockert, sodass ich emotional mitfühle, aber dennoch Hoffnung schöpfen kann. Besonders mit den perfiden Challenges fesselt er mich ans Geschehen und lässt meinen Puls hart ansteigen. Happy Head baut so einen Sog auf, dass ich völlig in der Hoffnung gefangen bin, das Ganze würde einen positiven Ausgang nehmen. Doch Josh Silver macht mir einen großen Strich durch die Rechnung. Er spitzt die Situation immer weiter zu und treibt die Geschichte extrem voran, ohne einen wirklichen Showdown einzuläuten. Stattdessen baut er eine für mich grausame Wendung ein und lässt mich mit einem fiesen Cliffhanger sitzen. Ich möchte so dringend wissen, wie es weitergeht, dass mir die Wartezeit auf die Fortsetzung viel zu lange vorkommt.
Fazit:
Happy Head entwickelt einen ungeheuren psychologischen Sog, der mich trotz eines ruhigen Starts völlig gefesselt. Josh Silver liefert hier einen genialen, beklemmenden dystopischen Jugendthriller ab, der mich mit einer bedrohlichen Atmosphäre und Charakteren überzeugt, die mir tief unter die Haut gehen.
MarGen
5/5
11.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Außerordentlich spannend und unterhaltsam
Auch wenn ich diese Zeit schon eine ganze Weile hinter mir gelassen habe, lese ich ab und an sehr gerne Jugendthriller oder Young Adult Thriller, wie es mittlerweile heißt. Und ich war auch gleich drin in der Geschichte, der Schreibstil ist sehr angenehm und gut zu lesen, auch wenn man natürlich merkt, dass die Zielgruppe eher jüngeren Alters ist. Aber das wusste ich ja vorher und fand ich auch überhaupt nicht schlimm.
In Sebs Gedanken und Gefühle, vor allem seine Unsicherheiten konnte ich mich trotzdem sehr gut hineinfühlen, auch wenn ich seine Zwischengedanken manchmal etwas anstrengend empfand, insbesondere für den Lesefluss.
Und dann entspinnt sich eine wahnsinnig spannende Geschichte, die vielleicht hier und da ein paar Logikschwächen oder offene Fragen aufwirft, was für mich aber überhaupt nicht störte, weil ich so hineingezogen wurde in die Geschehnisse, dass ich einfach nur immer weiter und weiter lesen wollte, ohne groß nachdenken zu können oder auch zu wollen.
Was mir abseits der wirklich spannenden Handlung auch sehr gut gefallen hat, war die beschriebene Anziehung von Seb gegenüber Finn und die behutsame Annäherung der beiden. Normalerweise bin ich kein Fan von Liebesgeschichten, aber diese hier hat mich wirklich sehr berührt.
Und dann kommt am Ende auch noch ein absoluter Cliffhanger mit Ausblick auf den zweiten Teil. Alles in allem hat mir „Happy Head“ wirklich außerordentlich gut gefallen und ich kann es kaum erwarten, im Herbst dieses Jahres endlich weiterzulesen.
Venice
aus Frankfurt
5/5
25.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Alle glücklich?
Der 16-jährige Seb erhält einen Brief in dem ihm die Teilnahme an einem Pilot Projekt ’Happy ’Head teilnehmen zu dürfen. Die Teilnahme ist verpflichtend! Schon diese Ansage sollte eigentlich reichen um hellhörig zu werden. Aber Seb der es schwer in der Schule und der Familie hat ist ebenso begeistert wie seine Familie die ihn an den abgelegenen Ort an der schottischen Küste bringt. Dort trifft er auf 99 andere erwartungsvolle Jugendliche. Eine eigenartige Mischung trifft dort aufeinander und auf die Veranstalter. In Gruppen sollen sie verschiedene Aufgaben bestehen und werden pausenlos überwacht. Besonders Finn hat es Seb angetan, spürt er doch eine Verbundenheit zu ihm.
Ein fast gruselig anmutendes Near Future Experiment mit aufgesetzter Fröhlichkeit. Die beiden merken schnell das mehr hinter dem Projekt steckt. Als die Gründerin spurlos verschwindet begeben sie sich auf eine gefährliche Reise. Der Schreibstil ist sehr lebendig und für ein Young-Adult Buch genau richtig. Auch mich hat dieses Buch irgendwie fasziniert. Wie leicht Menschen zu beeinflussen sind. Negativ war das Ende das offen ist. Ich wußte nicht, dass es sich um eine Dilogie handelt und man noch bis Herbst warten muss um das Ende zu lesen. Die Personen, angefangen von den Jugendlichen und dem psychologischem Personal werden gut beschrieben, die einzelnen Challenges teilweise etwas schräg was die Dynamik jedoch erhöht.
Eskalina
aus Hannover
5/5
06.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Megaspannend!
Seb lebt eigentlich ganz zufrieden bei seinen Eltern und mit seiner Schwester. So richtig glücklich ist er nicht und er scheint noch nicht zu wissen, wo er hingehört. Er ist also eigentlich ein ganz normaler Teenager, der aber gerade entdeckt, dass er sich mehr zu Jungen hingezogen fühlt und der noch dabei ist, seinen Weg zu finden. Dadurch fühlt er sich unzulänglich und als Außenseiter.
Da es eine nationale Krise zu geben scheint, in der viele Teenager unglücklich sind, kommt die Einladung zu einem experimentellen Mental-Health-Programm gerade recht. Seb hat das Gefühl, dass er dorthin muss, um wieder glücklich zu werden. Das Ganze klingt mysteriös, doch das Werbematerial und das Anschreiben an ihn und seine Eltern klingen so positiv, dass Seb das Gefühl hat, er ist ausgewählt und die Teilnahme an dem Programm ein Muss.
Also landet er zusammen mit vielen Jugendlichen in einem Camp, das schon auf den ersten Blick sehr merkwürdig wirkt. Was soll der hohe Zaun um das Gelände und was sollen die Psycho-Spielchen bewirken, denen man sie aussetzt? Es scheint keine Wahl zu geben; die Jugendlichen müssen sich anpassen oder? Was passiert mit denen, die nicht mitmachen? Seb lernt Finn kennen, einen Jungen, der sich verweigert und gemeinsam versuchen sie das Rätsel dieser Einrichtung zu entschlüsseln…
Jaja , ich weiß, ich bin schon ewig aus dem Teenager-Alter heraus, lese nur noch sehr selten Bücher für diese Zielgruppe, doch hier klang der Klappentext so interessant, dass ich neugierig wurde und ich habe es nicht bereut.
Das, was Seb und Finn erleben, wird so aufregend erzählt, geht so rasant ab, dass man an dem Buch klebt und unbedingt erfahren will, was es mit dem rätselhaften Camp auf sich hat. Leider muss man Geduld haben, denn nur ganz langsam lässt sich ein Muster erkennen.
Die Beziehung zwischen Finn und Seb entwickelt sich nach und nach und wirkt nicht künstlich eingebaut, sondern ganz natürlich und passend. Das Camp und der psychologische Druck, der auf die Jugendlichen ausgeübt wird, sind immens und beim Lesen ahnt man schon, dass da etwas gehörig falsch läuft, doch ich will hier natürlich nichts verraten.
Nur so viel; es ist total spannend, düster, beängstigend und am Ende steht ein gewaltiger Cliffhanger, der einen ganz hibbelig auf den Herbst macht, in dem die Fortsetzung erscheinen soll (muss!!).
Daumen hoch und alle Sternchen die ich geben kann für dieses tolle Jugendbuch!
Jessica
Thalia Book Circle Community
5/5
04.04.2026
Buch (Taschenbuch)
"...vielleicht ist dieser Ort wirklich genau das, was ich gebraucht habe."
„Happy Head“ ist eine sehr gelungene Kombination aus Jugendbuch, Dystopie und Thriller. Die Geschichte begleitet den Protagonisten Seb während eines zweiwöchigen Programms, das Jugendliche wieder glücklich machen und sie in die Gesellschaft reintegrieren soll. Schon früh wird deutlich, dass hinter diesem Konzept weit mehr steckt, als es zunächst scheint.
Seb ist ein ausgesprochen sympathischer Protagonist, und ich habe seine Entwicklung im Laufe der Handlung sehr gerne verfolgt. Seine inneren Konflikte, Zweifel und Ängste sind beinahe greifbar und lassen einen als Leser stark mitfühlen. Gerade dieser psychologische Aspekt macht die Geschichte besonders intensiv und eindringlich.
Auch die Nebencharaktere sind sorgfältig ausgearbeitet und vielschichtig. Keine der Figuren wirkt beliebig oder eindimensional, ihr Handeln bleibt durchgehend nachvollziehbar und konsistent. Dadurch fühlt sich die dargestellte Welt sehr authentisch an.
Die Grundidee hinter „Happy Head“ ist brandaktuell und erschreckend realistisch umgesetzt. Themen wie gesellschaftlicher Leistungsdruck, mentale Gesundheit und die Frage nach echtem Glück werden eindrucksvoll aufgegriffen. Der Schreibstil überzeugt durch seine Direktheit und Modernität und passt hervorragend zur Zielgruppe sowie zur Thematik. Der Spannungsbogen bleibt über die gesamte Geschichte hinweg konstant hoch, ohne dass Längen entstehen.
Besonders gelungen ist die Verbindung aus spannender Handlung und gesellschaftlicher Kritik. Ohne zu spoilern regt das Buch nachhaltig dazu an, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und die eigene Vorstellung von Glück zu hinterfragen.
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4/5
23.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Gesundheitsprogramm für Jugendliche - wirklich?
Der 17-jährige Sebastian erhält eine Einladung zu einem zweiwöchigen Camp, bei dem Jugendliche ihre mentale Gesundheit verbessern sollen. Die Teilnahme ist verpflichtend! Es erwarten ihn Survivaltrainings und andere Challenges, die er mit anderen seines Alters durchlaufen muss. Sebs anfängliches ungutes Gefühl bestätigt sich immer mehr, er findet heraus, dass die Jugendlichen durch einen Elektrozaun an der Flucht gehindert werden sollen. Und die betagte Gründerin des Programms weiß anscheinend selbst nicht, was in ihrem Namen dort passiert. Seb muss herausfinden, welchem Zweck Happy Head in Wahrheit dient - und begibt sich damit in Gefahr.
Dieser Thriller für Jugendliche ab 14 Jahren wirft wichtige gesellschaftliche Fragen auf und setzt sich kritisch mit dem Optimierungswahn in unserer Zeit auseinander.
Spannend und tiefgründig - Teil 2 erscheint im Herbst 2026.
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