Produktbild: Das Witte Kliff

Das Witte Kliff Ein Roman und 3 Erzählungen

4

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.11.2025

Abbildungen

14, z. T. farbige Abbildungen

Verlag

Kulturmaschinen Verlag

Seitenzahl

194

Maße (L/B/H)

19,6/12,5/1,9 cm

Gewicht

303 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96763-380-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.11.2025

Abbildungen

14, z. T. farbige Abbildungen

Verlag

Kulturmaschinen Verlag

Seitenzahl

194

Maße (L/B/H)

19,6/12,5/1,9 cm

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303 g

Auflage

1. Auflage

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Deutsch

ISBN

978-3-96763-380-1

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  • Bewertung

    5/5

    12.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Erzählung mit viel Potential

    Ich mag Erzählungen und die Geschichte um das Witte Kliff war mir so nicht bekannt. Ich wußte, das eine Katastrophe das Kliff einstürzen ließ. Seither steht die lande Anna schutzlos und von der Insel abgetrennt im Meer. Die Geschichte könnte auch heute wiederholt werden. Auch heute wird durch Raubbau viel Unheil angerichtet. Mir gefällt besonders die Geschichte um Anna Edlefsen und ihre Familie. Anfangs kam mir der Schreibstil etwas holprig vor, das hängt wohl mit der Friesensprache zusammen. Schon nach einigen Seiten konnte ich mich aber sehr gut reinfinden. Wieder etwas über die Geschichte der tollen Insel gelernt!

  • Jakob Krajewsky

    aus Hamburg

    4/5

    19.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lost Places: Das Witte Kliff von Helgoland ist nicht mehr

    In bewährter Manier erzählt der Hamburger Autor Reimer Boy Eilers aus Helgoland fast moritatenhaft Begebenheiten aus seiner Familie. Wir können davon ausgehen, dass manches autobiographisch ist und die Grenze zwischen Fiktion und Fakten, zwischen Seemannsgarn, Glauben, Aberglauben und Historie in gewohnter Weise verschwimmen. Wer die Romane von Reimer Eilers kennt, findet bekannte Protagonisten vom Edlefsen-Clan wieder, z.B. Pay und auch den Apotheker aus Husum sowie die Frauensbilder Anna Petrine und ihre Magd De Graue Grete und die hochverehrte Himmelskönigin. Regionale Machtstrukturen fließen mit ein, das kommerzielle und strategische Interesse der Dänen und des Husumer Grafen Adam Kuntz sowie Störtebekers, doch auch das Begehren der aufstrebenden Seemacht England an dem Hilligen Land und dem Witte Kliff sind Teil des Potpourris. Die Bevölkerung der Insel fungiert mehr als Manövriermasse der Mächtigen und Gewaltigen, der Gewalttätigen mit dem großen Maul. Heutzutage könnten wir bei dieser dem Menschen innewohnenden Gier an Grönland denken, auch eine Insel, die Begehrlichkeiten aus vier Himmelrichtungen auf sich zieht. Nun, damals war es Helgoland. Besonders wegen der Lage in der Nordsee sowie der einträgliche Abbau des Muschelkalks vom Witte Kliff machten das Eiland interessant und führten zu seinem Niedergang. „Es gehen Gerüchte, dass der größte Malefiz wieder am Witte Kliff sein Unwesen treiben wird. Der Raubritter unseres Kalkfelsens, Adam Kuntz von Husum, soll einen Lastkahn samt Mannschaft ausgerüstet haben (Das Witte Kliff, S. 41). Zwei Seemänner, Vatter und Sohn aus der Edlefsenfamilie, wollen dem Einhalt gebieten und legen sich im Hafen von Husum und auf Helgoland mit den Vorderladern und Hellebarden der im Harlekindress befindlichen empathielosen Landsknechte an. Die Eigentümlichkeiten der Roten Insel und ihrer Bevölkerung kommt einem bunten Lokalkolorit der gleich mit ihrem Helgoländer Platt, welches vom Autor immer auch aufgelöst und übersetzt wird. Also keine Angst, es ist eine große Bereicherung, Geschichten von Eilers zu hören. Die Lesenden haben den Eindruck, dass sie plötzlich etwas von Seefahrt verstehen, egal ob jemand von der Waterkant oder ein Landei ist. Ein Übriges zum Wohlfühlen tun Bilder, Grafiken und Miniaturen, die mit Sinnsprüchen und Poemen versehen sind. Zum Ende kommen wir in der Jetztzeit an und zum Leuchtturm des Großvaters des Erzählers. Es ist hier die Rede von einem Niedergang zwischen Zeit und Ewigkeit, der die Materie und das menschliche Sein auf unterschiedliche Weise ausgesetzt sind. „Vom Westen rollen die immergrünen Wogen gegen die Insel. Sie peitschen die Klippen und zermürben den Felsen, der ihnen alljährliche seinen Tribut zollte. Ein Stück nach dem anderen brach ab und stürzte in die Flut. Dort vollendete die mahlende See ihr Werk, sodass es in späteren Jahrhunderten kein Helgoland mehr geben wird, wie es auch früher keins gab.“ Auf seine unnachahmliche Weise porträtiert Reimer Boy Eilers den Abgesang auf das Witte Kliff und Helgoland. Eine lebendig erzählte Familiengeschichte aus der Region – unbedingt lesen – must have!

  • Doris Neuruhr

    aus Weilerswist

    4/5

    11.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sagen über Helgoland

    Ich liebe alte Sagen und Märchen, über Helgoland wusste ich bisher nicht sehr viel. Die ruhige und bodenständige Art der Friesen und Inselbewohner hat mich schon immer sehr fasziniert. Reimer Boy Eilers erzählt in "Das witte Kliff" überlieferte Geschichten, die von dem schwierigen Leben auf Helgoland in früherer Zeit handeln. Seine Großeltern waren alte Helgoländer und die Oma kannte viele Erzählungen von früher, die er hier wiedergibt. Vor allem die tragische Geschichte von Anna P. Edlefsen und ihrer Familie hat mich sehr berührt. Manchmal begeht man große Fehler, um ein Unrecht zu verhindern und muss letztendlich dafür bezahlen. Der Raubbau am Kalkstein des "Witten Kliffs" war unverzeihlich, aber das Gleiche erleben wir in der heutigen Zeit anderswo an Natur und Umwelt. Manchmal blieb den Seeleuten in der Vorzeit keine andere Möglichkeit als zum Seeräuber zu werden, um zu überleben. Wenn sie gefangen wurden, stand ihnen ein schlimmes Schicksal bevor, wie es ehedem auch Klaus Störtebeker und vielen seinen Leuten erging.

  • Jenny_CLB

    aus BW

    4/5

    14.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Heimatliebe, Widerstand und Verlust. Das Schicksal des Witte Kliffs

    „Witte Kliff“ verwebt die Geschichte der Familie Edlefsen auf eindringliche Weise mit einem der einschneidendsten Ereignisse der Helgoländer Geschichte, dem Untergang des Witte Kliffs im Jahr 1720.  Besonders ist dabei der historische Rahmen, von dem Raubbau am Muschelkalk und den daraus resultierende Verwundbarkeit der Insel. Im Zentrum steht Anna Petrine Edlefsen, die in der Sturmnacht des Untergangs am Kliff gestanden haben soll. Sie wird als starke, entschlossene Frau beschrieben, die weiß, wann man alles auf eine Karte setzen muss. Sie gab ihren gesamten Besitz und Wohlstand auf, um ihren Sohn zurückzubekommen. Ich fand dennoch leider keine tiefere emotionale Nähe zu ihr, ich konnte sie bewundern, aber nicht vollständig fühlen. Besonders stark ist der moralische Konflikt um Rickmers Edlefsen, Fischerhauptmann und Ehemann von Anna Petrine. Sein Versuch, gemeinsam mit dem Sohn ein Schiff auf dem Weg zum Witte Kliff zu sprengen, wirft zeitlose Fragen auf.  Wie weit darf Protest gehen? Ist Gewalt gerechtfertigt, wenn es um Schutz oder um das Durchsetzen der eigenen Überzeugungen geht? Sollte man dafür alles für sich und seine Familie riskieren?  Die eingestreuten farbigen, sowie schwarz-weißen Abbildungen haben mir außerordentlich gut gefallen und den Text schön ergänzt. Insgesamt ist Das Witte Kliff ein inhaltlich starkes, historisch wertvolles Buch mit einer bewegenden Grundidee und eindrucksvollen Figuren. Der Einstieg und allgemein der Schreibstil, auch mit den öfter vorkommenden Wörtern oder Sätzen aus den Platt fiel mir nicht leicht, und emotional blieb für mich manches auf Distanz, doch die Geschichte selbst hat mich nachhaltig beschäftigt. Ein empfehlenswertes Buch für alle, die sich für Helgoland, historische Konflikte und die Frage nach dem Preis von Überzeugungen interessieren.

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