Kommissar Oppenheimer ist untergetaucht und muss sich mit Schwarzmarktgeschäften über Wasser halten. Als dabei ein brutaler Mord geschieht, wird seine Unterstützerin Hilde verhaftet, denn der Tote ist ihr Ehemann, SS-Hauptsturmführer Erich Hauser. Zwar sind die beiden seit Jahren getrennt, doch Hilde als Regimegegnerin hätte ein Motiv: Der skrupellose Mediziner Hauser war KZ-Lagerarzt im Osten und hat dort Versuche an Menschen durchgeführt. Oppenheimer muss alles riskieren, um Hilde aus den Fängen der NS-Justiz zu retten. Schon bald findet er Hinweise darauf, dass ein mysteriöser Kult in den Mordfall verstrickt ist ...
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Pulheim
5/5
17.11.2021
eBook (ePUB 3)
Zeitgeschichte spannend erzählt
Der Roman gibt einen, wie ich glaube, interessanten Einblick in das Leben in Berlin gegen Ende des Kriegs 1945. Wie schon im ersten Roman steht nicht ausschließlich der Krimi im Mittelpunkt. Auch die Beschreibung des Lebens der Protagonisten spielt eine besondere Rolle. Ein bisschen angelehnt an Cay Rademacher oder Volker Kutscher, aber nicht kopiert, nur angelehnt.
Bewertung
5/5
05.09.2020
Buch (Taschenbuch)
Berlin, Januar 1945: Kommissar...
Berlin, Januar 1945: Kommissar Oppenheimer lebt mit falschen Papieren im Untergrund. Das Dritte Reich löst sich zunehmend auf, Russen und Allierte überschreiten die Reichsgrenzen.
Da gerät seine Freundin und Retterin Hilde unter Mordverdacht...
Spannende, realistische Reihe.
Bewertung
5/5
19.01.2016
Buch (Taschenbuch)
Kommissar Oppenheimer kämpft weiter!
Es sind die letzten Monate im Jahr 1945 vor Kriegsende und die Nazis versuchen mit aller Kraft, die Bevölkerung zum Weiterkämpfen zu bewegen. Beinahe täglich wird Berlin bombardiert. Oppenheimer ist mit Hildes Hilfe untergetaucht und nennt sich jetzt Hermann Meier. Er arbeitet in einer Bank als Nachtwächter und hält sich sonst eher im Verborgenen auf. Seine Frau Lisa kann er nur noch im Geheimen treffen. Eines Tages wird Hildes Ehemann, SS Hauptsturmführer Erich Hauser ermordet aufgefunden. Seit Jahren gingen sie getrennte Wege. Hilde wird sofort verhaftet. Der Gestapo war sie schon lange ein Dorn im Auge. Für Oppenheimer beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Wie kann er Hildes Tod verhindern?
Auf den zweiten Teil dieser Serie war ich sehr gespannt. Es kamen Details aus dem KZ zur Sprache, die ich lieber nicht erfahren hätte. In der heutigen Zeit ist zum Glück unvorstellbar, was die Menschen in dieser Zeit mitgemacht haben. Die Figuren fand ich sehr lebensnah beschrieben. Oppenheimers Angst um Hilde habe ich durch das ganze Buch gespürt. Das Gefühl niemandem trauen zu können, fand ich sehr beängstigend. Dieser Roman hat mich sehr bewegt und ich habe mit Zeitzeugen gesprochen, die mir bestätigen konnten, dass es eine sehr schreckliche Zeit war.
Barbara W
5/5
23.11.2015
Buch (Taschenbuch)
Ein sehr persönlicher Fall für Kommissar Oppenheimer
Inhalt
Januar 1945 in Berlin. Der zweite Weltkrieg neigt sich dem Ende entgegen, doch auch wenn die Alliierten schon nah sind, wehrt sich das deutsche Naziregime erbittert gegen die Niederlage. Nicht nur an der Front wird verbissen gekämpft, auch unter der Bevölkerung selbst gehen die Verfolgungen weiter und es wird bespitzelt und verurteilt. Deshalb ist es auch weiterhin für den ehemaligen jüdischen Kriminalkommissar Oppenheimer eine äußerst gefährliche Situation . Mithilfe seiner guten Freundin konnte er zwar unter falschem Namen untertauchen und arbeiten, aber die räumliche Trennung von seiner Frau tut weh und die Gefahr, verraten zu werden zehrt an den Nerven.
Eines Tages erscheint Hildes Ehemann, ein SS-Hauptsturmführer, vor deren Tür und erbittet Hilfe. Er will untertauchen, bevor der Krieg zu Ende geht. Kurz danach wird er ermordet aufgefunden und Hilde gerät ins Visier der Ermittler. Sie passt perfekt in die Rolle der Täterin und wird zum Tode verurteilt. Oppenheimer und ein paar Freunde von Hilde setzen alles daran, den wahren Mörder zu finden und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn Todesurteile werden gerade sehr schnell ausgeführt. Im Zuge seiner Ermittlungen findet er nicht nur einige schrecklicher Erkenntnisse über den Ermordeten, sondern auch Informationen über eine seltsame Vereinigung ...
Meine Meinung
Ich war sehr gespannt, wie es Oppenheimer seit seinen letzten nervenaufreibenden Erlebnissen ergangen war und war erst einmal froh, dass er mithilfe von Hilde untertauchen konnte und in Berlin unter falschem Namen bisher einigermaßen gut über die Runden kam. Trotzdem hielt ich bei vielen Gelegenheiten die Luft an, weil nur der kleinste Verdacht gegen ihn fatal sein konnte. Man spürte richtig, wie besessen teilweise einige Leute waren, noch viele Feinde des Führers aufzuspüren und anzuzeigen, obwohl die Front der Alliierten immer näherkam. Das Gefühl, niemandem wirklich trauen zu können, musste zermürbend gewesen sein und entsprechend konnte ich mit Oppenheimer sehr gut mitfühlen, auch besonders dann, wenn er und seine Frau Lisa sich heimlich trafen.
Seine Suche nach dem wahren Mörder von Hildes Ehemann war dann sehr spannend zu lesen, denn seine Ermittlungen erhöhten natürlich das Risiko der Entdeckung. Seine Recherchen und seine Befragungen führte er zwar so unauffällig wie möglich aus, aber Kontakte mit dem SS-Regime blieben dabei nicht aus. Und diese seltsamen Ordensbrüder lauerten auch noch im Hintergrund. Die Spannung blieb für mich dabei immer sehr hoch und ich konnte immer gut mitfiebern.
Nervenaufreibend war die Handlung um die drohende Verurteilung Hildes. Rechtsprechung konnte man diese Verhandlungen nicht nennen, denn Todesurteile wurden mit den fadenscheinigsten Begründungen erteilt. Ich wurde so wütend, als ich die Anschuldigungen im Gericht mit Hilde zusammen anhören musste und ich zitterte bis zum Ende, ob Oppenheimer rechtzeitig die Beweise für Hildes Unschuld liefern konnte.
Doch nicht nur der Fall und die Rettungsversuche für Hilde waren spannend zu lesen. Besonders gut gefällt mir auch die besonders authentische Atmosphäre des Krimis. Es werden so viele interessante Details über die historischen und politischen Entwicklungen in der Stadt und die Lebensumstände und den Alltag der Menschen, der ja irgendwie weitergehen musste, erzählt. Die Umgebung und die Figuren wurden dadurch besonders lebendig, finde ich. Das gefällt mir richtig gut, weil ich mich deshalb noch mehr in die damalige Zeit hineinversetzt fühlte. Man erkennt daran auch die genaue Recherche des Autors, der sogar teilweise für Dialoge seiner Protagonisten aus Originalartikeln zitiert hat (das ist auch im Nachwort nachzulesen).
Dazu gehören auch die intensiven Beschreibungen der Bombenangriffe, die die Menschen in die Bunker trieb, wo sie mit Angst auf die Geräusche von außen hörten und die Erschütterungen durch die Einschläge fühlten. Diese Panik und die tödliche Bedrohung waren richtig spürbar. Ich hatte oft das Gefühl mittendrin zu sein, wenn Oppenheimer durch die zerstörten Straßen lief oder bei Alarm schnell den nächsten Luftschutzbunker ansteuerte.
Die Verbindung von fesselndem Kriminalfall und erschütterndem Zeitgeschehen ist dem Autor auch bei Oppenheimers zweitem Fall wieder sehr gut gelungen und ich bin jetzt schon sehr gespannt auf den nächsten Fall, denn das Ende dieses Krimis hängt mir noch eine ganze Weile nach und ich bin gespannt auf die weiteren Entwicklungen.
Karin Wenz-Langhans
aus Limbach
5/5
09.11.2015
Buch (Taschenbuch)
Spannender zweiter Fall für Oppenheimer
Berlin im Januar 1945: Der ehemalige jüdische Kommissar Oppenheimer lebt und arbeitet dank seiner Freundin und Unterstützerin Hilde unter falschen Namen in der Reichshauptstadt, während die Kriegsfront der Alliierten immer näher rückt. Eines Tages steht überraschend Hildes Ehemann, der SS-Hauptsturmführer Erich Hauser, vor ihrer Türe und bittet sie um Hilfe, weil er untertauchen will. Das Paar lebt zwar seit Jahren getrennt, aber dennoch hilft sie ihm. Kurze Zeit später wird Hauser ermordet aufgefunden und der Verdacht fällt auf Hilde. Als sie verhaftet wird, müssen Oppenheimer und Hildes Freunde alles riskieren, um sie vor der Todesstrafe zu bewahren.
Nachdem mich der erste Band um Oppenheimer bereits überzeugen konnte, war ich sehr gespannt auf diesen zweiten Teil. Vor allem, wie es ihm und seiner Frau Lisa nach den Geschehnissen aus Germania ergangen ist. Oppenheimer kann dank Hildes Unterstützung unter falschem Namen in Berlin leben und arbeiten. Allerdings ist der Preis dafür hoch: da Oppenheimer offiziell als tot gilt, darf er sich mit Lisa nur heimlich treffen, eine Trennung, die beiden Partnern sehr schwer fällt.
Genauso spannend wie der Kriminalfall sind aber auch wieder die vielen Details aus dem damaligen Leben und Alltag, die historisch belegt und oftmals wortwörtlich übernommen wurden. Dabei geht der Autor so gekonnt vor, dass diese Details die Geschichte perfekt abrunden und die damalige Lage aus verschiedenen Perspektiven vielschichtig betrachtet wird.
Erich Hauser war KZ-Lagerarzt in Auschwitz und hat dort Versuche an Menschen durchgeführt hat. Obwohl ich weiß, welche Gräuel damals begangen wurden, sind die Details dazu in dem Buch immer wieder schockierend und das eine oder andere Detail wir mir so bisher auch nicht bekannt.
Was die Nachforschungen zu Hildes Unschuld angehen, kommt es zu einem Wettlauf mit der Zeit: obwohl die Niederlage vor der Tür steht, hat das keinerlei Auswirkungen auf die Rechtsprechung (die im Übrigen diesen Namen nicht verdient), im Gegenteil, Todesstrafen werden noch schneller ausgesprochen und ausgeführt. Man zittert mit den Protagonisten, die jetzt auf einen schnellen Sieg der Alliierten hoffen, der für Hilde sehr hilfreich wäre. Im Gegensatz zu den Figuren wissen wir Leser ja, wann der lang ersehnte Tag kommen wird.
Und dazwischen immer wieder die flächendeckenden Bombenangriffe, die die Berliner in die Luftschutzbunker zwingen. Sehr gut ist hier die bedrückte und teilweise panische Stimmung während der Angriffe beschrieben.
Das Ende des Buches bringt einige Überraschungen und finde ich sehr gelungen und realistisch. Ich freue mich sehr darüber, dass der Autor weitere Bände mit Oppenheimer geplant hat.
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5/5
13.07.2017
Buch (Taschenbuch)
Harald Gilbers hat nach seinem...
Harald Gilbers hat nach seinem ersten Band "Germania" mit Odins Söhnen seine Reihe mit Kommissar Oppenheimer fortgeführt. Dieser ist wieder hervorragend und spannend geschrieben!
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5/5
18.10.2015
Buch (Taschenbuch)
Faszinierend!
Richtig guter und spannender (Polit)Krimi in den letzten Kriegswochen. Für alle Fans von Cay Rademachers "Trümmermörder" oder Beniofs "Stadt der Diebe" ein unbedingtes Muss. Unwahrscheinlich packend.
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