Die queere Second Chance Romance der Spiegel-Bestsellerautorin Inka Lindberg
Eine New Adult Romance über Liebe und Aufopferung, aber auch den Mut, zweite Chancen zu ergreifen – und sich selbst zu wählen.
Ich habe dich schon mal verloren. Ich will dich nie wieder verlieren.
Lola hat ihr Leben angehalten.
Während ihr Vater durch seine Demenz Stück für Stück verblasst, hält sie fest, was noch da ist. Sie organisiert, pflegt, funktioniert und merkt kaum, wie sie selbst dabei immer mehr verschwindet.
Bis Maxi nach sieben Jahren plötzlich wieder vor ihr steht. Ihre beste Freundin von damals. Der Mensch, bei dem Lola sich zum ersten Mal wirklich gesehen gefühlt hat und dem sie nie gesagt hat, was sie empfindet.
Alte Gefühle werfen Lola aus der Bahn, während die Realität immer mehr von ihr fordert. Zwischen Schuld, Sehnsucht und der Angst, sich wirklich auf jemanden einzulassen, gerät Lola an einen Punkt, an dem Verdrängen keine Option mehr ist.
Doch was passiert, wenn das Herz endlich bekommt, was es will, genau in dem Moment, in dem alles andere zu zerbrechen droht?
Der neue queere Own-Voice-Roman von Spiegel-Bestsellerautorin Inka Lindberg mit den beliebten Tropes:
Friends to Lovers
Second Chance
Forced Proximity
Found Family
Ugly Cry
Für alle Fans von Alicia Zett und Brittainy C. Cherry.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Nicht nur um die große Liebe geht, sondern auch um Verantwortung, Verlust, Selbstaufgabe und den Mut, irgendwann wieder an sich selbst zu denken
Mit Ever since she kissed me erzählt Inka Lindberg eine gefühlvolle queere New-Adult-Romance, in der es nicht nur um die große Liebe geht, sondern auch um Verantwortung, Verlust, Selbstaufgabe und den Mut, irgendwann wieder an sich selbst zu denken.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lola, deren Leben sich fast vollständig um ihren Vater dreht. Seine Demenzerkrankung schreitet immer weiter voran und Lola versucht verzweifelt, festzuhalten, was noch von dem Menschen geblieben ist, den sie kennt und liebt. Sie organisiert den Alltag, übernimmt Verantwortung, kümmert sich und funktioniert. Dabei bemerkt sie kaum, wie sehr sie ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse immer weiter zurückstellt.
Dann taucht nach sieben Jahren plötzlich Maxi wieder in ihrem Leben auf.
Maxi war früher Lolas beste Freundin und zugleich der Mensch, bei dem sie sich wirklich verstanden und gesehen gefühlt hat. Doch Lola hat ihr damals nie gesagt, wie viel sie tatsächlich für sie empfunden hat. Mit Maxis Rückkehr kommen deshalb nicht nur Erinnerungen zurück, sondern auch Gefühle, die offenbar niemals ganz verschwunden waren.
Besonders berührend finde ich an der Geschichte den Konflikt, in dem Lola steckt. Einerseits möchte sie für ihren Vater da sein und empfindet eine enorme Verantwortung ihm gegenüber. Andererseits beginnt sie langsam zu erkennen, dass auch ihr eigenes Leben weitergehen darf. Dass sie lieben, glücklich sein und eigene Entscheidungen treffen darf, ohne deshalb weniger für ihren Vater zu empfinden.
Die Beziehung zwischen Lola und Maxi verspricht dabei sehr viel Gefühl. Aus einer früheren Freundschaft entwickelt sich erneut Nähe, während gleichzeitig all das Ungesagte zwischen ihnen steht. Die Tropes „Friends to Lovers“ und „Second Chance“ passen daher wunderbar zu dieser Geschichte, denn beide Frauen bekommen die Möglichkeit herauszufinden, ob das, was damals zwischen ihnen hätte entstehen können, heute noch eine Chance besitzt.
Gleichzeitig scheint Ever since she kissed me auch die schwierigen Seiten von Liebe und Fürsorge nicht auszublenden. Eine Demenzerkrankung betrifft schließlich nicht nur den Erkrankten selbst, sondern verändert das Leben der gesamten Familie. Lola verliert ihren Vater gewissermaßen Stück für Stück, obwohl er noch bei ihr ist. Diese besondere Form des Abschieds dürfte der Geschichte eine sehr emotionale und teilweise sicherlich schmerzhafte Tiefe verleihen.
Dabei geht es aber ebenso um eine wichtige Frage: Wie viel darf man für einen geliebten Menschen aufgeben, bevor man sich selbst dabei verliert?
Gerade dieser Aspekt macht die Handlung für mich besonders interessant. Lola muss offenbar lernen, dass es nicht egoistisch ist, auch das eigene Glück zuzulassen. Manchmal bedeutet eine zweite Chance eben nicht nur, einem anderen Menschen noch einmal die Tür zu öffnen, sondern auch sich selbst.
Ever since she kissed me verspricht damit eine emotionale Liebesgeschichte über zwei Frauen, die nach vielen Jahren erneut zueinanderfinden, aber ebenso eine Geschichte über Familie, Abschied, Schuldgefühle und Selbstfürsorge. Eine Romance, die wahrscheinlich einige Tränen kosten wird, dabei aber gleichzeitig Hoffnung vermittelt und zeigt, dass es selbst in schwierigen Lebensphasen noch Platz für Liebe, Nähe und einen Neuanfang geben kann.
Rezension von: Die Magie der Bücher
Franci
aus Ilmenau
5/5
17.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Intensive Second Chance Romance mit gewichtigen Themen
Als Frank erkrankt, sieht sich seine Tochter gezwungen, ihr Leben zu pausieren. Statt Partys, Dates, FreundInnen und einem Job verlaufen Lolas Tage fortan strukturiert, sind voll mit Sorgen, Medikamentenplänen und Arztterminen. Die Mittzwanzigerin läuft auf Autopilot, um keine Fehler zu machen. Um für ihren Vater, der so viel für sie getan hat, da zu sein.
Dass die neue Physiotherapeutin ausgerechnet Maxi ist, zieht ihr jedoch den Boden unter den Füßen weg, bringt die junge Frau Erinnerungen mit, für die in Lola kein Platz mehr sind. Keiner mehr sein sollte.
Einst beste Freundinnen haben es die beiden sieben Jahre geschafft, sich nicht zu begegnen. Jahre, in denen Maxi nie wieder so empfunden hat wie damals. Frank jetzt so zu sehen, einen Mann, der mehr Verständnis für sie übrig hatte als ihre eigenen Eltern, der sie aufgenommen hat, als ihre Mutter sie nicht wollte, tut weh. Doch auch Lolas Anblick zwickt: Statt Lebenslust ist da nur noch Erschöpfung, statt bissigem Humor ist da … kaum noch etwas übrig …
Während es Lolas Vater merklich schlechter geht, erwachen die verdrängten Gefühle der Frauen erneut. Doch was, wenn das Happy-End anklopft, gerade dann, wenn alles auseinanderfällt?
In „Ever since she kissed me“ erzählt Inka Lindberg eine queere Second Chance-Romance, in der die Beziehung zwischen Maxi und Lola zwar eine zentrale Rolle bildet, jedoch nicht in der Lage ist, die schweren, gewichtigen Themen zu überschatten. Wir verfolgen das Geschehen über Monate hinweg aus wechselnder Perspektive, was uns den Raum gibt, die Protagonistinnen und ihre Lebensrealitäten kennenzulernen.
Schien Lola oft distanziert, bemüht resigniert, hat sie doch längst akzeptiert, dass nichts mehr besser wird, unwillig, um Hilfe zu bitten, zusammenzubrechen, ist Maxi ein konträrer Part: Mitten im Berufsleben hat sie Ausgleich im Sport gefunden, mit Quinn den perfekten Mitbewohner; strahlt selbstbewusst und geht Flirts nicht aus dem Weg.
Könnte Lola auf einige LeserInnen kühl und abgeklärt wirken, fand ich sie in Anbetracht all dessen, was sie verpassen und aufgeben musste, mit all ihren (Selbst)Zweifeln und Sorgen, ihren Ängsten und mentalen Problemen einfach nur echt. So verdammt verletzlich.
Da die Autorin Rückblenden einfließen lässt, wird die persönliche Geschichte der Frauen, ihr Zueinanderfinden und ihr Ende, im selben Maße greifbar wie Lolas Veränderung. In diesen Kapiteln wird auf eine besondere Weise neben Freundschaft auch Maxis Queerness, ihr Coming-out und die Hürden, Anfeindungen und Unsicherheiten, die damit einhergingen, behandelt. Stets an ihrer Seite stand Lola. Schlagfertig und gleichgültig ob der Meinungen anderer.
Wir treffen im Jetzt keine Fremden, sondern Vertrautheit, Konflikte und Wehmut. Ungesagte Worte, nie vergessene Empfindungen. Ihr Verhältnis entwickelt sich den Umständen und Hintergründen entsprechend. Aus distanzierten, rein professionellen, erzwungenen Gesprächen wurden neckende Nachrichten. Pläne. Intimität. Humorvoll, den Anschein von Unverbindlichkeit weckend, öfter jedoch von Ernst durchtränkt, von stiller Trauer. Ein fragiles, sich nur langsam verdichtendes Band. Ich genoss es, wie hartnäckig und beständig Maxi blieb, wie sich Lola langsam öffnete, endlich erkannte, nicht immer stark sein, alleine kämpfen zu müssen.
Lindberg setzt auf prickelnde Tension und Sanftheit statt auf Spice und Schnelligkeit, was sich hervorragend in die atmosphärisch-ruhige, bedrückende Handlung fügt.
Für mich war der Dreh- und Angelpunkt der Story aber die Demenz von Frank. Denn aus dieser entstehen Lolas Überforderung, ihre merklich spürbare körperliche wie mentale Erschöpfung, ausgebrannt von der endlosen Aufopferung und ihrem Pflichtgefühl.
Selbst Lolas Großeltern – Franks Eltern – waren auf eine Art involviert, die uns ein unvorstellbares, ein grausames Leiden zugänglich macht. Zu sehen, wie das eigene erwachsene Kind dahinsiecht, immer weniger wird, ist eine Erfahrung, die niemand machen sollte. Subtil kritisiert werden zurecht u. A. die unzureichenden (und unbezahlbaren) Hilfsmöglichkeiten, die überlasteten Pflegestellen, das wenig Sicherheit bietende Gesundheitssystem für Erkrankte und Angehörige und das Unverständnis Außenstehender.
All das wurde sensibel und verständlich behandelt; die Handlung war mit Melancholie und durchdringender Verzweiflung gespickt. Lindberg griff zu einfühlsamen Worten, zu einem Hauch Poesie, nahbaren und echten Emotionen, zeigt einen Alltag, der uns alle treffen könnte. Authentisch, schwermütig und eindringlich.
Frau Berthold und Quinn brachten hier und da Leichtigkeit mit, indes sind es innige Augenblicke und Zärtlichkeit, die den Romantik-Faktor sacht puschen.
„Ever since she kissed me“ erinnert daran, dass es niemals zu spät für neue Erfahrungen ist, dass nicht alles ein Label braucht und Selbstfürsorge nie egoistisch, immer essenziell ist. Dass wir jeden klaren Moment genießen sollten, denn nichts ist so sicher wie der Tod, der uns alle irgendwann – manche viel zu früh – trifft.
Viele, viele Gedanken und Momente gehen nah, treffen tief, stimmen nachdenklich und lassen innehalten – nicht, kein einziges Mal aufgrund überzogener Dramatik, sondern einzig aufgrund der Realitätsnähe. Inka sorgt für Gänsehaut, für schwer Schlucken. Gleichzeitig schafft sie Sichtbarkeit für Betroffene von Demenz und Angehörige, für die Not.
Bewertung
5/5
15.08.2026
Buch (Taschenbuch)
einfach gut
Das Buch hat sich einfach so weggelesen. Es ist so natürlich und einfach geschrieben.
Es verpackt die schweren Themen Demenz & Tod so locker und zeigt gleichzeitig die Schwere die Betroffene erleben und durchleben müssen.
Danke auch für den Raum der anfangs ungewissen Beziehung von Lola und Maxi und die Gefühle und Gedanken die damit einhergehen.
Ein absolut bezauberndes Buch. Ich freue mich schon auf das nächste Buch!
Bewertung
5/5
13.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Ich will mehr Inka Lindberg!
Diese Review kommt 1 Jahr zu spät, aber:
Ich habe mich wirklich selten so repräsentiert gefühlt! Gerade als bisexuelle Frau, aber auch in allen anderen Belangen. Ich kann es kaum richtig beschreiben. Es wurde sich mit vielen Vorurteilen beschäftigt, auch innerhalb der Community, die meiner Meinung nach viel zu selten Raum bekommen und das hat mich tief berührt. Das wird nicht das letzte Buch sein, welches ich von Inka gelesen habe
Jennie
aus Essen
5/5
04.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Über Verlust, Trauer und doch so viel Liebe
Wer eine typische Lovestory sucht ist hier fehl am Platz. Bei Inka findest du komplexe Charaktere, tiefgründige Beziehungen und so viele schwere Gefühle. Wunderschöne Freundschaften mit unbegrenzter Nähe und wichtige Themen, die sonst nicht einfach so in Young Adult Romanen aufgegriffen werden. Es wird nicht unnötig dramatisch und die Entscheidungen sind nicht alle vorauszusehen. Ich wurde jedes Mal aufs Neue überrascht und geschüttelt. Wer bei diesem Buch keine Träne vergießt…
Es geht um Label, Outings, Queerness und wie hart es in der Schule sein kann wenn man nicht heterosexuell ist. Wie es nach der Schule im Alltag weiter geht und doch wie schön es sein kann wenn man die richtigen Menschen um sich herum hat.
Doch im Fokus bleibt Lola und ihre Trauer um ihren erkrankten Vater, den Sie Stück für Stück verblassen sieht. Sowas kann man nur authentisch beschreiben, wenn man es selber erlebt hat.
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5/5
17.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Mehr als nur ein Liebesroman
Das Buch beschreibt, was es mit Menschen macht, die sich um ihre demenzkranken Verwandten kümmern. Es hat mich emotional tief berührt und auf eine positive Art und Weise sehr mitgenommen.
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5/5
04.08.2026
Buch (Taschenbuch)
5/5 Ich liebs
Dieses Buch hat mich zerrissen und wieder zusammen genäht. Ich weiß wirklich nicht, wie Inka das immer schafft. Jedes Mal steckt sie ihre Hand in meine Brust und zieht das Herz heraus, nur um es fünf Kilo leichter zurück zu tun.
Verglichen zu den vorherigen Romanen ist es definitiv trauriger, bei Gott ich habe so viel geheult. Aber es tat so gut mitzufühlen.
Lolas und auch Maxis POVs sind so so ECHT. Ich mochte den POV-Wechsel sehr, man hat viel mehr die Beziehung und das eigentliche Problem dadurch verstanden.
Den ganzen Juli habe ich beide Charaktere begleitet und ich wollte nicht, dass es aufhört. Gleichzeitig wollte ich es aber so schnell wie möglich lesen und eine Rezension schreiben damit diese noch vor Print-ET online geht, es war wirklich ein Dilemma. Um so glücklicher bin ich jetzt, ihr Buch in vollen Zügen genossen zu haben. Danke für ein leichteres Herz und die Wärme in meiner Brust, die nun zurückbleibt.
Achtung Spoiler:
Ich liebe offene Enden, denn man stellt sich nicht nur die Frage ob Lola nun auch unter dem selben Schicksal wie ihr Vater leiden muss oder ob sie „unversehrt" bleibt sondern auch, ob es überhaupt eine Rolle spielt was bei der Untersuchung rauskommt. So oder so hat Maxi sich entschieden zu bleiben und ich finde das zeigt wie sehr Lola geliebt wird.
Lola hätte ihren Vater auch verlassen, trotzdem nach Australien gehen können aber sie hat sich für ihren Vater entschieden. Ihr Liebesleben, Ihre Träume und sich Selbst hat sie in eine Kiste gepackt und zur Seite gestellt. Ich finde es außerdem sehr realistisch, wie Lola mit allem umgegangen ist. Wie sie Maxi weg gestoßen hat, genau so wie Alles andere und Jeden um sie herum.
Die Unruhe, das putzen…. Das Schweigen, Lügen und Meiden. Wirklich unfassbar authentisch und roh dargestellt! Denn Verhaltensmuster legt man nicht so schnell ab. Wunden brauchen Zeit zu heilen und ich finde beide haben eine Menge in den 400 Seiten durchgemacht und auch gelernt.
Was ich besonders an Inkas Romanen mag ist, dass sie nicht typisch sind. Ich habe keine typische Liebesgeschichte erwartet und sie hat mich keines Wegs im Stich gelassen!
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