Wer nimmt, dem wird gegeben.Das ist das Motto von Paul Gertsch. Der Fünfzigjährige betreibt einen Trödelladen in Bern. In der Regel kommen Leute mit der Absicht, ihren alten Kram in Zahlung zu geben. Nicht selten gehen sie mit neuem Kram. Weniger oft kommen Leute, die Gertsch einen besonderen Auftrag erteilen wollen, einen Auftrag, der im Flüsterton geäußert wird und für den eine Anzahlung getätigt werden muss: Bargeld in unbeschrifteten Kuverts. So räumt Gertsch gemeinsam mit seiner Tochter etwa ein gut überwachtes Luxuschalet in Gstaad aus – die Art Familienausflug, die sie beide schätzen – oder macht seinen Auftraggeber durch einen fingierten Raubüberfall zum Helden eines Theaterabends und verhilft ihm so zur Beförderung.Als Gertsch die Leiche eines landesweit bekannten Unternehmers untergeschoben wird, muss er all seine Fähigkeiten aufbieten, um sich die Polizei vom Leib zu halten. Aus dem Dieb wird ein Detektiv, und bei der Aufklärung des Falls sind ihm nicht nur legale Mittel recht.»Der erste Krimi des Kabarettisten überzeugt mit Pointen und Selbstironie.« Caspar Battegay / NZZ am Sonntag»Gewohnt witzig – auch als Krimiautor.« Babina Cathomen / Kulturtipp
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Nelly
Book Circle Community
5/5
20.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Unterhaltsamer Krimi
Kurze und klare Dialoge ohne Abschweifungen. Die Figuren sind sympathisch und ohne viel Beigemüse umschrieben. Toll ist, dass Gertsch und seine Tochter keine 0815-Ermittler sind. Klare Storyline mitten in Bern.
Insgesamt eine unterhaltsame Kriminalgeschichte mit leichtem Spannungsbogen. Sozusagen ein feel good-Krimi, der glustig macht auf die Fortsetzung.
Bewertung
aus Oberursel
5/5
08.10.2025
Buch (Taschenbuch)
mein neues Gaunerpärchen Drea-Team!
Hübsches Cover, interessanter Klappentext – mal was anderes. Ich war neugierig und musste das Buch lesen. Und ja: sehr coole Story!
Mit 176 Seiten ist das auch ein recht kurzer Krimi, den man relativ flott an einem Wochenende lesen kann. Der Klappentext ist auch schon sehr aussagekräftig; viel mehr zum Inhalt mag ich auch nicht verraten. Wir sind in Bern, und im Mittelpunkt des Geschehens stehen der Antiquitätenhändler Paul Gertsch und seine Tochter Alina; mein neues Gaunerpärchen Dream-Team :-) In bester Gentleman-Gauner-Manier betreibt Gertsch seinen Trödelladen, um von hier aus Kundschaft für die wirklich gewinnbringenden Geschäfte zu akquirieren, und ja, das Geschäft läuft. Eines Tages kommt allerdings ein unverhofftes Problem auf die Gertschens zu: irgendjemand hat eine Leiche in Pauls Kofferraum deponiert. Was tun, wenn man nicht zur Polizei will, denn zufälligerweise, nun ja, kommt man gerade von einem Coup und diese Leiche kommt zum denkbar schlechtestem Zeitpunkt..... Paul und Alina werden kreativ, und müssen nicht nur den Toten loswerden, sondern möglichst auch noch den wahren Mörder finden, und sich selbst die Polizei vom Halse halten.
Mein Leseeindruck: Das war gut :-) ! Intelligent geplottet, witzige Dialoge, viel Action; alles sehr unblutig, aber nichtsdestotrotz sehr spannend. Mir hat es sehr gut gefallen. Ich mag den Stil von Christoph Simon: sehr flüssig, aber kein Wort zu viel; teils ironisch und sarkastisch, teils einfach witzig, und auch so bildhaft, dass ich die Protagonisten direkt vor meinem inneren Auge hatte. Der Autor kann mit Sprache einfach umgehen, er ist wohl auch schon mehrfach preisgekrönt und macht u.a. Poetry Slam, und das merkt man. Es macht Freude, ihn zu lesen, hier beherrscht jemand sein Handwerk.
Mit Paul und Alina haben wir auch ein interessantes Gespann. Vater und Tochter auf gemeinsamen Einbrüchen und fingierten öffentlichen Show-Einsätzen; das fand ich cool, das hat mich irgendwie an die alten Gaunerkomödien erinnert, so à la Sidney Sheldon, und mit der Figur von Paul hatte ich mental George Clooney vor Augen bei Ocean's 1-54 (okay, ich merke gerade, ich bin alt. Wer diese Rezension liest und u50 ist, kann mit meinen Assoziationen nichts anfangen. Also lassen wir das....) .
Auf jeden Fall, ich war bestens und sehr intelligent unterhalten! Gute Geschichte, witzige Cast. Für mich hat alles gestimmt, und ich warte jetzt mal auf die nächsten Abenteuer um die beiden Gertschs!
Patrick
aus Bern
4/5
01.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Spannende, kurzweilige Geschichte
Die sehr kurzweilige Geschichte rund um Paul Gertsch und seiner Tochter Alina war als Nr. 1 Krimi ganz oben im Regal - entsprechend hoch die Erwartungen. In leicht verdaubaren Kapiteln erzählt der Autor vom ersten Gertsch-Krimi. Die Geschichte ist gut gelungen und kurz gehalten - entsprechend flach ist dee Spannungsbogen und einfach/oberflächlich die Handlung. Allgemein sehr unterhaltsam und lesenswert für lockere Lesestunden. Ich freue mich auf die Fortsetzung, sollte es eine geben.
Renas Wortwelt
3/5
17.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Unterhaltsam, aber oberflächlich und ohne Spannung – Krimi aus der Schweiz
Wer unverhofft eine Leiche im eigenen Kofferraum findet und selbst nicht ganz astreinen Geschäften nachgeht, muss sich zu helfen wissen. So der Antiquitätenhändler Paul Gertsch und seine Tochter Alina.
Die beiden gehen nicht immer ganz legal vor bei ihren Unternehmungen. So beispielsweise bei einem – wiewohl fingierten – Einbruch oder bei einem Auftrag, bei dem sie einem immer übergangenen Angestellten zu seiner lang ersehnten Beförderung verhelfen sollen. Neben seinem Trödelladen betreibt Paul Gertsch eben sonstige Geschäfte, nimmt auch schon mal eher dubiose Aufträge an.
Bei der Erledigung eines solchen jedoch finden er und Alina plötzlich eine männliche Leiche im Kofferraum. Die es nun zu entsorgen gilt. Nachdem das erledigt ist, lässt der Vorfall aber vor allem Alina keine Ruhe und so beginnen die Beiden nachzuforschen. Wer ist der Tote, warum und von wem, wie und wann wurde er ermordet?
Ziemlich schnell haben sie einen Verdacht und gehen diesem nach. Beziehungsweise wollen die Person, die den Mord beging, überführen.
So weit, so nett, dieser kurze und recht kurzweilige Krimi aus der Schweiz. Mit sehr sympathischen, weil unkomplizierten Protagonisten und einer ebenfalls sehr unkomplizierten Story. Der Plot ist nun wirklich sehr einfach, recht platt und ohne jede Verwicklung, ohne Überraschung und vor allem leider auch ohne Spannung. Denn schon der erste Verdacht von Paul und Alina stellt sich als richtig heraus und natürlich gelingt ihnen die Überführung der besagten Person.
Das Ganze wird flott und flüssig erzählt, ohne Schnörkel, ohne Tiefgang, ohne Abschweifungen (wenn man von der etwas überstürzten und eher unlogischen Liebesaffäre Alinas einmal absieht) und eben wie gesagt auch ohne Spannungsmomente. Somit ist der Roman zwar hinreichend unterhaltend, aber doch nicht wirklich fesselnd. Die Sprache ist einfach, der Stil durchaus humorvoll, mal auch mit einigen Prisen schwarzem Humor, die Dialoge sind zwar lebensnah, aber ebenfalls leider spannungslos, die Figuren nicht ohne Klischees.
Fazit: Ein Krimi, den man gerne liest, aber danach auch schnell wieder vergisst.
Christoph Simon - Die geschenkte Leiche
Atlantis, September 2025
Taschenbuch, 175 Seiten, 16,90 €
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