Mitreißend, feinfühlig und stimmungsvoll erzählt dieses Debüt von einem alles entscheidenden Sommer des Suchens und Findens»Es ist nur so, dass ich, bevor ich mich den Rest meines Lebens nur noch mit dem Sterben beschäftige, gern selbst etwas erlebt hätte.«Der Sommer 2003 beginnt wie immer: Freibad, Bandproben, die Leichen in Papas Keller. Dominik ist der Sohn des örtlichen Bestatters und soll den Familienbetrieb in nicht allzu ferner Zukunft von seinem alleinerziehenden Vater übernehmen. Bislang sprach nichts dagegen, denn Domi ist erstaunlich routiniert im Umgang mit Trauernden und weiß mehr über Tod und Verlust als die meisten Erwachsenen. Worüber er allerdings wenig weiß, ist das Leben selbst. Das ändert sich, als kurz vor den großen Ferien ein Neuer in seiner Klasse auftaucht: Biff ist unangepasst, lässig, impulsiv. Gegen seinen Willen fühlt Domi sich von dessen scheinbar endlosen Hunger auf das Leben angezogen, und so entsteht im Laufe dieses heißen, flirrenden Sommers zwischen den beiden etwas Größeres, etwas, das in seiner Intensität alles andere, Freunde, Familie, Zukunft, an den Rand drängt.Ungekürzte Lesung mit Flemming Stein11h 29min
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
4/5
09.02.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Zwischen Abschied und Aufbruch
Restsommer von Kea von Garnier ist ein sehr eindringlicher Roman über das Erwachsenwerden, über Erwartungen und den Mut, seinen eigenen Weg zu suchen. Im Mittelpunkt steht Dominik, der kurz vor dem Schulabschluss steht und eigentlich das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen soll. Doch je näher dieser Schritt rückt, desto stärker werden seine Zweifel. Zum ersten Mal beginnt er sich zu fragen, was er selbst vom Leben will und ob er den Mut hat, sich gegen das Vertraute zu entscheiden.
Besonders gelungen ist die einfühlsame Darstellung von Dominiks innerem Konflikt. Seine Gedanken und Gefühle wirken authentisch und nachvollziehbar, sodass man sich gut in seine Situation hineinversetzen kann. Die Geschichte lebt weniger von großen, dramatischen Ereignissen als von den leisen Momenten und den emotionalen Zwischentönen. Gerade diese ruhige Erzählweise verleiht dem Buch eine besondere Tiefe und macht es zu einer sehr persönlichen Lektüre.
Der Schreibstil ist klar, flüssig und gleichzeitig sehr stimmungsvoll. Kea von Garnier schafft es, eine intensive Atmosphäre zu erzeugen, die den Sommer und die Unsicherheit dieser Lebensphase greifbar macht. Besonders die Themen Identität, erste Liebe und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben werden sensibel und glaubwürdig behandelt.
Restsommer ist ein berührender Roman über Entscheidungen, Selbstfindung und den Mut zur Veränderung. Es ist ein Buch, das nicht laut sein muss, um lange nachzuwirken. Vor allem Leser, die ruhige, emotionale Geschichten über das Erwachsenwerden und persönliche Entwicklung mögen, werden hier eine besondere und nachdenkliche Geschichte finden.
nur_noch_eine_seite
5/5
25.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Mit dem Tod kenne ich mich aus, aber vom Leben hab ich keine Ahnung."
In ihrem ersten Roman "Restsommer" erzählt uns Kea von Garnier von Dominik und Biff im trostlosesten Kaff in Niedersachsen überhaupt. Dominik soll möglichst bald das Beerdigungsinstitut seines Vaters übernehmen und dann ist da Biff, der aus Berlin in Dominiks kleine Welt kommt. Das erste Drittel zog sich für mich etwas, zu ausführlich fand ich die Beschreibungen des Beerdigungsinstitutes, der Stadt, der Familiensituation. Aber dann zog mich die zarte Liebesgeschichte der beiden Jungs in ihren Bann und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Dazu beigetragen hat sicher auch die Sprache des Buches. Sie ist sachlich-nüchtern, jedoch niemals kühl. Das Cover ist passend gewählt, findet doch eine Schlüsselszene der Erzählung im städtischen Freibad statt. Mich konnte diese zarte Coming-of-age-Geschichte restlos überzeugen und ich finde sie auch für (vielleicht sonst nichtlesende :-) ) Jungen sehr passend. Ein tolles Sommerbuch!
Bewertung
aus Wermelskirchen
5/5
09.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein inhaltlich starker Pageturner
Dominik ist sechzehn und lebt mit seinem Vater in einem kleinen Dorf. Seine Mutter ist im letzten Jahr ausgezogen. Sein Alltag ist überschaubar, bis kurz vor den Sommerferien der neue Schüler Biff (eigentlich Benjamin) in seine Klasse kommt. Er kommt aus Berlin und er ist irgendwie anders, aufmüpfig und faszinierend. Gemeinsam genießen die beiden kleine Fluchten aus dem Dorfleben, doch Dominik spürt, dass da noch mehr ist. Es fällt ihm aber schwer sich einzugestehen, dass er sich verliebt hat.
Ein Wochenende in Berlin wird zum Wendepunkt, denn Dominik öffnet sich. Doch als sie wieder zurück im Dorf sind, kehr die Angst vor den Eltern, der Clique und vor sich selbst zurück.
Die Geschichte wird aus Dominiks Ich-Perspektive erzählt und wirkt dadurch sensibel, schonungslos und auch politisch. Es ist eine „Coming of age“ und „coming out“ Geschichte, die einen Leidensweg beschreibt, der von Angst, Sehnsucht und dem Wunsch nach Freiheit geprägt ist.
Besonders berührt hat mich, wie selbstverständlich schwere Themen wie der Tod und Bestattungsrituale, aber auch Depression, häusliche Gewalt, Alkoholmissbrauch und Homophobie eingewoben werden. Trotzdem überwiegt am Ende die Hoffnung, dass mit Offenheit, Toleranz und Verständnis vieles gut werden kann.
Auch sprachlich hat mich der Roman begeistert. Die Metaphern sind sinnlich und treffend und kleine Alltagmomente fließen samt Gerüchen und Geräuschen in die Handlung ein. Und die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite gegeben. Ich konnte das Buch kaum weglegen.
Große Leseempfehlung für einen queeren Coming-of-Age Roman über die erste Liebe, Familie und Freundschaft!
Bewertung
5/5
09.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein besonderes Buch
Restsommer - Kea von Garnier
„Es ist nicht so, dass die Leute mir nicht leidtun. Jemanden zu verlieren, den man liebt, das kann einen brechen, einen richtig fertigmachen. Es ist nur so, dass ich, bevor ich mich den Rest meines Lebens nur noch mit Toten beschäftige, gern selbst richtig gelebt hätte. Und bisher, so fühlt sich das hier draußen an, Habe ich nichts erlebt. Ich existiere bloß.“
Dominik ist 16 Jahre alt, der Sohn eines Bestatters in einem kleinen niedersächsischen Dorf und lebt mit seinem Vater allein, nachdem die Mutter ausgezogen ist. In der Perspektive des Ich-Erzählers betrachtet und analysiert er sein Leben.
Als ein neuer Schüler, Benjamin, genannt Biff, kurz vor den Sommerferien in die Klasse kommt, ändert sich plötzlich Dominiks Welt.
„Er trägt ein Hemd mit Leoprint und eine viel zu hoch sitzende Hose, die aussieht, als wäre sie vor zwanzig Jahren modern gewesen. Dazu ein Paar ausgelatschte Converse und an beiden Armen jede Menge Armbänder aus schwarzem Leder. An den meisten Typen würden die Klamotten vollkommen lächerlich aussehen, aber er kann es irgendwie tragen.“
Dominik ist fasziniert von dem aufmüpfigen Biff, ihm gefällt dessen Art und gemeinsam genießen sie die Freiheit der kleinen Fluchten.
Aber es ist noch mehr, was ihn zu dem anderen Jungen hinzieht und es fällt Dominik schwer, sich einzugestehen, dass er sich verliebt hat.
Als die beiden ein aufregendes Wochenende in Berlin verleben, kann Dominik sich öffnen, aber zurück im Dorf, kehrt die Angst vor der Reaktion der Eltern sowie seiner Freundesclique zurück.
In schonungslosen, aber auch sensiblen poetischen Sätzen erleben wir die erste Liebe aus Sicht eines jungen Mannes sehr authentisch und sinnlich.
Coming-of-Age und Coming-out sind Begriffe, die diese Geschichte nicht wirklich erfassen. Es ist ein echter Leidensweg, voller Ängsten, intensiven Gefühlen und dem Wunsch nach Freiheit und Befreiung. Die beiden Protagonisten sind sehr besondere Charaktere, sie können die leichten, schönen Momente ihrer Liebe und gegenseitigen Anziehung genießen, werden aber auch immer wieder von ihren eigenen Geschichten eingeholt.
Neben dieser Liebesgeschichte werden mit großer Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit der Tod und die Bestattungsrituale im Institut thematisiert.
Ein wirklich zauberhaftes Buch mit einer tollen Dramaturgie, die bis zum letzten Moment fesselt.
Besonders gelungen finde ich neben dieser überzeugenden Liebesgeschichte, die auch das Thema Sexualität ganz selbstverständlich aufnimmt und die passenden Metaphern für Gefühle findet, die Beschreibung von Alltagssituationen, in der kleine Momente, Geräusche, Gerüche, einfach nebenbei in die Erzählung integriert werden.
Ein besonderes Buch, das ich unbedingt allen Altersgruppen empfehlen kann.
Blessing 2026
Bewertung
5/5
07.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
gelungener 2000er Sommerroman
Die Figuren und die Zeit der frühen 2000er sind super authentisch beschrieben, man fühlt sich wie damals.
Ich musste oft schmunzeln wegen des Humors von Dominik.
Ich konnte mich durch das Einfühlungsvermögen der Autorin gut in die Situationen hineinversetzen und kann das Buch nur weiterempfehlen.
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5/5
24.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine feinfühlige Sommergeschichte
Restsommer war für mich ein Titel, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Die Coming-of-Age-Geschichte rund um Dominik, Biff und Schönacker konnte mich vor allem durch ihre besondere Atmosphäre und den gefühlvollen Schreibstil begeistern. Der ungewöhnliche Umstand, dass Dominiks Vater Bestatter ist, verleiht der Geschichte eine ganz eigene Note und bietet zugleich einen interessanten Einblick in einen Beruf, über den man im Alltag nur selten etwas erfährt.
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5/5
21.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Jahreshighlight
"Restsommer" – ein Sommerroman über Freundschaft, erste Liebe, Zukunfts- und Familienprobleme.
Sommer in der Kleinstadt Schönacker. Dominiks Tage sind gefüllt mit Schule, Freibad und der Hilfe für seinen Papa im Bestattungsinstitut. Als plötzlich der neuzugezogene Biff in seine Klasse kommt, ändert sich das schlagartig. Biff gibt ihm zu verstehen, dass die Welt mehr zu bieten hat als das verschlafene Schönacker.
Ein wunderschöner und auch emotionaler Coming-of-Age-Roman.
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5/5
21.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Beste Sommerferien-Lektüre
Die Geschichte von Domi und Biff ist frisch erzählt und lässt uns an einem Sommer voller überraschender Entdeckungen, wilder Ausflüge und großer Entscheidungen teilhaben. Was macht diesen Coming-of-age-Roman so besonders? Für mich ganz klar die zwar respektvollen aber oft amüsanten Schilderungen rund um das Bestattungsunternehmen. Und auch wenn es eine wilde und verwirrende Zeit ist, hat Domi sich am Ende selbst gut kennen gelernt und ein Gespür dafür, was gut für ihn ist. Chapeau!
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5/5
13.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Stark!
Ein mitreißender Roman über die erste Liebe und alle Unsicherheiten und Unwägbarkeiten die dazu gehören. Eigentlich sollte das Leben offen vor einem liegen, doch Dominik kommt sich wie auf der Einbahnstraße vor. Alles ist vorbestimmt - er soll das Bestattungsinstitut seines Vaters übernehmen. Aber wo bleibt da das Leben?
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5/5
13.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was wäre wenn.....
Sommer 2003 - Dominik steht kurz vor dem Abitur und hat große Träume. Sein Vater, der das örtliche Bestattungsunternehmen schon in dritter Generation betreibt, hat die Zukunft seines Sohnes allerdings schon verplant und sieht ihn als seinen Nachfolger. Und dann kommt Biff in Dominiks Klasse - lässig, unangepaßt, lebenshungrig. Die Beiden freunden sich an und in Dominik wird der Wunsch immer größer, Neues zu wagen und sein eigenes Leben zu leben.
'Restsommer' von Kea von Garnier ist eine tolle Sommer - und Aufbruchsgeschichte und eine berührende Liebesgeschichte ohne Kitsch, über eine Liebe, die viel Mut erfordert.
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