Produktbild: Die Titscha

Die Titscha Der Lebensroman meiner schlesischen Grossmutter im Oberwallis

2

32,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.04.2026

Verlag

Limmat

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

11,6/19,1/2,3 cm

Gewicht

315 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03926-108-6

Beschreibung

Rezension

«Ein ausdrucksstarkes und vielschichtiges Buch!» Peter Beutler, Autor
«In Abgottspons Familienroman erfährt man viel über das beschwerliche Leben damals, das sich von Generation zu Generation nur wenig verbesserte.» Salome Müller, Die Zeit
«Ein Buch mit interessanten, autobiografisch gefärbten Einblicken in die damaligen Lebensumstände und zeitweise flotten, romanhaften Passagen.» Thomas Baumann, Walliser Zeitung
«Unbeirrbar trotzt eine Schlesierin den Widerständen im Bergdorf Visperterminen.» Walliser Zeitung
«Seine detailreichen und bildhaften Schilderungen der Ereignisse berühren zutiefst. Für alle, die Visperterminen und die faszinierende Oberwalliser Landschaft kennen und lieben, wird dieses Buch eine Quelle von Erinnerungen und Inspiration sein und lässt mit Respekt und Bewunderung zurückblicken.» Margrit Lustenberger, Seetaler Bote
«Ein bewegender, einfühlsamer Roman über Not, Zusammenhalt und die leisen Veränderungen über Generationen hinweg.» Sandra Bellini, Buchhandlung Bellini
«In einer Mischung aus romanhaft erzählter Familiengeschichte, Erinnerungen seiner Großmutter und anderer Familienmitglieder des Autors werden ihre Lebenswege und -orte nachgezeichnet inklusive der Ende 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts im Wallis herrschenden Armut.» Frank Seeger, ekz.bibliotheksservice

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Erscheinungsdatum

16.04.2026

Verlag

Limmat

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

11,6/19,1/2,3 cm

Gewicht

315 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03926-108-6

EU-Ansprechpartner

GVA Gemeinsame Verlagsauslieferung
Postfach 2021
37010 Göttingen
DE
info@gva-verlage.de

Herstelleradresse

Limmat Verlag AG
Quellenstrasse 25
8031 Zürich
CH
mail@limmatverlag.ch

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  • Shilo

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    18.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Not und Zusammenhalt

    Die Geschichte spielt in einer kargen, schwer zu bewirtschaftenden Landschaft, in einem Oberwalliser Bergdorf, Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Brüder Gustav und Alphons Briggeler müssen aus Not das Dorf verlassen und arbeiten als Melker in Schlesien. Dort lernen sie die Schwestern Anna und Elisabeth kennen. Jahre später kehren die Familien ins Wallis zurück. Nach Annas frühem Tod bleibt Elisabeth zurück und wird von den Dorfbewohnern ausgegrenzt. Sie wird die Titscha genannt und muss sich ihren Platz im Dorf mühsam erkämpfen. Gustav und Elisabeth stehen gemeinsam vor Herausforderungen, die von harter Arbeit, wenig Geld und einem schweren Unfall geprägt sind. Die Geschichte wird ruhig und klar erzählt, ohne dass die Härte des Lebens übertrieben dargestellt wird. Alles wirkt glaubwürdig, und die Figuren sind nachvollziehbar. Die Ausgrenzung von Elisabeth und ihr leiser Kampf berühren, ohne dass es gekünstelt wirkt. Auch der Zusammenhalt innerhalb der Familie sorgt für kleine, warme Momente, die die Handlung lebendig machen. Über die Jahre hinweg zeigt sich, wie das Dorf sich langsam verändert. Die Entwicklungen sind nachvollziehbar und realistisch. Dadurch entsteht das Gefühl, ein Stück Leben mitzuverfolgen, das über Generationen hinweg geprägt ist. Am Ende bleibt eine bewegende Geschichte, die im Gedächtnis bleibt. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle, die ruhige, lebensnahe Geschichten schätzen, in denen es nicht um große Dramen geht, sondern um das, was Menschen durch schwierige Zeiten trägt.

  • drawe

    aus Landau

    5/5

    19.06.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ein packendes Lebensbild

    Dem Limmat-Verlag verdankt der Buchmarkt die Wiederbelebung einiger Schweizer Autoren wie Charles-Ferdinand Ramuz oder Aline Valangin oder Plinio Martini. Regelmäßig gibt der Verlag zudem Lebensbilder heraus, die eine untergegangene Zeit beschwören und dem Leser packende Lebensläufe vor Augen stellen – Lebensläufe von sog. kleinen Leuten, deren Leben aber durchaus als typisch für ihre Zeit und ihre soziale Schicht gelesen werden kann. Dazu gehört auch das Buch „Die Titscha“, in dem der Autor das Leben seiner Großmutter Elisabeth nachzeichnet. „Titscha“, die Deutsche: das ist die eher abfällige Bezeichnung der Walliser für Elisabeth, die es von Schlesien ins Vispertal im Wallis verschlagen hat. Das beeindruckend schöne Wallis kennen wir heute von Wandern und vom Skifahren her; im 19. Jahrhundert war das Wallis jedoch ein „Armenhaus“, das seine Bewohner kaum ernähren konnte. Schuld daran war nicht nur die Topografie, sondern auch die Wasserarmut, dazu fehlende Verkaufsmöglichkeiten für ihre Produkte und auch das System der Erbteilung, das jedem Kind seinen Anteil zusprach und so zu einer kontinuierlichen Verkleinerung des Landbesitzes führte. Und zugleich die Abwanderung förderte, wie der Autor am Beispiel seines Großvaters darlegt. Der Autor legt seine Erzählung sehr breit an und beginnt mit den Urgroßeltern, um schließlich bei seinen eigenen Erinnerungen an seine Großmutter Elisabeth, die Titscha, zu enden. Er erzählt von der dürftigen Schulbildung der Kinder, der hohen Kindersterblichkeit, von Missernten und Hunger, vom kargen Essen („mit altem Brot angereicherte Suppe“ als tägliche Mahlzeit), der harten bäuerlichen Arbeit, den langen Fußmärschen zur Schichtarbeit in der Fabrik und dem einsam und hoch gelegen Dorf, das von der großen Politik selten erreicht wurde. Er erzählt aber auch vom großen Familienzusammenhalt, der die fehlenden Sozialversicherungen ersetzen musste und die Folgen von Invalidität und anderen Notlagen auffing, aber der auch dazu führte, dass die Kinder als Arbeitskraft sehr früh und so lang wie möglich an den elterlichen Haushalt gebunden wurden. Der Autor hat von seiner deutschen Großmutter offensichtlich die Liebe zu Büchern und die Freude am Erzählen geerbt. Er ist kein professioneller Erzähler, und die Dialoge sind recht hölzern, aber er schafft ein sehr anschauliches Lebensbild seiner Familie. Er vermeidet jede Romantisierung dieses Gebirgsdorfes, sondern zeigt einen klaren Blick auf die Gegebenheiten. Er verschweigt weder die Fremdenfeindlichkeit, der seine schlesische Großmutter ausgesetzt war, noch die Sympathie, die die Schweiz dem deutschen Nationalsozialismus entgegenbrachte. Ebenso prangert er mit bitteren Worten die Rechtlosigkeit der Arbeiter an und die selbstgerechte Rolle der Kirche, die „immer an der Seite der Reichen und Mächtigen“ stand.

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