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Mutter

1

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Herausgeber

Liliane Studer

Verlag

Limmat

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

19/11,7/1,1 cm

Gewicht

150 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03926-104-8

Beschreibung

Rezension

«Einer der eindrücklichsten Prosatexte in der Schweiz des zwanzigsten Jahrhunderts.» Schweizer Radio DRS 2
«Es ist erstaunlich, wie Aline Valangin mit ihrem Material umging: Sie schrieb fast in Echtzeit und hatte trotzdem einen schier perfekten Blick für grössere Zusammenhänge. Eine literarische Wiederentdeckung.» Franziska Hirsbrunner, SRF Kultur
«Dem Limmat Verlag ist es hoch anzurechnen, dass Aline Valangins Werk dem heutigen Lesepublikum wieder zugänglich gemacht wird.» Urs Heinz Aerni, Lesen Magazin
«Aline Valangin ist eine hervorragende, zu unrecht leider fast vergessene Schriftstellerin.» Die Furche, Wien
«Obwohl der Text kaum sechzig Seiten umfasst, gelingt es ihm, die Beziehung zwischen Valangin und ihrer Mutter in ihrer emotionalen Vielschichtigkeit einzufangen. Besonders wirkungsvoll sind dabei die schlichte Schreibweise sowie die vielen Fragen, die der Text stellt. Trotz des Alters des Textes und Valangins Status als klassische Autorin bleibt Mutter dadurch leicht lesbar und in seinen Fragen zugänglich. Die Autorin zeigt sich als unsichere, einsame Frau, die vergeblich versucht, einer der universellsten Erfahrungen der Welt – den Tod einer nahestehenden Person – zu verarbeiten.» Georgina Ford, Schweizer Buchjahr
«Für alle, die feinfühlige, autobiografische Texte über Familie, Schuld und späte Versöhnung schätzen.» Sandra Bellini, Buchhandlung Bellini
«Eine ergreifende Hommage auf die Frau, gegen die sie so lange gekämpft hatte.» Pforzheimer Zeitung
«Ihr Essay ‹Mutter› ist berührend, eindrücklich, nachhallend, faszinierend, unvergesslich. Ein Meisterwerk!» Sonja L. Bauer, Berner Landbote
«Eine berührende Reflexion über eine universelle Erfahrung. Wer Bärfuss mag, sollte auch Valangin lesen.» Katja Baigger, bref Magazin

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Erscheinungsdatum

12.03.2026

Herausgeber

Liliane Studer

Verlag

Limmat

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

19/11,7/1,1 cm

Gewicht

150 g

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1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03926-104-8

EU-Ansprechpartner

GVA Gemeinsame Verlagsauslieferung
Postfach 2021
37010 Göttingen
DE
info@gva-verlage.de

Herstelleradresse

Limmat Verlag AG
Quellenstrasse 25
8031 Zürich
CH
mail@limmatverlag.ch

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  • drawe

    aus Landau

    5/5

    06.04.2026

    eBook (ePUB 3)

    Emotionale Mutter-Tochter-Verkettung

    Aline Valangin war mir von ihren Tessiner Dorfromanen her in bester Erinnerung. Dorfroman – da denkt man an eine beschauliche Idylle, fernab vom Getriebe der Welt und vor allem des 2. Weltkriegs. Aline Valangin aber schaut genau hin. Gnadenlos legt sie die Scheinheiligkeit dieser vermeintlichen Idylle frei – und mit diesem präzisen Blick betrachtet sie hier ihr schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter. Die Autorin ist ausgebildete Psychoanalytikerin und erkennt das komplizierte Geflecht, in dem sie und ihre Mutter sich verfangen haben. Schon ihre Geburt war eine Enttäuschung: nur ein Mädchen? Die Mutter wünschte sich einen Sohn als Ersatz für ihren Ehemann, der sie mit seiner eher stillen und unglamourösen Lebensweise enttäuschte. Eine schwierige Beziehung beginnt. Die Mutter vereinnahmt die Tochter vollständig und isoliert sie von ihren Altersgenossinnen. Die Autorin erkennt den Grund: die Mutter ist getrieben von einer „grauenvollen Angst vor dem Alleinbleiben“ und macht die Tochter für ihre Lebensglück derart verantwortlich, dass die Tochter nur noch ein Ziel hat: die Flucht aus dem Elternhaus, die Flucht ins Studium und in eine Ehe. Die Mutter scheut auch vor Erpressung und Lügen nicht zurück und zwingt sie mit ihrer angeblichen tödlichen Erkrankung nach Hause zurück. Die Tochter erkennt sehr wohl die Machtkämpfe der Mutter, verweigert ihr schließlich die Gefolgschaft und verhärtet sich ihr gegenüber. Die ungesunde, hoch emotionale Verkettung dieser beiden Frauen löst sich erst nach dem Tod der Mutter. Auch hier analysiert Aline Valangin trotz ihrer Erschütterung sehr präzise. Sie erkennt, dass der Tod der Mutter für sie zugleich eine Geburt bedeutet: den Aufbruch in ein selbstbestimmtes Leben. Trotzdem ist sie voller Reue über ihre Härte. Aline Valangins kurzer Text ist in einer der Zeit entsprechenden Sprache verfasst, die aber in ihrer hohen Emotionalität mehr als 100 Jahre später immer noch den Leser berührt. Und die den Leser anstößt, das Verhältnis zur eigenen Mutter zu bedenken. Ein lesenswerter Text. Und ein großes Dankeschön an den Limmat Verlag, der diese vergessene Autorin wieder ins Licht hebt.

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