2086. Die Erde ist vergiftet, die Menschheit nahezu ausgelöscht. Nur eine künstlich erschaffene Stadt am Äquator bietet den letzten Überlebenden Schutz unter einer riesigen Kuppel:
die City of Seasons.
Doch Freiheit ist hier ein Fremdwort. Menschen werden nach Alter, Gesundheit, und Reichtum sortiert, Familien zerrissen und junge Frauen gezwungen, sich genetisch perfekten Partnern zu fügen.
Kim Callaghan wird in die Zone Winterburg verschleppt, weit weg von ihrer Familie und ihrer großen Liebe Chris. Doch Kim ist keine, die sich unterordnet.
Was als Suche nach ihrer Familie beginnt, wird zu einer Rebellion gegen ein skrupelloses Regime und zu einem inneren Kampf zwischen Herz und Pflicht.
Ein dystopischer Roman voller Spannung, Verrat und Liebe. In einer Welt, in der selbst die Luft nicht mehr frei ist.
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Spannend bis zum Schluss und erschreckend realistisch
HAMMER!!! Young Adult trifft hier auf erschreckend realistische Dystopie. Nachdem die Welt von einer Pandemie regelrecht zerstört wurde und fast die gesamte Menschheit ausgerottet hat, landet Kim Callaghan
unter einer Kuppel irgendwo am Äquator. Aber schnell stellt sich heraus, dass dies für die letzten Menschen nicht die Rettung war. Die Protagonistin kämpft sich durch Zonen Winterburg, Springtown, Town of Fall und SummerCity. Die Amazonen haben mir besonders gut gefallen, denn dort passieren soviele spannende Dinge. Das gesamte Buch hat untypische und extrem viele Schauplätze, von Hamburg bishin zum Äquator, die spannend und sehr filmisch beschrieben werden. Und das gefällt mir total. Manchmal fast Klaustrophobisch, da es auch unter Wasser geht und man regelrecht fühlen kann, wie sie durch enge Rohre schwimmen. Auch finde ich es mal Abwechslungsreich, keine typischen Charaktere zu haben. Erfrischend auch mal über Türkische, Chinesische oder Indische Protagonisten etwas zu lesen. City of Seasons zeigt uns eine Zukunft, wenn eine Pandemie uns zerstört hat und man dennoch nicht die Hoffnung aufgeben will, dass die Menschheit doch noch den richtigen Weg finden wird. Das Buch selbst ist mit viel Liebe gestaltet.
Absolut Empfehlenswert.
Bewertung
5/5
01.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Bist du bereit ?
Stell dir vor, die Welt, wie du sie kennst, zerfällt. Eine Krankheit breitet sich aus wie ein Flüstern, das niemand mehr aufhalten kann. Straßen werden leer, Stimmen verstummen und die Luft selbst wird zu etwas, das du nicht mehr atmen darfst. Stell dir vor, du wachst eines Tages auf und weißt, dass nichts mehr so sein wird wie früher. Dass du Menschen verlierst, bevor du dich verabschieden kannst. Dass du funktionierst, weil du keine andere Wahl hast.
In „City of Seasons – Flucht aus Winterburg“ von Michèle Keller hat genau dieses Gefühl eingefangen. Ihre Welt ist kalt, gebrochen und voller Kontrolle und trotzdem leuchtet zwischen den Zeilen dieser eine Funke Menschlichkeit, der sich weigert, erloschen zu sein. Im Zentrum steht Kim, eine junge Frau, die zu viel verloren hat, um noch an Hoffnung zu glauben und trotzdem weitergeht.
Sie lebt in einer Zukunft, in der eine mutierte Pest fast die gesamte Menschheit ausgelöscht hat. Die Überlebenden sind in Zonen eingesperrt, überwacht von einem System, das Sicherheit verspricht, aber Freiheit nimmt. Kim verliert alles: ihre Familie, ihre Liebe Chris, ihre Heimat. Was bleibt, ist ein Herz, das sich weigert, kalt zu werden. In Winterburg, einer Stadt aus Eis und Regeln, versucht sie, nicht zu vergessen, wer sie einmal war. Sie darf nicht fühlen, nicht träumen, nicht hoffen… aber tief in ihr lodert etwas, das sich gegen die Stille auflehnt. Stell dir vor, du kämpfst in einer Welt, in der Menschlichkeit als Schwäche gilt, in der Erinnerung verboten ist und trotzdem spürst du genau das, was sie dir nehmen wollen, das Einzige, was dich am Leben hält.
Michèle Keller erzählt diese Geschichte mit einer Klarheit, die weh tut und einer Zärtlichkeit, die heilt. Ihre Worte sind wie kalte Luft, die auf der Haut brennt und gleichzeitig wie Licht, das durch Frost bricht. Man friert mit Kim, man hofft mit ihr, man atmet mit ihr weiter, auch wenn die Welt stillzustehen scheint.
Anne, die an Freundschaft glaubt, auch wenn alles verloren scheint.
Thao, der still und klug ist… ein Anker in einer Welt, die im Chaos versinkt.
Cem, wie ein stiller Schatten im Sturm… präsent, verlässlich, mit einer Wärme, die zwischen all der Kälte fast vergessen lässt, wie trostlos die Welt geworden ist.
Und irgendwo da draußen Chris, ein Echo aus Kims Vergangenheit, das Hoffnung und Schmerz zugleich bedeutet.
Je weiter die Geschichte geht, desto stärker spürt man, dass es hier nicht nur um Überleben geht, sondern darum, Mensch zu bleiben, wenn alles Menschliche verloren scheint. Kim findet den Mut, das System herauszufordern. Sie erkennt, dass die Wahrheit gefährlicher ist als jede Krankheit. Und sie lernt, dass Liebe kein Zufall ist, sondern Widerstand.
Stell dir vor, am Ende einer gefrorenen Welt bleibt nur ein Herzschlag. Leise, unbeugsam, menschlich. Das ist City of Seasons. Michèle Keller hat ein Buch geschrieben, das wie Winter riecht und wie Hoffnung klingt. Es ist dystopisch und doch zutiefst menschlich, zerbrechlich und stark zugleich. Ein Roman, der nicht nur von Kälte erzählt, sondern von dem, was in uns brennt, selbst wenn alles andere gefroren ist.
City of Seasons – Flucht aus Winterburg ist eine Geschichte über Verlust, Mut und Liebe in einer Welt, die vergessen hat, was es bedeutet, zu fühlen. Eine Geschichte, die zeigt, dass kein System das Herz versiegeln kann. Ein stilles Meisterwerk über Menschlichkeit, Erinnerung und die Kraft, weiterzugehen.
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