Produktbild: Die Wäscheleinen-Schaukel
Gebraucht - 76%

Die Wäscheleinen-Schaukel Roman

Aus der Reihe welt bewegt
3
76% sparen

5,07 € 22,00 € *

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

*ggü. gebundenem Ladenpreis bzw. UVP für Neuware.

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.01.2021

Verlag

Orlanda Verlag GmbH

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21/13,9/2,9 cm

Gewicht

410 g

Auflage

1

Originaltitel

The Clothesline Swing

Übersetzt von

Heide Horn + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

2710002667405

Beschreibung

Rezension

»Danny Ramadan eröffnet seinen Leser*innen mit dieser spannenden Geschichte von Liebe und Mut eine unbekannte Welt, die uns durch die Landschaften und Kulturen Syriens, des Libanon, Ägyptens und Kanadas führt.« Vanity Fair
»Eine bemerkenswerte Lektüre. Danny Ramadan öffnet seinen Lesern eine Welt und führt sie mit Sensibilität und Spannung durch diese Welt.« Bernhard Schlink, New York Times

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.01.2021

Verlag

Orlanda Verlag GmbH

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21/13,9/2,9 cm

Gewicht

410 g

Auflage

1

Originaltitel

The Clothesline Swing

Übersetzt von

  • Heide Horn
  • Christa Prummer-Lehmair

Sprache

Deutsch

EAN

2710002667405

Herstelleradresse

Orlanda Buchverlag GmbH
Karl-Liebknecht-Str. 36
04107 Leipzig
DE

Email: mail@orlanda.de

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Christian1977

    aus Leipzig

    5/5

    06.11.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Vancouver, in der näheren…

    Vancouver, in der näheren Zukunft: In seiner neuen Heimat lebt der Ich-Erzähler gemeinsam mit seinem sterbenskranken Lebensgefährten - und versucht, diesen zu retten, indem er ihm seine Geschichten erzählt. Während der Tod im wahrsten Sinne des Wortes schon anwesend ist und auf eine neue Seele wartet, entpuppt sich der "Hakawati", was "Geschichtenerzähler" bedeutet, als verletzlicher und verletzter Liebhaber, als Flüchtling, der die Heimat betrauert, als unverstandenes Kind unter der rigiden Herrschaft der psychisch kranken Mutter - und letztlich als moderne Scheherazade. "Die Wäscheleinen-Schaukel" ist der bemerkenswerte Debütroman von Ahmad Danny Ramadan. Es ist ein Werk, das sowohl formal, als auch inhaltlich außerordentlich überraschend und farbenfroh ist. Da ist zunächst einmal die sehr ungewohnte, aber faszinierende Erzählperspektive. Über weite Strecken des Romans greift Ramadan auf das "Du" zurück, mit dem der Erzähler nicht nur seinen sterbenden Geliebten direkt anspricht, sondern auch eine unmittelbare Nähe zu den Leser:innen erzeugt. Was anfangs noch ein wenig sperrig wirkt, führt doch relativ schnell zu einer gewissen Sogwirkung. Seine stärksten Momente hat der Roman in den zahlreichen Geschichten, die der Hakawati seinem Liebsten erzählt. Sie handeln von Trauer, Verlust, Gewalt, von der Kindheit und nahezu immer von der Liebe. Mal ist es die Liebe zu seiner Großmutter, mal zu seinen Freunden. Es ist die Auseinandersetzung mit seiner Homosexualität, mit seinen ersten, auch sexuellen Erfahrungen. Sehr häufig spielt aber die Liebe zu Syrien, zu Damaskus die größte Rolle. Seine Trauer über den Verlust der kriegszerstörten Heimat ist in fast jeder Zeile zu spüren, wobei Ramadan sie durch seine poetischen Worte wiederauferstehen lässt. Diese Farben und Gerüche, die Geräusche, die Eigenheiten der Damaszener: Ramadan schafft es ganz wunderbar, die Leser:innen in die Vergangenheit zu versetzen, auch wenn immer wieder Tod und Zerstörung die Idylle trüben. Überhaupt ist es die Sprache, mit der es Ramadan eindrucksvoll gelingt, dieses Debüt zu etwas ganz Besonderem zu machen. Die Poesie, die Perspektivwechsel, manchmal mitten in den Erzählungen, sorgen immer wieder für überraschende Momente, die gleichermaßen berühren wie unterhalten. Die eigentliche Rahmenhandlung der beiden gealterten Männer in Vancouver um das Jahr 2050 herum kann da mit den Geschichten aus der Kindheit und Vergangenheit nicht ganz mithalten. Zu häufig säuseln sich die Männer ein "Ich liebe dich" zu, das mit der Zeit ein wenig an Intensität verliert, weil es sich eben zu oft wiederholt. Die physische Anwesenheit des Todes halte ich jedoch für bereichernd, denn der Gevatter präsentiert sich als durchaus umgänglich und weiß selbst, die ein oder andere Geschichte zum Gelingen des Romans beizutragen. Umso intensiver sind aber die Geschichten des Hakawati, die zudem im bewegenden Finale um eine wahrlich überraschende Pointe erweitert werden und die Beziehung der beiden Männer noch einmal ganz neu bewerten lässt. "Die Wäscheleinen-Schaukel" ist ein wichtiger und beeindruckender Roman, der auch noch einmal deutlich macht, wie schwer es ein LGBTQ-Aktivist in der arabischen Welt hatte und wohl auch immer noch haben wird. Für sein Engagement und seine Offenheit gebührt Ramadan der allergrößte Respekt, sein Roman wird hoffentlich viele Leser:innen erreichen und könnte bei allem Schmerz auch denjenigen Kraft schenken, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.

  • Christian1977

    aus Leipzig

    5/5

    06.11.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Von der Liebe zur verlorenen Heimat

    Vancouver, in der näheren Zukunft: In seiner neuen Heimat lebt der Ich-Erzähler gemeinsam mit seinem sterbenskranken Lebensgefährten - und versucht, diesen zu retten, indem er ihm seine Geschichten erzählt. Während der Tod im wahrsten Sinne des Wortes schon anwesend ist und auf eine neue Seele wartet, entpuppt sich der "Hakawati", was "Geschichtenerzähler" bedeutet, als verletzlicher und verletzter Liebhaber, als Flüchtling, der die Heimat betrauert, als unverstandenes Kind unter der rigiden Herrschaft der psychisch kranken Mutter - und letztlich als moderne Scheherazade. "Die Wäscheleinen-Schaukel" ist der bemerkenswerte Debütroman von Ahmad Danny Ramadan. Es ist ein Werk, das sowohl formal, als auch inhaltlich außerordentlich überraschend und farbenfroh ist. Da ist zunächst einmal die sehr ungewohnte, aber faszinierende Erzählperspektive. Über weite Strecken des Romans greift Ramadan auf das "Du" zurück, mit dem der Erzähler nicht nur seinen sterbenden Geliebten direkt anspricht, sondern auch eine unmittelbare Nähe zu den Leser:innen erzeugt. Was anfangs noch ein wenig sperrig wirkt, führt doch relativ schnell zu einer gewissen Sogwirkung. Seine stärksten Momente hat der Roman in den zahlreichen Geschichten, die der Hakawati seinem Liebsten erzählt. Sie handeln von Trauer, Verlust, Gewalt, von der Kindheit und nahezu immer von der Liebe. Mal ist es die Liebe zu seiner Großmutter, mal zu seinen Freunden. Es ist die Auseinandersetzung mit seiner Homosexualität, mit seinen ersten, auch sexuellen Erfahrungen. Sehr häufig spielt aber die Liebe zu Syrien, zu Damaskus die größte Rolle. Seine Trauer über den Verlust der kriegszerstörten Heimat ist in fast jeder Zeile zu spüren, wobei Ramadan sie durch seine poetischen Worte wiederauferstehen lässt. Diese Farben und Gerüche, die Geräusche, die Eigenheiten der Damaszener: Ramadan schafft es ganz wunderbar, die Leser:innen in die Vergangenheit zu versetzen, auch wenn immer wieder Tod und Zerstörung die Idylle trüben. Überhaupt ist es die Sprache, mit der es Ramadan eindrucksvoll gelingt, dieses Debüt zu etwas ganz Besonderem zu machen. Die Poesie, die Perspektivwechsel, manchmal mitten in den Erzählungen, sorgen immer wieder für überraschende Momente, die gleichermaßen berühren wie unterhalten. Die eigentliche Rahmenhandlung der beiden gealterten Männer in Vancouver um das Jahr 2050 herum kann da mit den Geschichten aus der Kindheit und Vergangenheit nicht ganz mithalten. Zu häufig säuseln sich die Männer ein "Ich liebe dich" zu, das mit der Zeit ein wenig an Intensität verliert, weil es sich eben zu oft wiederholt. Die physische Anwesenheit des Todes halte ich jedoch für bereichernd, denn der Gevatter präsentiert sich als durchaus umgänglich und weiß selbst, die ein oder andere Geschichte zum Gelingen des Romans beizutragen. Umso intensiver sind aber die Geschichten des Hakawati, die zudem im bewegenden Finale um eine wahrlich überraschende Pointe erweitert werden und die Beziehung der beiden Männer noch einmal ganz neu bewerten lässt. "Die Wäscheleinen-Schaukel" ist ein wichtiger und beeindruckender Roman, der auch noch einmal deutlich macht, wie schwer es ein LGBTQ-Aktivist in der arabischen Welt hatte und wohl auch immer noch haben wird. Für sein Engagement und seine Offenheit gebührt Ramadan der allergrößte Respekt, sein Roman wird hoffentlich viele Leser:innen erreichen und könnte bei allem Schmerz auch denjenigen Kraft schenken, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.

  • buch_akzente

    4/5

    10.01.2025

    Buch (Taschenbuch)

    ‚Ich schenke dir meine…

    ‚Ich schenke dir meine Geschichten, bringe dir Bruchstücke meiner Seele als Souvenir, damit du schlafen kannst. Um dich zu unterhalten, krame ich Erinnerungen hervor, die ich sonst nicht zu teilen wage, verfremde sie und lasse sie in Rauch aufgehen. Ich verwandle sie in ein Märchen, so dass sie nicht mehr wiederzuerkennen sind. Du ertappst mich mitten im Satz, du erkennst die Wahrheit hinter meinen Geschichten und ziehst sie zwischen den Zeilen hervor wie verkohlte Fotografien aus der Asche eines Feuers. Meine Erinnerungen sind in Geschichten gekleidet wie eine Tierhaut, doch du entkleidest sie und lenkst meinen Blick darauf. Ihre Wahrheit verhöhnt mich und ich weiß, dass ich mich nicht vor ihr verstecken kann. Ich werde von innen aufgezehrt…‘ Dieser aus dem Englischen von Heide Horn und Christa Prummer-Lehmair übersetzte Roman spielt hauptsächlich im kriegsgeschüttelten Damaskus und im Kanada der nahen Zukunft. Der homosexuelle Ich-Erzähler Danni setzt dabei die einzelnen Episoden seines Lebens, das seiner Freunde und seiner großen Liebe wie ein Mosaik zusammen, springt also in den Zeiten hin und her. Er erzählt die Geschichten größtenteils dem ‚Du‘, seinem geliebten Lebenspartner, der im Sterben liegt. Wir erfahren so von seinen glücklichen Kindertagen vor Kriegsausbruch und seinen traumatischen Erfahrungen, wie das Zusammenleben mit seiner psychisch kranken Mutter, den Auswirkungen der Homophobie auf ihn und seine Freunde, das Erlebte im Kriegsgebiet Syrien, aber auch die Flucht über den Libanon nach Kanada zusammen mit seinem Geliebten. Wir erleben die Formen und Auswirkungen des Krieges und was diese mit Menschen machen. Aus der Zukunft in Kanada erzählt, spürt man zwischen den Zeilen durchgängig die Liebe zum und die große Trauer um das Fernsein vom Vaterland. ‚Die Wäscheleinen-Schaukel‘ ist ein aufrüttelnder Roman, geschrieben in einer zarten und auch kraftvollen poetischen Sprache, die mich weiterlesen ließ, auch wenn gerade mal eine Pause angebracht gewesen wäre, um das Gelesene, das mich erschütterte, sacken lassen zu können. Sehr gut gefallen hat mir, dass der Ich-Erzähler dem Tod eine Rolle gibt. Mal hinterhältig, mal mitfühlend begleitet dieser die beiden Liebenden auf ihrem schweren Weg. Das Buch ist Bildungs-, Gesellschafts- und Kriegsroman, eine zarte Liebesgeschichte, aber vor allen Dingen queere Literatur, für die ich eine große Leseempfehlung ausspreche.

Kundinnen und Kunden meinen

5

2

4

1

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (3)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Die Wäscheleinen-Schaukel