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Leben ist ein unregelmäßiges Verb Roman

9

15,95 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2020

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

992

Maße (L/B/H)

21,8/15,2/4,8 cm

Gewicht

994 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002682255

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Gut

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Erscheinungsdatum

17.08.2020

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

992

Maße (L/B/H)

21,8/15,2/4,8 cm

Gewicht

994 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710002682255

Herstelleradresse

Hanser, Carl, Verlag GmbH & Co. KG
Vilshofener Str. 10
81679 München
Deutschland
Email: info@hanser.de
Url: www.hanser.de
Telephone: +49 89 998300
Fax: +49 89 99830462

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Gelungenes Epos

Webervogel am 11.11.2020

Bewertungsnummer: 1401148

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

An diesem Buch hat der Autor vier Jahre lang gearbeitet, was keineswegs erstaunt. Er entwirft zwar keine ganze Welt, aber vier Lebensgeschichten mit sehr unterschiedlichen Verläufen. Mit großer erzählerischer Leichtigkeit erzählt er mal von dieser Entwicklung, mal von jener – legt hier seinen Fokus auf eine Kleinigkeit und überspringt in einem anderen Abschnitt mehrere Jahre. Wie man wohl einen so vielschichtigen 976-Seiten-Roman schreiben und dann aber auch irgendwann wieder beenden kann? Ralf Lapperts „Leben ist ein unregelmäßiges Werk“ ist ein von einer überschaubaren Situation ausgehendes Epos: Vier Kinder, alle um die 12 oder 13 Jahre alt, werden aus einer Kommune im Kampstedter Bruch befreit, in der sie sich nie gefangen gefühlt haben. Die drei Jungen und das Mädchen sind dort bei neun Erwachsenen aufgewachsen. Sie sind weder irgendwo gemeldet noch haben sie eine Schule besucht oder den Hof und seine Umgebung je verlassen. Nun werden sie auseinandergerissen und zu nie gesehenen Verwandten und Pflegefamilien gebracht. Es ist Ende der 1970er Jahre und nach ein paar Wochen oder Monaten endet sowohl das mediale Interesse an den Kindern als auch ihre psychologische Betreuung. Sie werden in Schulen gesteckt und sollen ab jetzt funktionieren – das klappt mal mittelmäßig und mal schlechter. Da Frida, Leander, Linus und Ringo keine Verbindung mehr haben, werden ihre Geschichten getrennt voneinander erzählt. Fridas und Leanders Leben wird relativ chronologisch vor den Lesenden ausgebreitet, während Ringos 50-jähriges Ich seinen Werdegang vor allem durch Selbstauskünfte, die er einer Journalistin gibt, enthüllt. Dem Autor gibt das die Möglichkeit für viele, kleine Cliffhänger, wenn mal wieder ein Kapitel mit einem Paukenschlag endet und das nächste mit einer der anderen Figuren weitergeht. Zudem bleibt der Roman nicht immer bei den ehemaligen Kommunenkindern: Einige ihrer Bekanntschaften bekommen ebenfalls ein Eigenleben – manchmal, bevor sie überhaupt als Bekannte eingeführt werden. Und so passiert es, dass einige Passagen plötzlich von jemand gänzlich Unbekanntem handeln und sich der Bezug zum restlichen Roman erst nach und nach ergibt. Das könnte stören, tut es aber nicht – zu meiner großen Verblüffung war Kapitel für Kapitel so fesselnd geschrieben, dass ich dem Autor einfach vertrauensvoll lesend gefolgt bin. Grund dafür war sicher, dass die Charaktere so stimmig und die Variationen im Erzähltempo äußerst gelungen sind. Lappert beherrscht es meisterhaft, kleine Begebenheiten detailliert zu schildern, doch ebenso kann er Wochen und Monate, sogar Jahre in ein paar Sätzen zusammenfassen, die trotzdem noch dicht erzählt sind. Und so fängt dieser Roman halbwegs überschaubar an und wird dann immer größer, weitverzweigter, umfassender. Nebenschauplätze kommen dazu, werden zu Hauptschauplätzen und verschwinden wieder, Figuren werden ausführlich eingeführt und spielen entweder eine größere Rolle oder versinken schnell in der Bedeutungslosigkeit – hier lässt sich nie erahnen, was als nächstes geschieht. Die 976 Seiten vergehen zwar nicht wie im Flug, aber doch erstaunlich schnell. Ein großes Lesevergnügen.

Gelungenes Epos

Webervogel am 11.11.2020
Bewertungsnummer: 1401148
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

An diesem Buch hat der Autor vier Jahre lang gearbeitet, was keineswegs erstaunt. Er entwirft zwar keine ganze Welt, aber vier Lebensgeschichten mit sehr unterschiedlichen Verläufen. Mit großer erzählerischer Leichtigkeit erzählt er mal von dieser Entwicklung, mal von jener – legt hier seinen Fokus auf eine Kleinigkeit und überspringt in einem anderen Abschnitt mehrere Jahre. Wie man wohl einen so vielschichtigen 976-Seiten-Roman schreiben und dann aber auch irgendwann wieder beenden kann? Ralf Lapperts „Leben ist ein unregelmäßiges Werk“ ist ein von einer überschaubaren Situation ausgehendes Epos: Vier Kinder, alle um die 12 oder 13 Jahre alt, werden aus einer Kommune im Kampstedter Bruch befreit, in der sie sich nie gefangen gefühlt haben. Die drei Jungen und das Mädchen sind dort bei neun Erwachsenen aufgewachsen. Sie sind weder irgendwo gemeldet noch haben sie eine Schule besucht oder den Hof und seine Umgebung je verlassen. Nun werden sie auseinandergerissen und zu nie gesehenen Verwandten und Pflegefamilien gebracht. Es ist Ende der 1970er Jahre und nach ein paar Wochen oder Monaten endet sowohl das mediale Interesse an den Kindern als auch ihre psychologische Betreuung. Sie werden in Schulen gesteckt und sollen ab jetzt funktionieren – das klappt mal mittelmäßig und mal schlechter. Da Frida, Leander, Linus und Ringo keine Verbindung mehr haben, werden ihre Geschichten getrennt voneinander erzählt. Fridas und Leanders Leben wird relativ chronologisch vor den Lesenden ausgebreitet, während Ringos 50-jähriges Ich seinen Werdegang vor allem durch Selbstauskünfte, die er einer Journalistin gibt, enthüllt. Dem Autor gibt das die Möglichkeit für viele, kleine Cliffhänger, wenn mal wieder ein Kapitel mit einem Paukenschlag endet und das nächste mit einer der anderen Figuren weitergeht. Zudem bleibt der Roman nicht immer bei den ehemaligen Kommunenkindern: Einige ihrer Bekanntschaften bekommen ebenfalls ein Eigenleben – manchmal, bevor sie überhaupt als Bekannte eingeführt werden. Und so passiert es, dass einige Passagen plötzlich von jemand gänzlich Unbekanntem handeln und sich der Bezug zum restlichen Roman erst nach und nach ergibt. Das könnte stören, tut es aber nicht – zu meiner großen Verblüffung war Kapitel für Kapitel so fesselnd geschrieben, dass ich dem Autor einfach vertrauensvoll lesend gefolgt bin. Grund dafür war sicher, dass die Charaktere so stimmig und die Variationen im Erzähltempo äußerst gelungen sind. Lappert beherrscht es meisterhaft, kleine Begebenheiten detailliert zu schildern, doch ebenso kann er Wochen und Monate, sogar Jahre in ein paar Sätzen zusammenfassen, die trotzdem noch dicht erzählt sind. Und so fängt dieser Roman halbwegs überschaubar an und wird dann immer größer, weitverzweigter, umfassender. Nebenschauplätze kommen dazu, werden zu Hauptschauplätzen und verschwinden wieder, Figuren werden ausführlich eingeführt und spielen entweder eine größere Rolle oder versinken schnell in der Bedeutungslosigkeit – hier lässt sich nie erahnen, was als nächstes geschieht. Die 976 Seiten vergehen zwar nicht wie im Flug, aber doch erstaunlich schnell. Ein großes Lesevergnügen.

Leben ist ein unregelmässiges Verb

Bewertung aus Biel/Bienne am 24.10.2020

Bewertungsnummer: 1393379

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Buch, dass den Blick wie einen Mantel der Gesellschaft auf vier Seelen legt. Dieses Buch hält uns den Spiegel vors Gesicht. Wie gehen wir mit Menschen um, die nicht von unseren Vorstellungen, Religionen und Kulturen geprägt sind, entsprechen. Ein fantastischer Schriftsteller, ein Buch, dass man langsam lesen sollte. Auf jeden Fall zu empfehlen!

Leben ist ein unregelmässiges Verb

Bewertung aus Biel/Bienne am 24.10.2020
Bewertungsnummer: 1393379
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Ein Buch, dass den Blick wie einen Mantel der Gesellschaft auf vier Seelen legt. Dieses Buch hält uns den Spiegel vors Gesicht. Wie gehen wir mit Menschen um, die nicht von unseren Vorstellungen, Religionen und Kulturen geprägt sind, entsprechen. Ein fantastischer Schriftsteller, ein Buch, dass man langsam lesen sollte. Auf jeden Fall zu empfehlen!

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Leben ist ein unregelmäßiges Verb

von Rolf Lappert

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Haike Zimmer

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4/5

Lebenswege

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vier Kinder, werden aus einer alternativen Kommune herausgeholt, in der sie scheinbar glücklich waren. Nach dem sie von Politik und Presse benutzt und vorgeführt worden, versuchen die Teenager einen neuen Weg zu finden und ihr Leben zu gestalten. Keinem gelingt es. Sie bleiben zerissen, ewig Suchende, nie Ankommende. Die Frage: Darf eine Gesellschaft alle Menschen in eine Norm pressen, welche dem konformen Weltbild entspricht ? Eine interessante These. Ich würde das verneinen. Als Leser ist mir der Roman etwas lang geraten, sehr ausufernd. Mein Lieblingsroman von Rolf Lappert, ist und bleibt " Nach Hause schwimmen ".
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Vier Kinder, werden aus einer alternativen Kommune herausgeholt, in der sie scheinbar glücklich waren. Nach dem sie von Politik und Presse benutzt und vorgeführt worden, versuchen die Teenager einen neuen Weg zu finden und ihr Leben zu gestalten. Keinem gelingt es. Sie bleiben zerissen, ewig Suchende, nie Ankommende. Die Frage: Darf eine Gesellschaft alle Menschen in eine Norm pressen, welche dem konformen Weltbild entspricht ? Eine interessante These. Ich würde das verneinen. Als Leser ist mir der Roman etwas lang geraten, sehr ausufernd. Mein Lieblingsroman von Rolf Lappert, ist und bleibt " Nach Hause schwimmen ".

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