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Vorboten Kriminalroman

Aus der Reihe metro
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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.07.2022

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/2,1 cm

Gewicht

250 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

2710002684334

Beschreibung

Rezension

»Jürgen Heimbach hat einen schnellen, harten Kriminalroman geschrieben, der gekonnt im Spannungsfeld von Entmenschlichung, zerstörten Gemeinschaften und wenigen Funken Hoffnung spielt. Ein kleiner Wehrmutstropfen: Er ist viel zu schnell zu Ende.« ("Saarländischer Rundfunk")
»Heimbach erzählte schon in seinem meisterhaften Historienkrimi Die Rote Hand von einem Rückkehrer, der in einer Nachkriegsgesellschaft keinen Halt findet. Um den Geist einer Zeit zu erfassen, muss der Mainzer Schriftsteller nicht in altertümlichen Wörtern schwelgen, dafür genügen ihm einige markante Signalbegriffe. Das Buch ist akribisch recherchiert.« ("Der Tagesspiegel")
»Man könnte den Roman auch als historischen Roman einordnen. Beziehungen und Handlungsverlauf sind klug gebaut, die Dynamik aus alten Rechnungen und neuen Hoffnungen meisterhaft entwickelt. Beklemmend zeigt sich die präfaschistische Stimmung, die rasch auflodernde Gewaltbereitschaft, Bigotterie und Mauschelei. Obwohl es Tote und Täter gibt, handelt es sich (erfreulicherweise) nicht um einen klassischen Krimi.« ("Buchkultur Wien")
»Angesiedelt in einem von Naivität, Hass und Größenwahn geprägten dörflichen Mikrokosmos Rheinhessens, schildert Jürgen Heimbach in diesem Roman, wie Fremdenfeindlichkeit und Rassismus Wegbereiter für Deutschlands düsterstes Kapitel des 20. Jahrhunderts wurden. Sorgfältig und umfassend recherchiert, superb mit dem Blick auf das ›Große und Ganze‹ erzählt.« ("Buchkultur KrimiLese")
»Der Leser taucht tief ein in die düstere Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Ein fesselndes Porträt des damaligen Zeitgeistes.« ("Stern")
»Auf realen historischen und sozialen Hintergründen beruhend, schildert der gut recherchierte, teils im Rückblick erzählte historische (Regional-)Krimi eine bewegende gesellschaftskritische Geschichte von Schuld, Sühne und Vergeltung, literarisch ambitioniert und in seiner knappen Sprachdiktion und kurzen Kapiteln atmosphärisch dicht beobachtet. Mit erläuterndem Nachwort. In vielen Bibliotheken eine Bereicherung.« ("ekz Bibliotheksservice")
»Heimbach malt die provinzielle Hölle jener historischen Zwischenwelt, in der alles in die falsche Richtung lief. Ein seltener Fall eines exzellenten historischen Krimis.« ("Heilbronner Stimme")
»Ein harter, nüchterner und durch die Präzision der Beschreibung sehr packender Krimi. Hochspannung und Historie.« ("Mein Frankreich")
»Ein lebendiges und beklemmendes Gesellschaftsporträt der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Heimbach gelingt es anhand einer kleinen Dorfgemeinschaft, die großen politischen und gesellschaftlichen Strömungen aufzuzeigen. Er verdeutlicht, welche Einstellungen und Haltungen den Nationalsozialismus und die spätere Machtübernahme begünstigten.« ("Literaturweltblog")

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Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.07.2022

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/2,1 cm

Gewicht

250 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

2710002684334

EU-Ansprechpartner

Prolit
Siemensstr. 16|35463|Fernwald|DE
service@prolit.de

Herstelleradresse

Unionsverlag
Neptunstraße 20|8032|Zürich|CH
mail@unionsverlag.ch

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Schuld beglichen?

wal.li (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 09.04.2026

Bewertungsnummer: 3104446

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach dem ersten Weltkrieg im Jahr 1920 kehrt Wieland Göth in sein Heimatdorf zurück. Der Ort liegt in der von Frankreich besetzten Zone links des Rheins. Die Menschen sind gegen die Besatzung, auch weil durch diese ihr Leben stark eingeschränkt wird. Göth ist auf der Suche nach seiner Schwester, diese soll angeblich von einem Russen getötet worden sein, der nach dem Krieg dageblieben war. Etwas Ähnliches ist schon einmal passiert. Doch Wieland glaubt diese Geschichte nicht. Die Menschen im Dorf können keine Freude mehr empfinden. Sie sind nicht sicher, wie sie Wieland Göth begegnen sollen.  Die Heimkehr von Wieland Göth scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Sein Vater, der ehemalige Dorflehrer, ist dabei, sich totzutrinken. Sein Bruder ist kriegsversehrt. Er erwartet von Wieland, dass er die Versorgung des Vaters übernimmt. Die Mutter ist schon vor Längerem verstorben. Das Dorf hat Wieland schon vor dem Krieg verlassen. Und nun kommt er so spät zurück. Die Menschen im Dorf setzen gewisse Erwartungen in Wieland, allerdings scheint er bald zum Außenseiter zu werden, weil er sich den neuen politischen Strömungen gegenüber eher skeptisch zeigt. Und der Graf, der viel Einfluss im Ort hat, weist einige sehr unschöne Charakterzüge auf.  Gleich mit den ersten Sätzen wirkt dieser historische Kriminalroman sehr düster und beklemmend. Auch mehr als ein Jahr nach dem Krieg wirkt der Krieg noch nach. Es herrscht Verbitterung und eine destruktive Stimmung. Zwar wird den Menschen durch die Besatzung das Leben schwer gemacht, weil sie sich nicht uneingeschränkt bewegen und auch keinen Handel treiben dürfen. Allerdings sieht man auch nicht, dass sie die Kriegsschuld begreifen und sich für die neue Republik engagieren. Es passiert genau das Gegenteil, die anderen sind Schuld und es wird jede Gelegenheit wahrgenommen, gegen die Besatzungssoldaten zu hetzen. Mit Wieland hat man einen Protagonisten, der wenigstens des Denkens mächtig ist. Als Einziger kann er sich allerdings auch nicht gegen die Dorfgemeinschaft stemmen. Beim Lesen zieht sich alles zusammen, beklemmend, man kann es nur wiederholen. Zum Ende hin gibt mehr Tote als der Leserin guttun. Für die Handlung erscheint es folgerichtig, auch wenn die Auflösung anders ist als zu vermuten gewesen wäre. 

Schuld beglichen?

wal.li (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 09.04.2026
Bewertungsnummer: 3104446
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach dem ersten Weltkrieg im Jahr 1920 kehrt Wieland Göth in sein Heimatdorf zurück. Der Ort liegt in der von Frankreich besetzten Zone links des Rheins. Die Menschen sind gegen die Besatzung, auch weil durch diese ihr Leben stark eingeschränkt wird. Göth ist auf der Suche nach seiner Schwester, diese soll angeblich von einem Russen getötet worden sein, der nach dem Krieg dageblieben war. Etwas Ähnliches ist schon einmal passiert. Doch Wieland glaubt diese Geschichte nicht. Die Menschen im Dorf können keine Freude mehr empfinden. Sie sind nicht sicher, wie sie Wieland Göth begegnen sollen.  Die Heimkehr von Wieland Göth scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Sein Vater, der ehemalige Dorflehrer, ist dabei, sich totzutrinken. Sein Bruder ist kriegsversehrt. Er erwartet von Wieland, dass er die Versorgung des Vaters übernimmt. Die Mutter ist schon vor Längerem verstorben. Das Dorf hat Wieland schon vor dem Krieg verlassen. Und nun kommt er so spät zurück. Die Menschen im Dorf setzen gewisse Erwartungen in Wieland, allerdings scheint er bald zum Außenseiter zu werden, weil er sich den neuen politischen Strömungen gegenüber eher skeptisch zeigt. Und der Graf, der viel Einfluss im Ort hat, weist einige sehr unschöne Charakterzüge auf.  Gleich mit den ersten Sätzen wirkt dieser historische Kriminalroman sehr düster und beklemmend. Auch mehr als ein Jahr nach dem Krieg wirkt der Krieg noch nach. Es herrscht Verbitterung und eine destruktive Stimmung. Zwar wird den Menschen durch die Besatzung das Leben schwer gemacht, weil sie sich nicht uneingeschränkt bewegen und auch keinen Handel treiben dürfen. Allerdings sieht man auch nicht, dass sie die Kriegsschuld begreifen und sich für die neue Republik engagieren. Es passiert genau das Gegenteil, die anderen sind Schuld und es wird jede Gelegenheit wahrgenommen, gegen die Besatzungssoldaten zu hetzen. Mit Wieland hat man einen Protagonisten, der wenigstens des Denkens mächtig ist. Als Einziger kann er sich allerdings auch nicht gegen die Dorfgemeinschaft stemmen. Beim Lesen zieht sich alles zusammen, beklemmend, man kann es nur wiederholen. Zum Ende hin gibt mehr Tote als der Leserin guttun. Für die Handlung erscheint es folgerichtig, auch wenn die Auflösung anders ist als zu vermuten gewesen wäre. 

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