Apollinisches und Dionysisches. Nietzsches Dualismus in "Doktor Faustus"
-
- Deutsch ausgewählt
18,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
04.12.2025
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-16933-9
Studienarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 1.7, , Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Studie untersucht die zentrale Bedeutung von Friedrich Nietzsches Dualismus des Apollinischen und Dionysischen in Thomas Manns "Doktor Faustus". Im Mittelpunkt steht die Frage, wie dieser philosophische Gegensatz im Leben und Werk des Komponisten Adrian Leverkühn wirksam wird und welche Rolle er für dessen künstlerischen Aufstieg wie für seinen persönlichen Untergang spielt. Die Arbeit zeigt, dass Mann Nietzsches ästhetischen Dualismus nicht nur aufgreift, sondern zu einer umfassenden Metapher für die Zerrissenheit des modernen Künstlers weiterentwickelt. Das Apollinische, geprägt von Ordnung, Maß und Klarheit, zeigt sich in Leverkühns strenger Zwölftonmusik und seinem Streben nach intellektueller Kontrolle. Mit dem Teufelspakt jedoch öffnet sich Leverkühn den dionysischen Kräften: Rausch, Entgrenzung und kreative Ekstase bestimmen zunehmend sein Schaffen. Diese dionysische Energie steigert zwar seine künstlerische Potenz, zerstört jedoch zugleich seine psychische Stabilität und moralische Integrität. Durch detaillierte Textanalysen verdeutlicht die Arbeit, dass Leverkühns innerer Konflikt - das Missverhältnis zwischen apollinischer Form und dionysischer Ekstase - unausweichlich in Wahnsinn, Isolation und Tod führt. Damit stellt Mann die Frage nach der Vereinbarkeit von künstlerischem Genie und menschlicher Lebensfähigkeit in einer modernen Welt, in der traditionelle Werte brüchig geworden sind. Im Ergebnis zeigt die Studie, dass die von Nietzsche beschriebene schöpferische Spannung in Doktor Faustus nicht zur tragischen Synthese, sondern zur Selbstauflösung des Künstlers führt. Kunst und Untergang erscheinen nicht als Gegensätze, sondern als zwei Seiten derselben kreativen Bewegung. Die Analyse macht sichtbar, wie Mann Nietzsches Philosophie literarisch transformiert und zu einer tiefgreifenden Reflexion über das Wesen künstlerischer Existenz im 20. Jahrhundert formt.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.
Jetzt verkaufenKundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice