Produktbild: Das Meer der Aswang
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Das Meer der Aswang Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2025

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,5/12,7/3 cm

Gewicht

381 g

Farbe

Khaki

Auflage

1

Originaltitel

Aswanglaut

Übersetzt von

Annette Hug

Sprache

Deutsch

EAN

2710002780913

Beschreibung

Rezension

»Wie ein wild gewordener philippinischer Ovid webt Derain Geschichten in Geschichten, singt alte Lieder von Himmelswanderungen. Alles hier ist Spiel, Spiel der Götter, Spiel der Wandelwesen und Spiel des Autors mit seiner Erzählmacht. Derain hat es geschafft, eine Leichtigkeit in das schwere Kolonialerbe zu bringen, das bis heute auf den Philippinen lastet.« ("Watson")
»Der zauberhafteste Geisterroman des Jahres. Auch wenn die Geschichte im kolonialen 18. Jahrhundert angesiedelt ist, erzählt sie doch eine sehr moderne Wandlung ins Wilde. Und das mit großem sprachlichem Witz.« ("Emma")
»Eine große Metapher und ein Einblick in den Zwiespalt zwischen dem Wahren von Traditionen und dem Annehmen des Modernen.« ("Bremen zwei")
»Derains Erzählweise untergräbt gewohnte Sicherheiten, stiftet Irritation und eröffnet gerade dadurch neue Denkwege.« ("Radio Dreyeckland")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2025

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,5/12,7/3 cm

Gewicht

381 g

Farbe

Khaki

Auflage

1

Originaltitel

Aswanglaut

Übersetzt von

Annette Hug

Sprache

Deutsch

EAN

2710002780913

Herstelleradresse

Nördlinger Verlagsauslfg
Augsburger Str. 67a
86720 Nördlingen
DE

Email: Kundenservice@beck.de

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  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    04.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sage, Mythos, Geschichte. Die…

    Sage, Mythos, Geschichte. Die Philippinen werden in hier mehr als lebendig. Dieses Buch ist ein … ja, was? Eine Erzählung? Eine Sage? Ein Märchen? Ein Sammelsurium von philippinischer Mythologie? Eine Familiengeschichte? Ein historischer Roman? Eine Gesellschaftskritik? Ein Fingerzeig gegen die Kolonisierung? Oder ganz einfach alles zusammen, geballt in einer bildhaften Erzählung, die ganz tief in die philippinische Volksseele eintaucht. Die Mutter der fünfzehnjährigen Luklak verschwindet öfter mal in den dichten Mangrovenwäldern. Ihr Mann lässt sie im guten Glauben gewähren, doch eines Tages konnte sie die heranwachsende Frucht in ihrem Leibe nicht mehr verleugnen. Sie schweigt darüber, und ihr Schicksal nimmt seinen tödlichen Lauf. (Achtung, verstörender Spoiler:) Vor ihrem Tod gebiert Luklaks Mutter einen Aal, den Luklak verspeist; - ihren Bruder. Sie infiziert sich dabei mit dem Speichel der Faulatmigen (Anm.: Geister), die ebenfalls am Aal geleckt hatten, den ihnen Luklak verweigerte. Das Mädchen verwandelt sich, allmählich wird sie zu einem Krokodil, zu einer Aswang. Luklak beginnt, sich von allen Erwartungen, die an sie gelegt wurden, zu befreien. Alles, was an ihrem Menschsein hängt, wie ihr Geschlecht, ihre gesellschaftlichen Stellung oder ihre von Geburt an zugedachter Religion streift sie ab. Ihr Vater ist verzweifelt, sucht Heilkundige auf, jedoch ohne Erfolg. Während die Verwandlung geschieht, streift die Erzählung durch die Geschichte des Inselstaates. Sie nimmt die Zeit vor der Invasion der Spanier auf, genauso wie das unbarmherzige Joch der Konquistadoren. Die brutale Einführung der einzig wahren Religion namens Katholizismus, der sich die Spanier selbst auf Gedeih und Verderb ausgeliefert hatten, und der Raub am fruchtbaren Land wird fest mit der Mythologie des Landes verknotet. Die Verwandlung des Mädchens stellt insofern den tief schlummernden Wunsch nach Veränderung und Befreiung dar. Der Roman ist eine wilder, schneller Ritt voller bildhaften Episoden. Man muss, ja man darf ,sich darauf einlassen, konzentriert Wort für Wort. Und man wird reichlich belohnt mit einem Wissen über einen Staat, den wir kaum kennen. Das Buch ist wunderbar gestaltet. Einband, Umschlag, Vorsatz sind herrlich bedruckt, einzelne Zeichnungen lockern das Buch auf. Die Übersetzung selbst aus der philippinischen Amtssprache ist eine Wucht, aufgelockert mit Begriffen aus dem Tagalog, welche am Ende des Buches ihre Erklärungen finden. Sehr gerne bin ich in diese mir bisweilen unbekannte Welt eingetaucht, und gebe eine Leseempfehlung für alle, die sich auf dieses Abenteuer einlassen wollen, oder sich auch auf den bevorstehenden Gastauftritt der Frankfurter Buchmesse vorbereiten möchten.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    04.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sage, Mythos, Geschichte. Die Philippinen werden in hier mehr als lebendig.

    Dieses Buch ist ein … ja, was? Eine Erzählung? Eine Sage? Ein Märchen? Ein Sammelsurium von philippinischer Mythologie? Eine Familiengeschichte? Ein historischer Roman? Eine Gesellschaftskritik? Ein Fingerzeig gegen die Kolonisierung? Oder ganz einfach alles zusammen, geballt in einer bildhaften Erzählung, die ganz tief in die philippinische Volksseele eintaucht. Die Mutter der fünfzehnjährigen Luklak verschwindet öfter mal in den dichten Mangrovenwäldern. Ihr Mann lässt sie im guten Glauben gewähren, doch eines Tages konnte sie die heranwachsende Frucht in ihrem Leibe nicht mehr verleugnen. Sie schweigt darüber, und ihr Schicksal nimmt seinen tödlichen Lauf. (Achtung, verstörender Spoiler:) Vor ihrem Tod gebiert Luklaks Mutter einen Aal, den Luklak verspeist; - ihren Bruder. Sie infiziert sich dabei mit dem Speichel der Faulatmigen (Anm.: Geister), die ebenfalls am Aal geleckt hatten, den ihnen Luklak verweigerte. Das Mädchen verwandelt sich, allmählich wird sie zu einem Krokodil, zu einer Aswang. Luklak beginnt, sich von allen Erwartungen, die an sie gelegt wurden, zu befreien. Alles, was an ihrem Menschsein hängt, wie ihr Geschlecht, ihre gesellschaftlichen Stellung oder ihre von Geburt an zugedachter Religion streift sie ab. Ihr Vater ist verzweifelt, sucht Heilkundige auf, jedoch ohne Erfolg. Während die Verwandlung geschieht, streift die Erzählung durch die Geschichte des Inselstaates. Sie nimmt die Zeit vor der Invasion der Spanier auf, genauso wie das unbarmherzige Joch der Konquistadoren. Die brutale Einführung der einzig wahren Religion namens Katholizismus, der sich die Spanier selbst auf Gedeih und Verderb ausgeliefert hatten, und der Raub am fruchtbaren Land wird fest mit der Mythologie des Landes verknotet. Die Verwandlung des Mädchens stellt insofern den tief schlummernden Wunsch nach Veränderung und Befreiung dar. Der Roman ist eine wilder, schneller Ritt voller bildhaften Episoden. Man muss, ja man darf ,sich darauf einlassen, konzentriert Wort für Wort. Und man wird reichlich belohnt mit einem Wissen über einen Staat, den wir kaum kennen. Das Buch ist wunderbar gestaltet. Einband, Umschlag, Vorsatz sind herrlich bedruckt, einzelne Zeichnungen lockern das Buch auf. Die Übersetzung selbst aus der philippinischen Amtssprache ist eine Wucht, aufgelockert mit Begriffen aus dem Tagalog, welche am Ende des Buches ihre Erklärungen finden. Sehr gerne bin ich in diese mir bisweilen unbekannte Welt eingetaucht, und gebe eine Leseempfehlung für alle, die sich auf dieses Abenteuer einlassen wollen, oder sich auch auf den bevorstehenden Gastauftritt der Frankfurter Buchmesse vorbereiten möchten.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    4/5

    28.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wilder Ritt

    Dass sich ein Mädchen in ein Krokodil verwandelt, ist das normalste, was in diesem Buch passiert. Dies einfach mal zur Orientierung. Absolut faszinierend, mit vielen spannenden Ideen, wichtigen Themen und einen tiefen Einblick in die philippinische Mythologie und Geschichte. Hat mich das Buch beeindruckt? Ja! Habe ich es gerne gelesen? Teilweise. Man muss dem Text vertrauen, egal welche Wendung er nimmt. Eine anspruchsvolle Lektüre, die es ihren Leser:innen nicht immer ganz einfach macht, der Geschichte zu folgen. Geniale Figuren, abgefahrene Zeichnungen und ein Plot, den man beim besten Willen nicht vorhersehen kann. Ein wilder Ritt.

  • lauras_garden_of_books

    3/5

    21.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anspruchsvolle, schwer zugängliche Lektüre

    Dieses Buch fällt mir sehr schwer zu rezensieren, da es sich um ein sehr komplexes aber auch schwer zugängliches Werk handelt. Mythen und Legenden üben eine Faszination auf mich aus und es erschien mir ein spannendes Unterfangen, erstmals in die Epen und Sagenwelt der Philippinen einzutauchen. Der Roman ist zeitlich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts angelegt, als die Phillipen unter der spanischen Eroberung standen. Es werden somit historische Ereignisse mit mythologischen Aspekten verwoben, was ich generell einen sehr spannenden Ansatz finde. Es geht um das Mädchen Luklak, dass sich in ein Mischwesen, eine Aswang verwandelt, dieser Prozess verläuft über die ganzen 225 Seiten. Daher gibt es aber auch keine richtige „klassische Handlung“, die Verwandlungsprozesse werden umschrieben, Sagengeschichten eingeflochten und während des Prozesses gibt es einen Piratenangriff und verschiedene „Besucher“; für mich war es sehr schwer, dem Allen in seiner Verworrenheit zu folgen und ich habe auch das Gefühl, dass ich den Roman in seiner Gänze einfach nicht richtig verstanden habe. Das Nachwort des Autors und das der Übersetzerin haben für mich nochmal ein bisschen Licht ins Dunkel bringen können und empfinde ich auch als sehr wichtigen Zusatz in diesem Buch. Dennoch habe ich allein durch die Erzählweise einfach keinen Zugang zur Geschichte finden können. Es gibt noch zahlreiche Illustrationen, die den Roman ergänzen und die ich sehr spannend fand. Es ist mit Sicherheit ein sehr lesenswertes Werk, das aber auch sehr speziell und nicht für jeden zugänglich ist. Bei Interesse würde ich auf jeden Fall eine Leseprobe empfehlen. Dennoch finde ich es unsagbar toll, dass Titel wie dieser eine Chance auf dem Buchmarkt bekommen und für den es auch sicher ein Publikum gibt!

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