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Der Scheiterhaufen Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.10.2015

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

494

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/3,5 cm

Gewicht

557 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Magyla

Übersetzt von

Lacy Kornitzer

Sprache

Deutsch

EAN

2710002814380

Beschreibung

Rezension

»Es geht um traumatische Vorfälle in der Familie, um Geheimnisse aus der Vergangenheit. Dabei sind ganz beeindruckende fantastische Elemente enthalten. Sprachlich ist der Roman so gewaltig und lakonisch, wie ich es in dieser Form noch nie gelesen habe.« ("ZEIT ONLINE")
»György Dragománs bitter-zarter Schauerroman leistet furios historische Aufklärung.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Der rumanische Sozialismus: ein Albtraum, aber Quelle großer Poesie. Nach dem Weißen König versucht Dragomán noch einmal die Kinderperspektive – abermals genialisch.« ("DIE ZEIT")
» Der Scheiterhaufen ... birgt jede Menge Unerklärliches. Dabei verliert sich der Autor keineswegs in postmodernistischen Formspielen, er zollt vielmehr der erzählten Realität Tribut, insbesondere auf der Handlungsebene, und zwar auf zarte, feinfühlige, mitunter auch harte, schreckliche, in Dragománs lakonischer Sprache immer fesselnde Weise.« ("Der Tagesspiegel")
»Ein wuchtiger und großer Roman« ("DIE WELT")
»Ein wuchtiger, grandioser Roman.« ("profil")
»Das Buch von György Dragomán wird nie märchenhaft. Es steht – mit all den Einzelheiten, die die Magie plausibel machen – in der düsteren Tradition von E. T. A Hoffmann oder in der des magischen Realismus von García Márquez.« ("Sächsische Zeitung")

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.10.2015

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

494

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/3,5 cm

Gewicht

557 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Magyla

Übersetzt von

Lacy Kornitzer

Sprache

Deutsch

EAN

2710002814380

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Entwicklung einer symphatischen Heldin in Zeiten des Umbruchs

Bewertung aus Bergisch Gladbach am 20.02.2016

Bewertungsnummer: 908267

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Von den Herbstneuheiten 2015, man kann ja nicht alles interessante lesen, erschien mir dieser Roman nach einer positiven Rezension besonders empfehlenswert. Beim Lesen stelle ich nun fest: Ein absoluter Volltreffer! Was macht dieses Werk aus? Es ist der Entwicklungsroman eines jungen Mädchens namens Emma (steht auf dem Klappentext, im Roman wird der Name nie genannt), das im Januar 1990, nur wenige Wochen nach dem Sturz der Diktatur von ihrer Großmutter aus dem Waisenhaus abgeholt wird, wo sie nach dem Unfalltod ihrer Eltern ein halbes Jahr gelebt hat. Mit der von der Mutter verschwiegenen Oma fährt sie in eine Kleinstadt im Norden Rumäniens. Dort soll sie nun zukünftig leben. Anfangs ist alles ungewohnt. In der neuen Schule wird sie angefeindet,weil ihre Großeltern Geheimdienstspitzel gewesen sein sollen, im Haus der Großmutter spukt der Großvater herum und dann ist da dieses rätselhafte Gartenhaus, dass Emma auf keinen Fall betreten darf. Aber sie findet auch Freunde wie die Bibliothekarin, eine Freundin ihrer Mutter, verliebt sich... Es ist eine Jugend in einem Land, dass sich nach jahrzehntelanger Diktatur neu finden muss. Der Riss geht mitten durch die Gesellschaft. In den Ecken verstauben Parteiinsignien und Bilder des Genossen General, ehemals glühende Kommunisten sind plötzlich schon immer gegen das Regime gewesen, was gestern richtig war ist heute falsch. In dieser Atmosphäre muss Emma lernen, sich zu behaupten und sie tut das im Stil einer ganz symphatischen aber auch menschlichen Heldin. Dabei erfährt sie von der schmerzlichen Vergangenheit ihrer Großeltern und der tragischen Verwicklung der Oma mit dem Schicksal ihrer jüdischen Freundin. Das Buch ist einfach eine Wucht. Sprachlich großartig und auf hohem Niveau erzählt es von einer Gesellschaft im Umbruch und dem Aufwachsen in einer unsicheren Zeit. Die eingestreuten übersinnlichen Elemente sind maßvoll genug, um den Roman realistisch zu nennen. Kein magischer Realismus wie bei Allendes Geisterhaus sondern eine wohldosierte mehr angedeutete Mystik. Fazit: Eine absolute Leseempfehlung für diesen wirklich rundum gelungen Roman.

Entwicklung einer symphatischen Heldin in Zeiten des Umbruchs

Bewertung aus Bergisch Gladbach am 20.02.2016
Bewertungsnummer: 908267
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Von den Herbstneuheiten 2015, man kann ja nicht alles interessante lesen, erschien mir dieser Roman nach einer positiven Rezension besonders empfehlenswert. Beim Lesen stelle ich nun fest: Ein absoluter Volltreffer! Was macht dieses Werk aus? Es ist der Entwicklungsroman eines jungen Mädchens namens Emma (steht auf dem Klappentext, im Roman wird der Name nie genannt), das im Januar 1990, nur wenige Wochen nach dem Sturz der Diktatur von ihrer Großmutter aus dem Waisenhaus abgeholt wird, wo sie nach dem Unfalltod ihrer Eltern ein halbes Jahr gelebt hat. Mit der von der Mutter verschwiegenen Oma fährt sie in eine Kleinstadt im Norden Rumäniens. Dort soll sie nun zukünftig leben. Anfangs ist alles ungewohnt. In der neuen Schule wird sie angefeindet,weil ihre Großeltern Geheimdienstspitzel gewesen sein sollen, im Haus der Großmutter spukt der Großvater herum und dann ist da dieses rätselhafte Gartenhaus, dass Emma auf keinen Fall betreten darf. Aber sie findet auch Freunde wie die Bibliothekarin, eine Freundin ihrer Mutter, verliebt sich... Es ist eine Jugend in einem Land, dass sich nach jahrzehntelanger Diktatur neu finden muss. Der Riss geht mitten durch die Gesellschaft. In den Ecken verstauben Parteiinsignien und Bilder des Genossen General, ehemals glühende Kommunisten sind plötzlich schon immer gegen das Regime gewesen, was gestern richtig war ist heute falsch. In dieser Atmosphäre muss Emma lernen, sich zu behaupten und sie tut das im Stil einer ganz symphatischen aber auch menschlichen Heldin. Dabei erfährt sie von der schmerzlichen Vergangenheit ihrer Großeltern und der tragischen Verwicklung der Oma mit dem Schicksal ihrer jüdischen Freundin. Das Buch ist einfach eine Wucht. Sprachlich großartig und auf hohem Niveau erzählt es von einer Gesellschaft im Umbruch und dem Aufwachsen in einer unsicheren Zeit. Die eingestreuten übersinnlichen Elemente sind maßvoll genug, um den Roman realistisch zu nennen. Kein magischer Realismus wie bei Allendes Geisterhaus sondern eine wohldosierte mehr angedeutete Mystik. Fazit: Eine absolute Leseempfehlung für diesen wirklich rundum gelungen Roman.

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Der Scheiterhaufen

von György Dragomán

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