Weihnachten im 'Hotel Wunderbar': Mika hat keine Lust zu feiern. Der Weihnachtsbaum ist mal wieder nur aus Plastik. Und sein Vater, der Hotelbesitzer, hat an Heiligabend keine Zeit für ihn. Er verkriecht sich nur noch in seinem Zimmer. Warum also nicht einfach Freunde einladen, wie seine Mutter es immer tat? Damals war das Hotel noch voller Gäste, Stimmengewirr und freundlicher Menschen. Als Mika den Obdachlosen Teddy und seinen kleinen Hund Silvester kennenlernt, zögert er nicht lange. Es ist doch viel zu kalt, draußen zu übernachten! Also lädt er seine zwei neuen Freunde ein, die Nacht heimlich im Hotel zu verbringen. Am nächsten Abend steht Teddy wieder vor der Tür. Aber diesmal hat er einen Freund dabei, der auch gerne im Hotel schlafen würde. Und am nächsten Abend steht noch ein Freund vor der Tür! Als Mika immer mehr Obdachlose im Hotel schlafen lässt, droht die ganze Sache aufzufliegen. Denn lange kann er die neuen Gäste vor seinem Vater und dem Personal nicht verheimlichen. Es kommt zum ungewöhnlichsten Weihnachtsfest, das Mika je erlebt hat. Inspiriert von einer wahren Begebenheit, hat Jutta Nymphius ein modernes Alltagsmärchen mit leise-poetischen Zwischentönen geschrieben. Das perfekte Buch zur aktuellen Willkommenskultur-Debatte!
Ausstattung: s/w-Illustrationen
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.
Gestaltung:
-----------------
Das verschneite Hotel und die menschlichen Silhouetten, die man am Rande sieht, haben etwas sehr Heimeliges an sich. Meine Neugier war geweckt. Im Innenteil befinden sich einige Illustrationen in Grautönen, die teilweise lustige Szenen darstellen und uns beim Lesen zum Schmunzeln gebracht haben. Sehr schön!
Inhalt:
-----------------
"Ich weiß, was Weihnachten ist. Weihnachten ist ein Tannenbaum, aber ein echter. So einer mit klebrigen Nadeln, die gut riechen. Auf gar keinen Fall ist Weihnachten ein Plastikbaum zum Aufklappen." (S. 11)
Das ist der Wunsch des zehnjährigen Mika: ein "richtiges" Weihnachtsfest wie früher. Er wohnt im "Hotel Jameel" (jameel=arabisch für wunderbar), das sein Vater alleine betreibt, seit Mikas Mutter gestorben ist. Seit ihrem Tod ist nichts mehr so wie früher. Der Vater zieht sich zurück, ist immer müde und beschäftigt sich kaum mit Mika. Nicht einmal das Spiel "Hase und Jäger" spielen sie noch gemeinsam! Die einzigen, die sich um ihn kümmern, sind die Hotelangestellte Fanny und der Hotelkoch Henry. Aber das ist kein Ersatz für ein richtiges Familienleben und kein Mittel gegen Mikas Einsamkeit.
Da begegnet er im Winter eines Tages dem Obdachlosen Teddy und dessen Hund Silvester. Er bietet den beiden an, im leerstehenden Hotelanbau zu übernachten, um die kalten Winternächte zu überstehen. Aber keiner darf davon erfahren! Also schleicht sich Mika Nacht für Nacht aus seinem Bett, bezieht das Bett für Teddy, lässt ihn rein, macht für ihn Frühstück und lässt ihn dann wieder hinaus, bevor sein Vater oder die Hotelangestellten etwas bemerken. Doch Teddy erzählt von seiner Übernachtungsmöglichkeit auch seinen Freunden und so übernachten immer mehr neue Gäste heimlich im Hotel. Und Mika wird von Tag zu Tag müder, weil er sich alleine um alles kümmert. Wie lange kann das noch gut gehen?
Eindruck:
-----------------
Ich habe das Buch gemeinsam mit meiner 11-jährigen Tochter gelesen. Diese Geschichte ist im Präsens geschrieben, darüber sind wir beim Vorlesen zunächst gestolpert, weil dies selten bei Kinderbüchern oder Romanen vorkommt. Aber wir hatten uns schnell eingelesen und so wirkte es, als wäre man live dabei. Mika haben wir sofort ins Herz geschlossen. Er ist klug, empathisch und seine Einsamkeit nach dem Tod seiner Mutter sowie seine Sehnsucht nach einem "richtigen" Weihnachtsfest sind nachvollziehbar. Die Handlung wechselt immer wieder zwischen humorvollen Momenten, die uns zum Lachen brachten und nachdenklicheren Szenen. Gerade diese Mischung hat uns gefallen. Mika hat für sein Alter ein hohes Verantwortungsgefühl und ist sehr selbstständig. Zum Schluss kümmert er sich um eine gute Handvoll Gäste ganz alleine. Er bezieht die Betten ohne Hilfe, räumt die Zimmer auf und bereitet Frühstück für alle vor. Damit nimmt er eine tolle Vorbildfunktion für Kinder ein. Zudem zeigt das Buch, dass Weihnachten eben nicht die Geschenke, sondern die Gemeinschaft im Vordergrund stehen sollte und führt vor Augen, dass es Menschen gibt, denen es nicht so gut geht.
Die Geschichte fesselt einen, weil sich die Ereignisse immer weiter zuspitzen und man neugierig auf die Auflösung ist. Auf den letzten Seiten ist die Anleitung des Spiels "Hase und Jäger" aufgeführt, sodass man es selbst ausprobieren kann. Zudem gibt es ein Nachwort der Autorin, in dem sie kurz von Ben Ahmed berichtet, der im realen Leben Obdachlose kostenfrei in seinem Hotel im Winter übernachten lässt und sie zu dieser Erzählung inspiriert hat.
Ein sehr empfehlenswertes Buch für Kinder und Erwachsene und das nicht nur zur Winter-Weihnachtszeit!
Fazit:
-----------------
Humorvoll, warmherzig und nachdenklich zugleich: Ein tolles Buch über Verantwortung, Mitgefühl und Nächstenliebe.
Test-LR
5/5
22.03.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mikas Weihnachtswunsch…
Mikas Weihnachtswunsch Gestaltung: ----------------- Das verschneite Hotel und die menschlichen Silhouetten, die man am Rande sieht, haben etwas sehr Heimeliges an sich. Meine Neugier war geweckt. Im Innenteil befinden sich einige Illustrationen in Grautönen, die teilweise lustige Szenen darstellen und uns beim Lesen zum Schmunzeln gebracht haben. Sehr schön! Inhalt: ----------------- "Ich weiß, was Weihnachten ist. Weihnachten ist ein Tannenbaum, aber ein echter. So einer mit klebrigen Nadeln, die gut riechen. Auf gar keinen Fall ist Weihnachten ein Plastikbaum zum Aufklappen." (S. 11) Das ist der Wunsch des zehnjährigen Mika: ein "richtiges" Weihnachtsfest wie früher. Er wohnt im "Hotel Jameel" (jameel=arabisch für wunderbar), das sein Vater alleine betreibt, seit Mikas Mutter gestorben ist. Seit ihrem Tod ist nichts mehr so wie früher. Der Vater zieht sich zurück, ist immer müde und beschäftigt sich kaum mit Mika. Nicht einmal das Spiel "Hase und Jäger" spielen sie noch gemeinsam! Die einzigen, die sich um ihn kümmern, sind die Hotelangestellte Fanny und der Hotelkoch Henry. Aber das ist kein Ersatz für ein richtiges Familienleben und kein Mittel gegen Mikas Einsamkeit. Da begegnet er im Winter eines Tages dem Obdachlosen Teddy und dessen Hund Silvester. Er bietet den beiden an, im leerstehenden Hotelanbau zu übernachten, um die kalten Winternächte zu überstehen. Aber keiner darf davon erfahren! Also schleicht sich Mika Nacht für Nacht aus seinem Bett, bezieht das Bett für Teddy, lässt ihn rein, macht für ihn Frühstück und lässt ihn dann wieder hinaus, bevor sein Vater oder die Hotelangestellten etwas bemerken. Doch Teddy erzählt von seiner Übernachtungsmöglichkeit auch seinen Freunden und so übernachten immer mehr neue Gäste heimlich im Hotel. Und Mika wird von Tag zu Tag müder, weil er sich alleine um alles kümmert. Wie lange kann das noch gut gehen? Eindruck: ----------------- Ich habe das Buch gemeinsam mit meiner 11-jährigen Tochter gelesen. Diese Geschichte ist im Präsens geschrieben, darüber sind wir beim Vorlesen zunächst gestolpert, weil dies selten bei Kinderbüchern oder Romanen vorkommt. Aber wir hatten uns schnell eingelesen und so wirkte es, als wäre man live dabei. Mika haben wir sofort ins Herz geschlossen. Er ist klug, empathisch und seine Einsamkeit nach dem Tod seiner Mutter sowie seine Sehnsucht nach einem "richtigen" Weihnachtsfest sind nachvollziehbar. Die Handlung wechselt immer wieder zwischen humorvollen Momenten, die uns zum Lachen brachten und nachdenklicheren Szenen. Gerade diese Mischung hat uns gefallen. Mika hat für sein Alter ein hohes Verantwortungsgefühl und ist sehr selbstständig. Zum Schluss kümmert er sich um eine gute Handvoll Gäste ganz alleine. Er bezieht die Betten ohne Hilfe, räumt die Zimmer auf und bereitet Frühstück für alle vor. Damit nimmt er eine tolle Vorbildfunktion für Kinder ein. Zudem zeigt das Buch, dass Weihnachten eben nicht die Geschenke, sondern die Gemeinschaft im Vordergrund stehen sollte und führt vor Augen, dass es Menschen gibt, denen es nicht so gut geht. Die Geschichte fesselt einen, weil sich die Ereignisse immer weiter zuspitzen und man neugierig auf die Auflösung ist. Auf den letzten Seiten ist die Anleitung des Spiels "Hase und Jäger" aufgeführt, sodass man es selbst ausprobieren kann. Zudem gibt es ein Nachwort der Autorin, in dem sie kurz von Ben Ahmed berichtet, der im realen Leben Obdachlose kostenfrei in seinem Hotel im Winter übernachten lässt und sie zu dieser Erzählung inspiriert hat. Ein sehr empfehlenswertes Buch für Kinder und Erwachsene und das nicht nur zur Winter-Weihnachtszeit! Fazit: ----------------- Humorvoll, warmherzig und nachdenklich zugleich: Ein tolles Buch über Verantwortung, Mitgefühl und Nächstenliebe.
Bewertung
5/5
19.09.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was für ein zauberhaftes Buch...
Was für ein zauberhaftes Buch mit einer so wunderschönen und wichtigen Botschaft! Das ein oder andere Tränchen ist bei dieser nachweihnachtlichen Geschichte geflossen; lesen sollte man sie am besten schön gemütlich eingemummelt - und dabei dankbar sein, für das, was man hat.
Christian Wolfgang Büge
aus Neuenrade
5/5
10.01.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch voll Menschlichkeit
Inhalt
Mika ist der Sohn eines Hotelbesitzers. Eines Tages im Winter trifft er auf einen Obdachlosen und bietet ihm einen Platz zum Schlafen an. Mit der Zeit kommen neue Hilfsbedürftige hinzu und er gibt sich alle Mühe, Betten herzurichten, Frühstück zu machen und alles geheim zu halten. Selbst als die Schule wieder anfängt, verzichtet er auf Schlaf und Freizeit, um zu helfen. Im Gegenzug findet er neue Freunde, die sein Leben bereichern.
Umsetzung
Der Einstieg ins Buch ist eher traurig. Der Leser erfährt, dass Mikas Mutter vor einiger Zeit gestorben ist und sich der Vater von diesem Schlag nicht erholt hat. Er verbringt wenig Zeit mit seinem Sohn und stürzt sich in die Arbeit. Weihnachten geht an ihm gänzlich vorbei. Mika belastet das.
Die Figuren sind alle authentisch und jede hat ihre Eigenheiten. Teddy hat ein gemütliches Wesen. Seine Freundin Käthe hingegen redet sehr viel und ist schnippisch. Herbert hingegen drückt sich sehr vornehm aus. Durch diese unterschiedlichen Figuren wird die Geschichte lebendig und spannend.
Besonders liebenswert ist Silvester. Ein junger Hund, der noch nicht stubenrein ist, aber dafür gerne kuschelt.
Die s/w Bilder sind sehr detailliert.
Mikas Lieblingsspiel ist „Hase und Jäger“. Eine Spielanleitung dazu gibt es am Ende des Buches
Fazit
Ein spannendes Buch über Selbstlosigkeit und Menschlichkeit. Den Einstieg finde ich ein wenig schwermütig, aber die tollen Figuren überzeugen von Anfang an. Und die Botschaft hinter der Geschichte ist großartig.
Bewertung
aus Andernach
5/5
06.01.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Jeder kann helfen
Der 10 jährige Mika wächst allein mit seinem Vater im elterlichen Hotel auf. Seine lebensfrohe marokkanische Mutter ist leider vor einigen Jahren gestorben und seither vergräbt sich sein Vater immer mehr in seinem Büro. Mika ist auf sich alleine gestellt und bringt auch keine Freunde mit nach Hause. Koch Henry und Zimmermädchen Fanny geben ihr Bestes um ihn aufzuheitern und ihm die Familie zu ersetzen, doch sie haben auch nicht immer so viel Zeit für ihn, wie sich es sich wünschen.
Kurz nach Weihnachten trifft Mika einen großen alten Obdachlosen mit einem kleinen frechen Hund, denen er ein Würstchen verspricht, für den nächsten Tag. Mika freut sich schon auf das Wiedersehen, als sein Tageshighlight. Kaum daß er es sich versieht, beherbergt er Teddy und Hund Sylvester im Anbau, welcher im Winter nicht benötigt wird. Teddy ist freundlich und nimmt sich Zeit mit Mika zu spielen. Doch nach und nach, stehen immer mehr Obdachlose mit Teddy vor der Tür und Mika wird von der ganzen heimlichen Zimmermädchen/-Kocharbeit immer müder. Dennoch mag er seine neuen Freunde, die ihm so gut zuhören und immer Zeit für ihn haben, nicht missen.
Diese kleine aber feine Geschichte verströmt den wahren Geist der Weihnacht. Mika ist zwar einsam, aber dies läßt sein Herz nicht hart werden, er sieht immer noch das Leid der anderen, die weniger haben als er. Diese Wärme verströmen auch die zweifarbigen Illustrationen, die auch den Charme und den Witz der Geschichte einfangen. Besonders als Mika und seine neuen Mitbewohner über die Hotelfluren krabbeln, auf der Suche nach Hund Sylvester hatte es meinen Töchtern angetan, das Bild dazu ist sehr drollig. Aber auch die schrille Käthe, die mit ihrer schroffen Art nur ihr weiches Herz kaschiert ist zu einem unserer Lieblinge geworden. Denn neben der Sehnsucht nach einem Weihnachtsfest im Kreise der Familie, geht es um wahren Mut im Gegensatz zu Angebermut und um das Einstehen für seine Freunde. Es geht darum hinzusehen und nicht wegzuschauen. Obdachlose sind Menschen und sollten auch als solche behandelt werden. Ihre Schicksale sind ganz unterschiedlich. Die Hintergründe der Schicksale ist nur teilweise angedeutet, handelt es sich doch um ein Kinderbuch, auch ist dies nicht das Thema. Es geht vielmehr darum, daß man auch mal schenken sollte, ohne Hintergedanken und nicht für alles eine Entlohnung erwarten sollte. Strahlende Gesichter sind eigentlich Lohn genug.
Inspiriert ist dieses warmherzige Kinderbuch von der wahren Geschichte des Brüsseler Hotelbesitzers Ben Ahmed, der in der Nebensaison im Winter, seine nicht vermieteten Zimmer kostenlos Obdachlosen und Flüchtlingen überlässt. Mitten im kalten Winter wärmen solche Geschichten das Herz und ermutigen zum Nachmachen statt Weggucken!
Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte für Jungen und Mädchen von 7 bis 99 Jahren über eine Weihnachtsfeier am 22. Januar (was die Kinder sehr lustig fanden), die wir sicher nächstes Jahr noch einmal lesen werden.
Verzauberte fünf von fünf Sternen.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.