Produktbild: Auf dem Nullmeridian
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Auf dem Nullmeridian Roman | »Literatur der Zeitenwende!« ― Maha El Hissy

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.06.2023

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21/13,2/2,3 cm

Gewicht

342 g

Auflage

1

Übersetzt von

Günther Orth

Sprache

Deutsch

EAN

2710002871925

Beschreibung

Rezension

»Ein wichtiges, hochaktuelles und vielschichtiges Buch.« ("Deutschlandfunk Kultur "Buchkritik"")
»Er wählt einen sehr leichten Ton, einen anekdotischen Ton.« ("RBB Kultur")
»Virtuos.« ("Der Standard")
»Mit humorvollem Sarkasmus beschreibt der ägyptische Autor die Zwischenwelt derer, die nie richtig angekommen sind und mit leeren Händen auch nicht wieder zurückkönnen.« ("MissioMagazin")
»Ein aufrüttelnder, eindringlicher und notwendiger Roman.« ("Buchkultur")
»Ein wichtiges und vielschichtiges Buch über die Widersprüchlichkeiten der Gegenwart.« ("Büchermagazin")
»Der ironische Ton und die Übertreibungen kontrastieren die Grausamkeiten des Erzählten und sorgen gleichermaßen für Witz, Distanz und eine Abgeklärtheit, die wiederum im krassen Gegensatz zu den Realitäten Hilfesuchender steht.« ("Büchermagazin")
»Alles andere als ein trockener Tatsachenbericht.« ("Kulturnews")
»Lewis betont das Absurde der Situationen, in die sein Protagonist gerät, und lässt immer wieder beißende Ironie durchbrechen.« ("Kulturnews")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.06.2023

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21/13,2/2,3 cm

Gewicht

342 g

Auflage

1

Übersetzt von

Günther Orth

Sprache

Deutsch

EAN

2710002871925

Herstelleradresse

Hoffmann und Campe Verlag
Harvestehuder Weg 42
20149 Hamburg
DE

Email: buchhaltung@vah-jager.de

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London - Kairo

yellowdog am 05.06.2023

Bewertungsnummer: 1955375

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Der ägyptische Autor Shady Lewis gibt seiner Hauptfigur eigene Erfahrungen mit. Der Icherzähler ist als Christ in Ägypten aufgewachsen, immigrierte nach London und arbeitete im öffentlichen Dienst. Auf Wunsch seines Freundes Aime soll der Protagonist den Leichnam eines Syrers in Empfang nehmen und der Beerdigung zuführen. Immer wieder gehen seine Erinnerungen in die Kindheit zurück. Eine Sehnsucht nach Kairo ist ihm geblieben. Die zeitlichen Wechsel funktionieren gut und bereichern das Buch. Die Themen Flüchtlinge, Identität und Fremdheit durchziehen dieses kluge Buch. Viel wird auch über Wahrnehmung erzählt. Es gibt einige hervorragende Dialoge. Es ist ein sehr interessantes Buch!

London - Kairo

yellowdog am 05.06.2023
Bewertungsnummer: 1955375
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Der ägyptische Autor Shady Lewis gibt seiner Hauptfigur eigene Erfahrungen mit. Der Icherzähler ist als Christ in Ägypten aufgewachsen, immigrierte nach London und arbeitete im öffentlichen Dienst. Auf Wunsch seines Freundes Aime soll der Protagonist den Leichnam eines Syrers in Empfang nehmen und der Beerdigung zuführen. Immer wieder gehen seine Erinnerungen in die Kindheit zurück. Eine Sehnsucht nach Kairo ist ihm geblieben. Die zeitlichen Wechsel funktionieren gut und bereichern das Buch. Die Themen Flüchtlinge, Identität und Fremdheit durchziehen dieses kluge Buch. Viel wird auch über Wahrnehmung erzählt. Es gibt einige hervorragende Dialoge. Es ist ein sehr interessantes Buch!

Vertraut und doch fremd

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 24.10.2023

Bewertungsnummer: 2051014

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Ich-Erzähler ist ein ägyptischer Immigrant, allerdings kein Muslim, sondern ein koptischer Christ. Zehn Jahre ist seine eigene Flucht her, auf seiner Suche nach einem sicheren und besseren Leben landete er schließlich in London, wo er, mittlerweile eingebürgert, in der Wohnraumbehörde tätig ist, in einem für seinen hohen Anteil an Migranten bekannten Bezirk. Eine Tätigkeit, die an der Bürokratie verzweifelt, denn Sozialwohnungen, die man vermitteln könnte, existieren schlicht und ergreifend nicht. Eines Tages bittet ihn sein Onkel, das Begräbnis eines jungen Syrers zu organisieren, der nach seiner Flucht plötzlich und unerwartet in London verstarb. Shady Lewis kam selbst 2006 als Einwanderer nach London und war mehr als zehn Jahre im sozialen Dienst der Stadtverwaltung tätig, hat also genug eigene Erfahrungen gemacht, um dieses Thema in seinem Buch aufgreifen zu können. Der namenlose Erzähler plaudert quasi aus dem Nähkästchen und dies tut er manchmal so beiläufig, dass man fast vergessen könnte, wie tragisch das Erzählte eigentlich ist. Das Leben der Geflüchteten ist schon schwer genug, diese Umstände gepaart mit der diesen Menschen gegenüber erfolgenden Willkür, dem stetigen Rassismus und der erfolglosen Suche nach einer Wohnung, sind stellenweise an Absurdität und Tragik kaum zu überbieten. „Die erstaunliche Lektion, die ich in meinem damals sehr jungen Alter lernte, war die, dass uns Unrecht häufig dann weniger schlimm vorkommt, wenn wir erfahren, was das Motiv dafür war. Schlimm ist nur Unrecht, das man sich nicht erklären kann.“ (Seite 19) Manchmal wurde mir die Erzählung zu phantastisch, Träume wechselten sich ab mit Situationen, die ich nur als surreal beschreiben kann. Darauf muss man sich als Leser einlassen können, ich jedenfalls habe dafür ein paar Seiten gebraucht. Hierbei gefiel mir besonders gut, dass die Gesellschaftskritik zwar offen, aber nicht aggressiv erfolgte; die Ironie vieler Ereignisse entging mir dabei nämlich nie. Ein interessanter Blick, der mir einiges aufzeigte, über das ich mir keine Gedanken gemacht habe, der mich gut unterhalten und manchmal sogar zum schmunzeln gebracht hat. Gerne vergebe ich vier Sterne und empfehle diesen Roman weiter.

Vertraut und doch fremd

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 24.10.2023
Bewertungsnummer: 2051014
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Ich-Erzähler ist ein ägyptischer Immigrant, allerdings kein Muslim, sondern ein koptischer Christ. Zehn Jahre ist seine eigene Flucht her, auf seiner Suche nach einem sicheren und besseren Leben landete er schließlich in London, wo er, mittlerweile eingebürgert, in der Wohnraumbehörde tätig ist, in einem für seinen hohen Anteil an Migranten bekannten Bezirk. Eine Tätigkeit, die an der Bürokratie verzweifelt, denn Sozialwohnungen, die man vermitteln könnte, existieren schlicht und ergreifend nicht. Eines Tages bittet ihn sein Onkel, das Begräbnis eines jungen Syrers zu organisieren, der nach seiner Flucht plötzlich und unerwartet in London verstarb. Shady Lewis kam selbst 2006 als Einwanderer nach London und war mehr als zehn Jahre im sozialen Dienst der Stadtverwaltung tätig, hat also genug eigene Erfahrungen gemacht, um dieses Thema in seinem Buch aufgreifen zu können. Der namenlose Erzähler plaudert quasi aus dem Nähkästchen und dies tut er manchmal so beiläufig, dass man fast vergessen könnte, wie tragisch das Erzählte eigentlich ist. Das Leben der Geflüchteten ist schon schwer genug, diese Umstände gepaart mit der diesen Menschen gegenüber erfolgenden Willkür, dem stetigen Rassismus und der erfolglosen Suche nach einer Wohnung, sind stellenweise an Absurdität und Tragik kaum zu überbieten. „Die erstaunliche Lektion, die ich in meinem damals sehr jungen Alter lernte, war die, dass uns Unrecht häufig dann weniger schlimm vorkommt, wenn wir erfahren, was das Motiv dafür war. Schlimm ist nur Unrecht, das man sich nicht erklären kann.“ (Seite 19) Manchmal wurde mir die Erzählung zu phantastisch, Träume wechselten sich ab mit Situationen, die ich nur als surreal beschreiben kann. Darauf muss man sich als Leser einlassen können, ich jedenfalls habe dafür ein paar Seiten gebraucht. Hierbei gefiel mir besonders gut, dass die Gesellschaftskritik zwar offen, aber nicht aggressiv erfolgte; die Ironie vieler Ereignisse entging mir dabei nämlich nie. Ein interessanter Blick, der mir einiges aufzeigte, über das ich mir keine Gedanken gemacht habe, der mich gut unterhalten und manchmal sogar zum schmunzeln gebracht hat. Gerne vergebe ich vier Sterne und empfehle diesen Roman weiter.

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von Shady Lewis

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