Diskriminierende Wirkungen der Nichtvergabe von Zeugnisnoten in Vorbereitungsklassen Eine kritische Überprüfung der baden-württembergischen Regelungen
-
- Deutsch ausgewählt
16,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
17.12.2025
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-17063-2
Studienarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik, Note: 1,6, Duale Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn, Sprache: Deutsch, Abstract: In Baden-Württemberg werden an Grund- und weiterführenden Schulen sogenannte Vorbereitungsklassen (VKL) eingerichtet, um Schülerinnen und Schüler zu unterrichten, die erst kürzlich nach Deutschland eingewandert sind und über keine oder nur geringe Deutschkenntnisse verfügen. In diesen Klassen erwerben die Lernenden vor allem die Zielsprache, können jedoch bei erkennbaren Lernfortschritten in einzelnen Fächern auch Regelklassen besuchen. Am Ende des Halbjahres erhalten die Lernenden eine Halbjahresinformation und zum Schuljahresende ein Zeugnis. Im Gegensatz zu ihren Mitschülerinnen und Mitschülern in Regelklassen haben Schülerinnen und Schüler in Vorbereitungsklassen jedoch keinen Anspruch auf Ziffernnoten. Was zunächst als wohlwollende Maßnahme erscheint, kann sich in der Praxis als problematisch erweisen. Wie Bourdieu mit dem Begriff des "institutionalisierten kulturellen Kapitals" beschreibt, fungieren Zeugnisse als Machtinstrumente, die Bildungs- und Ausbildungswege eröffnen oder versperren können. Gerade weiterführende Schulen und Ausbildungsstätten sind auf klare Leistungsrückmeldungen angewiesen. Neben ihrer Selektions- und Zugangsfunktion erfüllen Zeugnisse weitere zentrale Aufgaben: Sie informieren Lernende und Erziehungsberechtigte über den aktuellen Leistungsstand und geben eine Prognose für den weiteren Bildungsweg. Durch den Verzicht auf Noten zugunsten von Verbalbeurteilungen fällt es Lernenden in Vorbereitungsklassen sowie ihren Erziehungsberechtigten jedoch häufig schwer, die Leistungen realistisch einzuschätzen. Die noch nicht vollständig ausgebildeten Deutschkenntnisse und der oftmals beschönigende pädagogische Fachjargon erschweren das Verständnis. Dies kann dazu führen, dass Lernende ihre Anstrengungen reduzieren, weil sie ihre Leistungen überschätzen. Umgekehrt sind auch Fehlinterpretationen durch Erziehungsberechtigte möglich, die Verbalbeurteilungen als Umschreibung schlechter Leistungen deuten und entsprechend reagieren. Ziffernnoten bieten hier den Vorteil, dass sie leicht zugänglich, vergleichbar und für alle Beteiligten eindeutig verständlich sind. Die vorliegende Arbeit nimmt dieses Spannungsfeld in den Blick und erörtert mögliche alternative Lösungsansätze.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice