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Unter den Stollen der Strand Fußball und Politik - mein Leben

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.02.2020

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/3,2 cm

Gewicht

383 g

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Frank Sievers

Sprache

Deutsch

EAN

2710003097836

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»[S]ehr gut geschrieben und äußerst lesenswert. Cohn-Bendit verliert nie den roten Faden und schafft stets den Brückenschlag zwischen seinem Leben und der Entwicklung des modernen Fußballs.« ("Fan geht vor")
»Ein wahres Lesevergnügen.« ("Bücherschau, Österreich")
»Geistreich verbindet er politisches Geschehen mit Fußballereignissen [...]. Damit hat Daniel Cohn-Bendit einen Volltreffer gelandet!« ("Börsenblatt")
»Leidenschaftliches Fußballbuch.« ("Kölnische Rundschau")
»Angriffslustiges, originelles Buch.« ("Rhein-Neckar-Zeitung")
»Unterhaltsam.« ("11 Freunde")
»Er zieht Zusammenhänge zwischen Fußball und Politik, die es wert sind, sie nicht einfach nur wegzulesen, sondern auch mal den einen oder anderen Gedanken darauf zu verwenden.« ("ivz aktuell")
»Auf ganz elegante, zugleich zupackende, sehr strukturierte und – überallem – erstaunlich uneitle Weise erzählt.« ("Journal Frankfurt")

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.02.2020

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/3,2 cm

Gewicht

383 g

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Frank Sievers

Sprache

Deutsch

EAN

2710003097836

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Als jemand, der 1977 geboren…

sleepwalker am 23.07.2020

Bewertungsnummer: 2993650

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als jemand, der 1977 geboren ist, war mir Daniel Cohn-Bendit als Grünen-Politiker und später als Europa-Abgeordneter ein Begriff. Wie Fußball-verrückt er ist, wusste ich nicht. Aber in „Unter den Stollen der Strand. Fußball und Politik – mein Leben“ tobt er sich zu diesem Thema aus. Gekonnt verknüpft er Episoden aus seinem Leben mit Anekdoten aus dem Fußball und Grundsätzen der Politik. Aber das Buch ist keine wirkliche Autobiografie, dafür sind Fußball und Politik zu dominant und sein Leben zu sehr im Hintergrund – und wenn es Geschichten aus seinem Leben gibt, dann haben sie meistens – richtig! – was mit Fußball oder Politik zu tun. Ganz eindeutig: das eine geht für ihn nicht ohne das andere. Und so ist das Buch teilweise schwierig zu lesen und wirkt etwas konfus. Schwierig deshalb, da er sich nicht wirklich an ein Konzept hält, sondern, wie es manchmal scheint, „von Hölzchen auf Stöckchen“ kommt. Er rennt praktisch durch die Geschichte des Fußballs seit den 1950er Jahren, verknüpft sie mit politischen Ereignissen und ein paar privaten Erlebnissen. Damit schafft er ein sehr dichtes Werk, in dem jeder Satz passt, jedes Wort seine Daseinsberechtigung hat und ich musste es manchmal aus der Hand legen, um durchzuatmen. Das Buch ist ein bisschen wie ein Fußballspiel: mal rasant, mal überhastet und manchmal muss man den Angriff noch einmal von vorn starten (in meinem Fall: zurückblättern und nachlesen). Nein, in der Hinsicht ist es definitiv keine leichte Lektüre. Und obwohl ich politisch mit Daniel Cohn-Bendit in vielem nicht konform gehe und auch seine Fußball-Leidenschaft bei weitem nicht teile – vieles, was er in seinem Buch an- und ausspricht, spricht mir aus der Seele. Sei es der falsch verstandene Nationalismus und Patriotismus von sogenannten Fußballfans, Korruption, Fanatismus und Faschismus und auch die zunehmende Wichtigkeit des Frauenfußballs – alles hat in dem Buch seinen Platz gefunden. Auch die Tatsache, dass er wegen Jair Bolsonaro mehr und mehr die Freude an Brasilien und dem brasilianischen Fußball verliert („Manchmal frage ich mich, ob »Brasilien, mon amour« für mich langsam zu »Brasilien, je t’aime … moi non plus« wird.“) fehlt nicht. Sein Hass auf Deutschland scheint sich mit den Jahren abgeschliffen zu haben. Obwohl er seit vielen Jahren in Deutschland lebt, identifiziert er sich aber bis heute nicht mit dem Land. Schuld daran ist vermutlich die Frankfurter Eintracht. „Ich kann Ihnen nur sagen, ob Sie Franzose, Türke, Balkanbewohner, Araber, Afrikaner, Asiate oder sonst was sind – wenn Sie sich drei, vier Spiele in Folge in der Commerzbank-Arena ansehen würden, wären Sie danach für den Rest Ihres Lebens »Frankfurter«.“ Deshalb schlägt er für Sportveranstaltungen im Allgemeinen, Fußballspiele im Besonderen vor, erbitterten Nationalismus und Patriotismus außen vor zu lassen und sich auf eine Art „Fanismus“ zu einigen. Alles in allem ist das Buch schwer einzuordnen. Es ist keine Autobiografie und kein Sportbuch. Es ist kein politisches Manifest und kein Roman. Es ist irgendwie eine Mischung aus allem möglichen, aber eine gelungene und auch für diejenigen ein Lesevergnügen, die keine Fußballfans oder Vollblutpolitiker sind. Mir persönlich hat das Buch mit seiner Begeisterung und auch seinen Ansichten einen neuen Zugang sowohl zum Fußball als auch zur Politik eröffnet. Sprachlich ist es, wie man es von Daniel Cohn-Bendit kennt: ausschweifend, manchmal ein bisschen hektisch, aber präzise und mit treffender Wortwahl formuliert („ Fundamentalismus ist, ob religiös, nationalistisch, laizistisch oder ökologisch, Quatsch mit Soße.“). Man könnte auch sagen, es ist manchmal so unbequem wie er selbst. Manche Wortwahl ist allerding sehr „gehoben“, wie zum Beispiel das Wort „nachgerade“, das ich in dem Zusammenhang noch nicht einmal kannte. Auch wenn der „Unterhaltungswert“ sich für mich teilweise wegen des vielen Hintergrundwissens zum Fußball in Grenzen hielt – für Sprache und Aussage von mir 4 Sterne.

Als jemand, der 1977 geboren…

sleepwalker am 23.07.2020
Bewertungsnummer: 2993650
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als jemand, der 1977 geboren ist, war mir Daniel Cohn-Bendit als Grünen-Politiker und später als Europa-Abgeordneter ein Begriff. Wie Fußball-verrückt er ist, wusste ich nicht. Aber in „Unter den Stollen der Strand. Fußball und Politik – mein Leben“ tobt er sich zu diesem Thema aus. Gekonnt verknüpft er Episoden aus seinem Leben mit Anekdoten aus dem Fußball und Grundsätzen der Politik. Aber das Buch ist keine wirkliche Autobiografie, dafür sind Fußball und Politik zu dominant und sein Leben zu sehr im Hintergrund – und wenn es Geschichten aus seinem Leben gibt, dann haben sie meistens – richtig! – was mit Fußball oder Politik zu tun. Ganz eindeutig: das eine geht für ihn nicht ohne das andere. Und so ist das Buch teilweise schwierig zu lesen und wirkt etwas konfus. Schwierig deshalb, da er sich nicht wirklich an ein Konzept hält, sondern, wie es manchmal scheint, „von Hölzchen auf Stöckchen“ kommt. Er rennt praktisch durch die Geschichte des Fußballs seit den 1950er Jahren, verknüpft sie mit politischen Ereignissen und ein paar privaten Erlebnissen. Damit schafft er ein sehr dichtes Werk, in dem jeder Satz passt, jedes Wort seine Daseinsberechtigung hat und ich musste es manchmal aus der Hand legen, um durchzuatmen. Das Buch ist ein bisschen wie ein Fußballspiel: mal rasant, mal überhastet und manchmal muss man den Angriff noch einmal von vorn starten (in meinem Fall: zurückblättern und nachlesen). Nein, in der Hinsicht ist es definitiv keine leichte Lektüre. Und obwohl ich politisch mit Daniel Cohn-Bendit in vielem nicht konform gehe und auch seine Fußball-Leidenschaft bei weitem nicht teile – vieles, was er in seinem Buch an- und ausspricht, spricht mir aus der Seele. Sei es der falsch verstandene Nationalismus und Patriotismus von sogenannten Fußballfans, Korruption, Fanatismus und Faschismus und auch die zunehmende Wichtigkeit des Frauenfußballs – alles hat in dem Buch seinen Platz gefunden. Auch die Tatsache, dass er wegen Jair Bolsonaro mehr und mehr die Freude an Brasilien und dem brasilianischen Fußball verliert („Manchmal frage ich mich, ob »Brasilien, mon amour« für mich langsam zu »Brasilien, je t’aime … moi non plus« wird.“) fehlt nicht. Sein Hass auf Deutschland scheint sich mit den Jahren abgeschliffen zu haben. Obwohl er seit vielen Jahren in Deutschland lebt, identifiziert er sich aber bis heute nicht mit dem Land. Schuld daran ist vermutlich die Frankfurter Eintracht. „Ich kann Ihnen nur sagen, ob Sie Franzose, Türke, Balkanbewohner, Araber, Afrikaner, Asiate oder sonst was sind – wenn Sie sich drei, vier Spiele in Folge in der Commerzbank-Arena ansehen würden, wären Sie danach für den Rest Ihres Lebens »Frankfurter«.“ Deshalb schlägt er für Sportveranstaltungen im Allgemeinen, Fußballspiele im Besonderen vor, erbitterten Nationalismus und Patriotismus außen vor zu lassen und sich auf eine Art „Fanismus“ zu einigen. Alles in allem ist das Buch schwer einzuordnen. Es ist keine Autobiografie und kein Sportbuch. Es ist kein politisches Manifest und kein Roman. Es ist irgendwie eine Mischung aus allem möglichen, aber eine gelungene und auch für diejenigen ein Lesevergnügen, die keine Fußballfans oder Vollblutpolitiker sind. Mir persönlich hat das Buch mit seiner Begeisterung und auch seinen Ansichten einen neuen Zugang sowohl zum Fußball als auch zur Politik eröffnet. Sprachlich ist es, wie man es von Daniel Cohn-Bendit kennt: ausschweifend, manchmal ein bisschen hektisch, aber präzise und mit treffender Wortwahl formuliert („ Fundamentalismus ist, ob religiös, nationalistisch, laizistisch oder ökologisch, Quatsch mit Soße.“). Man könnte auch sagen, es ist manchmal so unbequem wie er selbst. Manche Wortwahl ist allerding sehr „gehoben“, wie zum Beispiel das Wort „nachgerade“, das ich in dem Zusammenhang noch nicht einmal kannte. Auch wenn der „Unterhaltungswert“ sich für mich teilweise wegen des vielen Hintergrundwissens zum Fußball in Grenzen hielt – für Sprache und Aussage von mir 4 Sterne.

Sex, Drugs, Football and Rockn Roll

yellowdog am 13.02.2020

Bewertungsnummer: 1293121

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Daniel Cohn-Bendit schreibt vordergründig über Fußball. Aber nicht nur vordergründig, das Thema wird schon gut betrachtet. Dennoch sind die Zeiten, die der heute 75jährige Autor in Frankreich und Deutschland erlebte, elementar für das Buch. Dazu gehört natürlich auch eine politische Richtung. Seinem Naturell folgend trägt der Autor ziemlich dick auf. Mit dem Fußball, besonders den WM und EM-Ereignissen, kennt er sich wirklich aus und bringt immer wieder einen Zusammenhang zu gesellschaftlichen und politischen Ereignissen und Folgen. Dem bin ich beim Lesen gerne gefolgt. Ob der Fußball diese gesellschaftliche Bedeutung wirklich hat oder nicht, ist diskussionswürdig. Das Buch bringt einem zum nachdenken, sicher eine Qualität. Der fehlgeleitete Nationalistischen Tendenzen mancher Fans von diversen Vereinen sind erschreckend.

Sex, Drugs, Football and Rockn Roll

yellowdog am 13.02.2020
Bewertungsnummer: 1293121
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Daniel Cohn-Bendit schreibt vordergründig über Fußball. Aber nicht nur vordergründig, das Thema wird schon gut betrachtet. Dennoch sind die Zeiten, die der heute 75jährige Autor in Frankreich und Deutschland erlebte, elementar für das Buch. Dazu gehört natürlich auch eine politische Richtung. Seinem Naturell folgend trägt der Autor ziemlich dick auf. Mit dem Fußball, besonders den WM und EM-Ereignissen, kennt er sich wirklich aus und bringt immer wieder einen Zusammenhang zu gesellschaftlichen und politischen Ereignissen und Folgen. Dem bin ich beim Lesen gerne gefolgt. Ob der Fußball diese gesellschaftliche Bedeutung wirklich hat oder nicht, ist diskussionswürdig. Das Buch bringt einem zum nachdenken, sicher eine Qualität. Der fehlgeleitete Nationalistischen Tendenzen mancher Fans von diversen Vereinen sind erschreckend.

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