Produktbild: Wüste
Gebraucht Band 1111

Wüste Roman

Aus der Reihe KIWI
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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.10.2008

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

19,1/12,6/2,4 cm

Gewicht

323 g

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Désert

Übersetzt von

Uli Wittmann

Sprache

Deutsch

EAN

2710003147111

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Der Text, der zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her springt, zeichnet eindrückliche Bilder vom Beginn der europäischen Herrschaft – in diesem Fall derjenigen über Marokko.«

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.10.2008

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

19,1/12,6/2,4 cm

Gewicht

323 g

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

Désert

Übersetzt von

Uli Wittmann

Sprache

Deutsch

EAN

2710003147111

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Ein phantastisches Buch, es…

Urmu aus Kiel am 29.04.2010

Bewertungsnummer: 2697265

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein phantastisches Buch, es macht nachdenklich und hat mich sehr berührt. Ich kann es nur jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem besonderen Buch ist. Lesen Sie es und versinken Sie in eine magische Welt.

Ein phantastisches Buch, es…

Urmu aus Kiel am 29.04.2010
Bewertungsnummer: 2697265
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein phantastisches Buch, es macht nachdenklich und hat mich sehr berührt. Ich kann es nur jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem besonderen Buch ist. Lesen Sie es und versinken Sie in eine magische Welt.

Eine poetische Reise durch Zeit, Erinnerung und Wüste

Benedikt am 29.07.2025

Bewertungsnummer: 2552718

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Wüste zwei miteinander verwobene Geschichten: die des jungen Beduinen Nour, der im frühen 20. Jahrhundert mit seinem Stamm vor der kolonialen Gewalt flieht, und die der jungen Lalla, die Jahrzehnte später in der gleichen Wüstenlandschaft aufwächst und sich schließlich auf den Weg nach Europa macht. Die beiden Figuren sind durch mehr als nur Herkunft und Landschaft verbunden – es ist ein gemeinsamer innerer Ruf, der sie leitet: der Ruf der Wüste, der Mythos ihrer Identität. Le Clézio verwebt diese beiden Erzählstränge zu einer epischen, fast mystischen Meditation über Exil, Erinnerung und das Überleben kultureller Identität. Was diesen Roman besonders auszeichnet, ist Le Clézios Sprache: fließend, bilderreich und hypnotisch. Seine Beschreibungen der Wüste sind keine bloßen Landschaftsporträts, sondern lebendige Empfindungsräume. Man spürt den heißen Wind, das flirrende Licht und die Weite, die zugleich Freiheit und Einsamkeit bedeutet. Die Sprache verwandelt die Wüste in ein poetisches Element, das nicht nur Kulisse, sondern aktiver Teil der Erzählung ist. Sie zieht den Leser hinein, lässt ihn beinahe physisch anwesend sein, als wandere man selbst durch die Dünen. Besonders gelungen ist die Parallelführung der beiden Figuren Nour und Lalla. Obwohl sie in unterschiedlichen Zeiten leben, spiegeln sich ihre Erfahrungen – Ausgrenzung, Verlorenheit, aber auch tiefe Verbundenheit mit der Wüste und eine ungebrochene innere Stärke. Le Clézio gelingt es, Geschichte und Gegenwart auf poetische Weise zu verknüpfen, sodass die Erfahrungen Nours im kolonialen Maghreb in Lallas moderner Welt weiterleben. Die Mythen, die Gefühle, der Widerstand gegen Entwurzelung – all das wird als zeitlos und bleibend dargestellt. Ein kleiner Wermutstropfen ist die fehlende klare Chronologie. Der Roman verzichtet auf eine eindeutige zeitliche Ordnung, was gelegentlich verwirrend wirken kann – insbesondere im Hinblick auf Lallas Schwangerschaft, deren Dauer und Erlebnisfülle kaum mit realen neun Monaten vereinbar scheint. Doch vielleicht ist gerade dies ein Teil der poetischen Freiheit, die Le Clézio sich nimmt. Die Wüste ist weniger ein klassischer Roman als eine Ode an Sprache, Erinnerung und kulturelle Tiefe. Wer sich auf das Buch einlässt, sollte es nicht mit analytischem Blick, sondern mit offenem Herzen lesen – wie ein Gedicht, das erzählt, ohne erklären zu müssen.

Eine poetische Reise durch Zeit, Erinnerung und Wüste

Benedikt am 29.07.2025
Bewertungsnummer: 2552718
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Wüste zwei miteinander verwobene Geschichten: die des jungen Beduinen Nour, der im frühen 20. Jahrhundert mit seinem Stamm vor der kolonialen Gewalt flieht, und die der jungen Lalla, die Jahrzehnte später in der gleichen Wüstenlandschaft aufwächst und sich schließlich auf den Weg nach Europa macht. Die beiden Figuren sind durch mehr als nur Herkunft und Landschaft verbunden – es ist ein gemeinsamer innerer Ruf, der sie leitet: der Ruf der Wüste, der Mythos ihrer Identität. Le Clézio verwebt diese beiden Erzählstränge zu einer epischen, fast mystischen Meditation über Exil, Erinnerung und das Überleben kultureller Identität. Was diesen Roman besonders auszeichnet, ist Le Clézios Sprache: fließend, bilderreich und hypnotisch. Seine Beschreibungen der Wüste sind keine bloßen Landschaftsporträts, sondern lebendige Empfindungsräume. Man spürt den heißen Wind, das flirrende Licht und die Weite, die zugleich Freiheit und Einsamkeit bedeutet. Die Sprache verwandelt die Wüste in ein poetisches Element, das nicht nur Kulisse, sondern aktiver Teil der Erzählung ist. Sie zieht den Leser hinein, lässt ihn beinahe physisch anwesend sein, als wandere man selbst durch die Dünen. Besonders gelungen ist die Parallelführung der beiden Figuren Nour und Lalla. Obwohl sie in unterschiedlichen Zeiten leben, spiegeln sich ihre Erfahrungen – Ausgrenzung, Verlorenheit, aber auch tiefe Verbundenheit mit der Wüste und eine ungebrochene innere Stärke. Le Clézio gelingt es, Geschichte und Gegenwart auf poetische Weise zu verknüpfen, sodass die Erfahrungen Nours im kolonialen Maghreb in Lallas moderner Welt weiterleben. Die Mythen, die Gefühle, der Widerstand gegen Entwurzelung – all das wird als zeitlos und bleibend dargestellt. Ein kleiner Wermutstropfen ist die fehlende klare Chronologie. Der Roman verzichtet auf eine eindeutige zeitliche Ordnung, was gelegentlich verwirrend wirken kann – insbesondere im Hinblick auf Lallas Schwangerschaft, deren Dauer und Erlebnisfülle kaum mit realen neun Monaten vereinbar scheint. Doch vielleicht ist gerade dies ein Teil der poetischen Freiheit, die Le Clézio sich nimmt. Die Wüste ist weniger ein klassischer Roman als eine Ode an Sprache, Erinnerung und kulturelle Tiefe. Wer sich auf das Buch einlässt, sollte es nicht mit analytischem Blick, sondern mit offenem Herzen lesen – wie ein Gedicht, das erzählt, ohne erklären zu müssen.

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Wüste

von Jean-Marie Gustave Le Clézio

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