In einer Welt, in der das Gestaltwandeln über die Zukunft ihres Volkes entscheidet, eint die Mondgeborene Ramira und ihren besten Freund Leif dasselbe Schicksal: Sie sind in ihrer Gestalt gefangen.
Die Tochter der Alpha, die ihre tierische Seele nicht beherrscht, kämpft verbissen darum, in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten. Doch niemand glaubt, dass Ramira der Bedrohung gewachsen ist, die jenseits ihrer Grenze wächst. Seit Jahrzehnten fordert der Blutkönig im Roten Reich unzählige Opfer für die Privilegien der Starken und nichts scheint seinen Durst nach mehr zu stillen.
Jene Grausamkeit raubte Leif bereits seine Familie. Als letzter sonnengeborener Wolf setzt er nach dem Verlust alles daran, seiner menschlichen Gestalt zu entkommen – bis auch Ramira und das Freie Volk in Gefahr geraten. Plötzlich muss er entscheiden, ob er sich alles nehmen lässt oder für seine beste Freundin vom Fliehenden zum Jäger wird.
Zwischen zerbrochenen Träumen, tödlichen Bedrohungen und aufflammenden Gefühlen bricht Ramiras Schicksal aus ihr hervor. Und nur der Blutmond wird entscheiden, ob diese Bürde ihre Rettung ist – oder ihr Untergang …
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Wundervolle vegane (und vegan produzierte!) Romantasy.
Ich habe einfach alles daran geliebt: die Gestaltwandler-Thematik, eine Protagonistin, die für ihre Ziele kämpft und sich nicht unterkriegen lässt, die Gesellschaftskritik und Themen, die sich von dieser Fantasywelt auf unsere reale übertragen lassen. Die zarte Liebesgeschichte hat mir Bauchkribbeln und Gänsehaut-Momente beschert.
Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen! Große Leseempfehlung für alle Romantasy-Mäuse!
Lexys BookDelicious
4/5
29.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch, das mit starker Botschaft, wunderschönem Design und emotionalem Finale überzeugt.
Jennifer Ebbinghaus hat mit Soul – Die Bürde des Blutmondes ein Buch geschaffen, das nicht nur optisch überzeugt, sondern auch inhaltlich tief unter die Haut geht. Schon das Cover ist ein echtes Highlight: wunderschön gestaltet, farblich stark und absolut passend zur Atmosphäre der Geschichte. Dazu kommt der besondere Umstand, dass das Buch komplett vegan produziert wurde, was das Werk auch abseits des Inhalts zu etwas Besonderem macht.
Inhaltlich behandelt das Buch ein wichtiges und ernstes Thema, das weit über die Entwicklung einer einzelnen Protagonistin hinausgeht. Zwischen den Zeilen gelingt es der Autorin, auf ein System aufmerksam zu machen, das von Tierquälerei und Grausamkeit geprägt ist und eins zu eins auf unsere heutige Welt gespiegelt werden kann. Genau diese Ebene hat mich besonders beeindruckt, weil sie der Geschichte eine zusätzliche Tiefe verleiht und zum Nachdenken anregt.
Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich der Blutkönig, der mir stellenweise etwas zu kurz kam. Zwar wird seine Präsenz immer wieder spürbar, doch ich hätte mir eventuell Szenen aus seiner Perspektive gewünscht, um seine Grausamkeit und Bedrohlichkeit noch intensiver zu erleben. Auch zwischendurch hatte die Geschichte für mich ein paar Längen, obwohl der Schreibstil der Autorin wirklich außergewöhnlich bildlich und atmosphärisch ist. Vermutlich diente das auch bewusst dazu, den Fokus stärker auf die Gefühle der Figuren zu legen.
Das Ende konnte mich dafür noch einmal vollständig mitreißen. Hier war ich emotional ganz nah bei Ramira und Leif und habe extrem mit ihnen mitgefiebert. Gerade dieser Schluss hat für mich vieles wieder aufgefangen und die Geschichte stark abgerundet.
Ein atmosphärisches, bewegendes und thematisch wichtiges Buch mit wunderschöner Aufmachung und einer starken Botschaft — auch wenn ich mir an manchen Stellen etwas mehr Spannung und mehr Einblicke in den Blutkönig gewünscht hätte, vergebe ich sehr gute 4 von 5 Sternen.
Franci
aus Ilmenau
3/5
07.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Das Highlight ist die vegane Produktion des Buches
Ramira ist die Tochter der Alpha und hat es sich zum Ziel gemacht, ein Teil der Schutzpatronen zu werden – eine Gruppe des Freien Volkes, die in das Rote Reich vordringt und den dort gefangenen, gefolterten Seelen zur Flucht verhilft. Doch im Gegensatz zu den anderen Mond- und Sonnengeborenen blieb Ramira bisher eine Verbindung mit ihrem Seelentier verwehrt. Statt also in die autoritären Fußstapfen ihrer Mutter zu treten, ihre Eltern mit Stolz zu erfüllen und ihren angedachten Platz einzunehmen, fühlt sich die junge Frau wie die personifizierte Enttäuschung, wie ein Fehler. Dabei ist es nicht nur ihre vermeintliche Unfähigkeit, die Gestalt zu wandeln, die in Mira den Gedanken, nicht gut, nicht stark genug zu sein, entfacht …
Nicht mal ihr bester Freund kann Ramiras Selbstgeißelung, ihre Wut, lindern. Zwar hat sich Leif nach einem tragischen, ihn prägenden Ereignis für ein Dasein als Wolf entschieden, doch geht er als letzter seiner Art aufmerksam, beschützend neben der Mondgeborenen her, ist ihr Schatten und ihr sechster Sinn.
Plötzlich ändern sich jedoch die Verhältnisse – der Pakt zwischen dem Freien Volk und dem Roten Reich scheint außer Kraft gesetzt zu sein, die Armee des Blutkönigs dringt immer häufiger in den Schicksalswald ein, um gnadenlos zu wildern. So versucht Ramira mehr denn je ihre Kraft zu wecken. Als sie tatsächlich von etwas übermannt wird, etwas, das sie zu verbrennen droht, etwas gänzlich Unbekanntem, will – braucht – die verzweifelte Seele Antworten. Doch das, was sie bekommt, wirft Ramiras Leben aus der Bahn – wer und was ist sie wirklich?
Bevor ich auf den Inhalt eingehe, möchte ich Jennifer Ebbinghaus' Intention, die dieser Romantasy zugrunde liegt, erwähnen: „Soul: Die Bürde des Blutmondes“ wurde komplett vegan und in Deutschland produziert. Die Autorin zeigt auf Social-Media ihren nicht immer leichten Weg – von der Idee bis zum fertigen, tierleidfreien Buch. Weil Lesen keine Qual als Grundlage braucht.
Nun zum Inhalt:
„Soul“ weist gewiss viele gute Ansätze auf, die mMn aber nicht vollständig ausgereizt wurden. Aufgrund des sehr gemächlichen Einstiegs, des Mangels an Ereignissen und Abwechslung und des dürftigen Inputs an Informationen, die die Welt und die erwähnte Bedrohung des Blutkönigs nahebringen, hatte ich nach 50 % merklich Schwierigkeiten, dranzubleiben.
Erzählt wird einzig aus Miras Sicht – dass wir es hier mit einer 21-Jährigen zu tun haben, hat mich ehrlich gesagt überrascht, wirkte die Mondgeborene wie eine impulsive Teenagerin, unsicher und nach sich selbst suchend. Wobei Letzteres der Geschichte zumindest eine Richtung gibt. Denn die Story selbst dümpelt träge dahin, weist nur wenige Höhepunkte, kaum Tempo oder Spannung auf. Den Großteil verbringen wir in Ramiras Gedanken, die sich wiederholen, im Kreis drehen und selten Neues bringen, und sammeln Eindrücke von jeder noch so kleinen Tätigkeit und gefühlt jeder Beobachtung.
Dafür lernen wir das Freie Volk, ihren Alltag, die stets präsenten Ängste und Hierarchien kennen. Sind Teil von Ramiras Konflikten – inneren und äußeren. Gerade zwischen ihr und ihrer Mutter brodelt es gewaltig …
Miras Großmutter, eine gutherzige Weise, ihre Eltern und einige andere DorfbewohnerInnen sowie Leif durchbrechen zumindest hier und da die sich einschleichende Monotonie und Ratlosigkeit. Vor allem der sonnengeborene, loyale Wolf vollzieht eine beeindruckende, nahe gehende Entwicklung. Leifs Mut, sich all dem, was viel zu lange in ihm gärte, zu stellen, seine Entscheidung, die ungewohnten, fast neuen, dunklen Gefühle endlich auszuhalten, geben der Handlung eine ungeahnte Schwere, ebenso wie es die von Ebbinghaus platzierten Themen schaffen: Mal offensichtlich, mal subtil schwingen im Verlauf „Metaphern“ mit, die den (Über)Konsum von tierischen Produkten (zurecht!) kritisieren, auf Massentierhaltung, Qualzucht und Tierquälerei aufmerksam machen, auf die gedankenlose Ausrottung und Ausbeutung der Tier- und die systematische Zerstörung und Verschmutzung der Umwelt. Kurz: Auf das Unheil, das der Mensch wie selbstverständlich auf jedem Fleckchen Erde hinterlässt. „Soul“ regt diesbezüglich zum Nachdenken an, schafft Aufmerksamkeit und das, ohne forsch zu belehren. Ich empfehle auch einen Blick auf das Nachwort.
Der Ton der Autorin ist durchweg einfühlsam und detailreich, bleibt dabei aber einfach. Positiv hervorzuheben sind die atmosphärischen Schilderungen des naturverbundenen Settings und die ungeschönten Szenen, in denen Gräuel zu finden sind.
Zwischen Leif und Ramira entsteht eine zarte, von Unbeholfenheit und Entdecken geprägte, leichte Romance, eine Verbindung die tiefer geht als Freundschaft. Dass diese, sobald begonnen, einige Kapitel und Seiten vereinnahmt, während Relevantes noch immer nicht betrachtet wurde, kein Vorankommen in Sicht kam, fand ich eher ungünstig. Es fehlten griffige Details über den ominösen Pakt, das Rote Reich und den Blutkönig, selbst die Magie – das Gestaltwandeln – bleibt nebulös. Und auch wenn wir auf den letzten ~fünfzig Seiten ein bisschen MEHR – Tempo und gewichtige Offenbarungen – bekommen, sogar das Mondtor passieren, wird das Finale viel zu schnell, zu lasch abgehandelt. Noch ein Kritikpunkt: Optisch ist das Buch wirklich schön, doch die inhaltliche Qualität hält sich im Mittelmaß – von fehlenden/falschen Worten und Endungen, fehlerhafter Interpunktion und (Wort)Wiederholungen war hier alles (mehrfach) dabei.
Zumindest gibt es keine expliziten Szenen, dafür aktuelle Themen und nachhallende Aussagen, die daran erinnern, dass jedes Leben wertvoll ist. Dass die Natur essenziell für unsere Existenz ist. Dass wir selbst über unser Schicksal entscheiden, und weder unser Blut noch unsere Abstammung darüber bestimmt, wer wir sind.
„Soul: Die Bürde des Blutmondes“ überzeugte mich weder mit dem Worldbuilding noch mit der Geschichte selbst, jedoch sind die vegane Produktion und die eingebetteten Themen lobenswert und so empfehle ich, dass sich jede/r selbst ein Bild macht.
Stephanie
aus Thüringen
2/5
01.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Ich habe das Buch leider abgebrochen
Die Idee hinter dem Buch - die dunkelsten Seiten unseres Menschseins auf Kosten der Tiere und der Natur darzustellen finde ich toll. Allerdings konnte mich die Story nicht überzeugen. Irgendwie hatte ich beim Lesen immer das Gefühl, das es der Autorin vor allem um Ihre "Message" geht. Ich habe das Buch allerdings nur bis zu Seite 120 gelesen.
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