Produktbild: Wenn wir heimkehren
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Wenn wir heimkehren Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.07.2022

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

18,9/12,3/4,2 cm

Gewicht

574 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003324253

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Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.07.2022

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

18,9/12,3/4,2 cm

Gewicht

574 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003324253

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG
Amsterdamer Str. 192
50735 Köln
Deutschland
Email: info@dumont-buchverlag.de
Url: www.dumont-buchverlag.de
Telephone: +49 221 2241854

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  • Bewertung

    aus Magdeburg

    5/5

    22.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Liebe, die trägt

    1952 bekommt der Maurermeister Wilhelm den Auftrag, in einem Zimmer eine Wand einzuziehen. Er kann diesen Auftrag nicht verstehen, wird die Wand doch Licht, nein Helligkeit wegnehmen. Das Licht spielt auch eine Rolle, als er die Bewohnerin Margot anschaut,die ihm danach nicht mehr aus dem Kopf geht. Andrea Heuser beschreibt in ihrem „autobiografisch grundierten, generationenübergreifenden Roman“ (aus dem Klappentext) die Geschichte von Margot und Wilhelm. Margot stammt aus dem Luxemburger Großbürgertum. Als sie mit 17 ein uneheliches Kind erwartet, muss sie ihr Elternhaus verlassen und ist nach dem Scheitern der arrangierten Ehe auf sich allein gestellt. Wilhelm stammt aus kleinen Verhältnissen, in denen die Mutter das Sagen hat und hat als Soldat im Krieg körperliche und seelische Wunden davon getragen. Trotz der Unterschiede verlieben sich die beiden, trennen sich und finden wieder zueinander. Über fast sechs Jahrzehnte erzählt die Autorin diese Liebesgeschichte, beginnen mit dem Jahr 1952, endend mit Margots Tod 1999. Rückblenden verdeutlichen sowohl Margots als auch Wilhelms Leben vor der ersten Begegnung. Fast sachlich und teilweise sehr detailliert berichtet Andrea Heuser aus dem Leben der Protagonisten, zu denen u.a. auch Margots Sohn Fred, und Johan, zunächst ihr Geliebter, dann ihr zweiter Ehemann gehören. Gefühle schimmern durch, dennoch bleiben ihre Charaktere seltsam unnahbar. Diese Unnahbarkeit passt vor allem zu Margot und Wilhelm mit ihren jeweiligen Traumata. Wer zur Enkelgeneration gehört, weiß, dass viel verschwiegen wurde und Familiengeheimnisse spät oder gar nicht zur Sprache kamen. Erst die Enkelin Lara kann ihre Gefühle zeigen. Als sie die Großeltern fragt, wie sie sich kennengelernt haben, wird sehr deutlich was Margot und Wilhelm verbindet. Für mich ist dieser Absatz die schönste Stelle im Roman. Fazit: ein langsamer, tiefgründiger Roman von Schuld und Verdrängung

  • Kristall86

    aus an der Nordseeküste

    5/5

    30.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    4,5 Sterne

    !4,5 Sterne! Klappentext: „Köln 1952: Der Krieg ist noch nicht lange vorüber, als Wilhelm im Zimmer einer Wohnung steht, in das er eine Wand einziehen soll. Ein Auftrag, auf den der Handwerker sich keinen Reim machen kann, wo die Wand doch Licht wegnehmen wird. Die Bewohner aber, Margot und ihr Sohn Fred, gehen ihm danach nicht mehr aus dem Kopf. Margot ist Luxemburgerin und stammt aus großbürgerlichem Milieu, doch als sie mit siebzehn ein uneheliches Kind erwartet, steht sie vor den Trümmern ihrer Existenz. Sie muss ihre Heimat verlassen und ist mitten im Krieg auf sich allein gestellt. Als sie Jahre später nach Köln kommt, hat Margot Schuld auf sich geladen, und auch Wilhelm hat der Krieg traumatisiert. Wilhelm, Margot und Fred sind Verlorene – auf der Suche nach einem Zuhause, wie kein Ort es einem bieten kann. Also suchen sie das Zuhause beieinander, ohne zu wissen, ob dieses fragile Gebilde namens Familie halten wird.“ Dieser Roman von Andrea Heuser ist keine leichte Kost und anders als andere Kriegs-Geschichten die man so kennt. Obwohl der Krieg eigentlich längst vorbei ist, ist er es doch nicht und der Wieder-Aufbau, die Suche nach Heimat, die Suche nach sich selbst und neue Konflikte die in der Luft liegen, sind eben da und lassen sich nicht einfach wegzaubern. Man kann nichts verdrängen einfach so, nichts auslöschen aus den Gedanken und genau das merken wir Leser hier sehr schnell bei allen drei Protagonisten. Fest steht aber: es muss weiter gehen und es soll weiter gehen. Mit ganz feinem psychologischen Gespür nimmt uns hier Andrea Heuser mit und wir dürfen dieser emotionalen und berührenden Geschichte folgen. Ihre Sprachwahl ist dabei ruhig, für einige Leser ab und an vielleicht etwas zu langweilig, aber dennoch punktgenau. Mit einem gewissen poetischen Sinn erzählt sie diese Geschichten und der Einblick, den wir erhalten, verdichtet sich bis zu einem gewissen Punkt. Als Leser kommt man selbst ins grübeln und nachdenken und versucht ein wenig zu ordnen, zu verstehen und zu träumen. Leider wird es hier und da ein wenig von Heuser übertrieben und die Wechsel sowie neuen Situationen schießen ein wenig zu rasch aus dem Boden und überfordern manches Mal den Leser - muss eigentlich nicht sein, denn die Geschichte ist im Grunde gut so wie sie ist. Eines steht aber fest: mitsingen wird man bei dieser Geschichte auf jeden Fall…4,5 von 5 Sterne.

  • Bewertung

    5/5

    21.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Krieg entlässt die Überlebenden

    Margot, die Luxemburgerin mit ihrem Sohn, sie treffen nach dem Krieg auf Willi, den kölsche Jong und Handwerker. Der Zufall führt die Drei zusammen und nun beginnt das Puzzle der Handlung, die vom Leser selbst rekonstruiert werden muss. Eine Anknüpfung an postmodernes Schreiben? Mit Zeit- und Gedankensprüngen, Rückblenden und Fragmenten. Gespickt mit unzähligen fremden Zitaten, Einsprengseln in neun verschiedenen Sprachen, wenn man das Letzeburgische dazu nimmt und Kölsch weglässt. Ein Füllhorn voller Intertextualität. Da liest man von Willis Elternhaus am Eigelstein.  „... am Eigelstein iss Mussik, am Eigelstein iss Danz ...“  Einem Techtelmechtel im tschechischen Lazarett. Die lange Rückblende führt uns in Margots gutbürgerliches Elternhaus mit unendlichen Detailbeschreibungen, den deutschen Besatzern und das, was nicht ausbleibt. Schwanger. Der Soldat war schon verheiratet. Es wird arrangiert. Geächtet, abgestoßen. Häusliche Gewalt. Ausbrechen, auf eigenen Beinen stehen, Kind weggeben! Keine Geschenkpackung, dieses Dasein. Wir blättern in der Geschichte einer Frau, die ihr Leben und Glück selbst bestimmen will, dabei schmerzliche Wunden hinterlässt. Vom Licht ist viel die Rede, in allen Variationen. Eine Metapher? Nach dem Lichte streben wie der Nachtschmetterling.  „... und sie verbrennen sich daran ...“ Alois, Hermann, Johann und Willi. Sind es die Lichtgestalten oder doch die Vorboten der Dämmerung? Margot hört auf ihr Herz. Beiderseits wirbeln die Schmetterlinge und lebenslang können sie festhalten an dem, was sie haben. An ihrem Glück. Ein Werk mit fast 600 Seiten, eine Fleißarbeit gewiss und eine spannende Familiensage über Generationen hinweg. „Wenn wir heimkehren“ von Andrea Heuser – DUMONT Köln

  • Zimtstern's Bücherregenbogen

    aus Mönchengladbach

    4/5

    10.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nach dem Krieg

    Wenn wir heimkehren hat mich begeistert. Auch wenn ich am Anfang ein kleines bisschen Panik hatte. Denn das Buch ist echt dick mit seinen über 500 Seiten. Diese merkt man beim Lesen fast gar nicht. Ein tiefgründiger Roman über die Nachkriegszeit. & über einen Sohn mit seiner alleinerziehenden Mutter. Margot stammt aus Luxemburg & wuchs vor der Kriegszeit in einer wohlhabenden Familie auf. Männer sind in Margot's Leben immer wichtig & entscheidend. Zu dem haben sie ihr Leben geprägt. Neben ihrem Ehemann Hermann Heider & ihrem Vater ist das wichtigste ihr Sohn Fred. 1952 treffen Margot, Fred & Willi das erste mal aufeinander. Manchmal ist es leider so das es etwas langwierig ist. Es gibt Rückblenden. Im Buch geht es auch um Häusliche Gewalt. Es ist alles sehr detailliert beschrieben. Auf dieses Buch muss man sich einlassen & beschäftigen. Wenn man das kann bekommt man einen guten Roman. Mit einem guten Schreibstil. Der einen an das Buch fesselt. Trotz einiger Längen.

  • Bewertung

    aus Köln

    3/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über das Zurechtkommen und über das Scheitern nach dem Krieg

    Auf fast 600 Seiten erzählt die Autorin die Geschichte von Margot und Willi, von ihren Familien und von ihren Erlebnissen vor, während und nach dem 2. Weltkrieg. Es sind Geschichten, wie es sie wohl viele so oder so ähnlich gibt. Die Traumatisierungen der Soldaten, die aus dem Krieg heimkehren. Die neuen Lebensumstände für Familien, die vor und im Krieg begütert waren und dann plötzlich nicht mehr. Die Rolle der Frau, die zumeist als Anhängsel des Mannes gesehen wird. Der langsam wachsende Wohlstand nach dem Krieg, der Wiederaufbau und die neue Generation, die heranwächst und alles hinterfragt. Es hat mir durchaus Freude bereit, das alles zu lesen. Vor allem, da die Geschichte von Margot und Willi alles andere als in geordneten Bahnen verläuft. Sie lernen sich 1952 kennen und fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Aber beide sind nicht so richtig frei füreinander und irgendwie passt es immer nicht, bis...... nun, jedenfalls gibt es reichlich Verwicklungen und dann gibt es noch die Rückblicke, die mehr über Margot erzählen und ihre Geschichte etwas erläutern. Allerdings kamen mir die Figuren nicht so richtig nahe. Willi vielleicht - er erinnert an viele Opas, die man selbst so hatte. Margot dagegen ist schon eine Sache für sich. Und insgesamt ist es so, dass viel zu viel erzählt wird. Viele zu viele Geschichten, die zwar einzeln ganz nett oder sogar witzig sind, das Gesamtbild aber irgendwann aus dem Blick verlieren. Wenn ich nicht gerade Urlaub und viel Zeit gehabt hätte, wäre ich sicherlich irgendwann genervt gewesen. Denn ein literarisches Kunstwerk - das ist das Buch nicht. Es wird einfach nur erzählt, wie in einem Aufsatz. Einem langen Aufsatz. Ohne Schwerpunkte. Und das ist für mich ein Manko. Denn es ist m.E. Aufgabe der Literatur, Texte gut zu strukturieren, Schwerpunkte zu setzen und ein Gesamtbild zu schaffen, dass eine Aussage oder zumindest Denkanreize gibt. All dies geschieht hier nicht. Hier wurde nur geschrieben, erzählt. Hübsche Anekdoten zwischendurch (so mit Ausflug zum Drachenfels mit Auto ohne Führerschein...) aber ein rundes Literaturerlebnis wird das Buch dadurch nicht. Auch die vielen vielen Liedtexte, die als Stilmittel eingesetzt wurden, haben mich irgendwann nur noch genervt. Fazit: 200 Seiten weniger hätten dem Buch gut getan. Dazu eine Straffung der Handlung auf die Schwerpunkte. Vielleicht geschah dies nicht, weil das Buch auf Grundlage autobiographischer Familiengeschichten geschrieben wurde und die Autorin einfach zu nah dran war, um den nötigen Abstand zu bekommen und die Geschichte "rund" zu machen? Das könnte sein. Ist auf jeden Fall schade. Großes Potential war da.

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