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Als Don Winslows Meisterwerk gilt der monumentale Roman "Tage der Toten" über den Drogenkrieg in Mexiko, für den er sechs Jahre lang intensiv recherchierte. Nun ist Art Keller, der berühmte US-Drogenfahnder aus "Tage der Toten", zurück. Mit großem Erfolg hat er sich darangemacht, in die Strukturen der mexikanischen Drogenmafia einzudringen. Mit so viel Erfolg, dass die Drogendepots aufflogen und die Narcotraficantes die Jagd auf ihn eröffneten. In "Das Kartell" wird Art Keller feststellen, dass das Drogen- und Waffengeschäft unfassbare Dimensionen angenommen hat und der Feind aus einer ganz unerwarteten Richtung kommt.
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"Das Kartell" ist die grandiose Fortsetzung von "Tage der Toten". Knallhart, brutal und sehr, sehr spannend!
eskimo81
Book Circle Community
5/5
29.10.2023
Buch (Taschenbuch)
Blutfehde
Macht, Korruption, Rache und Gerechtigkeit. Inspiriert von den Schlagzeilen über die mexikanisch-amerikanischen Drogenkriege des letzten Jahrzehnts, folgt nun “Das Kartell”, die Fortsetzung des internationalen Bestsellers “Tage der Toten”. Zitat vom Rückentext
Der Drogenfahnder Art Keller und Adan Barrera waren mal beste Freunde. Das ist jedoch viele Jahre und unzählige Tote her.
Nun begibt sich Art Keller auf, dem Drogenkrieg ein Ende zu setzten. Die Jagd gegen Adan Barrera beginnt. Die Grenzen zwischen Gut und Böse sind schon lange verschwunden, wem kann Art Keller trauen?
“Der beste Thrillerautor unserer Tage” Welt am Sonntag
Was für ein imposantes Werk!
Als ich die Leseprobe las, dachte ich, spannend, wirklich, ein spannendes, scheinbar gut recherchiertes Werk. Meine Neugier war geweckt. Kann Don Winslow die Spannung wirklich über 800 Seiten aufrecht erhalten? Vor allem, kann ein solch dickes Werk mich wirklich unterhalten? Sprich, ist es wirklich ein Thema, worüber man über 800 Seiten lesen kann, ohne gelangweilt zu werden?
Ich gebe zu, ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil! Der Autor schafft es sogar während den letzten ca. 100 Seiten den Spannungsbogen nochmals zu erhöhen. Der Druck, unbedingt weiterzulesen, hat mich immer begleitet, aber die letzten 100 Seiten - das war kein lesen mehr, das war die reinste Folter, wenn man das Buch auf die Seite legen musste…
Es gab wirklich brutale Szenen, es gab auch eklige Szenen und solche, die man lieber nicht gehabt hätte. Aber der Autor schreibt zum Schluss (im Dankenswort) klar, dass es zwar ein fiktives Werk ist, jedoch von authentischen Ereignissen inspiriert. Bisher habe ich ehrlicherweise der Kartell-Kriege bzw. die mexikanisch-amerikanische Drogenkriege keine grosse Bedeutung beigemessen. Natürlich liest man immer mal wieder etwas, aber irgendwie ist es doch recht weit weg. Wenn ich aber lesen muss, dass sogar Frauen und Kinder arglos reingezogen werden, bleibe ich sprachlos zurück.
Ein Thema, dass nicht vergessen werden darf. Ein Buch, dass somit auch nach dem Ende noch nachwirkt - was ich immer eine gute Sache finde. Geschichten, die aufwühlen, bewegen und einem so sprachlos zurücklassen, dass man sich spätestens danach mit dem Thema zu befassen beginnt.
So was schafft nicht jeder Autor und ich muss der Welt am Sonntag zustimmen. Ein wahrlich meisterhafter Thriller-Autor.
Das einzige, was mir ein bisschen fehlte, war eine kleinere Personenübersicht. Ich finde nicht, dass das zu jedem Thriller gehört, aber bei 800 Seiten und so vielen Protagonisten find ichs schon fast ein muss, ein solches dazu zufügen. Oftmals musste ich überlegen, wer war das nochmals, zu welchem Kartell gehört diese Person nun? Das war etwas schade, da dies doch immer gleich die Lesegeschwindigkeit hemmte. Hankerum hat es den Vorteil, dass man sehr bewusst und genau lesen muss (was wiederum den Nachteil hatte, dass man die wenigen Tippfehler auch gleich fand…). Von daher, wie üblich hat alles seine Vor- und Nachteile :-)
Fazit: Was für ein Werk! Was für ein Buch. Thriller-Liebhaber, die das Thema interessiert und die Spannung lieben, kommen voll auf ihre Kosten. Ein absolut geniales Werk, dass einen so durch die Seiten fliegen lässt, wie selten. Ein Buch mit geballten 800 Seiten, jedoch hatte ich nie das Gefühl, gelangweilt zu sein.
Aufgerundete 5 Sterne, einfach weil die Spannung gegen Schluss sogar nochmals gesteigert worden ist.
Ich vergebe bei Büchern mit Kritikpunkten sonst nie oder ganz, ganz selten die volle Sternenzahl. Hier mache ich das aber, ganz klar aus dem Grund, dass ich bei einem Thriller die Spannung höher bewerte als ein fehlendes Personenverzeichnis.
denise
5/5
21.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Gelungene Fortsetzung von „Tage der Toten“
Der Roman „Das Kartell“ ist der zweite Band der Kartell-Trilogie. Er umfasst die Jahre 2004 bis 2014, ist 832 Seiten stark und wurde von Don Winslow geschrieben. Er ist im Droemer Verlag erschienen.
Die Kartell-Trilogie beruht auf der wahren Geschichte des War on Drugs, welcher sich insbesondere in den USA und Mexiko zugetragen hat. Art Keller, US-Drogenfahnder, ist die Hauptfigur dieser Geschichte. Sie handelt von seinem vier Jahrzehnte dauernden Rachefeldzug gegen den Kartell-Boss Adan Barrera. Auch in diesem Band lässt ihm sein Rachewunsch an Adan keine Ruhe. Zunächst beginnt der Roman sehr friedlich und es entsteht der Eindruck als ob Art eine neue Lebensweise für sich entdeckt hat. Dies liegt wahrscheinlich auch daran, dass Adan in einem amerikanischen Gefängnis sitzt. Doch dieses ist nicht von langer Dauer, da zwischen Mexiko und den USA eine Vereinbarung besteht den Häftlingen aus humanitären Gründen den Gefängnisaufenthalt in ihren Heimatländern zu ermöglichen. Dieses nutzt Adan für sich, um wieder nach Mexiko zu gelangen, dort seine Beziehungen spielen zu lassen und frei zu kommen. Damit nimmt auch die Jagd auf ihn wieder Fahrt auf. Allerdings spielt in diesem Teil der Saga auch der Krieg zwischen den verschiedenen Kartellen und ihren Umgang mit der Zivilbevölkerung sowie insbesondere mit der Presse eine große Rolle.
Da immer mal wieder aus den vorangegangenen Jahren berichtet wird, ist das Buch auch ohne den ersten Band gelesen zu haben, zu verstehen. Ich empfehle allerdings trotzdem zunächst den ersten Band zu lesen.
Auch in diesem Teil kommt es wieder zu vielen brutalen Morden und die handelnden Personen sind meist nur auf ihre eigenen Interessen fokussiert, so dass die Zusammenarbeit und die Definition, wer Freund und wer Feind ist, gern schnell wechselt und jeder, insbesondere Art, immer auf der Hut sein muss, weil keiner vor dem anderen sicher ist.
Der Autor berichtet anhand von mehreren Erzählsträngen, die dieses Mal auch in Europa spielen über die verschiedenen Ereignisse, die an häufig wechselnden Orten stattgefunden haben. Um hier einen guten Überblick behalten zu können, wurde aus Band 1 beibehalten, dass das jeweilige Kapitel mit der Angabe des Orts und der Jahreszahl beginnt.
Der Roman ist durchgängig spannend und die verschiedenen Beweggründe der Personen für ihr Handeln sind gut herausgearbeitet worden. Auch wird aufgezeigt, dass sich nicht alle von den Kartellen und ihrem Handeln einschüchtern lassen, sondern gegen sie mit den ihnen jeweils zur Verfügung stehenden Mitteln kämpfen.
Insgesamt hat mir auch dieser Band sowohl vom Thema als auch vom Schreibstil des Autors sehr gut gefallen und ich empfehle ihn daher gerne jedem, der sich weder vom Umfang des Buchs noch vom Thema Drogenkrieg und seiner Brutalität abschrecken lässt, denn es lohnt sich auch diesen Teil zu lesen.
Bewertung
aus Glattfelden
5/5
09.07.2020
eBook (ePUB 3)
Mexikanischer Drogenkrieg
Die Fortsetzung dieses Epos über den mexikanischen Drogenkrieg ist wieder unglaublich spannend geschrieben und liest sich wie ein Geschichtsbuch. Sehr gut recherchiert und wortgewaltig geschrieben. Ein Muss nach dem ersten Teil.
Bewertung
aus Mülheim
5/5
21.02.2019
eBook (ePUB 3)
Drogenkrieg
Art Keller wieder im Kampf gegen Drogen und Kartelle.
Ein Einblick in mexikanische Verhältnisse.
Die Massengräber, die heute gefunden werden, erklären sich nach der Lektüre dieses Buches.
Unbedingt lesen.
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5/5
19.06.2015
eBook (ePUB 3)
Narcocorrido
Auch als eBook.
Immer, wenn man denkt Don Winslow übertreibt mit seinen brutalen Schockeffekten, stellt man fest, dass alles direkt aus mexikanischen Tagesnachrichten stammt. Der Drogenkrieg der letzten Jahre hat eine Verselbständigung und Steigerung schrecklichster Gräueltaten hervorgebracht, die mit Worten kaum zu beschreiben sind. Jedem, der seine Partynacht noch ein bisschen künstlich verlängern möchte, sollte klar sein wie viel Blut an jedem der weißen Kristalle klebt.
Winslow lässt sich von den tatsächlichen Ereignissen der letzten Jahre inspirieren. Teilweise übernimmt er sogar die Vornamen der echten Kartellbosse. Die Schlüsselfigur ist eng an Joaquín Guzmán Loera, genannt 'El Chapo' (Check: El Chapo von Malcolm Beith bei Heyne Hardcore), angelehnt. Sein Kampf um die Vorherrschaft über die Kartelle ist zwar gnadenlos, aber noch von einer altertümlichen, patriarchalischen Tradition geprägt. Das ändert sich schnell, als die vom Golfkartell losgesagten 'Zetas' blutigst an der Macht kratzen.
Zwischen all dem Morden und Taktieren, vergisst Winslow nicht den Kampf der kleinen Leute und der Journalisten ums Überleben in diesem Haifischbecken. Gerade hier schmerzt die Einsicht besonders, was alles in diesem Krieg verloren geht: Wahrheit, Integrität, Kultur.
Und Winslow lässt niemals den Eindruck zu, dies alles wäre ein mexikanisches Problem.
Die Verbindungen des Geldes führen überall hin, denn wer hatte noch richtiges 'Cash' als Banken gerettet werden mussten und dringend überlebenswichtige Finanzspritzen brauchten?
Das Kartell.
Und das ist jetzt überall.
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