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Die Goldspinnerin – eine stolze Heldin, die um ihr Glück kämpft
Hamburg, anno 1399. Nach dem brutalen Mord an ihrem Mann beginnt Cristin ein neues Leben in der Hansestadt. Ihr Talent als Goldspinnerin hat sich bis nach Venedig herumgesprochen, wo ein Tuchhändler sich für ihr Handwerk interessiert. Trotz der beschwerlichen Route über die Alpen macht sie sich mit dem Henkerssohn Baldo, der sie einst vor dem Tod rettete, auf den Weg in die Lagunenstadt. Doch unterdessen schmiedet jemand in Hamburg, wo Cristins kleine Tochter wartet, grausame Rachepläne, und Cristins Lebensglück ist erneut in Gefahr …
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1399 Hamburg. Cristin hat sich mit Ehemann Baldo und Tochter Elisabeth in Hamburg niedergelassen, wo sie eine kleine Goldspinnerei betreiben. Eine königliche Empfehlung mit der Aussicht auf gute Geschäftsbeziehungen lässt Cristin und Baldo die weite und beschwerliche Reise nach Venedig antreten, während Elisabeth in Hamburg bei Minna zurück bleibt. Cristin und Balda haben eine lange Strecke vor sich, die ihnen so einige Abenteuer bescheren, aber ihre Abwesenheit nutzt jemand aus Cristins Lübecker Vergangenheit, um Rache an ihr zu üben, koste es, was es wolle… Das Autorenduo Gerit Bertram hat mit dem Buch „Das Gold der Lagune“ den Nachfolgeband zu „Die Goldspinnerin“ vorgelegt, der dem ersten Teil an Spannung und guter Unterhaltung in nichts nachsteht. Der Schreibstil ist flüssig und bildgewaltig, der Leser wird regelrecht in das Buch gesogen, um dort an der Seite von Cristin und Baldo auf eine abenteuerliche Reise von Hamburg quer durch Europa nach Italien zu gehen und erkennen zu müssen, wie hart und lang so eine Reise damals gewesen sein muss. Sehr elegant verknüpfen die Autoren Dinge aus dem Vorgängerband, so dass der Leser jederzeit gut informiert ist. Auch der historische Hintergrund ist gut recherchiert und mit der Handlung verwoben. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was zum einen die Spannung immer weiter in die Höhe schraubt, zum anderen erhält der Leser die Möglichkeit, Beobachter an mehreren Schauplätzen zu sein und so die Entwicklung der einzelnen mitzuerleben. Ausgesprochen farbenfroh und bildgewaltig sind die Landschaftsbeschreibungen auf der Reise, vor allem das traumhaft schöne Venedig mit seinen Kanälen entsteht regelrecht vor dem inneren Auge des Lesers. Die Charaktere sind lebhaft ausgestaltet und in Szene gesetzt worden. Sie besitzen durchweg Ecken und Kanten, was sie lebendig und realitätstreu wirken lässt. Der Leser kann sich gut in sie hineinversetzen, mit ihnen fiebern, hoffen, bangen und sich freuen. Es ist fast so, als wenn man liebe Freunde auf einem Stück ihres Lebens begleitet. Cristin ist eine sympathische Frau, die endlich angekommen zu sein scheint. Sie hat eine liebevolle Familie und einen Beruf, der sie ausfüllt. Die Schrecken der Vergangenheit scheinen endlich weg zu sein. Baldo ist eher ein zurückhaltender Mann, was wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass er aus einer Henkersfamilie kommt und dies besser im Verborgenen bleibt. Minna ist eine gute Seele, die die ihr anvertraute Elisabeth mit allen Mitteln beschützen will. Auch Cristinas Bruder Piet und Ehefrau Marianka tragen zur Spannung der Handlung bei und machen sie rund. „Das Gold der Lagune“ ist ein wunderbarer historischer Roman, der sowohl Spannung als auch Liebe, Intrige und Abenteuer in sich vereint. Suchtfaktor, der eine absolute Leseempfehlung verdient!
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