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Irma tanzt

6

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

17022

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2026

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,6/12,9/2,3 cm

Gewicht

308 g

Farbe

Dunkelbraun / Camel

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28960-4

Beschreibung

Rezension

»Helene Bracht hat ein außergewöhnliches Mutterbuch geschrieben ... Auch hier gelingt ihr eine außerordentliche Balance aus sinnlichem Erleben und Reflexion, starken Gefühlen und dem Wunsch, zu verstehen und einzuordnen.« Franziska Wolffheim, Tagesspiegel, 23.08.26
»Eine Liebes- und Respektsbekundung der eigenen Mutter gegenüber ... Es ist ein radikal zärtliches, zugewandtes Buch und beeindruckt mit Klugheit, Klarsicht und Versöhnlichkeit.« Magdalena Miedl, ORF Ö1 Morgenjournal, 17.08.26
»Die große Kunst dieser Autorin liegt darin, mit großer Eleganz von gewichtigen Lebensfragen zu erzählen.« Marie Schoeß, Deutschlandfunk, 07.09.26

Produktdetails

Verkaufsrang

17022

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2026

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,6/12,9/2,3 cm

Gewicht

308 g

Farbe

Dunkelbraun / Camel

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28960-4

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    06.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Sicht auf die eigene Mutter

    „Das Leben danach“ hat mich schon nachhaltig beeindruckt. Helene Bracht hat dort einen Missbrauch, der ihr in früherer Kindheit widerfahren ist, in Relationen zu ihrem späteren Umgang mit Liebe und Sexualität gesetzt. Das war sehr tiefgründig, teilweise sogar wissenschaftlich und vor allen Dingen so gut geschrieben, dass diese Reflexion mir wohl nicht aus dem Gedächtnis gehen wird. Mit „Irma tanzt“ hat sie nachgelegt und beschreibt darin die Biografie ihrer Mutter, die später nicht unmaßgeblich an der mangelnden Aufarbeitung des Missbrauchs schuld war. Irma wächst als ungewolltes Kind in einem Waisenhaus auf. Dort ist die Repressalien und Liebesentzug ausgesetzt. Im späteren Leben hebt sie das auf vielfältige Weise selber glücklich zu werden. Sie heiratet erst sehr spät, einen verwitweten, älteren Mann und beide bekommen in höherem Alter ein Kind, eben unsere Autorin! Diese entfernt sich schnell von ihrem Elternhaus, kann sich überhaupt nicht mit dem Verhalten ihrer Mutter identifizieren und scheint sie auch nicht wirklich zu kennen, wie sie nun merkt. Die Mutter ist mittlerweile an Demenz erkrankt und Helene ist mit der Überführung in ein Pflegeheim beschäftigt. Dabei kommt sie ihrer Mutter näher, als sie dachte. Beim auflösen des Haushalts kommen Aufzeichnungen zu Tage, die das Leben von Irma in ein anderes Licht rücken. Vieles kann Helene nun besser interpretieren, auch wenn ihr der späteZugang zur Mutter durch die Demenz verwehrt wird. Die gewohnt schreibt Helene Bracht vielschichtig und mit hoher Professionalität. Sie vermischt die Außen- mit der Innenansicht und versuch, die Lücken mit Inhalt zu füllen. Vor uns breitet sich eine Geschichte über eine Frau aus, die sich selbst den Bedürfnissen anderer untergeordnet hat und zu tiefst gedemütigt und diskriminiert wurde. Was ihr Mann jetzt zugemutet hat, hat mich sehr schockiert. Umso schöner war es mit anzusehen, wie sie in späteren Jahren aufblüht und für sich einen Weg gesucht hat, doch noch glücklich zu werden Mich hat das sehr berührt. Ich hab mit Irma mitgelitten und hatte das Gefühl, sie sehr gut zu kennen. Bracht hat es geschafft, das Leben ihrer Mutter mit Wert zu füllen, denn diese natürlich schon lange nicht mehr erleben kann. Sie hätte es wahrscheinlich eh abgetan. Sätze wie „So war das eben damals“ und „ das muss man nicht überbewerten“ gehörten zu ihrem relativiere enden Standardprogramm. Ich fand den Kontrast zu ihrem späteren Leben dahingehend erstaunlich. Und dann gab es eine Abschlussszene, die mich zum weinen gebracht hat Irma steht sicherlich stellvertretend für viele Frauen, die in den 50er und 60er Jahren ihre Kinder großgezogen haben und selber rechtemäßig mit ihnen auf einer Ebene standen. Das Patriarchat hat sie klein gehalten und von sich abhängig gemacht Eine wunderschöne Biografie, die einer jeden Mutter würdig ist und sicherlich hilft auch das Bild von sich selbst besser wahrzunehmen. Ich spreche eine große Empfehlung aus für alle, die ihre Mutter vielleicht auch etwas näher kennenlernen möchten und einen hochwertigen Schreibstil zu schätzen wissen

  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    21.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckend

    Über 40 Jahre nach dem Tod der Mutter erzählt Helene Bracht vom Sommer am Krankenbett der Mutter und vom Aufenthalt in deren Wohnung. Dabei wird die Beziehung zwischen Mutter und Tochter sehr reflektiert geschildert und wirkt dabei ebenso zeitlos wie die weiteren Themen. Die Autorin spürt dem harten Leben der Mutter nach und beschreibt deren Charakter und Verhalten sachlich und mit Distanz, aber mit fundiertem Fachwissen und beeindruckender Analysefähigkeit. Auch die Erforschung der Ehe ihrer Eltern anhand von Briefen aus den 1950er Jahren ist faszinierend. Die Personen werden sehr treffend und nachvollziehbar geschildert, sie sind Produkte ihrer Zeit und doch kommt man ihnen viele Jahre nach ihrem Leben und Tod so nah. Mir hat die Lektüre sehr gut gefallen, auch der angenehme Schreibstil der Autorin und ihre klugen Kommentare machen das Lesen zu einem Vergnügen. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Thema so mitreißen kann.

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    18.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mutter

    Helene Bracht schreibt in dem Roman „ Irma tanzt“ über ihre Mutter. Nach dem Schlaganfall Irmas findet sie Brefe, die zwischen ihren Eltern geschrieben wurden. Über die Ansichten des Vaters, bin ich entsetzt. Zwischen uns hätte es richtig gekracht. Irma hat in ihrem Leben wenig Glück, deshalb hat sie Angst vor Verlusten. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und kann ihn nur weiter empfehlen

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    18.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührende Erinnerungen an die Mutter

    In ihrem neuen Buch „Irma tanzt“ verarbeitet die spätberufene Autorin Helene Bracht den Tod ihrer Mutter und blickt zurück auf deren von Krieg und Entbehrungen geprägtes Leben.   Irma musste in ihrem Leben viel ertragen. Geboren 1911, ihre Mutter starb kurz nach der Geburt und die kleine Irma verbrachte die ersten Jahre im Heim, ihr leiblicher Vater hatte kein Anrecht auf sie. Erst als Kleinkind wurde sie von einer Tante adopiert. Sie überlebte den Krieg und Gewalterfahrungen, beides prägte ihr weiteres Leben: „Auch später wurde ich das Gefühl nie los, dass es ihr eine gewisse Befriedigung verschaffte, sich all diesen Strapazen auszusetzen, ja, dass sie sich darin wohlfühlte. Wer hässlich ist, muss schuften, schien das dazugehörige Motto zu sein. So war sie es gewohnt, so war es vor allem im Krieg und nach dem Krieg immer gewesen. Man musste wuchten, kriechen, hungern, schleppen, frieren, sammeln, dienen. Kurz, man durfte sich für rein gar nichts zu schade sein. Ein Kernglaube ihrer Existenz.“   Dennoch glaubte ihre Mutter stets an das Gute im Menschen, sie lachte gerne und hatte eine Vorliebe für Musik und das Tanzen.   Während ihre Mutter nach einem Schlaganfall im Krankenhaus liegt, stößt die Autorin auf eine Mappe mit Briefen zwischen ihren Eltern. Dies zu lesen ist schmerzhaft; erst jetzt begreift sie, dass ihre Eltern das verband, was man heute eine toxische Beziehung nennt.   „Alle folgenden Briefe meiner Mutter klingen ohne nennenswerte Variationen ähnlich. Sie zu lesen, war eine Qual für mich. Ihre ans Obszöne grenzende Selbsterniedrigung schnürte mir die Luft ab. Ich erinnerte mich auch sofort daran, wie sie mir später erzählt hatte, dass sowohl ein von ihr sehr geschätzter Geistlicher als auch eine vertraute weltliche Beraterin, die sie im Laufe der Jahre aus wachsender Verzweiflung heraus aufgesucht hatte, ihr in nahezu wortgleicher Übereinstimmung den Rat gegeben hatten: ‚Gehen Sie den unteren Weg. Zeigen Sie sich ihm gegenüber demütig. Der Mann ist der Kopf der Frau.‘ Ich höre heute noch ihre zerknirschte Stimme, dieses über ihr Leben verhängte Urteil zitierend. Sie hat sich daran gehalten.“   Helene Bracht hat mit „Irma tanzt“ eine sehr berührende, liebevolle Biographie über ihre Mutter geschrieben; ein gleichermaßen persönliches wie nachdenklich stimmendes Buch.   Vielen Dank an den Hanser Verlag & NetGalley für das Rezensionsexemplar!

  • Shilo

    aus Ulm

    4/5

    21.08.2026

    eBook (ePUB)

    Ein Leben voller Spuren

    Dieses Buch hat mich auf eine ruhige Art beschäftigt. Im Mittelpunkt steht Irma, eine alte Frau, deren Leben von den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts geprägt wurde. Krieg, Gewalt und die engen Vorstellungen ihrer Zeit haben Spuren hinterlassen. Trotzdem hat Irma sich ihre Freude am Leben und ihre Sehnsucht bewahrt. Die Verbindung zwischen Irma und ihrer Tochter fand ich besonders interessant. Erst mit der Zeit wird deutlich, was die Mutter alles mit sich getragen hat. Für die Tochter ist es nicht immer einfach, auf das Leben ihrer Mutter zu schauen. Vieles lässt sich erst später einordnen. Dabei wird Irma immer mehr als Frau mit ihren eigenen Wünschen und Erfahrungen sichtbar und nicht nur als Mutter. Eine Szene ist mir besonders nahegegangen. Irma tanzt noch einmal und wirkt dabei für einen kurzen Moment ganz leicht. Dieser Augenblick sagt für mich mehr über diese Frau aus als viele Erklärungen. Trotz ihrer schweren Erfahrungen ist da noch diese Freude, die sie sich bewahrt hat. Die Geschichte ist nicht leicht, aber sie wird ohne große Worte erzählt. Einige Gedanken habe ich nach dem Lesen noch mitgenommen. Vor allem die Frage, wie wenig man manchmal über das Leben der eigenen Eltern weiß und wie spät manches erst verständlich wird. Nicht jede Passage hat mich gleichermaßen erreicht, deshalb sind es für mich vier Sterne. Trotzdem ist es ein Buch, das einen Menschen und sein Leben sehr persönlich betrachtet. Irma mit ihrer Lebensgeschichte wird mir sicher noch eine Weile im Gedächtnis bleiben. 4 Sterne

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    R. Braun

    Thalia Ludwigshafen – Rhein-Galerie

    Buchhändler*in

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    4/5

    29.08.2026

    eBook (ePUB)

    Eine berührende Liebesgeschichte

    "Irma tanzt" erzählt einfühlsam von Mut, Hoffnung und der Kraft, trotz schwieriger Zeiten weiterzumachen. Eine bewegende Geschichte voller Emotionen, die lange im Herzen bleibt und zum Nachdenken anregt.

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