Hamburg, 1920: Kurt, ein waschechter „Hamburger Jung’“, ist verliebt – in Trudl. Mit charmanten Postkarten in schwungvoller Sütterlin-Schrift umwirbt er sie und tauscht mit ihr Liebesbekundungen, Gedanken zum Weltgeschehen aus – und auch mal Streitigkeiten. Vor dem Hintergrund einer Zeit des Umbruchs – Nachkriegsjahre, politische Unsicherheit, neue Lebensstile und technische Innovationen – entfaltet sich die Geschichte ihrer Beziehung: zwischen Tanzcafé und Kartoffelstippe, zwischen traditioneller Rolle und Trudls Wunsch nach beruflicher Selbstständigkeit. Welche Zukunft erwartet das Paar? Und welche Rolle spielt „Hausfreund“ Erich? Die autofiktive Ergänzung zu den originalen Karten gibt Antworten.
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Nostalgische autofiktive Zeitreise in die 20er Jahre...
Lesezauber_Zeilenreise (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 14.06.2026
Bewertungsnummer: 3167419
Bewertet: Buch (Paperback)
…mit originalen Postkarten! Absolut Manoli!
**Inhaltsangabe Verlag:**
Hamburg, 1920: Kurt, ein waschechter „Hamburger Jung’“, ist verliebt – in Trudl. Mit charmanten Postkarten in schwungvoller Sütterlin-Schrift umwirbt er sie und tauscht mit ihr Liebesbekundungen, Gedanken zum Weltgeschehen aus – und auch mal Streitigkeiten. Vor dem Hintergrund einer Zeit des Umbruchs – Nachkriegsjahre, politische Unsicherheit, neue Lebensstile und technische Innovationen – entfaltet sich die Geschichte ihrer Beziehung: zwischen Tanzcafé und Kartoffelstippe, zwischen traditioneller Rolle und Trudls Wunsch nach beruflicher Selbstständigkeit. Welche Zukunft erwartet das Paar? Und welche Rolle spielt „Hausfreund“ Erich? Die autofiktive Ergänzung zu den originalen Karten gibt Antworten.
**Meine Inhaltsangabe:**
Kurt ist verliebt! In Trudl, die er in einem Tanzcafé kennengelernt hat. Fortan schreibt er ihr meist als Sonntagsgruß jede Woche eine Postkarte und umwirbt sie nach allen Regeln der Kunst. Trudl ist schon auch angetan von ihrem Kurtchen, auch wenn er sie doch arg in die vorgegebene Rolle der Hausfrau und Mutter zu stecken versucht, wo sie sich gar nicht sieht. Sie treffen sich öfter, hier mal ein verstecktes Küsschen, dort mal eine kleine, harmlose Berührung und jede Woche eine Postkarte. Derweil ist die spanische Grippe gerade am Abklingen, der Erste Weltkrieg noch nicht lange vorbei. Schafft die junge Liebe es durch diese Zeit des Umbruchs?
Erster Satz: »Wenn der junge Hamburger Kurt geahnt hätte, dass seine Postkarten rund einhundert Jahre später auf einem Flohmarkt in Norderstedt landen würden, welche Worte hätte er dann für seine geliebte Trudl gewählt?«
**Mein Eindruck:**
Was für eine geniale Idee hinter diesem Buch steckt! Aus einem Flohmarktfund eine Liebesgeschichte der 20er Jahre zu zaubern! Originalpostkarten von Kurt, fiktive Antworten von Trudl. Beides zusammen ergibt eine fesselnde, nostalgische, berührende, humorvolle Zeitzeugengeschichte und erlaubt einen fast schon intimen Blick auf die damalige Zeit. Sämtliche Postkarten von Kurt sind im Buch abgebildet und „übersetzt“ (sie sind in der altdeutschen Sütterlin-Schrift geschrieben und wirklich sehr schwer zu lesen). Die Motive der Postkarten sind mal zuckersüß, mal romantisch, mal verkitscht, mal ein bisschen anzüglich (zumindest für die damalige Zeit). Damals hat man sich noch anders ausgedrückt, es gab ganz andere Worte als heute. Diese wiederzuentdecken macht einfach Spaß, auch wenn es natürlich generell ein ganz anderer Schreibstil ist. Aber genau das zusammen mit den vielen Postkarten und der mal ganz anderen Liebesgeschichte macht den Charme dieses Buchs aus. Ach und ja: es gibt sogar ein paar Rezepte darin (Labskaus, veganes Labskaus, Kartoffeln mit Stippe und Cocktail Sazerac). Das Ende war dann aber der Knaller, womit ich so gar nicht gerechnet habe. Völlig unerwartet, einerseits ein bisschen traurig, andererseits aber gar nicht traurig, weil… ach nein. Das kann ich nicht verraten. Lies es selbst. Diese Lesereise in die 20er Jahre fühlt sich heute fast ein bisschen wie eine Reise in eine andere Welt an. Unglaublich wenn ich daran denke, dass meine Großeltern diese Zeit miterlebt haben. Danke für diese charmante, wunderbar arrangierte Zeitreise, die schon allein rein optisch eine Augenweide ist. 5/5 Sterne.
Foxtrott & Kartoffelstippe
Bewertung am 05.06.2026
Bewertungsnummer: 3159239
Bewertet: Buch (Paperback)
Heute gibt es mal ein total anderes Buch welches ich rezensiere. Für mich eine ganz neue Erfahrung und beim Lesen habe ich gemerkt wie sich in 100 Jahren unsere Sprache doch verändert hat. Viele Ausdrücke benutzen wir heute gar nicht mehr und ich denke die jüngere Generation kann damit gar nichts mehr anfangen. Trotzdem ist es ein Erlebnis das Buch zu lesen.
Es ist keine Geschichte, es sind Postkarten und Briefe die Kurt an seine Trudi geschickt hat. Es gibt aber auch noch anderen Briefverkehr. Zwischen den Zeilen erfahren wir beim Lesen aber auch noch ein ganze Menge über das Leben von vor über 100 Jahren.
Auch gibt es noch so kleine Highlights im Buch, die verrate ich euch jetzt aber nicht. Ja und achtet mal auf die Seitenzahlen, sehr interessant.
Es war nicht einfach das Buch zu lesen, da die Autorinnen es im Schreibstil der 1920ger Jahre geschrieben haben. Was ich persönlich toll fand. Die Sütterlin- Schrift einfach übersetzt . Mehr will ich nicht verraten. Es gibt tolle Bilder der originalen Postkarten im Buch und ich denke zu dem Buch gab es einiges an Recherche.
Eine tolle Umsetzung auch wenn ich mich mit dem Lesen etwas schwer getan habe.
Das Cover gefällt mir super und spiegelt die damalige Zeit wieder. Das Buch hat auch ein anderes Formal welches ich passend finde.
Ein wirklich interessantes Buch.
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