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Wenn ihr wegseht, werden wir getötet Ein Aufruf zu echter Solidarität mit den Menschen in Iran

1

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

12808

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.08.2026

Verlag

Penguin

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,6/13,5/3,5 cm

Gewicht

393 g

Farbe

Kaffee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60531-7

Beschreibung

Rezension

»Daniela Sepehris Buch ist ein Paukenschlag: Gegen die politische Apathie rund um Iran. Gegen die Gemengelage aus Uninformiertheit, aktivem Wegsehen, bis hin zu gar offener Sympathie und Parteinahme mit der mörderischen Theokratie, die das Land seit 47 Jahren im Klammergriff hält. Veränderung beginnt mit Verstehen. Dieses Buch hilft dabei.« ("Düzen Tekkal")
»Dieses Buch verbindet Protest, Medienkritik und globale Politik zu einer schonungslosen Analyse unserer Zeit. Es zeigt, warum Wegsehen Konsequenzen hat und warum echte Solidarität mehr verlangt als nur Worte.« ("Shila Behjat")
»Daniela Sepehri gelingt ein umfassender Blick auf wirksame Protestformen und gesellschaftliche Akteure für Veränderung in Iran. Dabei nimmt sie eine universalistische Perspektive auf den Schutz der Menschenrechte ein und zeigt, wie auch in anderen Ländern Protest unter Druck steht. Ein sehr wichtiger Beitrag, der deutlich macht, dass die Versammlungs- und Meinungsfreiheit die Grundlage sind, um andere Menschenrechte ausüben und gesellschaftlichen Wandel erreichen zu können.« ("Julia Duchrow, Amnesty International")

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12808

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.08.2026

Verlag

Penguin

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,6/13,5/3,5 cm

Gewicht

393 g

Farbe

Kaffee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60531-7

Herstelleradresse

Penguin Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • BK

    3/5

    20.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Das Buch erklärt den Machtmissbrauch, aber nicht dessen wiederkehrendes Muster.

    Die Autorin schildert eindrucksvoll die Unterdrückung im Iran. Dort, wo sie über das Mullah-Regime, die Verfolgung Andersdenkender und den Alltag unter einer islamischen Diktatur schreibt, überzeugt das Buch durch persönliche Erfahrung und Authentizität. Gerade deshalb enttäuscht jedoch der zweite Teil umso mehr. Die Autorin trennt konsequent zwischen dem Islam und dem politischen Handeln islamischer Staaten. Das iranische Regime erscheint als Machtapparat, der den Islam lediglich „instrumentalisiert“. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Frage, ob der politische Herrschaftsanspruch bereits in den klassischen islamischen Quellen angelegt ist, bleibt aus. Koran, Hadithe und die traditionelle Scharia spielen kaum eine Rolle. Damit wird eine zentrale Debatte der Islamforschung praktisch ausgeblendet. Auch ihre politischen Schlussfolgerungen wirken häufig vorhersehbar. Während sie die Hamas zwar verurteilt, übernimmt sie gleichzeitig Begriffe wie „Genozid“ oder „Apartheid“ im Zusammenhang mit Israel und verteidigt Teile der Pro-Palästina-Bewegung sowie die Letzte Generation. Dadurch verliert das Buch an analytischer Schärfe und bewegt sich zunehmend im vertrauten links-progressiven Deutungsrahmen. Besonders problematisch ist, dass die Autorin die Herrschaft des Iran als Missbrauch der Religion beschreibt, ohne sich ernsthaft mit der naheliegenden Gegenposition auseinanderzusetzen: Dass der Islam historisch nicht nur Religion, sondern immer auch Staats- und Rechtsordnung war und sich viele Elemente des iranischen Systems durchaus auf klassische islamische Rechtsvorstellungen zurückführen lassen. Wer diese Diskussion erwartet, wird enttäuscht. So bleibt ein zwiespältiger Eindruck. Als Erfahrungsbericht über die Islamische Republik Iran ist das Buch lesenswert. Als Analyse des Islam selbst bleibt es oberflächlich. Statt die schwierige Frage nach dem Verhältnis von Religion, Scharia und politischer Herrschaft offen zu diskutieren, übernimmt die Autorin weitgehend das heute verbreitete Narrativ, wonach allein die Machthaber das Problem seien, nicht aber die religiösen Grundlagen, auf die sie sich berufen. Wer verstehen möchte, wie das iranische Regime funktioniert, wird von diesem Buch profitieren. Wer verstehen möchte, warum ähnliche Strukturen in unterschiedlichen islamischen Staaten immer wieder auftreten, wird die eigentliche Debatte vermissen. Wer jede islamische Diktatur als bloßen Missbrauch des Islam beschreibt, muss erklären, warum sich gerade in den ausdrücklich islamischen Staaten immer wieder ähnliche Strukturen finden. Diese Frage stellt das Buch nicht. Es erklärt den Machtmissbrauch, aber nicht dessen wiederkehrendes Muster.

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